Captured by the Hard Left

labour

Wenn ich in Großbritannien lebte, könnte ich jetzt vermutlich die Labour Party wählen. Ist doch schön, wenn die rechten und sozialdemokratischen Pappnasen eine Partei verlassen.

Trump is headed for a win

The Independent und die Washington Post lassen Professor Allan Lichtman zu Wort kommen, der den Ausgang aller Präsidentchafts-Wahlen in den USA seit 1984 richtig vorhergesagt hat. Trump werde wahrscheinlich gewinnen.

„The Keys to the White House“ is a historically based prediction system. I derived the system by looking at every American presidential election from 1860 to 1980, and have since used the system to correctly predict the outcomes of all eight American presidential elections from 1984 to 2012.

The keys are 13 true/false questions, where an answer of „true“ always favors the reelection of the party holding the White House, in this case the Democrats. And the keys are phrased to reflect the basic theory that elections are primarily judgments on the performance of the party holding the White House. And if six or more of the 13 keys are false — that is, they go against the party in power — they lose. If fewer than six are false, the party in power gets four more years.

Die „Experten“ sind sich aber auch einig, dass Vorhersagen schwierig sind, insbesondere die Zukunft und die nächsten Wahlen betreffend.

Zu hoch für dich

Christian Baron in Konkret: „Warum ist es unter so vielen Linken en vogue, sich über Angehörige der sogenannten Unterschicht lustig zu machen und sie aus ihren Gruppen auszuschließen? Klassendiskriminierung unter Linken ist ein altbekanntes Phänomen, das bis heute totgeschwiegen wird.“

Klassismus ist aktiver Klassenkampf von allen Seiten gegen die Arbeiterklasse. Und doch ist der Begriff bei fast allen innerhalb der Linken, die ihn nicht ablehnen, bisher komplett unbekannt.
Das mag vor allem damit zusammenhängen, daß linke Gruppen, wie schon erwähnt, seit Jahrzehnten von Menschen geprägt sind, die materiell abgesicherten, ja häufig wohlhabenden Einfamilien- oder Reihenhausverhältnissen entstammen. Ihre eigene Lebenswirklichkeit kennt keinen aktiven Klassenkampf, weil sie das Gymnasium und später die Universität besucht haben, ohne dort mit vielen Menschen aus Armutsverhältnissen oder aus gewerkschaftlich organisierten Lohnarbeiterhaushalten in Kontakt gekommen zu sein.

Ich hatte hier auch schon behauptet, dass Gendersprech Klassismus sei. Quod erat demonstrandum.

Kommt ein Jude in die Vereinten Nationen

Meine Damen und Herren,
wenn schon die Gewohnheiten der Vereinten Nationen schwer aussterben, sterben palästinensische Gewohnheiten noch viel schwieriger aus. Präsident Abbas hat gerade von diesem Podium aus die Balfour-Deklaration angegriffen. Er bereitet momentan eine Klage gegen Großbritannien vor, aufgrund der Erklärung von 1917. Das ist fast 100 Jahren her. Da steckt mal jemand in der Vergangenheit fest! Die Palästinenser können genauso gut den Iran für die Erklärung Nebukadnezars verklagen, der es uns Juden erlaubte, unseren Tempel in Jerusalem vor 2500 Jahre wieder aufzubauen. Oder wo wir schon mal dabei sind, warum bringen die Palästinenser nicht direkt eine Sammelklage gegen Abraham ein, weil er ein Grundstück in Hebron kaufte, wo die Väter und Mütter des jüdischen Volkes vor 4000 Jahren begraben wurden?
(Israels Präsident Benjamin Netanjahu vor der UN)

Wie Proletarier und arme Leute wirklich wählten

wahl

(Quelle)

„Die Arbeitslosigkeit liegt in Treptow-Köpenick bei 7,5 Prozent und somit deutlich unter dem Berliner Durchschnitt, das Nettoeinkommen der Haushalte übertrifft den Hauptstadt-Durchschnitt.“ Dort wurden die Salonfaschisten am stärksten. Nicht hier bei mir und meinen Nachbarn.

The Rise of ISIS

Wer für den Zusammenbruch Libyens und das Aufkommen des so genannten „islamischen Staats“ ursächlich verantwortlich ist, weiß der britische Independent.

Arbeiter!

Nils Markwardt im Freitag über die Sprache der Linken und warum diese die kleinen Leute nicht mehr erreichen.
Aus Arbeitern wurden ‚Geringverdiener‘, aus Proletariern ’sozial Schwache‘. Aus einem Kollektivsubjekt, das Rechte einforderte, wurde ein Sammelsurium von Opfern und Hilfsempfängern. (…) Vielleicht wäre es aber ein Anfang, wenn die Linke jenes Bonmot von Karl Marx beherzt [sic], wonach es zunächst nicht darum geht, alle gesellschaftlichen Widersprüche aufzuheben, sondern darum, ihnen eine Form zu geben, in der sie sich bewegen können. Die Rechtspopulisten tun das nämlich bereits.

