Wegen Überfüllung nicht geschlossen

notaufnahme

2.05 Uhr bis 2.25 Uhr: Schneetreiben und insgesamt sieben Feuerwehren, die Patienten in die Notaufnahme brachten – nicht alle passten auf’s Foto. Morgens um vier war es noch überfüllt.

Geschlossene Wahnsysteme

Thomas Fischer über den Wahn und Wahnsinnige:
Es gibt sehr viele Menschen, welche die psychische Gewissheit, es gebe eine mit Selbstbewusstsein erfüllte Macht jenseits des menschlicher Erkenntnis zugänglichen Raums, die – direkt und unmittelbar – Einfluss auf das konkrete Leben des Individuums nehmen wolle und könne, für puren Wahn halten. Nach allen wissenschaftlichen Kriterien, die mir für die Definition dieses Begriffs bekannt sind, trifft das auch zu. Trotzdem wäre es fernliegend, jeden Menschen, der sich als Christ, Moslem oder Hindu „definiert“ (was immer das heißen mag), als behandlungsbedürftigen Wahnkranken anzusehen.

Wie immer lesenswert.

Schuldig bei Verdacht

Ich hatte zu einem bestimmten Thema, das irrelevant ist, aber offenbar viele interessiert, keine Meinung, bis ich diesen Satz bei Meedia.de las:
Die Mitarbeiterin, die zuvor im Zuge der internen Nachforschungen gegenüber dem Medienhaus auch die Zahlung einer nicht unerheblichen Geldsumme in den Raum gestellt haben soll, erstattete offenbar ihrerseits Strafanzeige…

Danach hatte ich eine Meinung. Mir würde übrigens schon mal während eines verbandsinternen Machtkampfs vorgeworfen, Kinderpornografie zu verbreiten, und auch eine Strafanzeige durch eine Frau wurde gestellt. Natürlich habe ich gewonnen und bekam am Ende eine (für mich) „nicht unerhebliche Geldsumme“, aber es gilt die Überschrift. Ich weiß also, wovon ich rede. Man braucht Nerven wie Drahtseile.

In Zukunft empfehle ich, betriebliche Sausen nach Geschlechtern getrennt zu veranstalten oder nach der Methode vieler Firmen zu verfahren, bei der genderpoltische Themen nicht direkt eine Rolle spielen.

Charaktermasken oder: Soko Nafri und Soko Casablanca

nafri

Source: Entschließungsantrag der Fraktion der FDP, Landtag Nordrhein-Westfalen, Drucksache 16/10731, 14.01.2016 (!)

Dummerweise las ich beim Frühstück eine Zeitung (online). Das verdarb meine Laune ein wenig.

In Berlin löst man gerade die dringendsten Probleme der Stadt. Ich meine übrigens, dass man Toiletten für alle einrichten sollte und nicht für verschiedene Geschlechter. Ich halte es auch mit Karl May, der meinte, dass böse Taten unter dem Einfluss von Alkohol oder anderer Macken härter bestraft werden sollten und nicht milder. (Das kommt davon, wenn man als Kind die falschen Bücher liest.)

Wer noch nicht wusste, was schleimiger Opportunismus ist und welche Mentalität die meisten Politiker haben, der kann sich das fast live anschauen. Das gilt auch für Revolutionäre (natürlich nicht für Fidel. RIP). Charaktermasken eben.

Wenn Kinder nicht zur Schule kommen, setzen einige Döspaddel in der Hauptstadt offenbar auf Habermas. Funktioniert aber nicht. Es muss doch möglich sein, Eltern zu zwingen, ihre Kinder zur Schule zu schicken? „Was nach Law-and-Order klingt, ist nichts anderes als die logische Konsequenz aus der Beobachtung, dass selbst Bataillone von Sozialarbeitern, Lehrern und Lesepaten an ihre Grenzen stoßen, wenn sie es mit Familien zu tun haben, die ihre Schuldistanz bereits in der zweiten oder dritten Generationen pflegen.“ Yesssss. (Abgesehen vom Deutsch des Grauens: „Schuldistanz pflegen“. Aha. Tot sein heißt jetzt: Lebensdistanz pflegen.)

Manchmal werde ich einfach wütend, wenn ich Kurzberichte lese. Ich wüsste gern mehr (der Version der Polizei ist etwa anders, sagt aber auch nichts aus). Was hätte ich gemacht? Bei dreien hätte ich, wette ich.

Die Kölner Polizei hat erklärt, was für sie „Nafri“ ist. Es gibt ja schon seit rund einem Jahr eine gleichnamige Sonderkommission. In Düsseldorf heisst die „SoKo Casablanca“.

