Die so genannte Finanzkrise
Ich weiß nicht, ob Jacob Augstein jemals die drei Bände des “Kapital” von Marx gelesen hat; vermutlich nicht, sonst würde er nicht naiv fordern, “die Macht der Märkte” sollte gebrochen werden. Das ist so, als forderte man eine Schwangerschaft ohne dicken Bauch.
Ich muss zugeben, dass ich auch nicht die rechte Lust habe, Leuten die Welt erklären, die sich weigern, die Bücher zu lesen, in denen sie Antworten auf die Fragen finden würden, die sie noch nicht einmal richtig stellen können.
Wir müssen die Religion, also die höheren Formen des Aberglaubens, zur Hilfe nehmen, um das Phänomen zu erklären, dass die Medien in Deutschland nicht in der Lage sind, die so genannte “Finanzkrise” in Europa, die gar keine ist, zu erklären, sondern vielmehr wild herumspekulieren und das intellektuelle Niveau der Astrologie mühelos unterschreiten.
Marx’ zentrale – und bisher nicht widerlegte – These ist, dass die Form der gesellschaftlichen Produktuktion im Kapitalismus in den Köpfen der Akteure eine Art Aberglauben erzeugt, ein falsches Bewusstsein ihres Tuns und der Dinge, die sie schaffen. Der Philosoph Ludwig Feuerbach hatte 1841 in seinem epochalen Werk “Das Wesen des Christentums” die These aufgestellt, Religion und deren Götter seien nur die Proektion des Menschen seiner selbst:
Die Religion ist nicht einfach “Unsinn” oder “Aberglaube”, sie ist die bildhafte Äußerung von Eigenschaften und Impulsen, von “Kräften”, die der Mensch als so wichtig und wesentlich empfindet, dass sie für ihn sein “Wesen”, sein eigentliches Menschsein ausmachen: Die Religion ist “identisch … mit dem Bewusstsein des Menschen von seinem Wesen”.
Der Kapitalismus hat seine eigene “Religion”. Was über die Ökonomie geschrieben wird, ist nicht einfach Unsinn oder Aberglauben, sondern dem “Fetischcharakter der Ware” geschuldet.
Eine Ware scheint auf den ersten Blick ein selbstverständliches, triviales Ding. Ihre Analyse ergibt, daß sie ein sehr vertracktes Ding ist, voll metaphysischer Spitzfindigkeit und theologischer Mucken. (…) Das Geheimnisvolle der Warenform besteht also einfach darin, daß sie den Menschen die gesellschaftlichen Charaktere ihrer eignen Arbeit als gegenständliche Charaktere der Arbeitsprodukte selbst, als gesellschaftliche Natureigenschaften dieser Dinge zurückspiegelt, daher auch das gesellschaftliche Verhältnis der Produzenten zur Gesamtarbeit als ein außer ihnen existierendes gesellschaftliches Verhältnis von Gegenständen. Durch dies Quidproquo werden die Arbeitsprodukte Waren, sinnlich übersinnliche oder gesellschaftliche Dinge. (…) Es ist nur das bestimmte gesellschaftliche Verhältnis der Menschen selbst, welches hier für sie die phantasmagorische Form eines Verhältnisses von Dingen annimmt. Um daher eine Analogie zu finden, müssen wir in die Nebelregion der religiösen Welt flüchten. Hier scheinen die Produkte des menschlichen Kopfes mit eignem Leben begabte, untereinander und mit den Menschen in Verhältnis stehende selbständige Gestalten. So in der Warenwelt die Produkte der menschlichen Hand. Dies nenne ich den Fetischismus, der den Arbeitsprodukten anklebt, sobald sie als Waren produziert werden, und der daher von der Warenproduktion unzertrennlich ist.
Das Gefasel von der so genannten Finanzkrise spiegelt exakt diese Ideologie wieder; Marx würde sich kaputtlachen. Das “Finanzkapital” und “die Märkte” und deren Epigonen scheinen eigenständig agieren und etwas Böses tun zu können, das uns alle ruiniert -was für ein hanebüchener Quatsch! In Wahrheit steckt hinter dem Protest gegen das “Finanzkapital” der alte, dem Kapitalismus aber inhärente Aberglauben, es gebe das “gute” schaffende Kapital und das “böse” raffende – also das Finanzkapital. Es handelt sich um eine Krise, die dem Kapital immanent ist – und auch nichts Neues.