11. September

allende

Positiver Rassismus

Zeit online interviewt die Kreuzberger Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann. Die Dame hat oft recht. Ich musste meine Meinung, dass die Grünen meistens Unfug von sich geben, temporär revidieren.

Ich glaube, dass die Linken in der Analyse einen Fehler machen. Die Wähler der AfD das sind Leute, die Ordnung, Sicherheit und Sauberkeit wollen. Sozial abgehängt oder arm müssen sie nicht unbedingt sein. In Berlin hat die AfD viele Wähler, die die Linke immer als die Nachfolgepartei der SED gewählt haben. Es gibt ja nix Spießigeres, als es die DDR war. (…)

Ich kann Ihnen nur sagen, wenn Merkel weg ist, gnade uns Gott. Sie ist das Bollwerk gegen einen absoluten Rechtsruck. (…)

Darf nur ein Proletarier ein Linker sein oder geht linke Politik auch, wenn man eine bürgerliche Herkunft hat? Die Autonomen beschimpfen mich in der Flüchtlingsfrage als Rassistin und da merke ich, wie wenig sie sich mit Rassismus auseinandergesetzt haben. Vor allem mit dem positiven Rassismus. Dass jemand, weil er Flüchtling ist, per se bevorzugt sein muss, sich nicht an Regeln halten muss. Das hat die gleichen Mechanismen wie der Negativrassismus. (…) Aber denen fehlt oft so ein bisschen der ideologische Überbau. Wenn ich mir die Schriften angucke, die manchmal verteilt werden. Das sind weiterhin diese Bleiwüsten ohne Absatz, ohne irgendwas, was kein Mensch liest.

Die „Autonomen“ von heute sind doch keine Proletarier, sondern spießbürgerliche Akademiker-Kinder, die einen auf linksradikal machen. Beweist mir das Gegenteil!

Fuck Salām oder: Gangs of Germany

gang of new york

Don Alphonso schreibt in der FAZ über „Das regierungsfreundliche GibGeldDuOpfa der Medien in der Provinz“. Sehr gut, sehr lesenswert, alles ist korrekt benannt, insbesondere die Rolle der Medien. Ich stimme trotzdem nicht zu, wenn es um die Konsequenzen geht. By the way: Wie sah denn das Einwanderungsland USA früher aus? (vgl. Foto)

(Das liegt auch daran, dass ich nach einer 12-stündigen Nachtschicht in einem Problemkiez Berlins gerade aufgestanden bin und gefrühstückt haben und in einer Stunde schon zur nächsten muss. Ich habe einfach nicht so viel Zeit wie Kleinbürger und Couponschneider. Ihr dürft mich gern temporär Proletarier nennen, obwohl ich vermutlich keiner bin, aber im Gegensatz zu 95 Prozent aller Leute, die das Internet vollschreiben oder sonst was mit Medien machen, kenne ich genug waschechte Proletarier, um zu wissen, was die so denken und tun.)

Anders als Don Alphonso erkläre ich Verhalten (oder auch Religion) als versuchtes Anpassen an die Umstände. Was ist effektiv und was nicht? Warum sollte ich arbeiten, wenn es auch anders geht? Warum sollte ich mich gewaltfrei durchsetzen, wenn Gewalt viel effektiver ist? Das Kleinbürgertum kommt nie weiter als bis zur Moral und zum Lamentieren, dass jemand etwas „Falsches“ tut oder sagt. Lieber Don, es kommen keine Leute, die sich ausbilden lassen wollen (das ist die Minderheit), sondern es kommt die industrielle Reservearmee. Das ist so gewollt und nützt dem Kapital auf lange Sicht, nicht jedoch dem ländlichen Kleinbürger. Das war noch nie anders.

„Urbane Eliten“ ist übrigens für mich ein Synonym für Spießbürger, die vegan essen, wissen, was „queer“ bedeutet (meine Eltern, die noch leben, wissen das nicht), und die trotzdem, wenn es die Situation gefühlt erforderte, sehr schnell bei einer NSDAP light, revisited landen könnten, auch wenn sie sich „alternativ“ dünken. Ich traue dieser Hipster-Mischpoke nicht über den Weg. Das sehe ich noch „härter“ als Don Alphonso.

Erst kommt das Fressen, dann die Moral, sagte Brecht. Das gilt für Deutsche (die sich offenbar nicht ändern) und Einwanderer gleichermaßen.