„Polizeisprecher Thomas Held erläuterte, die Polizei habe in der Silvesternacht Passanten nicht allein nach ihrer mutmaßlichen Herkunft kontrolliert. ‚Bei den Kontrollen haben die Beamten verschiedene Kriterien berücksichtigt‘, sagte Held dem Tagesspiegel. Entscheidend sei nicht allein das Aussehen gewesen, sondern auch das Verhalten von Personen: ‚Handelt es sich um eine Gruppe, die sich dynamisch oder sogar aggressiv bewegt? Wie ist die Stimmung in der Gruppe?‘ Vergleichbar sei dies beispielsweise mit der Situation vor Fußballspielen, wenn größere Fangruppen anreisten.“ Und jetzt kommt mal wieder von den Palmen runter.

Übrigens: Es gibt auch Ofris und Drittis.

Das tut man nicht – oder doch

behaviour

Shanghaiist: „A couple of mommy’s little angels were caught on tape tearing apart a piece of artwork at a Shanghai museum recently. What’s more, their parents were also caught on camera, filming their kids‘ act of destruction with a smile.“

Noch einmal sei zur Lektüre empfohlen: Norbert Elias Über den Prozeß der Zivilisation: Soziogenetische und psychogenetische Untersuchungen. „Über den Prozeß der Zivilisation“ ist eines der wichtigsten Bücher über „Kultur“, das überhaupt je geschrieben wurden (jaja, natürlich neben Max Weber: Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus).

Wieso? Das, was man unter „Sitten und Gebräuche“ einer Gesellschaft oder einer deren Teilmengen (z. B. ein „Milieu“) versteht, ist eine wahnsinnig komplexe Sache, von der man bewusst gar nicht so viel weiß, weil viele Dinge, die man tut, auf einem kollektiven „Training“ beruhen, das ein paar hundert Jahre der oral history und des Lernens per Imitation bedurfte. Ethnologen können da viel zu sagen, aber die werden selten gefragt. Nichts ist natürlich, also ist auch nichts selbstverständlich oder eine anthropologische Konstante, weder der Art und Weise, wie „man“ gewalttätig ist noch, warum gegenüber wem Mitleid oder Empathie gezeigt wird. „Zivilisation“ im westeuropäischen Sinn (und nur in dem) heißt zum Beispiel:

Vorrücken der „Schamschwellen“, das heißt, mehr eigene Handlungen sind angstbesetzt;
Vorrücken der „Peinlichkeitsschwellen“, das heißt, mehr Handlungen anderer sind angstbesetzt;
„Psychologisierung“, das heißt Steigerung der Fähigkeit, die Vorgänge innerhalb anderer Menschen zu verstehen;
„Rationalisierung“, das heißt Steigerung der „Langsicht“, also der Fähigkeit, die Folgen der eigenen Handlungen über immer mehr Glieder der Kausalketten „vorauszuberechnen“.
Gewaltbereitschaft: sinkt allmählich (gegenüber Mitgliedern der eigenen Gesellschaft);
Sexualität: wird zunehmend stärker kontrolliert sowie unterdrückt und tabuisiert;
Essen und Trinken: die Formen werden strenger, „feiner“ (zum Beispiel: differenziertere Esswerkzeuge);
Ausscheidungsfunktionen: werden zunehmend tabuisiert und dem Blick anderer Menschen entzogen.

Und jetzt erst diskutieren wir über „Integration“ von Einwanderern. Das Wort ist so ein Unsinn, dass ich es gar nicht in den Mund nehme bei diesem Thema.

Unter Ruchlosen

verdächtige

Fahndungsfoto der Berliner Polizei: Die jungen Männer, die verdächtig sind, einen Obdachlosen angezündet zu haben.

„Denn eine Arbeiterkindheit auf der Straße oder in Armenvierteln blieb für das Reformbürgertum ein Schreckbild, die anarchische Brutstätte ruchloser Jungen und sittenloser Mädchen.“ (Eribon: Rückkehr nach Reims, S. 33)

„Kleine und mittelschwere Straftaten waren im Viertel die Regel, sie waren eine Art Volkssport, ein unbeugsamer Widerstand gegen die Gesetze eines Staates, den man im Alltag nur als das allgegenwärtige Machtmittel des Klassenfeindes erlebte.“ (ebd., S. 36)

Argumente gegen irgendetwas sind bekanntlich nutzlos. Auch das Aufrechnen von Straften, etwa derer von Nazis an Obdachlosen gegenüber denen von Einwanderern. Mich ärgert nur das hilflose Herumgeiere vieler Medien zum Thema.

