Monasterio de Santa Catalina de Siena

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Wenn es nicht immer nur um Geld oder Profit ginge, könnte man auch etwas Schönes bauen. Warum sieht es nirgendwo in Berlin so aus wie im Kloster Santa Catalina in Arequipa in Peru? Man muss jedoch hinzufügen, das das Kloster früher nur weiblichen Mitgliedern der herrschenden Klasse offen stand. Indianer arbeiteten als Dienstboten oder Sklaven.

Die Fotos habe ich 1984 gemacht.

Transporte público

Puno

Öffentlicher Transport in Puno am Titicaca-See in Peru (1984). Auf dem linken Fahrzeug konnten wir nicht mehr mitfahren, wir haben später den rechten Lkw genommen (alles gegen Bezahlung).

Über allen Gipfeln ist Ruh….

camino de los incasmisuahalli

Bestürzt und mit Trauer erfuhr ich gestern Nacht, das einer meiner ältesten Freunde, Hartmut Eggers, kürzlich verstorben ist. Wir kannten uns seit 1974, er war drei Jahre jünger als ich. Ein bösartiger Tumor hat ihn in kurzer Zeit dahingerafft.

Wir sind 1979 und 1980 zusammen durch die USA, durch Mexiko, Belize, Guatemala, Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien, Brasilien, Guyana und Barbados gereist.

Das Bild oben hat jemand von uns beiden auf dem Camino de los Incas hoch in den peruanischen Anden gemacht, im Januar 1980, südwestlich von Chilca und dem Berg Wayanay. Wir mussten am frühen Morgen den Pass nach Westen überqueren, der fast 5000 Meter hoch ist, östlich des Salcantay (6271 m), und hatten es dann gegen Mittag hinter uns, nach sechs oder sieben Stunden steilen Anstiegs (mit schweren Rucksäcken).

Das untere Bild von uns beiden wurde im Dezember 1979 in Puerto Misuahalli am Rio Napo in Ecuador aufgenommen.

Ich hatte in den letzten Jahren nicht mehr viel Kontakt zu ihm, weil die Welten, in denen wir jeweils leben, zu weit auseinander waren. Dennoch wird er mir fehlen.

Ein merkwürdiges Gefühl beschlich mich bei der Lektüre des Goetheschen Gedichts auf seiner Todesanzeige:
Über allen Gipfeln
Ist Ruh,
In allen Wipfeln
Spürest du
Kaum einen Hauch;
Die Vögelein schweigen im Walde.
Warte nur, balde
Ruhest du auch.

Calle Ccoricalle, Cuzco

cuzco

Calle Ccoricalle, Cuzco, Peru, die verlängerte Calle Procuradores, nordwestlich des Plaza de Armas. Das Foto habe ich 1984 gemacht. Heute sieht die anders aus.

Peru’s other lost city

BBC: Peru’s other lost city – Larger than Machu Picchu and far less known, Choquequirao still makes you feel as though you’re practically the first to arrive.“

Ich war ja schon zwei Mal in Machu Picchu. Wenn ich nochmal nach Peru fahre, weiß ich jetzt, was auf der To-Do-Liste steht.

Mehr Lächeln!

sonrisa

Zentralmarkt von Arequipa, Peru (1984)

Muros

cuzco

Cusco, Peru. Das Foto habe ich 1984 gemacht. Zum ersten Mal war ich 1980 dort. Man sieht noch gut die Grundmauern der Inka und darüber die spanische Architektur.

Intersección

Ica

Straßenkreuzung in Ica, Peru (1984). Vgl. auch „Durch die Wüste“ (15.05.2011).

Cordillera Vilcanota

Ica

Das Foto habe ich 1984 gemacht; es zeigt ein Dorf östlich von Urcos in Peru. Der schneebedeckte Berg ist der Ausangate (6.384 m) am westlichen Rand der Cordillera Vilcanota.

Ich war mit einem LKW (illegaler Holztransport, rund 20 Personen auf der Ladefläche und ein paar Benzinkanister) unterwegs von Puerto Maldonado im Urwald von Peru nach Cuzco, zwei Tage und eine Nacht, auf einer der damals gefährlichsten Straßen (Teil der „Interoceanica Sur„) der Welt. (Ja, das Fest Quyllur Rit’i – oder auch Qoyllur Rit’i – bei Ocongate steht auch noch auf meiner To-Do- bzw. To-Visit-Liste.)

In der Nacht hatten wir bei klirrender Kälte den Pass nördlich des Lago Sinkrinaqucha (4.377 m, spanisch: Singrenacocha) überquert. Ich weiß noch, dass der LKW gegen Mitternacht ein paar Stunden anhielt, weil der Fahrer sich nicht traute weiterzufahren, und dass ich austreten musste und fast alles anzog, was ich hatte, um nicht zu Eis zu erstarren: Zwei Pullover, Wollmütze, Wollhandschuhe. Noch vor Sonnenaufgang fuhren wir weiter und erreichten kurz darauf dieses Dorf, das ich nicht mehr identifizieren kann, zumal Google Maps dort fast nur Wolken zeigt.

