Chakabumm!

Esoterik

Juche is tiny

nordkorea

Das Internet von Nordkorea kann man auf einer Diskette speichern. Außerdem war es – vermutlich versehentlich – eine Weile jedermann zugänglich. Wenn ich mir einige nordkoreanische Websites so ansehe, könnte ich mir genauso gut auch etwas Klingonisches zu Gemüte führen. Richtig alien.

Photography Competition

The Royal Society: „We invited scientists and alike to submit their best biological photographs to the 2016 Royal Society Publishing photography competition, and it’s safe to say they all exceeded our wildest expectations.“

Einfach nur grandios.

Immune to any form of verifiable knowledge

The New Yorker: „Scientists have discovered a powerful new strain of fact-resistant humans who are threatening the ability of Earth to sustain life, a sobering new study reports. The research, conducted by the University of Minnesota, identifies a virulent strain of humans who are virtually immune to any form of verifiable knowledge, leaving scientists at a loss as to how to combat them.“

Yeah. Begegne ich an jedem Tag häufig. Oft haben die ein Smartphone in der Hand und starren darauf und/oder essen vegan und sprechen Gendersprech.

Zutritt nur nach Aufforderung

notaufnahme

Berliner Morgenpost: „Überfüllte Notaufnahmen: Patienten attackieren Personal“. RBB: „In Berliner Notaufnahmen steigt die Aggressivität“.

Ach. Was mich ärgert: Die Berichte sind wie gewohnt fast faktenfrei. „Eine dramatische Zunahme beobachte man im UKB jedoch nicht. Festhalten könne man nur, dass die größte Gruppe der aggressiven Patienten unter Alkohol- oder Drogeneinfluss stehe.“ Das UKB hat auch einen anderen Einzugsbereich und eine völlig andere Klientel als etwa das Urban-Krankenhaus oder das Klinikum Neukölln. Aggressive Araber stehen zum Beispiel eher selten unter „Drogeneinfluss“, die sind ab Werk aka Sitten und Gebräuche so.

Die Befragten in den Artikeln haben wenig Ahnung und machen abstruse Vorschläge. „Warte- und Behandlungsbereich sind nur durch Glaswände getrennt, damit die Patienten sehen, dass in der Notaufnahme etwas passiert und dass gleichzeitig auch sie wahrgenommen werden“. Was für ein Quatsch und fernab jeder Realität! Wäre das zum Beispiel im Urban-Krankenhaus so, dann gäbe es täglich Mord- und Totschlag.

„Einzelne Rettungsstellen hätten einen eigenen Wachschutz, ansonsten werde bei Bedarf die Polizei gerufen.“ Ja, aber die braucht ein paar Minuten. Das kann schon zu spät sein. Und es gibt zahllose Fälle unterhalb der Schwelle des Eingreifens der Polizei, die geregelt werden müssen.

Zeit online: „Die Gründe sind laut dem Gutachten vielfältig“. Wer hätte das gedacht!

Am realistischsten formulierte Welt online schon vor einem Jahr: „Rettungsstellen in Deutschlands Kliniken sind hoffnungslos überlaufen. ‚Zu uns kommen alle, auch Gelangweilte und Irre‘, sagt ein Arzt. Darunter leiden echte Notfälle und das Personal. Das soll sich ändern.“ Soll. Schon klar, der Berliner Flughafen soll ja auch gebaut werden.

Ich habe da einen Vorschlag. Befragt doch einfach mal die Schwestern und Pfleger (nein, nicht die Ärzte und nicht jemand, der irgendwo etwas verwaltet), die in einer Notaufnahme in Berlin in einem so genannten „Problembezirk“ arbeiten. Die wissen, was getan werden könnte und was am besten wäre. Aber die fragt niemand.

Verschiebung der Wiederholung

Die österreicher können Wahlen so organisieren, wie die Berliner Fughäfen bauen: „Ursache für dieses präzedenzlose Debakel sind mangelhafte Briefwahlcouverts, die sich wegen eines Problems mit dem Klebstoff öffnen. (…) Renommierte Verfassungsrechtler wiesen jedoch darauf hin, es sei unzulässig eine Wahl durchzuführen, deren ordnungsgemässen Ablauf man nicht garantieren könne.(…) In den sozialen Netzwerken wird vorgeschlagen, das seit Juli verwaiste Amt doch gleich ganz abzuschaffen, das Los entscheiden zu lassen oder den Demokratie-Versuch abzubrechen und zur Monarchie zurückzukehren.“

Der Freier

Huschke Mau über den Freier an sich. Interessant.