Schon 1998 hatte die Linke, damals bekannt als PDS, Blödsinn zum Thema publiziert. Partisan.net schrieb damals:
..eine zentrale Denkfigur antisemitischer Ideologie, die über das “raffende” und das “schaffende Kapital”. Diese Denkweise beinhaltet eine Identifizierung verschwörerischer Mächte, die global agieren würden, wurzellos seien und mittels ihrer Geldmacht im Hintergrund die Fäden ziehen würden, mit dem “raffenden Kapital”. (…) … sind die antisemitischer Ideologie zugrunde liegenden Denkfiguren objektive Gedankenformen, d.h. Formen notwendig falschen Bewusstseins, die durch die Verschleierung des Wesens des Kapitals hinter seinen Erscheinungsformen erzeugt werden. Solch eine im Denken vor sich gehende Mystifikation der Verhältnisse bezeichnete Marx als Fetisch. Waren, Arbeit und Kapital zeigen einen Doppelcharakter, sie erscheinen als in eine konkrete und eine abstrakte Seite, die in einem Gegensatz züinander stehen, gespalten. Die konkrete Seite ist der stoffliche, industrielle Produktionsprozess, die abstrakte Seite sind die über Markt und Geld vermittelten auf die Privatarbeiten wirkenden Zwänge. Die Denkformen der Menschen werden durch diese Erscheinungsformen bestimmt. Die Gesetze der Wertverwertung, über die sich die gesellschaftlichen Beziehungen der Menschen als objektive Zwangsverhältnisse, als “zweite Natur”, die den Menschen gegenübertritt, hinter den Rücken der Menschen durchsetzen, bleiben unverstanden. Die konkrete und abstrakte Seite der kapitalistischen Produktionsweise werden personifiziert und die Ursachen der Erscheinungen werden auf das willentliche Handeln der Gruppen, in denen die Personifizierung vorgenommen wird, zurückgeführt. Nicht durchschaut wird, dass “Unternehmer” und “Arbeiter”, “Banker” und “Spekulanten” nur Charaktermasken (Marx) sind, d.h. die Personifizierungen stehen nur für objektiv notwendige Funktionen im Reproduktionsprozess des Kapitals.
Man muss dazusagen, dass diese Thesen natürlich für die meisten Journalisten intellektuell zu anspruchsvoll sind, zumal Ökönomie an Journalistenschulen nicht gelehrt wird, und wenn, dann auf Klippschulen-Niveau. Der hohle Bauch, der oft gar nicht so gesunde Menschenverstand und das gesunde Volksempfinden sind die Mischung, aus denen sich die Berichterstattung über die Wirtschaft, hierzulande auch bekannt als Kapitalismus, zusammensetzt.
Marx hat schon damals gespottet:
Bisher hat noch kein Chemiker Tauschwert in Perle oder Diamant entdeckt. Die ökonomischen Entdecker dieser chemischen Substanz, die besondren Anspruch auf kritische Tiefe machen, finden aber, daß der Gebrauchswert der Sachen unabhängig von ihren sachlichen Eigenschaften, dagegen ihr Wert ihnen als Sachen zukommt. Was sie hierin bestätigt, ist der sonderbare Umstand, daß der Gebrauchswert der Dinge sich für den Menschen ohne Austausch realisiert, also im unmittelbaren Verhältnis zwischen Ding und Mensch, ihr Wert umgekehrt nur im Austausch, d.h. in einem gesellschaftlichen Prozeß. Wer erinnert sich hier nicht des guten Dogberry, der den Nachtwächter Seacoal belehrt: “Ein gut aussehender Mann zu sein ist eine Gabe der Umstände, aber lesen und schreiben zu können kommt von Natur.”
Und jetzt zu etwas ganz Anderem.
Die Rosa Luxemburg Stiftung hat eine hübsche Broschüre (pdf) herausgegeben: “Verkauft doch eure Inseln, ihr Pleite-Griechen! – 20 beliebte Irrtümer in der Schuldenkrise.” So etwas bekanntlich in Deutschland kaum ein Journalist, es stammt ja – igitt – von den Linken. Auch dort lesen wir immer etwas von den pöhsen Märkten. Ich erwarte von den Linken natürlich nicht, dass sie Marx gelesen und verstanden haben, daher bin ich nicht enttäuscht. Immerhin stimmen die Fakten:
Faktenlage: Der griechische Staat hat rund 350 Mrd. Euro Schulden. Die Gläubiger sind: griechische Banken (23 %), andere griechische Gläubiger (20 %), Regierungen der Euro-Zone (12 %), Europäische Zentralbank (18 %), Internationaler Währungsfonds (4 %), andere ausländische Gläubiger/Banken (23 %)32. Um Griechenland zu retten, könnten die Geldgeber auf einen Teil der vergebenen Kredite verzichten.
Einordnung: Das klingt gerecht, denn so würden die Finanzanleger an der Entschuldung Griechenlands beteiligt. Gleichzeitig lauern hier aber schwer wiegende Risiken. Erstens würden damit den Banken große
Verluste entstehen.
Ach was. Guckst du hier bei Wikipedia. “Trotz hoher Staatsverschuldung erhielt der griechische Staat lange Zeit zu fast den selben Bedingungen Kredite wie EU-Staaten mit deutlich niedrigerer Staatsverschuldung. Die Finanzmärkte erzwangen so keinen Kurswechsel der griechischen Finanzpolitik. Demnach bestand die Erwartung eines Bail-outs durch andere EU-Staaten”. Quod erat demonstrandum.