Zum Glück ist diese Region für Touristen nur äußerst schwer zu erreichen und auch fast unbekannt, weil rund um Cuzco so viel zu sehen ist, dass nur Leute mit sehr viel Zeit auf die Idee kommen, nach Osten zu reisen. Und umgekehrt- vom Dschungel nach Westen hoch in die Anden – kommt genausowenig vor und kann bei ungünstigen Bedingungen Wochen dauern.

Machu Picchu, revisited

Machu Picchu

Angesichts des mich traurig stimmenden Artikels bei Spiegel online erinnere ich an meine Artikel und Fotos vom 03.12.2012, vom 29.08.2011 („Machu Picchu“) und vor allem vom 04.01.1012 („El camino de los Incas“).

Ich bin froh, das Weltwunder schon 1980 und 1984 gesehen zu haben, damals waren nur wenige Touristen da und wir konnten die Bergstadt der Inkas fast ungestört erkunden. Beim zweiten Mal habe ich sogar am Sonnentor oberhalb Machu Picchu – auf halbem Weg von Wiñay Wayna – übernachtet und konnte den Sonnenuntergang und -aufgang über der Stadt erleben.

Qusqu – der Nabel der Welt

cusco

Cusco, Peru. Das Foto habe ich 1984 gemacht. Zum ersten Mal war ich 1980 dort. Die Kathedrale wurde von 1560 bis 1654 auf den Grundmauern des Palastes des 8. Inka Viracocha erbaut.

Pisac aka Q’allaqasa

pisac

Das Foto habe ich 1980 im peruanischen Pisac gemacht, einer Bergfeste der Inka, gut 30 Kilometer von Cuzco entfernt – ungefähr hier, im „heiligen Tal der Inka“ am Rio Urubamba. In der Mitte ist der Tempel, dort „liegt der Intihuatana, ein mächtiger Felsbrocken, von dem die Inka glaubten, an ihm sei die Sonne angebunden“. Man kann erkennen, dass der Felsen zur astronomischen Beobachtung diente. 1984 war ich zum zweiten Mal in Pisac, auf dem Berg hatte sich nichts verändert.

Grumpy Girl

grumpy girl

Das Foto habe ich 1984 auf Amantani gemacht, einer peruanischen Insel im Titcaca-See. Das Mädchen hatte noch nie eine Kamera gesehen und wollte nicht fotografiert werden, aber ihre älteren Geschwister haben ihr gut zugeredet. Ihr Gesichtsausdruck änderte sich trotzdem nicht….

Amantani

Amantani

Das Foto habe ich 1984 auf Amantani gemacht, einer peruanischen Insel im Titcaca-See. Dort habe ich eine Woche bei Quechua-Bauern verbracht, die schlechter Spanisch sprachen als ich. Wenn ich mich beruhigen will, muss ich mir nur meine Fotos von Amantani ansehen.

„Im Gegenteil, es klingt sogar merkwürdig und mutet fast ein bisschen witzig an, wenn man nach Monaten der Abstinenz mal wieder die Nachrichten hört. Oder an einem Kiosk die Schlagzeilen liest. Es ist, als würde man sich in eine bekannte Endlosschleife einklinken.“ (Marc Bielefeld in SpOn)

Noche triste in Sumbay

sumbaysumbay

Vermutlich kann man heute von den Nachgeborenen nicht mehr verlangen, dass ihnen bei „Noche triste“ spontan etwas einfällt, und schon gar nicht bei „Maria de Estrada„, an der sogar Alice Schwarzer ihre wahre Freunde hätte. Was für eine Romanheldin wäre diese Maria! Absolut grandios. Wer des Spanischen mächtig ist, sollte unbedingt Juan Francisco Maura (pdf, 300 S.) lesen: „Mujeres de armas en las letras y en la historia“. Españolas de Ultramar en la Historia y en la Literatura (siglos XV a XVII), Valencia 2005.

Aber ich wollte eigentlich über die besch…eidenste Nacht berichten, die ich auf meinen vielen Riesen je durchlebt habe. Sumbay ist eine winzige Bahnstation auf der Strecke zwischen Arequipa im Südwesten Perus und Juliaca, das fast am Titicacasee im Osten liegt. In Sumbay ist rein gar nichts, außer ein paar Werkstätten und Häusern für Bahnarbeiter, ein gottverlassenes Nest, das man noch nicht einmal per Google Earth findet, außer man weiß, wo man suchen muss.

Wir kamen (1984) mit einem klapprigen Bus aus Chivay nördlich von Arequipa – am östlichen Ende des Valle de Colca – in den Anden und hatten lange mit dem Busfahrer diskutiert, wo man uns absetzen sollte, damit wir den Zug nach Juliaca abpassten. Es reichte ja nicht, die Bahnstrecke zu finden, sondern der Zug sollte dort auch halten. Man muss wissen, dass die Straße, wenn man sie so nennen will, manchmal über 5000 Meter hoch liegt (vgl. Foto). Der Bus keuchte und spotzte vor sich hin. Dementsprechend kann es dort schweinekalt werden, und man sollte dort überhaupt nur reisen, wenn man die Höhe gewohnt ist und genügend Zeit hatte, um sich zu akklimatisieren. (Das ist eine ernst gemeinte Warnung! Mit der Soroche ist nicht zu spaßen, und es gibt dort auch keinen Rettungshubschauber des ADAC.)