Ich hatte gestern in der Rettungsstelle eine Libyer, der randalierte, das Personal beleidigte, herumbrüllte und laut „Fuck Merkel“ und „Fuck Deutschland“ rief, und, als ich ihn auf Arabisch grüßte, „fuck salam“ antwortet. Ich wusste dann: Der Kunde Patient war extrem schlecht gelaunt.

Ich bin mit ihm mit Mühe fertig geworden. Einer der vier Polizisten, die in Eile (Codewort für „es muss wirklich schnell gehen und bitte mit Blaulicht“) kamen, sprach Arabisch und beruhigte ihn. Auch das ist ein Service des von Don Alphonso gehassten Berlin: Polizisten, die den Übeltätern mit kosmopolitischer Attitude kommen. Die ließen sich auch nicht aus der Ruhe bringen, als er sie mit „Fuck Polizei“ ansprach. War großes Theater, wofür man anderenorts Eintritt zahlen müsste. Darüber könnte man jetzt sehr viel schreiben, aber ich muss arbeiten….

Unter Karrierenetzwerkern

Jörg Rupp über seinen Austritt aus den Grünen:
Die Thinktanks der Partei, die Flügel und die BAGen, sind zu Karrierenetzwerken degeneriert. Die Abgeordneten reden nur noch über ihre Fachgebiete, alleine Cem Özdemir nimmt sich als AmtundMandatler das Recht heraus, mal kurz die komplette friedenspolitische Rest-Säule des Bundesverbandes zu zertreten und sich für Waffen in Kriegsgebiete einzusetzen – die danach prompt auf dem Schwarzmarkt, wie prognostiziert, auftauchen. Was ihn auch nicht zu einer Revidierung seiner Position kommen lässt. Die Partei und Fraktion werden zunehmend von Leuten geprägt, die so lange in der Politik sind, dass man auf Einschätzungen, das ‚richtige Leben‘ betreffend, kaum mehr setzen kann. Grüne Bellizisten nehmen Position für Faschisten in der Ukraine ein, der Widerspruch verhallt. Die Boellstiftung bläst das Horn des Wachstums – niemand schreitet ein. Themen werden diktiert von Leuten, die sich nie der Partei und einer Wahl stellen mussten – sondern eingestellt wurden.

Unter Kleinbürgern, revisited

Ich hatte die so genannte „AfD“ immer als Volkswirtschaftler-Sekte bezeichnet. Zeit online hat bei den neuen Landtagsabgeordneten in MeckVopo mal näher hingeschaut:

Leif-Erik Holm, studierter Volkswirt
Dr. Matthias Manthei, Familienrichter am Amtsgericht
Holger Arppe, Handwerker
Enrico Komning, Rechtsanwalt (früher „Freie Bürger/FDP“), Burschenschaftler
Gunter Jess, Biochemiker
Christoph Grimm, Rechtsanwalt
Bernhard Wildt, Diplomökonom und Unternehmer
Nikolaus Kramer, Polizeibeamter, „ist Mitglied in einer geschlossenen Facebook-Gruppe, die sich nach dem ehemaligen SA-Führer Ernst Röhm benannt hat“
Ralf Borschke, Maschinenbaumeister
Thomas De Jesus Fernandes, Ex-Unternehmer, seit 2012 Angestellter in einer Immobilienfirma
Dirk Lerche, „Unternehmer“
Sandro Hersel, Steuerfachangestellter, war Burschenschafter
Jörg Kröger, Diplomingenieur, Projektmanager
Stephan Reuken, Historiker, Burschenschaftler
Bert Obereiner, angeblich Bauingenieur oder Diplom-Ingenieur und ehemaliger Geschäftsführer
Ralph Weber, Professor für bürgerliches Recht, Arbeitsrecht, Rechtsgeschichte und Medizinrecht an der Universität Greifswald
Jürgen Strohschein, Elektromonteur und Installateur
Christel Weißig, Bürokauffrau

Fazit: Die AfD ist eine geradezu klassische Partei von wildgewordenen Kleinbürgern, wie es die NSDAP zu ihren Anfangszeiten auch war. Die Wähler haben so abgestimmt, wie es ihr Klassenbewusstsein hergab: Nach oben buckeln, nach unten treten. Das wundert bei Kleinbürgern doch nicht, oder?

Im Osten nicht Neues

Im Norden des Beitrittsgebietes gibt es nichts Neues, weder, was die Machtfrage angeht und die Optionen zu regieren, noch vom Wahlverhalten der sozialen Milieus her. Der Rest ist hyperventilierendes Feuilleton.

Unauffindbare Räume

„Zu kurze Rolltreppen, falsch gepflanzte Bäume, vergessene Kabelschächte, unauffindbare Räume, Licht, das sich nicht ausschalten lässt“ – welches Bauwerk könnte wohl gemeint sein?