Da kommen uns natürlich die Tränen ob des “Risikos”. Und natürlich waren die französischen Banken am meisten beteiligt, als es darum ging, den Griechen Kredite anzudrehen, damit diese deutsche Waffen kaufen konnten – immerhin für 14 Milliarden Euro!
Ich übrigens wollte herausfinden, wie der Reichtum in Griechenland verteilt ist. Ein Blick auf die Kapitalflucht der herrscheden Klasse in Griechenland ist hier sehr interessant.
Ergo: Es geht darum, denen da unten möglichst viel wegzunehmen und denen da oben das durchzureichen. Wie immer im Kapitalismus. That’s not a bug, its a feature.

By the way, Rosa Luxemburg Stiftung: Wenn ihr wollt, dass jemand eure gesammelten Werke liest, dann sollten die Links auf eurer Website funktionieren. Nicht jeder wird Lust haben, die Broschüren mühevoll selbst zu suchen.
Ursprung der Redensart “dumm fickt gut” endlich geklärt
Science: “The Shaping of Modern Human Immune Systems by Multiregional Admixture with Archaic Humans”.
Vgl. auch Spiegel Online: “Sex mit Frühmenschen stärkte Immunabwehr unserer Vorfahren.” (Oha! Sechs selbstreferenzielle und ein externer Link – immerhin ein winziger Schritt in die richtige Richtung!)
Die Sumpf-Iren und die Burka
Mary Douglas schreibt über die “Bog Irishmen (“Sumpf-Iren”), die katholischen Einwanderer aus Irland nach England, die am Gebot, am Freitag kein Fleisch zu essen, strikt festhalten:
“Das Schweinefleischverbot [der Juden, B.S.] und das Gebot der Freitagsabstinenz sind gerade deshalb so ideale Symbole der Gruppenverbundenheit, weil die Angehörigen andere Kulturen keinerlei Sinn in ihnen sehen. (…) Wenn zwei Symbolsysteme in Konfrontation geraten, beginnnen sie sich – und zwar gerade auf der Basis ihrer Gegensätzlichkeit – zu einem einheitlichen Ganzen zu vereinigen; und in dieser Gesamtheit kann unter Umständen jede Hälfte für die andere durch ein einziges Element repräsentiert werden, das zu diesem Zweck aus seinem ursprünglichen Kontext herausgebrochen worden ist. Außerdem neigen ‘die anderen’ dazu, unter den äußerlichen Symbolen unserer Gruppensolidarität gerade die herauszugreifen, die sie in besonderm Maße abstoßen oder amüsieren.”
So kann man die Diskussion um das “Kopftuch” muslimischer Einwanderinnen auch führen. Das ist aber Wissenschaft und kein Populismus, also nicht erwünscht.
Mary Douglas: “Ritual, Tabu und Körpersymbolik. Sozialanthropologische Studien in Industriegesellschaft und Stammeskultur”. Frankfurt am Main 1974, S. 63ff
πολυμαθίη νόον οὐ διδάσκει
“Das Lernen vieler Dinge lehrt nicht Verständnis.” – Heraklit, († um 460 v. Chr), Fragmente, B 40
Exakte Zielansprache für gefühlt erlesene Ichs
“Das erlesene ich” heißt ein Artikel im Tagesspiegel vom Peter-André Alt, der nicht nur als Feuilletonist dilettiert, sondern auch in der FU Berlin präsidiert. Da kann ich natürlich nicht widerstehen, zumal mich schon der Untertitel stutzen lies: “Identitäten”? Aber Herr Professor, “Identität” kennt so wenig einen Plural wie “Aktivität”, wenn man die deutsche Sprache ernst nimmt – und wer war hier noch mal identisch mit wem oder was?
Helm ab zum deutschen Feuilleton für den Oberstudienrat, nein, lesen wir einfach gemeinsam und gedenken derer, die wussten, dass sogar die deutsche Sprache Melodie und Rhythmus besitzt, wüsste man denn, wie dieselben anzuwenden wären:
Das moderne Ich, dessen Geburtstunde in der Aufklärung schlug, stützt sich auf unterschiedliche Rollen- und Identitätsentwürfe. Es ist so angelegt, dass es sich in Prozessen der Reflexion, der Einbildung, der Selbststilisierung, der Maskerade und Täuschung vervielfältigen kann. Lesen initiiert solche Formen der Anreicherung, indem es dazu beiträgt, das Ich mit seinen unentdeckten Möglichkeiten zu konfrontieren.
Ung, ung, ung, ung, tönet das Echo im Sprachwalde in der Hoffnung auf Erlösung vom Nominalstil. Diese gespreizte Bläh- und Furzdeutsch wollen wir jetzt übersetzen, liebe Kinder.
