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burks
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Anmeldungsdatum: 07.10.2002
Beitrge: 6758
Wohnort: Berlin-Neukoelln

BeitragVerfasst am: 14.06.2003, 02:08 Antworten mit ZitatNach oben

Drogen sind vor allem eins: Genussmittel. Und wenn Michael Friedman Kokain genommen htte: wen interessiert das? Der Diskurs ber "Drogen" zeigt vor allem eines: die gnadenlose Heuchelei aller Beteiligten und die Irrationalitt des Diskurses. Ich gnne Friedman aus pdagogischen Grnden eine saftige Strafe. Wer in der CDU ist und die Drogenpolitik dieser "christlichen" Partei mittrgt, der verdient kein Mitleid. Es stimmt traurig, dass die meisten Journalisten, die vernnftig und intelligent sind, beim Thema Drogen pltzlich ihren Verstand an der Garderobe abgeben: das relativ harmlose Genussmittel Cannabis wird zum "Rauschgift", und die gefhrliche und garantiert schdliche Droge Alkohol ist keine Droge. Der Nachrichtensender N24 tnt pathetisch vom "Rauschgiftverdacht." Was Gift ist und was nicht oder weniger, das ist strittig, liebe KollegInnen. Wer derart suggestive Begriffe benutzt, die medizinisch sinnfrei sind, der darf nicht verlangen, ernst genommen zu werden.

Zahllose Prominente, darunter der Nobelpreistrger Milton Friedmann, fordern seit Jahren die vllige Freigabe aller psychotropher Substanzen. Da man ber das Thema aber genausowenig rational diskutieren kann wie ber die Verehrung hherer Wesen, hier nur ein Zitat, um anzuregen, ausschliesslich ber die Frage zu diskutieren, warum bestimmte "Drogen" in welcher Gesellschft warum verboten sind: "Die strukturelle Anflligkeit westlicher Gesellschaften fr Konflikte ber die moralische und rechtliche Bewertung des Drogenkonsums ergibt sich aus der delikat ausbalancierten Stellung des Drogenkonsums in einer sowohl am Leistungs- als auch am hedonistischen Prinzip orientierten Gesellschaft."1 Das habe ich in meinem Buch "Heroin - Sucht ohne Ausweg" (www.burks.de/heroin.html) schon vor fast zehn Jahren geschrieben. Und weiter: Wer etwas leistet, erfreut sich in Gesellschaften, die im weitesten Sinne auf den moralischen Prinzipien der protestantischen Arbeitsethik fuen, eines hohen Ansehens - und darf sich dann auch mal was Schnes gnnen. Wer freiwillig faul ist, gilt, je nach Rigiditt der Norm, als sozialer Abweichler. Wer dem Rausch frnt..., sei arbeitsunfhig und damit auch moralisch verwerflich - so jedenfalls das Klischee der ffentlichen Meinung.

Die Drogen-Subkultur hat eine symbolische Ausstrahlungskraft, die den normal arbeitenden Brger zutiefst verunsichert. Die "Sucht", die gleichzeitig das Lustprinzip auf die Spitze treibt, ist ein Angriff auf seine Moral. Der Drogen-Konsument wird zum "Kranken" definiert, und der Helfer und Heiler zieht daraus sein gesellschaftliches Prestige, dass er sich beherrschen kann und permanent arbeitsfhig ist. Fazit also: legalize it!

brigens - da wir in diesem kleinen Familienforum nicht das Rad neu erfinden: alles ber Michael Friedman und seine Genussmittel finden Sie hier, bei "Michel Friedman meets Hasso, den Drogenhund."

1) Sebastian. Scheerer: Die Genese der Betubungsmittelgesetze in der Bundesrepublik Deutschland und in den Niederlanden, Gttingen 1982, S. 61. Vgl. auch Sebastian Scheerer und Horst Bossong: "Drogenpolitik - die letzte Bastion der Planwirtschaft".

14.06.2003
BurkS

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