#TeamGinaLisa und die Lila Zwergin am Straps

Auch schön ist Fischer im Recht: „Das aus dem Schweizer Exil (wegen Verfolgungsgefahr!) geleitete Kampfblatt des #TeamGinaLisa hat sich den dieswöchigen Kolumnistenpreis der „Lila Zwergin am Straps“ redlich verdient: Emma meldet, GLL sei wegen „Falschaussage“ (Paragraf 153 StGB) verurteilt worden (das stimmt zwar nicht, aber darauf kommt es Emma nicht an). Die Chefredakteurin jedenfalls hält das für einen „Skandal“. Die Begründung der Verurteilung weiß die Redaktion auch schon, fünf Wochen, bevor die Urteilsgründe schriftlich vorliegen: „Weil wir in einem Land mit extrem täterfreundlicher Justiz leben.“ Verfahren, Urteil, Rechtsstaat: Scheißegal – wir kennen den Täter, und wenn er noch so freigesprochen ist. Frau Schwarzer ist ja immerhin die Ehrenpräsidentin der Internationalen Kachelmann-Stiftung für herausragende Strafrechtskenntnisse.“

Martin Luther – ein antisemitischer Hetzer

Wiglaf Droste schreibt in der Jungen Welt über den antisemitischen Hetzer Martin Luther.
»Von den Juden und ihren Lügen« ist eine Handreichung zum Pogrom, eine Anweisung für und eine Rechtfertigung von Massenmord. Luther forderte die Verbrennung der Synagogen, ein Lehrverbot für Rabbiner bei Androhung der Todesstrafe, Aufhebung der Wegefreiheit für Juden, die Zerstörung ihrer Häuser und ihre Zwangsunterbringung, die Wegnahme ihrer religiösen Bücher, ihre Zwangsenteignung und Zwangsarbeit.

Ich hatte 2002 in Telepolis etwas zum Thema publiziert: „Auge um Auge – 2000 Jahre christlicher Antijudaismus“.

Fünf?!

Wir hatten heute eine Patientin mit exakt fünf Promille Blut im Alkohol Alhohol im Blut. Wie und was muss man da trinken? Und wie lange muss man dafür trainieren, damit der Körper das aushält?

„Der Wert der letalen Dosis wird in Fachliteratur mit 3 ‰ bis 4 ‰ beschrieben. Allerdings sind Fälle mit einer überlebten BAK um 4 ‰ nicht außergewöhnlich. Es sind extreme Fälle bekannt, die diese Werte deutlich überschreiten.“ Quod erat demonstrandum.

Mitten im Wald, revisited

elsendorf

Nein, ich habe keine Lust, etwas über den völkerrechtswidrigen Angriff der Türkei und Syrien zu schreiben. Oder über das Verbot von Kleidungsstücken.

Das Foto oben habe ich 1982 ungefähr hier gemacht. Ich kam von Dąbrowa Wielka (früher: Elsendorf) und bin den Waldweg nach Norden bis nach Dąbrowa Mała (früher: Mittenwalde) marschiert. Alle meine Vorfahren der patriarchalen Linien stammen aus Elsendorf und Mittenwalde.

Heute weiß ich, dass ich 1982 den Hof meines Urgroßvaters an der falschen Stelle gesucht habe, zu weit nördlich. Die obige Weggabelung war schon ziemlich nahe dran. Mein Vater, der letzte Augenzeuge, hat sich neulich daran erinnert, dass er 1943 von Elsendorf östlich gegangen sei, und dann habe man links abbiegen müssen. Man hab aber vom Hof aus die Felder im Süden sehen können. Der Hof muss also in diesem Gebiet gelegen haben.

Ich werde bei Gelegenheit mal nach alten Generalstabskarten suchen, ob man dort Gebäude erkennen kann. Welchen Maßstab müsste die denn mindestens haben?