Trump catches up to Clinton

Laut letzter Umfragen liegen Trump und Clinton gleichauf. Da müssen sich die deutschen Medien aber anstrengen, um das wieder zu ändern.

Der dümmste Utopismus

Leo Kofler: „Warum ich Marxist geblieben bin“ [1988]

Die Geschichte bleibt nur in den Köpfen der bürgerlichen Nihilisten stehen. Wirft man uns Marxisten Utopismus (“Heilsgeschichte”, “Diesseitsreligiösität”, “Eschatologie” usw.) vor, so ist zu antworten, daß wir den historischen Fortschritt als einen zwar widerspruchsvollen betrachten, aber zugleich als einen, der in asymptotischer (unendlicher) Manier unaufhaltsam sich durchsetzt; damit hängt aufs engste zusammen, daß wir die Meinung vertreten, es gebe keinen dümmeren Utopismus als jenen, der im Glauben an die Ewigkeit des Kapitalismus besteht.

Leo Kofler sollte man kennen. Ossis werden nie von ihm gehört haben – unanbhängige marxistische Denker wurden in der DDR abgesägt oder ignoriert, wenn sie aus dem Westen stammten.

Kofler war ein scharfer Kritiker Stalins und dessen Jünger. In meiner Bibliothek steht jedoch nur Geschichte und Dialektik. Immer wieder lesenswert.

Brise am Haff [Update]

Ich lese und empfehle heute nur Gutes: Der Kiezneurotiker fängt die Stimmung in Mecklenburg im Norden des Beitrittsgebietes ein.

Märtyrerfonds oder: Judenmord lohnt sich

RBB: „Wie die palästinensische Regierung Mörder und deren Familien unterstützt – Ohne internationale Hilfe wäre die Palästinensische Autonomiebehörde nicht überlebensfähig. Deutschland ist einer der größten Geldgeber. Doch während es vor Ort an Mitteln für Bildung und Infrastruktur zu fehlt, unterstützen die palästinensischen Behörden großzügig Terroristen und deren Familien. Aus einem ‚Märtyrerfonds‘ fließen jedes Jahr Millionenbeträge an die Angehörigen von getöteten Terroristen, auch an solche von Selbstmordattentätern. Und inhaftierten Terroristen steht sogar ein monatliches „Gehalt“ zu.“

Welche Bundestagsabgeordnete unterstützen, dass Deutschland das korrupte palästinensische Mörderpack finanziell alimentiert? Was ist mit der Partei „Die Linke“? Sagt die was dazu?

Meine Stimme bei der nächsten Wahl ist noch zu haben.

Zensur ist Zensur ist Zensur

In einem Land, in dem der Justizminister höchstderoselbst zur Zensur auffordert, sollten Leute sich nicht darüber beschweren, dass US-amerikanische Konzerne das auch nach eigenem Gutdünken tun.

Melden ist die oberste Bürgerpflicht [Update]

Cora Stephan in der NZZ: „Der «Kampf gegen Rechts» treibt seltsame Blüten. Eine der schillerndsten ist die Amadeu-Antonio-Stiftung, finanziert unter anderem vom deutschen Familienministerium. Dort wird mit staatlichem Geld und regierungsamtlicher Billigung gegen alles vorgegangen, was nicht auf Linie ist. «Melden» ist die oberste Bürgerpflicht. Wer die unappetitliche Broschüre der Stiftung liest, wird mit Erstaunen feststellen: Schon ein Gespräch unter Frauen über Kinder und Sexualität kann ein Anwerbeversuch von rechts sein.“

Was ich vom staatlichen Antifaschismus und vom so genannten Kampf gegen Rechts halte, sollte bekannt sein.

Melden. Durchführen. Verbieten. Ich schrieb es hier schon. Und zitierte auch wiederholt Tucholsky: „Deutsch bleibt Deutsch, da helfen keine Pillen.“

Oder auch, Antonio-Amadeo-Stiftung: Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant. Egal, gegen wen sich das richtet. Es ist eine Charakterfrage.

[Update] Lesenswert ist auch Don Alphonso zum Thema. Fefe schreibt dazu: „Stellt sich nämlich raus, dass wir hier einen über die Bande ausgetragenen Krieg des SPD-Ressorts „Familienministerium“ von Manuela Schwesig gegen das CDU-Ressort „Innenministerium“ und insbesondere die Person Thomas de Maizière beobachten können.“

Leider muss ich auch diesem Satz zustimmen: „Der beste Weg, die Linken ineffektiv zu machen und ihre Kräfte aufzureiben, ist sie in Räume zu setzen und reden zu lassen.“

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