So werden wir Europameister

titanic

Warum sind Hexen nackt?

witch

Bild: Luis Ricardo Falero (für das deutsche Wikipedia irrelevant): „Hexensabbat“ (1880, via Wikimedia)

Atlas Obscura: „Sex, Drugs, and Broomsticks: The Origins of the Iconic Witch – Witches were almost always portrayed naked until the 1900s.“

Die Schlacht am Nolli

{Berlin:street} (neu in der Blogroll) berichtet über die „Schlacht am Nolli“ am 11. Juni 1982. (Ich kann mich noch daran erinnern.) Das waren noch Zeiten. Man sollte sich die heutigen Medien in Berlin vorstellen, wie die darüber geschrieben hätten.

Against Dog-Whistle-ism

„Slate Star Codex“ (via Fefe) erklärt, wie genormte Medien funktionieren („the entire media, which seized upon it as a single mass“) und warum Begriffe jeweils etwas anderes bedeuten, je nachdem, wer sie benutzt. Man könnte auch sagen: Er haut die „political correctness“ der Mainstream-Sprache in die Pfanne.

Der Artikel erklärt auch, warum deutsche Medien bei Trump oft falsch liegen. „Saying things that sound like dog whistles has itself become the crime worthy of condemnation, with little interest in whether they imply anything about the speaker or not.“

By the way – das Motto des „Slate Star Codex“ gilt auch hier und für Burks‘ Blog: „I really want to be one of those people with the neat one-subject blogs who can introduce themselves as “the guy with the blog about X”, but the universe is way too interesting for that to remotely work.“

Interessante Alternative zu langweiligem Ballspiel

A Man in Full

ein ganzer Kerl„Tom Wolfe macht süchtig“, heißt es auf dem Buchcover. Für mich stimmt es. Ich lese gerade begeistert „Ein ganzer Kerl“ und kann das Buch kaum aus der Hand legen.

Der Plot steht bei Perlentaucher: Der erfolgsverwöhnte, megareiche Tycoon Charlie Croker hat sich verspekuliert: Bei der Planners Banc steht er mit einer halben Milliarde Dollar in der Kreide. Neben Charlie Croker kämpft der elegante Anwalt Roger Too White aus dem schwarzen Atlanta ums Überleben. Er muß einen beliebten Footballspieler, der eine Frau vergewaltigt haben soll, vor dem drohenden Skandal schützen. Und dann ist da noch Conrad Hensley, ein junger Familienvater mit bescheideneren Lebenszielen, der in die brutale Welt eines Männergefängnisses gerät.

Ich verstehe die drögen Rezensionen nicht: Niemand scheint Wolfes Idee begriffen zu haben. (Wieso wurde der Roman in Deutschland nur so selten rezensiert?) Vielleicht muss man auch sein letzten Buch „Ich bin Charlotte Simmons“ dazunehmen, in dem das Thema zynisch und detailversessen abgehandelt wird: Wann gehört man wie dazu – und um welchen Preis?

„Was die Urväter Balzac und Zola in jeweils hundert Büchern kaum zuwege brachten, will Enkel Tom in zwei Anläufen erledigen: die Menschliche Komödie hier und heute, das Epochenporträt, den großen Gesang“, schreibt Andreas Kilb in der „Zeit“. Ja, und nicht nur das: Im Gegensatz zu allen deutschen Autoren stellt Wolfe uns die gesamte US-amerikanische Gesellschaft vor: Ein Mitglied der herrschenden Klasse, einen waschechten Proletarier, Prototypen der schwarzen Mittelschicht und deren politischen Charaktermasken. Man möchte sich hierzulande umsehen und auf die Leute mit dem Finger zeigen und rufen: „Ja, ihr seid gemeint, und ihr kommt nicht gut dabei weg!“

