Liberal bereichert

Die Süddeutsche über den Dienstleistungsvertrag Tisa:

In den vergangenen Jahren wurden überall auf dem Erdball klassische staatliche Aufgaben wie Bildung, Gesundheit oder Wasserversorgung privatisiert, wobei es öfter Proteste gab – etwa weil die Leistungen teurer, aber nicht besser wurden. Nun soll es bei Tisa Vorschriften geben, die eine Wiederverstaatlichung privatisierter Betriebe verbietet, behaupten Kritiker. Dafür gibt es bisher keinen Beleg, allerdings sickert durch, dass eine Sperrklausel entstehen könnte: Hat ein Land zugestimmt, in einem Bereich wie Gesundheit Konkurrenz zuzulassen, sollen private Anbieter für immer auf dem Markt bleiben dürfen. Das dürfte Kritiker erregen, die Liberalisierungen als Bereicherungen von Konzernen sehen.

Man sagt es klar und angenehm, was erstens, zweitens, drittens im Kapitalismus käm.

Wenn man den Nominalstil ins Deutsche übersetzt – “Liberalisierungen als Bereicherungen” -, wird auch ganz klar, worauf es hinausläuft: liberal bereichert. Oder, wie die Angehörigen der Glaubensgemeinschaft der Volkswirtschaftler sagen: “Die Märkte” werden es schon richten.

Glaube, Liebe, Hoffnung

“Glaube, Liebe, Hoffnung sind die Feinde der nüchternen Fakten.” (Hal Faber)

Hunger Games: Capitalist agitprop

Mockingjay

Neulich habe ich mir aus feuilletonistischen Gründen den Kinderfilm The Hunger Games: Mockingjay – Part 1 auf einem Streaming-Portal meines Vertrauens angesehen, in Englisch mit spanischen Untertiteln. Vor knapp einem Jahr hatte ich hier schon etwas zu den Vorläufern des Streifens geschrieben. Ich muss zugeben, dass ich mir das Ende nicht mehr ansehen wollte, weil ich mich langweilte. Es kommt kein Sex vor, und die Küsse sind so, wie man in der Pubertät küsst. Warum sollte ich so einen Film anschauen? Die Mädchen kämpfen zwar, aber verhalten sich genderpolitisch eben doch so wie in den 50-er Jahren, was zur allgemeinen kulturellen Regression passt.

Ewan Morrison hatte im Guardian eigentlich schon alles gesagt: “Y[oung] A[adults] dystopias teach children to submit to the free market, not fight authority. The Hunger Games, The Giver and Divergent all depict rebellions against the state, and promote a tacit right-wing libertarianism.”

Es ist wegen der freiwilligen politischen Selbstkontrolle natürlich undenkbar, dass so ein Statement in deutschen Medien vorkäme, ganz zu schweigen von einem Link, der über die Diskussion zwischen Stalin und H.G.Wells im Jahr 1937 über anti-kapitalistische Utopien informiert (Vorsicht! Schwefelgeruch!).

Andrew O’Hehir in Salon.com legt noch eins drauf: “capitalist agitprop … propaganda for the ethos of individualism, the central ideology of consumer capitalism”.

Es wundert mich auch nicht, dass deutsche Rezensionen, abgesehen von – im Land der evangelischen Pfaffen – Kritik an zuviel “Gewalt, den Film “Hunger Games” feiern als “als cleveres Drama, das sein Publikum ernst nimmt” oder “Glücksgriff” und “bestes Identifikationsmaterial”. Manchmal finde ich es unfassbar, wie Journalisten ihre ideologischen Scheuklappen so verinnerlicht haben, dass sie zu einer ernsthaften Filmkritik gar nicht mehr in der Lage sind. Wichtig ist nur, dass der Kapitalismus in irgendeiner Form verherrlicht wird.

Die erste und wichtigste Frage an einen solchen Film, der in der “Zukunft” spielt, ist immer: Warum die Zukunft und nicht die Gegenwart? Warum kann man die Botschaft nicht im Hier und Jetzt spielen lassen? Die Antwort ist einfach: Siehe oben. Es geht weder darum, das System zu stürzen noch darum, sonstwie zu “rebellieren”, ganz im Gegenteil. Alles läuft der Führerin hinterher und alles hängt von ihr ab. Ein Volk, ein Reich, eine Katniss. Die “Hunger Games” sind nicht revolutionärer als “Hänsel und Gretel”. Die subkulturelle Ikonografie (vgl. Screenshot oben: Frisur usw.) klaut wahllos alles, was irgendwie im nächsten Friseur-Salon zu sehen ist. Von Fantasie und Stil keine Spur.