Update: Oh, ich habe schon eine Karte gefunden, die nah dran ist…. Ich vermute, es ist das Gebäude links über dem großen „E“ vom rechten Elsendorf, rechts neben der „78“. Oder ich liege ganz falsch… muss noch mal fragen. „Südwestlich von Krossen“ (Chrosna) könnte auch dort sein, wo man das „browo“ von Dombrowo liest…

Touching the Rain

Touching the Rain

Die Helfer einer Lügnerin

Udo Vetter: „Peinlich ist das Urteil vor allem für jene, die den Fall Lohfink zum Gradmesser für angebliche Lücken im deutschen Sexualstrafrecht hochgejazzt haben. Die Mitglieder des Teams Gina-Lisa, allen voran die amtierende Familienministerin, haben sich vor den Karren einer mutmaßlichen (das Urteil ist nicht rechtskräftig) Lügnerin spannen lassen.“

Ich empfehle dazu Tom Wolfes Fegefeuer der Eitelkeiten. Niemand ist an der Wahrheit interessiert, und das so genannte „Team Gina-Lisa“ schon gar nicht.

Chapeau, Lustig!

Ich las Henryk M. Broder über vom Himmel fallende jüdische Feiertage, schmunzelte, sah dann den Hinweis auf Victor Lustig und kringelte mich. Chapeau, Herr Lustig, YMMD! Wer den Eiffenturm verkauft und Al Capone betrügt, kann kein ganz schlechter Mensch sein.

Hier sind Lustigs Ratschläge für den ambitionierten Herrn (gelten auch für Journalisten, die Interviews planen):
1. Be a patient listener (it is this, not fast talking, that gets a con-man his coups).
2. Never look bored.
3. Wait for the other person to reveal any political opinions, then agree with them.
4. Let the other person reveal religious views, then have the same ones.
5. Hint at sex talk, but don’t follow it up unless the other fellow shows a strong interest.
6. Never discuss illness, unless some special concern is shown.
7. Never pry into a person’s personal circumstances (they’ll tell you all eventually).
8. Never boast. Just let your importance be quietly obvious.
9. Never be untidy.
10. Never get drunk.

Feliz cumpleaños, Comandante!

fidel

Kinderschützenfest

kinderschützenfest

Kinderschützenfest Altenbögge-Bönen 1931. Links (vom Betrachter aus gesehen) neben dem Jungen, der einen Kasten mit einem roten Kreuz trägt, steht meine Mutter.

Sie werden gerettet oder: Falsche Substanzen und mein Kampf mit Herrn M., revisited

zeitungsausschnittEin Kollege steckte vor ein paar Tagen mir diesen Ausschnitt aus einer Berliner Boulevardzeitung zu.

Ich hatte neulich über meinen kampf mit Herrn M. berichtet.

Der Artikel könnte passen, auch vom Alter her, Ich bin mir aber nicht sicher. Es deutet alles auf das Benehmen des Herrn M. hin, auch der Ort. Ich hatte mich schon gewundert, warum er in den letzten drei Tagen, in denen ich Dienst hatte, nicht aufgetaucht war.

Man kann jetzt spekulieren: Hat er den Unfall billigend in Kauf genommen? War es ein – vielleicht nur unbewusster – Suizidversuch nach dem Motto: „Mir kann keiner helfen, es ist eh alles egal?“ War es schlicht ein dummer Zufall, dass ihn jemand überfuhr? War er besoffener als gewöhnlich? Oder war es gar nicht Herr M., sondern jemand, der ähnlich handelt? Der legte sich nur auf Straßen, die wenig befahren waren, obwohl das genauso gefährlich ist. Ich weiß es nicht.

Trapped in our bureaucratic jungle

The Guardian: „Chinese tourist who lost wallet in Germany ends up in refugee shelter. (…) He spent 12 days trapped in our bureaucratic jungle because we couldn’t communicate,” he said. ‚Germany is unfortunately an extremely bureaucratic country. Especially during the refugee crisis I’ve seen how much red tape we have.’”

Eine Mischung aus Horror und Kafka.

The Neon City at night

HKFP Lens: „The Neon City at night – stunning shots of Hong Kong at nightfall“.

App for navigating German bureaucracy

Die coolste Nachricht überhaupt kommt vom Guardian: „Syrian refugees design app for navigating German bureaucracy“.

So etwa auf Deutsch anzubieten wäre vermutlich auch ein Geschäftsmodell.

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