Zum Beispiel schreibt Eberhard Seidel: „War es richtig, die Herkunft der Täter, die einen Obdachlosen anzünden wollten, zu nennen? Ich denke, ja. Für mich war es sehr wichtig, zu erfahren, dass es sich bei den mutmaßlichen Tätern um jugendliche Geflüchtete handelt. Berlin tut gut daran, sich intensiv mit der psychischen Verfassung und ideologischen Orientierung dieser aus einem Bürgerkriegsgebiet geflohenen Jugendlichen zu beschäftigen, um die geeigneten präventiven Maßnahmen zu entwickeln, die notwendig sind, Prozesse der Verrohung erst gar nicht zuzulassen. Egal ob wir über Präventionskonzepte gegen Rechtsextremismus, Salafismus oder einfach nur jugendliche Gewalt sprechen – sie können nur dann erfolgreich sein, wenn wir offen über individuelle Hintergründe und gesellschaftliche Zusammenhänge sprechen.“

Die Sprache ist verräterisch, Deutsch des Grauens vom Feinsten und kein Zufall: „Für mich ist es wichtig“ VerfassUNG OrientierUNG präventiven Maßnahmen Prozesse VerrohUNG Präventionskonzepte […]ismus […]ismus Hintergründe gesellschaftliche Zusammenhänge. Das ist einfach alles Gefasel. Ich lehne übrigens das affirmative Schaumsprech „Geflüchtete“ in allen seinen Varianten sowieso ab: Der Begriff „Einwanderer“ beschreibt die Realität treffend und heuchelt erst gar nicht, die Motive der Befreffenden zu beurteilen, was Unfug ist und sinnlos.

Einige junge und männliche Einwanderer aus einem Bürgerkriegsgebiet sind offenbar „verroht“. Das Kriterium ist aber keins, sonder ein jeweils klassenspezifisches Verdikt (ja, ich kann auch so schreiben, dass mich niemand versteht). Das meint: Die Bösen sind immer die anderen: „Die Experten in hochkomplexen Systemen sind dafür da, einem Milieu einleuchtend zu erklären, daß das Böse aus dem jeweils anderen Milieu stammt. Die Experten weisen Schuld zu und aktivieren und entlasten das Milieu, das jeweils bezahlt.“

Da ich mich selbstredend zu einem Experten erkläre, weise ich hiermit der Kleinbourgeoisie Mittelschicht die Schuld zu. Der Kerle auf dem Fahndungsfoto sehen so aus: Gut gekleidet, eine bescheuerte Frisuren (Verzeihung, bei „Undercut“ denke ich immer an Uppercut, den ich demjenigen versetzen möchte), und sie lachen, vermutlich weil sie jemanden sehen, der nicht den Normen ihrer sozialen Schicht entspricht, eben ein besoffener Obachlose zum Beispiel. Bei diesem „hierarchischen Lachen“ fällt mir natürlich immer Elias Canetti ein – Lachen ist eine Agression, die man sich versagt:
Das Lachen ist als vulgär beanstandet worden, weil man dabei den Mund weit öffnet und die Zähne entblößt. Gewiß enthält das Lachen in seinem Ursprung die Freude an einer Beute oder Speise, die einem als sicher erscheint. Ein Mensch, der fällt, erinnert an ein Tier, auf das man aus war und das man selber zu Fall gebracht hat. Jeder Sturz, der Lachen erregt, erinnert an die Hilflosigkeit des Gestürzten; man könnte es, wenn man wollte, als Beute behandeln. Man würde nicht lachen, wenn man in der Reihe der geschilderten Vorgänge weitergehen und sich’s wirklich einverleiben würde. Man lacht, anstatt es zu essen. Die entgangene Speise ist es, die zum Lachen reizt; das plötzliche Gefühl der Überlegenheit, wie schon Hobbes gesagt hat … Es scheint, daß die Bewegungen, die vom Zwerchfell ausgehen und fürs Lachen charakteristisch sind, eine Reihe von inneren Schlingbewegungen des Leibes zusammenfassend ersetzen.

Ich wette, dass es in der Gruppe der oben Gezeigten einen oder zwei Meinungsführer gibt und die anderen das tun und meinen, was die machen und laut denken. Der Homo sapiens ist ein Opportunist, der auf die Peer group hört – und nicht auf die Medien. Die Herren kommen auch garantiert nicht aus den unteren und armen Schichten Syriens und Libyens („in Libyen geboren“ als „Herkunft“ erzeugt bei mir die reflexhafte Frage: Ach so, also vermutlich ein Berber?).