The villainous daddy-state presided over by Donald Sutherland (in “Hunger Games”) and Kate Winslet (in “Divergent”) is as much a paper tiger as the corrupt old regime of landlords and kulaks seen in Soviet boy-girl-tractor romances of the 1930s. (Andrew O’Hehir)

Ewan Morrison argumentiert, dass Kinder- und Jugendfilme wie “Hunger Games”, ein Angriff seien auf “many of the foundational projects and aims of the left: big government, the welfare state, progress, social planning and equality. They support one of the key ideologies that the left has been battling against for a century: the idea that human nature, rather than nurture, determines how we act and live. These books propose a laissez-faire existence, with heroic individuals who are guided by the innate forces of human nature against evil social planners.”

Man muss heutzutage schon ausländische Medien rezipieren, um intellektuell anspruchsvolle Filmkritiken lesen zu können. Deutsche Medien sind einfach, mit nur wenigen Ausnahmen (“konkret”, “Telepolis”, “Jungle World”), weltanschaulich tot, gestorben, bloße Propaganda, seichtes Gefasel.

Ich bin beleidigt

charlie hebdo

Was ich noch sagen wollte: Meine atheistischen Gefühle werden immer dann provoziert und sehr beleidigt, wenn Verehrer höhere Wesen beleidigt sind, wenn man sich über ihre lächerlichen frommen Märchen lustig macht.

Access no longer forbidden

chaos

Durch einen technischen Fehler, für den mein Provider keine Schuld trifft, war burks.de ca. einen Tag nicht erreichbar. I apologize for any inconvenience caused.

Liebe auf den ersten Blick

Schöner Film von Spiegel online über den weiblichen Sextourismus in Kenia. Genderpolitisch völlig inkorrekt.

Lügenpresse oder: Das Elend der Medien

Hinter der Fichte” schreibt etwas über die Jury, die das “Unwort des Jahres” gewählt hat, und die Auswahlkriterien.

Dazu auch Karl Marx: “Was die Arbeitsteilung in der modernen Gesellschaft charakterisiert, ist die Tatsache, dass sie die Spezialitäten, die Fachleute und mit ihnen den Fachidiotismus erzeugt.” (“Das Elend der Philosophie“)

Unter Agenten oder: Strategische Fernaufklärung

Google

Google-FernaufklärungGeschäftsbedingungen (Auszug). Interessant ist, dass Google etwas über meine “Rasse” weiß, es aber nicht weitersagt.

“Zum Verhängnis wurde dem mutmaßlichen Spitzel eine unverschlüsselte E-Mail von einem Google-Mail-Konto.” (SpOn)

Vermutlich arbeiten deutsche Agenten wie dieser hier.

Vor Einem ist mir bang oder: Der Terror und die Apokalyptiker

apokalypse

“Doch nur vor Einem ist mir bang: Die Zeit ist kurz, die Kunst ist lang.” (Mephistopheles in Johann Wolfgang von Goethes “Faust”: Der Tragoedie erster Teil)

“Der Teufel weiß, dass er wenig Zeit hat.” (Apokalypse, also known as “Die Offenbarung des Johannes”, 12, 12)

“Die Terreur ist nichts anderes als unmittelbare, strenge, unbeugsame Gerechtigkeit; sie ist also Ausfluss der Tugend; sie ist weniger ein besonderes Prinzip als die Konsequenz des allgemeinen Prinzips der Demokratie in seiner Anwendung auf die dringendsten Bedürfnisse des Vaterlandes.” (Maximilien de Robespierre, 1794)

“…beginnt man zu begreifen, was Apokalypse und eschatologische Verheißungen im Bewusstsein der Menschen anzurichten vermögen. Zwar geht es dabei auch und vielleicht vorwiegend darum, einen herrlichen Zustand der Verklärung aller Dinge denen in Aussicht zu stellen, die die gesetzten Bedingungen erfüllt hätten, deren Inbegriff zumeist ist, auf die Nutzung des gegebenen Weltzustandes ganz und gar Verzicht zu leisten. Aber es geht doch auch und womöglich in hintergründiger Weise um die Aufhebung des Ärgernisses, welches der Einzelne daran nimmt, daß die Welt über die Grenzen seiner Lebenszeit hinweg unberührt feststeht und sich noch andere Freuden zu erfreuen anschickt, als ihm selbst vergönnt sein mögen. (…) Ganze Völkerschaften sind durch die Worte eines einzigen Predigers in Bewegung gesetzt wurden, wenn er nur zu beschwören vermochte, die gerade Lebenden würden noch erleben, was überhaupt noch zu erleben sei.” (Hans Blumenberg: Lebenszeit und Weltzeit, 2. Kapitel: Apokalypse und Paradies, S. 78, 1986)

