Grüßaugust oder: Dem deutschen Volke

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Neues Deutschland

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Berlin, Osthafen

Goldelse

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WTF, BVG?

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Wenn ich schon mal einen Fahrschein der Berliner BVG kaufen will, am Pfingstsonntag, umzingelt von Touristenmassen…

Mit dem Rückgrat einer Qualle

rückgrat

Don Alphonso: “Mit dem Rückgrat einer Qualle: Wie das Westfalen-Blatt eine Autorin dem Mob opfert”.

Fefe: “Soweit sind wir in diesem Lande. Einzelne Personen können heutzutage missliebige Andersdenkende in Zeitungen einfach wegshitstormen.” Harald Schumann sagte ganz richtig dazu: “Journalisten sind genauso wie alle anderen Menschen. Es handelt sich um den ganz gewöhnlichen Alltagsopportunismus, den es überall gibt. Gegen den Strom schwimmen, kostet nun mal viel mehr Kraft.”

Man muss nur lesen, was das Westfalenblatt dazu sagt: “Sehr selbstkritisch müssen wir einräumen, dass in der Kolumne so formuliert wird, dass der Text Kritik geradezu herausfordert. Das ist unzweifelhaft eine gravierende journalistische Fehlleistung,”

Das geht ja nun gar nicht, dass ein Text Kritik herausfordert. Wo kämen wir denn da hin!

Was ihr wollt oder: Was wollt ihr?

halensee

Was wollt ihr? Löwen, die zum ersten Mal Gras fühlen? Elefanten, die sich nach 20 Jahren wiedersehen? Eine 102-Jährige, die sich zum ersten Mal tanzen sieht? Panem et circenses? Schon klar.

Oder doch lieber den Verfassungsschutz, der dem Rechtsextremisten und V-Mann Thomas Richter fast 300 000 Euro für seine Spitzeldienste zahlte?

Oder etwas, das zu erwarten war: “Deutschland ist bei der Ungleichheit fast Spitze – OECD warnt vor wirtschaftlichen Folgen der Einkommens- und Vermögenskonzentrationen”?

Allen, die noch denken können und nicht nur fühlen wollen und die auch willens sind, längere Texte zu lesen, weil sie noch nicht verblödet sind, empfehle ich Roar Magazine: “Why does Greece not simply get it over with and default?” Sehr klug, interessant und lesenswert.

Nicht vergessen: Medien ändern keine Meinungen, sondern verstärken die, die schon vorhanden sind.

Im Blimp über dem Sumpf Brandenburg

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Fotos: 2004, vgl. Im Blimpflug – die Links funktionieren so gut wie nie, offenbar gibt es die Firmen usw. nicht mehr. Die Links zum Thema Cargolifter sind jedoch sehr erhellend.

Das Fluggerät ist ein so genannter Blimb, ein mit Helium gefülltes Luftschiff. Im Gegensatz zu einem Zeppelin hat ein Blimp innen kein starres Gerüst, das mit einer Hülle aus Stoff umgeben ist, sondern funktioniert wie ein Ballon in Zigarrenform – leichter als Luft eben. Am Boden muss der Blimp festgehalten werden, sonst macht er sich selbständig und segelt davon. Unten hängt die Kabine für die Fluggäste, etwas kleiner als ein geräumiger Bus, für ein gutes Dutzend Gäste. Den Flughafen gibt es noch.

Froh zu sein bedarf es wenig

Shanghaiist: “Photographer spends 11 years documenting families around China with all their belongings”. Die Fotos muss man gesehen haben.

Unbekannte U-Bahn-Station

U-Bahn Hamburg

Hamburg, U-Bahn-Station, fotografiert 2005

Morgendämmerung

Morgendämmerung

Vor dem Urban-Krankenhaus, Berlin-Kreuzberg, 4.05 Uhr

Meidet Aquincum, Magyarország und andere Miszellen

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Ja, man sollte zum Boykott aller Reisen nach Ungarn aufrufen. Warum sollten die dortigen Faschisten und die ultrarechte Regierung unterstützt werden? Ich würde mich heute dort unwohl fühlen. In Israel werden auch radikale Rechte an der Regierung beteiligt, aber die sind wenigstens keine Antisemiten.

Mit fiel ein, dass ich meine Fotos aus Budapest, die schon zehn Jahre alt sind, irgendwo gespeichert hatte. Und siehe, ich fand sie und andere, an die ich gar nicht meghr gedacht hatte, auf einer CD, ganz hinten im Schrank. Das wollte ich den wohlwollenden Leserinnen und geneigten Lesern mitteilen. Das Internet braucht mich, und wenn ich einen Tag nicht blogge, quillt mein Herz über von Dingen, die unbedingt raus müssen.