Die (leider verstorbene) Birgit Rommelspacher hat Gewalt gegen die da unten, wenn die von „Rechtsextremisten“ (pdf) verübt wird, genau beschrieben (und gegen den Mainstream): Gewalt als subkulturelle Lebensform, der man mit Moral nicht beikommt, Gewalt gegen Schwächere, die gefahrlos ist (- mein Kampfsportlehrer sagte über die Bösen: Die legen sich nie mit jemandem an, der ein Gegner sein könnte). Im Gegensatz zu einigen Thesen Rommelspachers glaube ich aber, dass die Mittelklassen empfänglicher für den „Hass“ nach unten („Klassismus„) sind. Das lehren schon die Wahlergebnisse der Weimarer Republik.

Meine These, die ich durch nichts begründen kann: Arme Einwanderer begehen vielleicht eher kleinkriminelle Handlungen, wie sie Eribon als typisch für das traditionelle Arbeitermilieu schildert. Das unterscheidet sie gar nicht so sehr von „eingeborenen“ Deutschen. Obdachlosigkeit wird aber besonders in den Gesellschaften und von den Klassen geächtet, die „Leistung“ als Lebenssinn propagieren.
Protestantische Nützlichkeitsethik und Merkantilismus als Wirtschaftssystem begründeten eine gesellschaftliche Moral, in der sich die menschliche Ehre vor allem auf Leistung, materiellen Verdienst, den eigenen Beitrag zur Finanzierung des Staates bezog. Die hierarchisch geprägte Gesellschaft mit unterschiedlichen Klassen sah Arme ohne Erwerbstätigkeit als Plage und zunehmend auch als Asoziale, die umerzogen werden müssten. Zuchthäuser wurden eingeführt, in denen Vagabunden Zwangsarbeit zur Besserung leisten mussten.

Die jungen Männer auf dem Fahndungsfoto verhalten sich also schon systemkonform, nur dass sie die ekelhafte, heuchelnde und nur punktuelle Empathie der deutschen Mittelschichten noch nicht imitieren.

Auf einmal im Krankenhaus

Jenny Mansch hat in „Publik“ (ver.di) etwas über ihren Aufenthalt im Krankenhaus geschrieben: „Niemand ist wirklich davor gefeit, plötzlich ins Krankenhaus zu müssen. An einen Ort zu kommen, an dem sich die Sparpolitik in der Gesundheitsversorgung im wahrsten Sinn der Worte am eigenen Leib erfahren lässt.“

„Mir fallen die Sicherheitsleute auf, die den Eingang zu den Behandlungsräumen bewachen.“ Nein, da ist nur einer. Manchmal kommt aber die Objektstreife vorbei.

The Search Continues

Source: Mathematical Marxist Memes (Facebook). Ab übermorgen habe ich wieder mehr Zeit zum Bloggen.

Verehrer höherer und anderer Wesen im Zeitalter des postfaktischen Argumentierens

konfessionen

Giordano-Bruno-Stiftung: „In diesen Tagen wird viel von „christlichen Werten“ in der Bevölkerung, aber auch von der vermeintlichen ‚Islamisierung‘ Europas, mitunter sogar von einem ‚demografischen Dschihad‘ gesprochen. In der Regel beruhen solche Aussagen auf subjektiven Empfindungen bzw. Ängsten. So gehen die meisten Bundesbürger von einem maßlos überhöhten muslimischen Anteil in der Bevölkerung aus und überschätzen dessen Wachstumsraten. Die 2005 von der Giordano-Bruno-Stiftung ins Leben gerufene „Forschungsgruppe Weltanschauung in Deutschland“ (fowid) stellt der Öffentlichkeit sozialwissenschaftliche Daten und Fakten zur Verfügung, um dem ‚Zeitalter des postfaktischen Argumentierens‘ entgegenzuwirken. Hier die aktuelle fowid-Hochrechung zur Religionsverteilung in Deutschland.“

Man müsste die Esoteriker*$%_Innen und Veganisten-Asketisten noch rausrechnen.

Katastrophenalarm

rettungsstelle

Katastrophenalarm in der Rettungsstelle im Urban-Krankenhaus: Über eine Telefonkette alarmiert, kamen rund 50 Ärzte, Schwestern und Pfleger freiwillig, obwohl sie keinen Dienst hatten. Hervorragende Organisation und beeindruckender Einsatz. Proud to be part of the team.