Die wohlwollenden Leserinnen und geneigten Leser werden mir zugestehen, mich darüber zu echauffieren, dass der aktuelle Terror im islamischen Kostüm von niemandem hinreichend erklärt wurde.

Man könnte natürlich Gilles Kepel heranziehen: “Das Schwarzbuch des Dschihad – Aufstieg und Niedergang des Islamismus” oder “Die Rache Gottes” – Standardwerke zu den radikalen Auswüchsen der monotheistischen Religionen. Kepel behauptet sinngemäß, der Terror sei immer ein Zeichen dafür, dass die ursprüngliche Idee sich nicht hat verwirklichen lassen, was, wenn wir ihm glauben, auch für die deutsche RAF zutraf, die erst dann aktiv wurde, als klar wurde, dass die in der Theorie erwünschte und prognostizierte Revolution nicht kommen würde. Osama bin Laden war für Kepel die “medienwirksamste Form” des Scheiterns der “salafistisch-dschihadistischen” Bewegung.

Wir dürfen von den unzähligen “Islam-“, “Extremismus-“, “Terror-” und sonstigen Experten, die jetzt in den Medien und Talkshows herumfaseln, nicht erwarten, dass sie auch nur ein kluges Buch zum Thema gelesen haben. Darum geht es nicht. Der öffentliche Diskurs zum Terror ist moraltheologische Katharsis, also folgenlos, nicht etwa wissenschaftliche Analyse. Das Volk will Brot, Spiele und tröstende Worte von den Lautsprechern der herrschenden Klasse. Alles andere würde beunruhigen, und Ruhe ist bekanntlich in Deutschland erste Bürgerpflicht.

Auch Ulrike Meinhofs Standardwerk “Bambule: Fürsorge – Sorge für wen?” dürfe einiges erklären, wenn man die Situation von Jugendlichen beschreiben will, die in Heimen lebten – und gerade in Frankreich dürfe das noch aktuell sein. Man darf nicht vergessen, dass die französischen Terroristen-Brüder Chérif und Saïd Kouachi eben dort aufgewachsen sind. Aber wer möchte schon auf die Meinhof verweisen oder sie gar zitieren? Da riecht es doch gleich nach Schwefel.

Wer es gern etwas abstrakter, aber dafür gehaltvoller mag, sollte zum Thema “Terror” Hans Blumenbergs “Lebenszeit und Weltzeit (suhrkamp taschenbuch wissenschaft)” studieren (aber das erste Kapitel einfach weglassen).

Er beschreibt diejenigen, die ihre ganz private Apokalypse auf Kosten anderer meinen ausleben zu müssen: Deren psychische Dispostion bestehe nicht nur im Erflehen von Beschleunigung und im Sich-Freihalten von der Welt, “sondern im Betreiben des Untergangs”. Das jeweilige weltanschauliche oder religiöse Kostüm ist dabei ganz irrelevant, ob es um den Massensuizid von Jonestown, um Amokläufer an Schulen oder um “islamistische” Terroristen handelt.

Weitere Gedanken überlasse ich dem gebildeten Publikum.

Nachhaltiger Wohlstand

Der Wanderpokal “Lautsprecher des Kapitals” geht heute an Henrik Müller, Professor für “wirtschaftspolitischen Journalismus” an der Technischen Universität Dortmund, für die Sätze:
Unabhängige Medien gehören zur Infrastruktur der Demokratie und der Marktwirtschaft. (…) die Freiheit des Wortes und des Bildes – und ohne die gibt es auch weder ökonomische Freiheit noch nachhaltigen Wohlstand.

Wie moralisch verkommen und verdummt muss man sein, die Terroranschläge in Frankreich zu missbrauchen, nur um Propaganda für den Kapitalismus und die so genannte “Marktwirtschaft” zu machen? “Der Markt” garantiert also “nachhaltigen Wohlstand”? Geht’s noch? Man muss sich doch nur umsehen, um das Gegenteil beweisen zu können.