Der moderne Ich – wieso eigentlich “modern”? Meint der Kerl den Bürger und wie er sich im Kapitalismus formte, angefangen bei Norbert Elias und dem “Prozess der Zivilisation” bis zu Max Weber, der, weil ein ehrlicher Wissenschaftler, sich noch traute, das böse Wort “Kapitalismus” auszusprechen: “Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus“?
Es gab mal einen Präsidenten der FU Berlin, der schützte seine Studenten persönlich vor der Polizei (ich war damals Augenzeuge). Es versteht sich nicht von selbst für einen Wissenschaftler, die Theorie zu vertreten, es gebe eine soziale Rolle. Damals, als man noch nachdachte und kritisch war, sah man das anders – guckst du hier:
Wo “Theorien der Gesellschaft” von “soziologischen Theorien” unterschieden werden, etwa im Marxismus oder in der Systemtheorie, da wird “Rolle” entweder als gefährlicher Konkurrenzbegriff vehement zurückgewiesen, oder er wird einfach übergangen: Frigga Haug beanstandete als Marxistin, dass sowohl die Geschichte der Gesellschaft und ihre ökonomischen Bedingungen als auch das dialektische Verhältnis zwischen Individuum und Gesellschaft mit dem Begriff “Rolle” in das Individuum verlegt werden; die Theatermetapher “Rolle” erleichtere zudem die Selbsttäuschung. Rollenforderungen stellen demnach eine äußere Übermacht dar, bei der die Gefahr besteht, dass das Individuum sich in die “innere Emigration” zurückzieht …. Gesellschaftliche Verhältnisse erscheinen dementsprechend fälschlich als unveränderbar.[24] Eine systemtheoretische Auseinandersetzung mit dem Begriff der “Rolle” steht noch aus.
Quod erat demonstrandum (sagt derjenige, der auch Bücher interessant findet, deren Titel moderne Glotzentalkshowseher selbst dann nicht verstünden, wenn man ihnen das Werk um die Ohren haute.) Wer “Rolle” sagt, outet sich damit als jemand, der den Lesern eine Ideologie subtil unterjubeln will – die des modernen Ichs Kapitalismus, also known als die Gesellschaftsform, die wie alle lieben, die uns alle reich und glücklich macht und die das Ende der Geschichte bedeutet.
Verdammt, wir sind immer noch beim ersten Satz. Unterschiedliche Rollen- und Identitätsentwürfe” – also Synonyme oder was? Das Ich ist nicht eingelegt, etwa in Sprachaspik, sondern angelegt dergestalt, das es gleich mehrere ist. Wie meinen? Wir sind viele? Noch einmal ganz langsam zu Mitschreiben – und jetzt benutzen wir Verben also known as Tuwörter:
Das Ich denkt, bildet sich etwas ein, stilisiert sich, maskiert sich und täuscht sich, und währenddessen das Ich all dieses tut, wird es viele.
“Lesen initiiert solche Formen der Anreicherung”. Ach wirklich. Lesen reichert an – was aber genau? Das Tun des Denkens, sich Einbildens, sich Stilisierens, sich Maskierens und sich Täuschens? Ich schlage vor:
Alt: Lesen initiiert solche Formen der Anreicherung, indem es dazu beiträgt, das Ich mit seinen unentdeckten Möglichkeiten zu konfrontieren.
Neu: Lesen bildet: Man merkt, wenn man liest, dass man mehr kann als man dachte.
Wer hätte das gedacht. Aber wenn man so schriebe wie Bertold Brecht, dann kriegte man das deutsche Feuilleton eben nicht voll. Da aber der Tagesspiegel das Zentralorgan des berliner Bildungsbürgertums ist, soweit vorhanden, werden die Leser zusätzlich mit dem Privaten, das bekanntlich immer politisch ist, des Feuilletonisten angesprochen; die LeserIinen sollen sich wiedererkennen:
Bitte beschreiben Sie Ihre Identität in einem Satz: Ich plane gern und freue mich dennoch über Zufälle, weil sie das Leben unberechenbar, schön und gefährlich machen.
Ich würde antworten: Cogito, ergo sum.
Drei Bücher, die Sie zuletzt mit Begeisterung gelesen haben
Niklas Luhmann, Universität als Milieu; Franz Werfel, Verdi. Roman der Oper; David Lodge, Author, Author.
Ich würde antworten: Mary Douglas: Ritual, Tabu und Körpersymbolik. Sozialanthropologische Studien in Industriegesellschaft und Stammeskultur. Hertha von Dechend: Die Mühle des Hamlet. Ein Essay über Mythos und das Gerüst der Zeit. Burkhard Schröder: Die Konquistadoren (har har).
Drei kulturelle Höhepunkte in diesem Jahr: Simon Rattle und die Berliner Philharmoniker mit Mahlers erster Sinfonie, Hector Berlioz’ “Die Trojaner” in der Deutschen Oper und Darren Aronofskys “Black Swan”.