Grandios an Wolfe finde ich, dass er seine Charaktere nicht denunziert – auch nicht die Frauen. Auf die moralischen Kategorien „gut“ und „böse“ kann er mit leichter Hand verzichten, muss doch jeder auf seine Weise in der (jeweiligen) Krise sehen, wo er bleibt. Der Immobilien-Tycoon hat sich verspekuliert und die Aasgeier der Banken umkreisen ihn schon. Der Arbeiter wird gefeuert, weil „gespart“ werden muss (wie dessen Job geschildert wird, ist hochaktuell) und landet mehr oder minder zufällig im Knast. Einem schwarzen Superhelden aka Sportler droht eine Anklage wegen Vergewaltigung. Und alle Schicksale sind miteinander verwoben. Ich kenne keinen deutschen Autor, der das auch nur annähernd so hinbekommt – in der deutschsprachigen Literatur geht es fast immer um die Wehwehchen der Mittelschicht.

Manchmal musste ich losprusten, vor allem dann, wenn Wolfe seine Protagonisten erzählen lässt, wie Politik funktioniert. Es geht nie um die Sache, niemand will die Wahrheit wissen (wie schon in „Fegefeuer der Eitelkeiten“), alle versuchen nur, sich gegenseitig zu benutzen und auszuspielen: Das ist realistisch, recht böse, bis in das kleinste Detail korrekt und ziemlich komisch.

„Ein ganzer Kerl“ kann ich uneingeschränkt empfehlen: Mehr als tausend Seiten uneingeschränktes Lesevergnügen. (Außerdem gefallen mir seine flotten Sprüche über Kollegen und was er über das Schreiben sagt.)

Terror, in Israel neu definiert oder so ähnlich

audiatur online

Propaganda, auch für die gute Sache, muss gut und einprägsam sein. Sonst wirkt sie nicht oder das Gegenteil dessen, was beabsichtigt war, tritt ein. Tarnt sich Propaganda als Journalismus und wird dann enttarnt, ist es um so schlimmer. Das Thema heute: Audiatur online*, ein Portal, das Israel unterstützen will. „Israel verabschiedet nach hitziger Debatte neues Anti-Terror-Gesetz“, heißt es am 17. Juni.

Ein starkes und kontroverses neues Anti-Terror-Gesetz, verfochten von Justizminister Ayelet Shaked, wurde nach einer hitzigen Parlamentsdebatte am Mittwoch durch ein Mehrheitsvotum mit 57 gegen 16 Stimmen in der Knesset verabschiedet.
Wenn die Gedanken nicht klar sind, wird die Sprache wirr – und umgekehrt. Warum ist das Gesetz „stark“? Finger weg von den Adjektiven! lautet einer der Grundsätze guten Stils. Jeder versteht unter einem Eigenschaftswort etwas anderes. Dass ein Gesetz zu diesem Thema „kontrovers“ sein soll und eine Debatte „hitzig“, ist ein sehr weißer Schimmel. Es riecht außerdem nach Suggestion – ich will selbst entscheiden, was ich von dem Gesetz halte. (Die „linken“ Mitglieder der Knesset kommen ganz unten bei Audiatur online vor, und ich glaube nicht, dass die das Gesetz für „stark“ halten.)

Drei Fakten will man uns mitteilen. Ein Gesetz wurde (vom Parlament, der Knesset – vom wem sonst?) verabschiedet. Die Justizministerin hatte es eingebracht. Das Gesetz fand eine Mehrheit (was aber der erste Satz schon sagt – sonst wäre es nicht verabschiedet worden).

Übrigens: Mehr als neun Wörter können viele Rezipienten nicht verstehen, 20 Wörter ist das Maximum – und dann muss der Satz wie aus einem Guss und elegant gebaut sein. Hauptsätze! Hauptsätze! Hauptsätze! Und kurze! Der Anfang ist also schlecht.