Der Kapitalismus macht alle reich und glücklich. Aha. Und so jemand lehrt “wirtschaftspolitischen Journalismus”. Kein Wunder, dass die Situation des Wirtschaftsjournalismus in Deutschland katastrophal ist.

Merke: “Das Bundesverfassungsgericht hat bereits mit der Investitionshilfe-Entscheidung vom 20. Juli 1954 festgelegt, dass das Grundgesetz weder die wirtschaftspolitische Neutralität der Regierungs- und Gesetzgebungsgewalt noch eine nur mit marktkonformen Mitteln zu steuernde ‘soziale Marktwirtschaft’ garantiert. Der Verfassungsgeber habe sich nicht ausdrücklich für ein bestimmtes Wirtschaftssystem entschieden. Daher spricht das Bundesverfassungsgericht von der ‘wirtschaftspolitischen Neutralität’ des Grundgesetzes.”

Schuldenerlass

Fliegende Bretter (Stefan Rose): “Übrigens ist es auch weder neu noch revolutionär, dass Gläubigerstaaten überschuldeten Ländern einen Teil ihrer Schulden erlassen. So geschehen zum Beispiel im Februar 1953. Da unterzeichneten die Bundesrepublik Deutschland und 20 andere Länder das Londoner Schuldenabkommen. In dem wurde der jungen westdeutschen Demokratie die Hälfte aller Schulden gestrichen. Unter den Unterzeichnern damals: Griechenland.”

Mehr beleidigen!

Don Alphonso: “Man sollte wieder mehr beleidigen. Jede Rücksichtsnahme führt nur dazu, dass die Leute sehen, wie sie mit ihrem Gewinsel durchkommen.”

Ich überleg mir was. Verehrer höherer Wesen? Der CCC? Veganer? Die Glaubensgemeinschaft “Freier Markt(TM)”? Die Volkswirtschaftler? Frau*_&%§$Innen?

Vorschläge der wohlwollenden Leserinnen und geneigten Leser sind willkommen! Oder soll ich dieselben beleidigen?

BTW Vielen Dan, Don, für das Wort “rektalturnen”. Kannte ich noch nicht.

Sinnlose Textbausteine, die ich nie mehr lesen möchte [Update]

Zeichen setzen. Flagge zeigen. Kulturen. Mehr Toleranz. Betroffen. Je suis. Angebote machen. Freiheitlich. Lohnfindungsstrukturen. Die Märkte. Westliche Werte.
[Update] Akt der Geschlossenheit.

Krieg und Frieden und nachhaltiges Wachstum

Telepolis: “EU finanziert Ukraine-Krieg mit weiteren 1,8 Milliarden Euro”.

Als wichtig erachtet die Kommission insbesondere (…) eine Verbesserung der Wirtschaftspolitik insgesamt (…) um die Rahmenbedingungen für Unternehmen und die Voraussetzungen für nachhaltiges Wachstum zu verbessern.

Schon klar.

BTW: Je suis Burks

je suis

How communism turned Cuba into an island of hackers and DIY engineers

PBS NewsHour: “How communism turned Cuba into an island of hackers and DIY engineers”. Sehr schöne Fotos und Beispiele, aber natürlich existiert in Kuba kein “Kommunismus”.

Der Mangel als Motor des Fortschritts? Das lässt mich nachdenken. Die (zensierte) DDR-Literatur war ja auch um Klassen besser als die BRD-Literatur, weil die Leute gelernt hatten, zwischen den Zeilen zu lesen und offenbar auch zu schreiben (von den Plots ganz zu schweigen).

Wahnsinn im Kleide der Rationalität

“Religion (und so manch andere Weltanschauung) ist Wahnsinn im Kleide der Rationalität, Satire und Komik Rationalität im Kleide des Wahnsinns.” (Tim Wolff, Chefredakteur der Titanic)

Homo homini Deus est oder: Allah, Jahwe, Gott gibt es nicht

MohammedDer Narr sagt in seinem Herzen: Es gibt keinen Gott. (Psalm 14,1)

Der Weise sagt es der Welt.