Habt Ihr euch beim Tagesspiegel eigentlich mal gefragt, ob das jemand arrogant nennen würde? Diese Art kultureller Orgasmen muss man sich auch leisten können. Ich würde schon aus Trotz antworten: Deutschland sucht den Superstar. Eurovision Song Contest. Der Kachelmann-Prozess.
Die letzten drei Urlaubsorte: Kalifornien, Sylt, Türkei.
Venezuela. Mallorca, Gor in Second Life – das können Sie nicht mithalten, Herr Professor! Aber das wollen sie auch gar nicht, denn sonst würde sich der Oberstudienrat, der gefühlt nur Erlesenes konsumiert, im Feuilleton des Tagesspiegel gar nicht mehr wohl fühlen. Habe die Ehre!

Reinheitsgebot
“Nach der Regel der Distanzierung vom physiologisch Ursprünglichen (bzw. der ‘Reinheitsregel’) gilt, daß mit wachsendem Druck der sozialen Situation auf die an ihr beteiligten Personen das soziale Konformitätstverlangen dahin tendiert, sich durch die Forderung nach strikter Kontrolle der körperlichen Funktionen auszudrücken. Die Körperfunktionen werden um so strikter ignoriert und aus dem Bereich des in der Situation Ansprechbaren ausgeschlossen, je wichtiger dieses letztere wird. Einem sozialen Vorgang kann auf natürliche Weise eine besondere Würde gegeben werden, wenn man alle körperlich-organischen Vorgänge strikt aus ihm ausschließt. Soziale Distanz drückt sich also als Distanzierung vom physiologisch Ursprünglichen aus und umgekehrt.” (Mary Douglas: “Ritual, Tabu und Körpersymbolik. Sozialanthropologische Studien in Industriegesellschaft und Stammeskultur. Frankfurt am Main 1974, S. 3 – eines der interessantesten und klügsten Bücher, das ich besitze.)
Die wohlwollenden Leserinnen und geneigten Leser mögen selbst darüber nachdenken, wie Prüderie und gesellschaftliche Reaktion zusammenhängen, ob die Loveparade, in der calvinistischen Schweiz erfunden, etwas mit Sex zu tun hat oder vielmehr das Gegenteil rituell darstellt, und ob Kurzhaarfrisuren und moderne WC-Center politische Aussagen sind.
CPQO
Ja, das ist mein Avatar, der da zu sehen ist. CPQO soll vermutlich heißen: Concilium Populusque Ostiarum.
Die virtuelle Stadt heisst Ostia, sollte also so dekliniert werden wie Roma, aber ist concilium o-Deklination und ein regelmäßiges Neutrum? Mein großes Latinum liegt doch schon 45 Jahre zurück und ist etwas verblasst… (Tag “Science” natürlich wegen der sprachwissenschaftlichen Frage..).
Wissenschaft im Kapitalismus
Die Berliner Zeitung zitiert aus den Geheimverträgen zwischen der Deutschen Bank und der Humboldt-Universität: (via Fefe)
“‘Alle Forschungsergebnisse der Universitäten oder ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die im Rahmen der zwischen den Vertragspartnern abgestimmten Forschungsprojekte entstehen, sind der Deutschen Bank […] zur Freigabe vorzulegen.’ (…) Bankmitarbeiter sollen ‘Lehraufträge erhalten und zu Prüfungen herangezogen werden können’ – ‘soweit die Interessen der Deutschen Bank nicht beeinträchtigt werden’.”
Sehr schön und pädagogisch wertvoll. Die Katholische Kirche könnte es nicht besser machen.
Liebe Kinder: So funktioniert der Kapitalismus! Alles, aber auch alles muss sich dem Profit unterordnen. Eine Freiheit der Forschung und Lehre gibt es nur pro forma, denn etwas, was nicht profitabel ist, ist unnütz, unwertes Leben, Ballast, kann dem sozialverträglichen Ableben zugeführt werden.
Atomkraft ist sicher!
Bild: “Deutschland soll wieder auf Atomkraft setzen!” Junge Liberale Pforzheim (FDP): “Kernkraft – ja bitte!” Katharina Reiche (CD): “Die Kernkraft ist sicher”. Focus: “Experten rechnen vor: Wenn Deutschland den Atomausstieg verschiebt, sparen Verbraucher viel Geld.” (vgl. dazu aber Bildblog) Tagesschau: “Strenge Vorschriften sollen Japans AKW schützen”. Vattenfall: “Kernkraft ist sicher und wirtschaftlich”.

Was man über Hundebisse wissen muss
Incantation for Dog Bite, natürlich auf Babylonisch.