Das Gesetz weitet die Definition von Handlungen mit terroristischem Hintergrund aus und soll die Macht der israelischen Sicherheitskräfte und des Rechtssystems im Kampf gegen die Terrorbedrohung verstärken.
Das sind zwei Sätze! Was spricht dagegen, es kurz und knapp zu sagen? Das Gesetz definiert Terror neu. (Wörter mit ung sind schlechtes Deutsch und verboten. Wenn schon, dann „Taten“. „Mit Hintergrund“ ist so elegant wie „Menschen mit Menstruationshintergrund“.) Die „Macht“ der Sicherheitkräfte? Das ist garantiert nicht gemeint. Merke: Den Text hat niemand geschrieben, dessen Muttersprache Deutsch ist, und niemand hat ihn gegengelesen. Geht es um die israelische Armee? Den Mossad? Die Polizei? Oder alle? Ein Artikel, der aufklären will, muss es auch tun. Bei einem Gesetz kommt es genau darauf an, was wem neu erlaubt oder verboten ist. Was unterscheidet den „Kampf gegen die Terrorbedrohung“ vom „Kampf gegen den Terror“? Nichts, nur kann man es besser verstehen, und das ung ist auch weg.

„Nur durch angemessene Bestrafung und Abschreckung kann er bekämpft werden“,
(sagt irgendjemand). Das ist eine These, die nicht wahr sein muss. Im Journalismus gilt: Audiatur et altera pars. Alles anderen ist Propaganda. Die Leser sind doch nicht alle total meschugge. Wenn ich überzeugen will, dann nicht die, die eh schon meiner Meinung sind, sondern die anderen. Und für die muss ich mich anstrengen. Verständlich zu schreiben ist ein Handwerk. Das kann man lernen – es kommt nicht automatisch aus dem Bauch. Terroristen muss man bestrafen (wer hätte das gedacht), und härtere Strafen bedeuten weniger Terroristen? Das bezweifele ich.

Der 51-seitige Gesetzentwurf mit der Bezeichnung “Anti-Terror-Gesetz” führt im Detail bestimmte Straftaten auf, die neuerlich als terroristische Aktivität definiert werden,
Also nee. Muss ich wirklich wissen, dass das Gesetz 51 Seiten umfasst? Und gilt in Israel auch Din A4 oder sowas? Wieviele Anschläge (sic) pro Seite? Das Gesetz (nachdem es verabschiedet wurde, ist es kein Entwurf mehr) heisst “Anti-Terror-Gesetz”? Hätten Sie es gewusst? Ich schlage vor: Das “Anti-Terror-Gesetz” listet (jaja, ziemlich detailliert vermutlich) Straftaten auf, die jetzt als „Terrorismus“ gelten. („Terroristische Aktivität“ ist so etwas wie „schulischer Bereich“ – also Gefasel und Furzdeutsch.)

Das Gesetz gewährt dem Gericht auch die Macht, beschuldigte Terroristen ohne Zeugenaussage zu verurteilen, wenn beispielsweise ein Zeuge in ein Gebiet flüchtet, das von der palästinensischen Führung beherrscht wird.
Darüber wüsste ich gern mehr. Woher weiß ich denn, dass der Zeuge irgendwohin geflüchtet ist? Und Wer ist die „palästinensischen Führung„? Die Hamas oder die PLO? (Das wissen die meisten Leser garantiert nicht.) Ich wüsste auch zu gern, wie das für die „Sicherheitskräfte“ unerreichbare Gebiet, in das Zeugen flüchten könnten, im Original bezeichnet wird. Die Drohne sei mit dir in Gaza!

„Wenn es um Terrorismus geht, dann wird nicht unterschieden, wer an diesem Tisch sitzt und wer an dem anderen. Das ist Ihnen aus der Erfahrung heraus bekannt. Es handelt sich nicht um ein antiarabisches Gesetz oder um ein Gesetz gegen arabische Bürger. Es handelt sich um ein Gesetz zugunsten der Bürger des Staates Israel“, argumentierte Hasson.
Nein, er argumentiert nicht, er behauptet es nur. Argumentieren geht anders. Und welche Überraschung! Das Gesetz ist zugunsten der Bürger des Staates Israel. Echt jetzt?

Als Bestandteil des Gesetzes muss Justizminister Ayelet Shaked einen jährlichen Bericht über die Implementierung des Gesetzes einreichen.
Implementierung: Um das Wort zu verstehen, sind vier Semester Soziologie nötig und ein freiwilliges Zusatzstudium in elaboriertem, also arrogantem Jargon.