Wenn man auf der Karte ein wenig nach links (nach Westen) schwenkt, erkennt man eine Straße und eine scharfe Kurve: Das war die Stelle, an der man uns aus dem Bus komplimentiert hat, nicht ohne uns zu erklären, dass der „Weg“ nach Sumbay nicht lang und auch leicht zu finden sei. Meine damalige Begleiterin und ich trugen übrigens beide Rücksäcke, die um die 15 bzw. 20 Kilo wogen.

Dummerweise war es grad schweinekalt, aber nicht so kalt, dass es geschneit hätte. Dafür fing es an zu schütten dergestalt, dass wir nicht nur bis auf die Knochen nass wurden, sondern auch rechts und links von uns schlammige Sturzbäche ins Tal strömten, sodass wir knöcheltief durch Wasser, Geröll und Schlamm stapfen mussten. Wer die Regenzeit in den Anden kennt, der weiß, dass das richtig gefährlich werden kann. Der Weg war ohnehin nicht mehr zu sehen, es ging nur steil hinab ins Tal. Vermutlich sahen wir aus wie Höhlenforscher, die in ein Schlammloch gefallen waren, als wir endlich unten ankamen.

Wir hatten gehofft, Sumbay sei eine Ortschaft, womöglich mit einer Art Restaurant. Pustekuchen. Da war rein gar nichts, und die Bahnarbeiter sagten uns, der Zug käme mitten in der Nacht – wir hatten also noch sieben oder acht Stunden Zeit. Und das in unserem Zustand.

Ich habe fast jedes Gebäude in Sumbay betreten. In der Gasse auf dem Foto war ein Haus (links, die blaue Tür) mit einem trockenen Raum, und eine alte Frau versprach uns, eine Suppe zu kochen, die aber nur lauwarm war, so dass sie uns nicht wärmte. Noch nicht mal Kaffee hatten sie. Immerhin durften wir dort bibbernd im Trockenen sitzen.

Traurig war auch, dass ich Durchfall bekam und in der Dunkelheit im Regen alle 15 Minuten einen Platz suchen musste, um das zu verrichten, was bei Durchfall angesagt ist. Eine Toilette oder fließendes Wasser gab es im ganzen Ort nicht. Das war nicht wirklich lustig.

Ich glaube, ich habe mich nie im Leben so auf die Ankunft eines Zuges gefreut wie in Sumbay. Der kam nach Mitternacht und war für peruanische Verhältnisse luxuriös. Man konnte sich sogar waschen und hinlegen. Der Schaffner, der uns freundlich hineinbat, grinste sich eins. Vermutlich dachte er: Wer so bescheuert ist, nach Sumbay zu reisen, der sollte auch nicht jammern.

Schreibender Gringo mit frischem Hemd

cuzco

Das muss man erklären: Ich sitze hier (1984) auf dem „Dachgarten“ einer einfachen Pension in Cuzco, Perú, ungefähr hier, wo die Straßen Huaynapata und Teesecocha aufeinanderstoßen – an der südlichen Ecke war die Persion. (Die kostete damals umgerechnet einen Euro pro Nacht – heute wäre sie vermutlich unbezahlbar.)

Wir waren vorher acht Wochen im bolivianischen Urwald gewesen und hatten per Boot den Rio Madre de Dios von Riberalta bis zur peruanischen Grenze im Westen des Pando bereist (vgl. 04.04.2011: „Der Kautschuksammler, revisited“), und sind dann von Puerto Maldonado per LKW bis hinauf in die Anden gefahren – über eine der gefährlichsten Straßen der Welt.

Will sagen: Ich war froh, dass an mir noch alles heil war. In Cuzco sah ich die erste – wenn auch primitive und eiskalte – Dusche seit rund zwei Monaten, und wir konnten auch zum ersten Mal unsere Sachen mit normalem Wasser waschen und nicht mit Flusswasser. Ich fühle mich relaxed und wie im Luxushotel und trug zur Feier des Tages ein fast weißes Hemd.

Strassenleben

Ica

Straßenleben in Ica südlich von Lima in Peru.

Beim Barbier

barbier

Fotografiert 1984 in Juliaca, Peru.

So genannter freier Handel

Portal America21.de: „Das Europäische Parlament hat am Dienstag das Handelsabkommen mit Kolumbien und Peru ratifiziert. (…) Von der geplanten Senkung der Zölle auf die Einfuhr von Bananen in die EU würden vor allem multinationale Konzerne wie Chiquita profitieren, argumentierte Hänsel. Das Unternehmen musste vor der US-Justiz einräumen, dass es von 1997 bis zum Jahr 2004 insgesamt 1,7 Millionen US-Dollar an die rechtsradikalen Vereinigte Bürgerwehren Kolumbiens (AUC) gezahlt hatte.“

Machu Picchu

Machu Picchu

Machu Picchu in den Anden Perus. Das Foto habe ich 1984 gemacht.

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