Paul – the soothsaying cephalopod
Wer etwas über britischen Humor lernen will, sollte den Artikel David Spiegelhalters (University of Cambridge) lesen: “It’s definitely time to retire. I and all my profession are being humiliated by the apparent ability of Paul the psychic octopus to predict the results of Germany’s World Cup matches. (…) No interviews with Paul are currently available and so we don’t know his thought processes when his Delphic tentacle reaches out and picks the winning team, but he is probably not analysing the data on past performance which forms the basis for most football prediction systems. (…) That octopus is destroying my life’s work. (…)”
Hier ist noch etwas Mathematisches dazu: “Paul die Orakelkrake – mathematisch betrachtet” (via Astrodicticum Simplex).
Wikipedia, protestantische Prüderie und Katie Fey
“Porno-Streit in Wikipedia” ist natürlich eine hübsche Schlagzeile. Ich muss also als Experte etwas dazu sagen. (Jedenfalls bin ich nicht mehr oder weniger Experte als andere).
“Löschung von Bildern mit sexuellen Darstellungen (…) Gegenstand des Anstoßes waren offenbar historische Erotika-Fotografien sowie Lolicon-Zeichnungen, die Kinder-Charaktere in erotischen Posen zeigen. Die Schlagzeile bei Fox lautete dementsprechend: “Wikipedia Distributing Child Porn, Co-Founder Tells FBI”. Da ist alles drin – so hätte es auch ein deutscher Jugendschutzwart formulieren können. Möglichst diffamieren – etwas bleibt immer hängen, wie auch bei der berüchtigten Falschmeldung vom Politmagazin “Report Mainz” über Second Life.
Es geht also nicht um Inhalte, sondern um das “Bild” in den Medien. “In einer Email begründet Wales die Aktion damit, er habe unmittelbaren Image-Schaden vom Projekt abwenden müssen: “Wir waren kurz davor in sämtlichen Medien beschuldigt zu werden, harte Pornografie zu verbreiten und nichts dagegen zu tun.’”
Das klingt nach einer Eierfrage. Es könnte doch jemandem, der weiß, was er tut und lässt und warum, völlig schnutzpiepegal sein, was “die Medien” fabulieren. Aber so ist es leider nicht, wenn nackte Haut und protestantische Moralthologie und Prüderie ins Spiel kommen. Und diese sind vor allem in den Stammländern der Bigotterie und der verkniffenen Lippen – Deutschland und die USA – der unangesprochene Mainstream.
Aktuelles Beispiel ist das ukrainische Model Evgenia Diordiychuk, auch bekannt als Katie Fey oder als “Jenya D.” (vgl. Screenshot ganz unten von Met Art). Der Artikel im englischen Wikipedia über sie wurde gelöscht, der spanische nicht. Man kann darauf wetten, dass es nicht um Relevanz geht – die appetitliche Dame, die übrigens keine Pornos dreht, hat zahllose Fans und ist weltweit bekannt.

Das Pornografie-Verdikt schwebt immer über allen, auch wenn niemand genau weiß, was das ist und ob es irgendjemandem schadet, nackte Menschen zu sehen. Erotik ist ohnehin immer kulturell definiert. In einem Vortrag heisst es:
“Einige Ältere von Ihnen werden sich noch an den Skandal um die nur sekundenwährende Nacktheit der ‘Sünderin‘ Hildegard Knef in einem Film von Willy Forst erinnern. In der AdenauerZeit wurde das als öbszön und gefährlich empfunden. Zwanzig Jahre später erschienen dann, von geachteten Pädagogen empfohlen, Sexualaufklärungsbücher mit Fotos nackter Männer, Frauen und Kinder bei allerlei sexuellen Handlungen oder Erkundungsversuchen. Gerade die Fotos von kindlichen ‘Doktorspielen’ wurden als Ausdruck gesunder Sexualität empfunden, die den Familien bei der Erziehung zu einem nichtrepressiven Leben helfen würden. Heute wiederum werden sie als ‘Kinderpornographie’ bezeichnet, und selbst ihr einfacher Besitz ist strafbar.”
Der heutige Hype um “Kinderpornografie” ist also nichts anders als der mediale Ausdruck eines gesellschaftlichen Rückschritts und der politischen Restauration. “Dodgsons [der Autor von 'Alice im Wunderland'] Fotos von nackten kleinen Mädchen galten vor hundert Jahren als rein und rührend sentimental, und die ‘erwachsenen’ Pornofotos wurden mit wütendem Eifer unterdrückt. Heute dagegen gelten umgekehrt diese letzteren als harmlos, während die Kinderfotos als hochbrisant und sittlich verderblich bei vielen Betrachtern Angst und Entrüstung auslösen.”
Schon vor vierzig Jahren plädierten Wissenschaftler für die völlige Freihabe von Pornografie. Dem stand – genau so wie heute – das gesunde Volksempfinden dagegen. Dieses “Volksempfinden” wird von der so genannten “Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien” medial orchestriert: Die unsäglich bräsigen und feigne deutschen Medien würde es nie wagen, die Existenz dieser fragwürdigen Institution an sich in Frage zu stellen. Gleichschaltung ganz freiwillig – wir haben schließlich nicht nur den Obrigkeitsstaat, sondern auch den Untertanen perfektioniert. Journalisten sind keine Ausnahme.