Schaut dem Volk auf’s Maul, und faselt nicht herum, liebe Autoren von Audiatur online. So überzeugt Ihr niemanden. (Ich war eh ungefähr Eurer Meinung, ich muss den Artikel also gar nicht lesen. Ich rezipiere Medien nicht, um meine schon vorhandenen Ideen zu verstärken. Die sind allein schon stark genug.) Ihr solltet jemanden einstellen, der gutes Deutsch kann, sonst klingt das so wie bei RT Deutsch.

* Eingetragener Firmenname: Audiatur-Stiftung – ob es eine Stiftung ist, weiß ich nicht, „Stiftung“ ist ein Teil des Namens, Der gemeinnützige Vreein „German Privacy Fund ist auch kein „Fund„.

Unfriending Censorship

nudity

Wir müssen etwas für die staatsbürgerliche Aufklärung tun:

„The content was the Wikipedia photo pf human anatomy showing a man and a woman in full frontal nudity. It is against Facebook’s guidelines about nudity.“ (Onlinecensorship.org is pleased to share our first report „Unfriending Censorship: Insights from four months of crowdsourced data on social media censorship.“) (via Pornoanwalt)

35 Ellis Island Immigration Photos That Capture American Diversity

All that is Interesting: „As a clerk at Ellis Island from 1892-1925, Augustus Sherman was in a unique position to document countless immigrants as they attempted to gain entrance into the United States. The untrained photographer had an undeniable natural talent: Even with bulky cameras and the time-consuming exposure process they required, Sherman was able to take more than 200 photos — of subjects typically detained for interrogation — that reveal as much about the subjects’ fears as they do the diverse reality of our national heritage“.

Wow. Just saying.

Studie: Bananen sind rechts und krumm

Eine Studie hat „herausgefunden“, dass ein großer Teil der Deutschen auf dumme Fragen dumme Anworten gibt. Die Welt und Spiegel online zum Beispiel nehmen die Studie erst.

Welt online im schönesten Deutsch des Grauens: „Durchgeführt wurde die Studie von der Universität Leipzig in Zusammenarbeit mit der Otto-Brenner-Stiftung der IG Metall sowie zwei parteinahen Stiftungen: der Heinrich-Böll-Stiftung (Grüne) und der Rosa-Luxemburg-Stiftung (Linke).“

Wenn man nur die richtigen suggestiven Fragen stllt, ist das Ergebnis vorhersehbar. Ich zitierte am 02.03.2003 (vor dreizehn Jahren) mich selbst („Nazis sind Pop„):
Wichtigste Ursache für rassistisch motivierte Gewalt ist der politische Konsens, die Nation Deutschland völkisch zu verstehen. „Wir schöpfen unsere Identität nicht aus dem Bekenntnis zu einer Idee, sondern aus der Zugehörigkeit zu einem bestimmten Volk.“ (Wolfgang Schäuble). Deutschland ist das einzige Land Europas, das Einwanderer faktisch und im öffentlichen Diskurs als Menschen zweiter Klasse behandelt: Migranten sind „Ausländer“, also Nicht-Deutsche. Die Nation definiert sich über eine fiktive „Identität“, über eine vermeintliche „Leitkultur“, die als politisches Projekt sowohl die innere Kolonisierung als auch die Selbstethnisierung der Migranten fördert. Deutschland hat sich vom internationalen Diskurs zum Thema „Rassismus“ begrifflich abgekoppelt. (…) Die Dominanz des Unwortes „Ausländerfeindlichkeit“ in den Medien dokumentiert den zentrale Topos des rassistischen Diskurses. Der Begriff suggeriert zum einen, dass rassistische Diskrimierungen sind nicht gegen Afrodeutsche richten oder – noch schlimmer – dass diese keine Deutschen seien, und zum anderen leugnet er zentrale Klammer rechter Ideologien, den Antisemitismus. Ursache rassistischer Vorurteile sind daher auch affirmative „Multikulti“-Diskurse im Schulunterricht, die Vorurteile nicht abbauen, sondern in der Regel verstärken. Dieser Diskurs verschweigt, dass „Kultur“ oder „Ethnizitit“ immer fiktive politische Projekte sind, die gesellschaftliche Machtverhältnisse thematisieren.