“Denn nicht Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde, wie es in der Bibel steht, sondern der Mensch schuf (…) Gott nach seinem Bilde.” (Ludwig Feuerbach: Vorlesungen über das Wesen der Religion, Leipzig 1851, XX. Vorlesung)

Das Fundament der irreligiösen Kritik ist: Der Mensch macht die Religion, die Religion macht nicht den Menschen. Und zwar ist die Religion das Selbstbewusstsein und das Selbstgefühl des Menschen, der sich selbst entweder noch nicht erworben, oder schon wieder verloren hat. Aber der Mensch, das ist kein abstraktes, außer der Welt hockendes Wesen. Der Mensch, das ist die Welt des Menschen, Staat, Societät. Dieser Staat, diese Societät produzieren die Religion, ein verkehrtes Weltbewusstsein, weil sie eine verkehrte Welt sind. Die Religion ist die allgemeine Theorie dieser Welt, ihr enzyklopädisches Compendium, ihre Logik in populärer Form, ihr spiritualistischer Point-d’honneur (Ehrgefühl), ihr Enthusiasmus, ihre moralische Sanktion, ihre feierliche Ergänzung, ihr allgemeiner Trost- und Rechtfertigungsgrund. Sie ist die phantastische Verwirklichung des menschlichen Wesens, weil das menschliche Wesen keine wahre Wirklichkeit besitzt. Der Kampf gegen die Religion ist also mittelbar der Kampf gegen jene Welt, deren geistiges Aroma die Religion ist.

Das religiöse Elend ist in einem der Ausdruck des wirklichen Elendes und in einem die Protestation gegen das wirkliche Elend. Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüth einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volks.

Die Aufhebung der Religion als des illusorischen Glücks des Volkes ist die Forderung seines wirklichen Glücks. Die Forderung, die Illusionen über seinen Zustand aufzugeben, ist die Forderung, einen Zustand aufzugeben, der der Illusionen bedarf. Die Kritik der Religion ist also im Keim die Kritik des Jammertales, dessen Heiligenschein die Religion ist.
(Karl Marx: Einleitung zu Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie; in: Deutsch-Französische Jahrbücher 1844, S. 71f, zitiert nach MEW, Bd. 1, S. 378-379)

Das musste jetzt gesagt werden. Übrigens: Religion raus aus den Schulen.

Prorussische Hacker legen Websites der Bundesregierung und des Bundestags lahm

Telepolis: “Die Websites der Bundesregierung und des Bundestages sind offline. Verantwortlich dafür ist nach eigenen Angaben die prorussische Hackergruppe CyberBerkut.

The Ukrainian government wants to review national budget by the 15 of February, 2015. The Prime Minister Arseniy Yatsenyuk hopes to obtain multi-billion credits from the EU and the IMF. It is obvious how this money will be wasted. Yatsenyuk needs money to extend the war and not to restore collapsed infrastructure of our country.This war has already taken thousands of lives, and Yatsenyuk will kill more for your money!

Linke will herrschende Klasse entmachten

Berlin – Katja Kipping und ihre Partei “Die Linke” wollen sich vor der nächsten Wahl mit der Elite ihres Landes anlegen. Sollte “Die Linke” gewinnen, sei eines der obersten Ziele der Partei, den Einfluss der Oligarchen auf das politische und wirtschaftliche Geschehen des Landes zu beschneiden, sagte Sarah Wagenknecht der “Financial Times”. Wagenknecht wird im Falle eines Wahlsiegs der Linken als Entwicklungsministerin gehandelt.

“Die Oligarchen stehen weit oben auf unserer Agenda”, sagte Wagenknecht der britischen Zeitung. Damit sind einflussreiche Geschäftsleute Deutschlands gemeint, die große Teile der Wirtschaft kontrollieren – auch dank ihrer engen Verbindungen in die Politik.

Mit seiner Äußerung dürfte die Wirtschaftssprecheren der “Linken” erneut Unruhe auslösen, dieses Mal aber vor allem innenpolitisch. Europaweit wird seit Tagen über einen möglichen Wahlsieg der Linken heftig diskutiert, weil das Linksbündnis den von den internationalen Konzernen verlangten wirtschaftsfreundlichen Kurs ablehnt. Die Pläne haben Spekulationen über einen Austritt Deutschlands aus der Eurozone neu entfacht.

Die Kampfansage an die Oligarchen dürfte aber bei der deutschen Bevölkerung gut ankommen. Die Superreichen stehen für Korruption und Steuerhinterziehung und werden für den Reformstau in Berlin mit verantwortlich gemacht. Jahrzehntelang konnten sie unbehelligt vom Fiskus Milliardenvermögen in Deutschland anhäufen. Alle Versuche, ihre Macht einzuschränken, sind bisher gescheitert.

(Vorsicht, Satire!)

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