“Bereits im Gründungsjahr der Bundesrepublik 1949 regte F. J. Strauß ein ‘Bundesgesetz gegen Schmutz und Schund’ an, aus dem 1953 das ‘Gesetz über die Verbreitung jugendgefährdender Schriften’ (GjS) hervorging. 1954 wurde dann die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften (BPJS) gegründet.” [Quelle] “Schmutz” und “Schund” – darum geht es also damals wie heute.
Man sollte sich aber keinerlei Illusionen hingeben: Ein rationaler Diskurs über Pornografie ist nicht möglich, weder bei den Grünen oder der Linken noch bei der Piratenpartei. Oder hat schon jemand auf deutschen Polit-Blogs nackte Haut gesehen? Wo kämen wir denn da hin. Die Emma lässt grüßen. Das Thema ist igitt. Was sollen denn die Leute und die Medien von uns denken? Nur darauf kommt es an. Das gesunde Volksempfinden ist immer der Maßstab.

Intelligente Lebewesen
Ich muss hier das Posting eines Lesers im Heise-Forum verewigen, das ansonsten im allgemeinen Rauschen unterginge. Vor 75 Jahren ging das Fernsehen auf Sendung. Es wurde gefragt, welche Signale Ausserirdische zuerst vom Homo sapiens wahrnähmen.
“Dazu gab es mal einen Test bei Quarks und Co. Dort wurden mehreren Wissenschaftlern Signale vorgespielt, welche auch von Radioteleskopen haetten empfaengen worden sein koennen, es waren aber natuerlich alles irdische Signale. Die Aufgabe der Experten bestand nun darin, anhand der Signalformen zu folgern ob diese von einem intelligenten Lebewesen stammen.
Das Ergebnis war, die Signale welche am meisten auf ein intelligentes Lebewesen deuteten waren die, die von einer kochenden Tomatensuppe aufgenommen worden waren :-)”
Moralapostel
Das Wort zum Sonntag kommt von sueddeutsche.de: “In einer vom Fachmagazin Psychological Science (Online-Ausgabe) veröffentlichten Studie zeigen Nina Mazar und Chen-Bo Zhong von der Universität Toronto, dass Probanden, die zuvor Bio-Produkte gekauft hatten, Mitmenschen anschließend schlechter behandelten, als es die Kunden konventioneller Lebensmittel taten. Die kanadischen Forscher erklären in der Studie ein generelles Muster menschlichen Verhaltens. Wer moralisch handelt und sich zum Wohle anderer verhält, leitet daraus häufig das Recht ab, gegen Normen zu verstoßen.”
Warum Süddeutsche Offline zwar “Online Ausgabe” schreibt, aber keinen Link setzt, kann man nur aus der internetausdruckenden Mentalität der Offliner in der Redaktion erklären. Liebe Kollegen, wenn man vor der verschlossenen Tür einer “Online-Ausgabe” steht wie in diesem Fall, heisst das nicht, dass es die gesuchte Studie dann nicht gibt!
Zwar gibt es auch in Kanada Internet-Ausdrucker in die Medien wie Ottawa Citizen (“Green shoppers more likely to cheat”) oder canada.com oder The Star ( mit einem Foto der beiden Wissenschaftler), in Blogs jedoch wie Fiat Lux: “The Ethics of Environmentalists” (University Stanford) findet man alle nötigen Links. Man sollte also nur die Überschriften und die Teaser der Holzmedien zur Kenntnis nehmen, der Rest steht dann in Blogs.
Das Ergebnis der Studie ist nicht weiter überraschend für Zyniker. Es erklärt Charity-Veranstaltungen, Spendenaufrufe, die gewöhnliche Heuchelei der Verehrer höherer Wesen, ja, das Helfen, wenn es öffentlich ist, insgesamt..
Der Mensch an sich handelt ausschließlich für den eigenen Vorteil. Moralisch wird er, wenn er langfristig an den eigenen Vorteil denkt. Das Motiv bleibt gleich. Man hüte sich also vor Moralaposteln – die haben oft niedrige Motive.
Nachtrag: Die Studie erklärt auch die Motive einiger Pädagogen. Jetzt muss ich zur Erholung und um den Ekel loszuwerden erst einmal das hier hören. “We Dont Need No Education” bekommt einen ganz neuen aktuellen Sinn. Schützt die Kinder vor den “Erziehern”!
Die Angst vor dem Schwarzen Loch
Warum eine Klägerin nicht hineichend begründet hat, dass der Weltuntergang stattfindet, erläutert das Bundesverfassungsgericht. Ich wette, dass die Richter kräftig geschmunzelt haben…
Why did the chicken cross the road?
Kindergarden teacher: “To get to the other side.”
Plato: “For the greater good.”
Aristotle: “It is the nature of chickens to cross roads.”