Die gute Nachricht: Die Ergebnisse dieser Studien haben sich seit 1980 nicht signifikant verändert. Rund 15 Prozent der Deutschen sind Rassisten und Antisemiten aka „haben ein geschlossenes rechtsextremes Weltbild“. So what? Das ist genau das heutige Wählerpotenzial der so genannten AfD.

Gib ihnen Saure!

Bild

Die Bild-Zeitung in Gestalt ihres „investigativen“ Reporters“ Hans-Wilhelm Saure behauptet, ich würde in meinem Blog „pöbeln“. Das würde ich doch nie tun! Aber wenn es die „Bild“ behauptet, muss es ja stimmen.

Es geht wieder einmal um die Akte Lammel. Die „Bild“ bringt zwar nichts Neues, versucht aber immer noch, aus dem Thema Honig zu saugen.

Miscellaneous, revisited

Bible

Warum liegt in Hotels eigentlich christliche Propaganda aus? (München 2003) Und warum nicht die Torah oder der Koran?

Ich habe wenig Zeit. Heute habe ich auf Welt online gelesen: „Die Hybris der Journalisten“. Einigen Thesen stimme ich zu, der Artikel geht aber nicht weit genug und ist auch nicht konsequent. Journalisten vertreten meistens den Standpunkt der Klasse, aus der sie stammen (darf in Deutschland so nicht gesagt werden- wegen freiwilliger ideologischer Selbstkontrolle). Journalisten sind also ab Werk ein opportunistischer Haufen – mit Ausnahmen. Das kann man bei Uwe Krüger: Meinungsmacht. Der Einfluss von Eliten auf Leitmedien und Alpha-Journalisten nachlesen.

Noch besser und außergewöhnlich interessant ist Stefan Schulz: Redaktionsschluss: Die Zeit nach der Zeitung. Das Buch werde ich demnächst ausführlich vorstellen. Leute, die vorhatten, Journalisten zu werden, kann das Buch aber zuverlässig davon abhalten. Absoluter Lesebefehl für alle, die „was mit Medien“ machen.

Auf meiner To-Do-Liste steht auch: Markus Schauer: Der Gallische Krieg: Geschichte und Täuschung in Caesars Meisterwerk zu besprechen. Schon gelesen, auf Empfehlung eines Freundes, aber ein komplizierter Fall.

Auf Film und Games: Ein Wechselspiel könnt ihr euch schon freuen. Grandios, teuer, aber das Geld wert.

Übrigens hat mich der letzte Absatz des Artikel bei Spiegel online zu einem besseren Menschen gemacht (Kommentar geklaut von Udo Vetter). Ich probiere das mal aus oder raune den Damen im Vorbeigehen etwas von Krav Maga und schutzbedürftigen Frauen zu. Har har.

Shit you know you dont know

shit

Hatemag schreibt über: „Warum das linke Abarbeiten am Partypatriotismus Blödsinn ist“.

Ja, full ack. Dazu sagt mein Hausphilosoph Georg Christoph Lichtenberg: „Grade das Gegenteil tun heißt auch nachahmen, es heißt nämlich das Gegenteil nachahmen.“

Attn (u.a.) berichtet: „The Story of the Orlando Shooter Just Took an Unexpected Turn. Omar Mateen, the man behind the mass shooting at the gay nightclub Pulse that left 49 other people dead and 53 injured early Sunday morning, was reportedly a frequent visitor of the club, according to a report from Montreal news talk radio station CJAD 800“.

Das kommt davon, wenn man vor lauter Erregung gar nicht mehr recherchiert, sondern aus dem Bauch heraus vorgefertigte Textbausteine absondert.

Bleibt offline!