Freiwilliger Kniefall

privatisierung

Die Hamburger Morgenpost fasst zusammen, was die „Privatisierung“ städtischer Krankenhäuser und der Vertrag zwischen der Stadt Hamburg und den Asklepios-Kliniken bedeuten. Das Magazin „Der Spiegel“ hatte enthüllt (nur in Print): „Der Klinikkonzern Asklepios hat sich den Ruf eines gnadenlosen Renditetreibers erarbeitet, der Gewinne auf dem Rücken von Ärzten, Pflegern und Patienten macht. Auf vielen Stationen regieren Druck und Angst. Die Politik versagt.“

Hamburg habe mehr als die Hälfte der 565 Millionen Euro Schulden des LBK übernommen – über 300 Millionen Euro. Der Kaufpreis von 318 Millionen Euro sei als großer Erfolg gefeiert worden. Doch am Ende hat Asklepios diese Summe noch nicht mal bezahlt: Weil die Kliniken in den ersten fünf Jahren die im Kaufvertrag festgelegte Zielsumme von 408 Millionen Euro operativem Gewinn (Ebitda) nicht erreichten, wurden dem Konzern 75 Millionen des Kaufpreises erlassen. Schließlich entstanden der Stadt noch extrem hohe Kosten durch das Rückkehrrecht für Mitarbeiter, die nicht bei Asklepios bleiben wollten. (…) Asklepios hat die Grundstücke, auf denen die Kliniken stehen, für mindestens 60 Jahre pacht- und mietfrei überlassen bekommen.

Wie kann man nur solche Verträge abschließen? Oder sind die alle schlicht gekauft worden? Die verantwortlichen Politiker sind bekannt:
Zwölf Jahre ist es her, dass die Hamburger mit großer Mehrheit in einem Volksentscheid gegen die Privatisierung des Landesbetriebs Krankenhäuser stimmten. Der damalige Senat unter CDU-Bürgermeister Ole von Beust setzte sich über dieses Votum hinweg und verkaufte Asklepios 74,9 Prozent der Anteile.

Hat ihn jemand dafür belangt? Nein? Warum nicht?

Das kommt bei „Privatisierung“ übrigens immer heraus. Dämliche Politiker werden über den Tisch gezogen oder lassen sich kaufen oder beides. Man müsste in die jeweilige Verfassung ein Verbot des Verkaufs städtischen Eigentums – wie Wasser- Energie, Grundstücke – einfügen. Fordert das eine Partei? Die kriegte meine Stimme.

Frohes Fest!

weihnachten

#Russiandidit

#Russiandidit

Die Russen trollen jetzt zurück.

Director of Health and Human Services

trump

Not that great

capitalism

(Sassy Scialist Memes)

Krimi­nalität im Kon­text

Bundes­lage­bild Krimi­nalität im Kon­text von Zu­wan­de­rung 2015 (pdf). Interessante Quelle, muss ich noch im Detail auswerten.

Ich stech dich ab! [Update]

rettungsstelle

Michael de Ridder beschreibt im Tagesspiegel meinen Arbeitsplatz: „Beispiel Urban-Krankenhaus: Unfassbare Beleidigungen des Rettungsstellenpersonals sind in Berliner Kliniken an der Tagesordnung“.

Von heute Nacht kann ich beisteuern (zu mir): „Du Fotze!“ – „Ich bring dich um“. ! – „Verdammter Penner“. Zwei Mal musste ich jemanden gewaltsam aus der Rettungsstelle entfernen. Einmal musste die Polizei kommen, weil ein Türke das Personal permanent beleidigte und im Warteraum herumbrüllte und nicht kapierte, was ein Hausverbot ist. Die Polizei erklärte es ihm.

Coolster Spruch des Tages: Ein beschmutzter Herr, der von der Feuerwehr gebracht wurde und sich vollgekotzt hatte, sagte, nachdem der Brechreiz einigermaßen vorbei war: „Scheiße, jetzt muss ich auch noch kacken.“

Von de Ridder gibt es übrigens ein sehr gutes Buch, das ich gelesen und für mein eigenes Buch zum Thema oft verwendet habe: Heroin: Vom Arzneimittel zur Droge.

[Update] Das konnte die Leitung des Krankenhauses so nicht auf sich sitzen lassen. Tagesspiegel: „Urban-Krankenhaus setzt auf Schulung und Wachschutz“. Har har. Wer kann das nur sein…

Permit me to inform you of my desire of going into business relationship with you

Hm. Auf diese Geschäftsidee wäre ich nicht gekommen. Einfach mal eine US-Botschaft eröffnen! Schöner Hack.

An der Werbung sollt ihr sie erkennen

Harndrang

Der Winter ist pünklich

winter

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