Martin Luther King: “I envision a world where all chickens will be free to cross roads without having their motives called into question.”
Isaac Newton: “Chickens at rest tend to stay at rest, chickens in motion tend to cross roads.”
Albert Einstein: “Whether the chicken crossed the road or the road moved beneath the chicken depends on your frame of reference.”
Captain James T. Kirk: “To boldly go where no chicken has gone before.”
Werner Heisenberg: “We are not sure which side of the road the chicken was on, but it was moving very fast.”
Wolfgang Pauli: “There already was a chicken on this side of the road.”
Einfach, aber ganz nett…. Physikerwitze eben.
Wie lang sind 19 Terabyte?
Bei Heise lese ich: “Derzeit lagern einem Sprecher zufolge allein bei der Telekom noch 19 Terabyte Vorratsdaten, was ausgedruckt 4,85 Millionen DIN-A4-Seiten entspreche.”
Das ruft nach Mathematik. Eine Din A 4-Seite ist rund 29,5 Zentimeter lang. 29,5 Zentimeter sind 0,295 Meter. 4,8 Millionen multipliziert mit 0,295 – das sind 1416000 Meter, also rund 1400 Kilometer. Das ist die Entfernung Berlin-Paris.
Keine Intelligenz, nirgends
“Vor einem halben Jahrhundert haben Wissenschaftler die Suche nach außerirdischen Zivilisationen gestartet (wie gewohnt: keine Links auf Spiegel Offline). Doch trotz rasanter technischer Fortschritte gibt es bisher keinen Hinweis auf Intelligenzlinge im All”, heisst es. Stimmt. Weder auf der Erde noch auf der Gegenerde (SCNR) wurde man bisher fündig.
Riemenfisch revisited
Der Schockwellenreiter macht sich über unsere “Qualitätsjournalisten” lustig: “Lieber Tagesanzeiger, lieber Stern und lieber Spargel Offline…im Gegensatz zu Euch Qualitätsjournalisten können die Menschen da draußen nämlich Google bedienen”. Ja. Ich stimme meinem Vorredner zu. Ich begreife es trotzdem nicht. Ist das irgendwie ein geschlossenes System bei Spiegel Offline, so eine Art Faradayscher ideologischer Käfig, in dem sich alle Insassen möglichst dämlich anstellen, wenn es um das Internet geht?
Çatalhöyük
Gestern war ich in Çatalhöyük. Natürlich nicht real, sondern nur virtuell. Der Besuch dauerte eine halbe Stunde, war gratis und interessant, und ich habe etwas gelernt. Was will man mehr. Wer das Wort noch nie gehört hat: “Çatalhöyük ist eine in der heutigen Türkei ausgegrabene Siedlung aus der Jungsteinzeit. Sie liegt knapp 40 km südöstlich der Stadt Konya auf der Hochebene Anatoliens und hatte mehrere tausend Einwohner.” Die Wissenschaftler bieten eine 3D-Version der steinzeitlichen Stadt in Second Life an, inklusive eines “Lehrpfades” über den Brand eines Hauses und den damit verbundenen Skelett-Funden.
Natürlich haben wissenschaftliche Blogs, Websites wie die der Stanford University und staatliche Institutionen in den USA ausführlich berichtet – im Sommer 2009. Thema: “Second Life as an Archaeological Tool”. Wenn man Aufwand und nicht nur den pädagogischen Nutzen gegeneinander aufrechnet, ist Second Life unschlagbar.
Deutsche Medien? Fehlanzeige – oder ein halbes Jahr später wie Spiegel Offline; dort hat man noch nicht einmal die Website des Projekts verlinkt. Quod erat demonstrandum. Das ist nur noch peinlich. Second Life? Da war doch etwas mit Kinderpornografie? Also Kopf ab zum Gebet und anschließend in den Sand damit. Igitt. Das ist ja Zukunft und SciFi. Damit wollen wir als deutsche Medien nichts zu tun haben. (Für die Blogs gilt das übrigens auch. Der Blogger-Apfel fällt nicht weit vom Holzmedien-Stamm.)
Leider wird die 3D-Präsentation auf der Website des Projekts nicht erwähnt (ich habe nichts dazu gefunden). Die SL-interne Suchmaschine wird bei “catalhoyuk” nicht fündig, sondern nur, wenn man den Namen der Firma kennt, die Çatalhöyük 2.0 realisiert hat oder wenn man sich mühsam über “turkey” die Ergebnisse entlanghangelt (vgl. vorletzter Screenshot: das Ergebnis der SL-internen Suchmaschine im Second-Life-Client). Das ist schlicht lieblose Schlamperei der Firma, die den Auftrag ergatterte. Höflich wäre es auch gewesen gewesen, das türkische Wort Türkiye als Tag aufzunehmen.
By the way: Ich will endlich Troia in Second Life sehen!
