North Cove

Screenshot: North Cove, Gor-Sim, Second Life

Tilo Jung: „Leute, bitte geht sofort offline. Ihr werdet sonst noch ‚onlinesüchtig‘ und vergesst euch bald zu waschen! Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), hat uns heute vor den Gefahren im Internet gewarnt: Wer täglich mehr als vier Stunden am Computer sitzt, könnte ‚onlinesüchtig‘ sein. In sozialen Netzwerken könne man „gefangen“ werden, Facebook sei eine Gefahr! Und auch Computerspiele sollen eine gefährliche Droge sein.“

Antikythera

Antikythera

Credits: Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

CBCnews: „Scientists decipher purpose of mysterious astronomy tool made by ancient Greeks. (…) They say it was a kind of philosopher’s guide to the galaxy, and perhaps the world’s oldest mechanical computer.“

Dazu passt: „Ich denke, dass es weltweit einen Markt für vielleicht fünf Computer gibt”. (Thomas Watson, Chairman von IBM, 1943).

Sex, Lügen und kein Video

Die Vorwürfe gegen Jacob Appelbaum fallen gerade in sich zusammen bzw. sind ein Rufmord. Schreiben die FAZ und die Frauen, mit denen er verkehrte (via Fefe).

Curiosity Mars Rover Crosses Rugged Plateau

NASA: „On Naukluft Plateau, the rover’s Mast Camera has recorded some panoramic scenes from the highest viewpoints Curiosity (ausprobieren!) has reached since its August 2012 landing on the floor of Gale Crater on Mars.“

Schland

Hey unverkrampfte Party-Patrioten habt ihr euch schon die Schland-Fahne ins Gesicht geschmiert? Ich zeige wie ihr euch noch schnell vorbereitet. (Vorsicht! Facebook! Via ZECKO – Antifaschistisches Lifestyle-Magazin)

Marktwirtschaftlich

streik

Nikolaus Piper will auf Sueddeutsche.de politische Strieks verbieten lassen.

Warum? Wikipedia hat mehr darüber: „Während des Volontariats entdeckte er sein Interesse an Wirtschaftsthemen und begann ein Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Freiburg, das er 1978 als Diplom-Volkswirt abschloss. (…) 1987 wechselte er zur Wochenzeitung Die Zeit nach Hamburg. Dort beobachtete er besonders den ökonomischen Zusammenbruch des sowjetischen Systems und den marktwirtschaftlichen Neuaufbau in Osteuropa.“

„Politische“ Streiks: „Von den 27 Staaten der Europäischen Union ist der politische Streik nur in England, Österreich und Deutschland illegalisiert. Ein Verbot ist indes nirgendwo festgeschrieben. Auch mit den Illegalisierungen von Beamtenstreiks, wilden Streiks, Blockaden, Boykotts, dem Streikverbot durch die christlichen Kirchen, der Einengung von Streikmöglichkeiten nur auf tarifvertraglich regelbare Ziele und den Einschränkungen bei Sympathiestreiks, sind Defizite in unserer politischen und wirtschaftlichen Demokratie verankert.“

Man könnte auch sagen: Nikolaus Piper ist ein Lautsprecher des Kapitals, was hiermit geschehen sei.

Ceterum censeo: Jeder Streik ist politisch. Wenn jemand der herrschenden Klasse das Recht zubilligen will, nach Gutdünken zu bestimmen, was „politisch“ ist und was nicht, um dann zu verbieten, dann weiß man, was man bekommt.

Mit Buttersäure und Vergewaltigern

Ich stimme nicht mit allem überein, aber ich musste oft schmunzeln. Don Alphonso schreibt in der FAZ über „Mit Buttersäure und Vergewaltigern gegen Europas Inzest“.

Aber ganz ehrlich: Mitarbeiter der taz, der Rosa Luxemburg Stiftung und des Spiegels würde ich, kämen sie an den Tegernsee, zuerst einmal begutachten, bevor ich mir eine Meinung bilde. Es ist bei uns nämlich so, dass sich die Hausgemeinschaft auch gegen einen Käufer aussprechen kann, wenn er nicht passt.

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