Mit Vergnügen verlinke ich die Westfälischen Nachrichten aus Münster. (Nein, ich war es nicht! Ich war in Berlin.) Geniale Aktion: die Sowjetfahne wehte am Rathaus. “Auch über den Hintergrund der Aktion gibt es bislang nur Vermutungen: Möglicherweise steht sie im Zusammenhang mit dem Kriegsende vor 70 Jahren und der Befreiung von der Nazi-Herrschaft.” Ach? Möglicherweise? Möglicherweise wollte jemand nur die Wäsche aufhängen und hat da was verwechselt?

Theweleit, ick hör dir trapsen: The Atlantic bringt eine wunderbare Bilderstrecke zum massenpsychologischen Thema “The Chinese Art of the Crowd”. Nicht zu fassen. Frage des Ethnologen: Welche Form der Herrschaft wird wie öffentlich zelebriert? Und warum ist der Einzelne nichts oder soll es nicht sein? Nicht zu vergessen der Hinweis, dass “Privat” und “Privatsphäre” vom Bürgertum erst erfunden wurden. Wenn man diese verteidigt, ohne die Systemfrage zu stellen, wird man immer scheitern, oder irgendwann FDP wählen oder Volkswirtschaft studieren.

Verflixt, ich muss jetzt noch abwaschen…

Ewiger Ruhm

russisches Ehrenmal Treptowrussisches Ehrenmal Treptowrussisches Ehrenmal Treptow

Miscellaneous distracting

Tancred's Landing
Meine Gor-Sim Tancred’s Landing in Second Life bei virtuellem Regenwetter

Neu in der Blogroll: Jacobin (USA). Jacobin is a leading voice of the American left, offering socialist perspectives on politics, economics, and culture. The print magazine is released quarterly and reaches over 10,000 subscribers, in addition to a web audience of 600,000 a month.

Neu auch: Roar, das in englischer Sprache in den Niederlanden erscheint. ROAR Magazine, or Reflections on a Revolution, is an online journal of the radical imagination providing grassroots perspectives from the front-lines of the global struggle for real democracy.

Wieso haben die alle so ein schickes Layout? Ich habe keine Zeit, mir selbst Typo3 beizubringen, aber ich hätte auch gern so etwas.

Was habe ich in den letzten Stunden gelesen? Zum Beispiel wieder den Guardian: “May Day: workers of the world unite and take over – their factories. (…) A 19th-century slogan is getting a 21st-century makeover. The workers of the world really are uniting. At least, some of them are.”

Sag ich doch. Geht doch. Das Himmelreich Der Kommunismus ist nahe herbeigekommen. Ich ahne so etwas wie die Ciompi, nur eine Epoche weiter. (O je, ich habe den Geburtstag Karl Marxens vergessen!) Dazu passt makroskop Streik.

Natürlich die aktuelle Kolumne Harald Martensteins: Über Ernährungsweisen und Paarungsverhalten (und Grünkernbratlinge und was die mit dem Koitus zu tun haben).

Dann noch etwas über eine Katze. Katzen und Hunde gehen immer. Auch chinesische Hover-Cars.

Die chinesische Regierung geht jetzt vorbildich gegen den Islam vor, berichtet die Washington Post.

Wie die Erde resettet, kann man in einem hübschen Video sehen. (Vorsicht, Facebook!)

Jetzt muss ich leider arbeiten…

Panorama

Berlin

Das aktuelle Berlin-Rätsel: Wo ist das?

Pussy oder: Hübsch und lustig am Arsch

fahrräder

Die Anstalt ist wieder gnadenlos und viel zu gut für das durchschnittliche Publikum. Herausragend: Carolin Kebekus über Frauen und irgendwas mit Feminismus. Auch sie überfordert die Rezipientinnen intellektuell. “Hübsch und lustig am Arsch” sei ihre Marktlücke. Und feministischer als zehn “Emma”-Ausgaben ist sie auch. (Bilder: Markus Henkel)

Dazu las ich Wikipedia: “Zum Vorwurf der Zensur, den Kebekus in TV total erhoben hat, und dem Vorwurf der Selbstzensur, der laut Tagesspiegel von Mitarbeitern der Sendung erhoben wurde, erklärte der WDR, er könne dies “so nicht akzeptieren”. Der Sender stehe für Liberalität und Toleranz, was bedeute, dass religiöse Überzeugungen der Bevölkerung zu achten seien.” Das Ministerium für Wahrheit, auch bekannt als WDR, informiert: Zensur heisst jetzt “religiöse Überzeugungen der Bevölkerung achten”.

Max Uthoff sagt etwas zu Ronja von Rönne und dem von ihr niedergerotzten Schwachsinn. Eine Frau und Redakteurin der “Welt”, für die Emanzipation scheiße ist, findet natürlich auch bei Salonfaschisten Beifall.

Damit haben wir wieder irgendetwas mit Medien. Was war noch wichtig? Ich muss nur mich selbst beobachten. “Im Hühnerstall Motorrad gefahren: Oma wegen Tierquälerei festgenommen.” Relevant, also beliebt.

Wie bekloppt sind eigentlich christliche US-Politker? Ich bin froh, dass ich kein Linker in den USA bin.

China in bite-sized portions! Hat mir bisher gefehlt. Auch wegen Sexismus und was Frauen in China wollen. Ja, und ein Erdbeben-Video schau ich mir auch gern an, nur so zum leichten Gruseln und um mich zu unterhalten. Wozu sonst. Machen doch alle.

Der Guardian: “Seven Soviet sci-fi films everyone should see”. Tarkowski! Ich sage nur: Tarkowsky! Solaris, 1972! Mindestens so wichtig in der Schule wie Gotthold Ephraim Lessing, aber aus anderen Gründen. (Googelt doch selbst zur Strafe, wenn ihr Lessing nicht kennt!) Leider können die Russen heute keinen Weltraum mehr. Sowjets sind eben mehr als Russen.

Nochmal der Guardian über Rassismus-Vorwürfe als Waffe. “In London’s East End, where so many battles against real fascism were fought in the 20th century, “anti-racism” has become little more than a swindle.” So etwas werden wir in zehn Jahren auch in deutschen Großstädten erleben.

Schrecklich, schon zwei Minuten etwas Politisches gelesen? Hält man gar nicht aus. Schnell etwas Relevantes auf Fratzenbuch konsumieren. 23600 Personen gefällt das, 160700 mal geteilt. Ähnlich viel wie bei Werbung für Bier mit Tieren.

Übrigens sucht das ZDF SachbearbeiterInnen aka ” Corporate Social Media Manager”, die “Social Media”-Kanäle bespielen. “Bewerbungen per E-Mail können leider nicht berücksichtigt werden.” Richtig so: Man sollte Gehaltswünsche eben nicht per Postkarte schicken.

Schon komisch. Heute hat mich keine Nachricht in deutschen Medien wirklich interessiert, wohl aber in US-amerikanischen Zeitungen und in israelischen Magazinen. Oder die “Demokratie” in Stabilitätsankern“. Ich bin Kosmopolit, falls das jemand noch nicht wusste, also offenbar irgendwie undeutsch und imemr weniger geeignet als Rezipient einheimischer Medien.

Beat it!

Ich empfehle ausnahmeweise mal ein Musik-Video von shanghaiist.com auf Facebook.

The Moment the Avalanche Hit Everest Basecamp

Mother Jones zeigt: “This Video of the Moment the Avalanche Hit Everest Basecamp Is Terrifying.” Beeindruckend.

Stell dir vor, es ist Krieg und 100000 Personen spielen das

kriegsspiel

Prachanda oder: Babylonien, revisited, 19.0

Babylonien, revisited, 19.0: Daza oder “Dazaga”. Der junge Mann aus dem Tschad sprach auch Englisch und Arabisch und beklagte sich, dass in Berlin nur “a very few” Menschen aus des Tschad seien. Er stammte aus dem Norden des Landes, an der Grenze zu Libyen, und meinte, seine Sprache sei in keinem dictionary zu finden. Das forderte mich natürlich heraus.

Diese kleine Nachricht über einen Mann, der mir bestimmt viel hätte erzählen können, wozu leider keine Zeit war, halte ich für genauso wichtig wie irgendwelche Neuigkeiten über ein Erdbeben aus einem fernen Land, in dem es offenbar, ganz anders als in Japan, nicht für notig gehalten wird, erdbebensichere Häuser zu bauen, obwohl die Gefahr bekannt ist. Warum nicht?

Und was macht eigentlich die Kommunistische Partei Nepals, die bekanntlich für deutsche Medien nicht existiert?

Die Prohibition rechnet sich nicht oder: Regulierung psychotropher Substanzen

Für das Kapital rechnet sich die Prohibition nicht. Die Wirtschaftswoche (via Mathias Broeckers) lässt “führende Ökonomen” zu Wort kommen:

“Die Prohibition in Deutschland ist komplett gescheitert“, sagte der Düsseldorfer Ökonomie-Professor Justus Haucap der WirtschaftsWoche. Es sei „schwierig, Argumente zu finden, die gegen die Liberalisierung von Cannabis sprechen.” (…) “Aus Sicht von Regulierung und Fiskalpolitik lassen sich eher Gründe anführen, die für eine Legalisierung von Cannabis sprechen”, zitiert die WirtschaftsWoche Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln.”

Sorry, in der Drogenpolitik geht es weder um Vernunft noch um rationale Argumente. Also vergesst es. Religion lässt sich leider ebensowenig abschaffen, auch wenn aus Sicht von Regulierung und Fiskalpolitik einiges dafür spräche.

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