Una Chica y un Perro

chica y perro

Mädchen mit Hund, Guadalajara (1979)

Möglichkeiten

Tragafuegos

Das Foto habe ich in Tepic gemacht, der Hauptstadt des Bundesstaates Nayarit in Mexiko (1982).

Tragafuegos

Tragafuegos

Feuerspucker in Mexiko-Stadt (1982)

Zum Kleinen Schwarzen

negrito

„Negro“ heisst „schwarz“ oder „sehr dunkel“, -ito ist das Diminutiv, das in Lateinamerika oft an diverse Wörter gehängt wird, wie mamita (Mütterchen). „Negrito“ kann aber auch „Zum Negerlein“ bedeuten. Das Foto habe ich 1979 in Cuauhtémoc im Norden Mexikos im Bundesstaat Chihuahua gemacht. Das Café gibt es offenbar immer noch.

Typisch Mexiko

cholula

Eines meiner Lieblingsbilder aus Mexiko (1979). Ich weiß aber nicht mehr genau, wo das war – entweder auf der Pyramide von Cholula, in Guanajuato oder eventuell in Puebla.

UNAM

cuauthemoc

Nationale Autonome Universität von Mexiko, Zentralbibliothek (1979)

Chichén Itzá [Update]

chichen itza

Diese Fotos (demnächst mehr) habe ich ganz knapp vor dem Verderben gerettet – die Dias kriegen schon einen erheblichen Blaustich. Hatte ich vergessen zu digitalisieren. Chichén Itzá, Mexiko 1979.

[Update] Der des Fotobearbeitens kundige Leser Andreas hat sich über das Bild hergemacht (danke!):

chichen itza

Zapotekisch

monte alban

Ich habe noch einen Kasten mit Dias gefunden, die ich vergessen hatte einzuscannen. Das ist wie Weihnachten – Fotos, die ich seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen habe. Bei manchen bin ich mir auch nicht mehr sicher, wo sie gemacht wurden – wie bei diesem. Ich stehe da in Mexiko vor einer Ruine, vermutlich ist das Monte Albán, die ehemalige religiöse Hauptstadt der Zapotheken bei Oaxaca. Oder es ist eine Ruinenstadt nicht weit von Mexico-Stadt.

Warten auf Kundschaft

cuauthemoc

Schuhputzerjungen warten auf Kundschaft. Das Foto habe ich 1979 in Cuauhtémoc im Norden Mexikos im Bundesstaat Chihuahua gemacht.

Tor zum Himmel oder: Tzacapu-ansucutin-patzcuaro

Plaza de San Agustín

Schuhputzer auf der Plaza de San Agustín (heute: Plaza Gertrudis Bocanegra) in Pátzcuaro, Mexiko, Bundesstaat Michoacan – eindeutig der magischste und interessanteste Ort, den ich in Mexiko gesehen habe. Das Foto habe ich 1982 gemacht.

Freie Rede vor Canyon

Centro Universitario de Arte Arquitectura y Diseño

Universidad de Guadalajara, hier: Centro Universitario de Arte Arquitectura y Diseño, División de Artes y Humanidades (Architektur, Design, Kunst und Geisteswissenschaften), mit Ausblick auf die Barranca de Oblatos. Ich halte da gerade eine Rede (1979, aber es hört niemand zu.

Kann jemand entziffern, was da auf der Mauer steht? Ich habe keine anderen Fotos davon gefunden.

Frische Fische!

Pátzcuaro

Das Foto habe ich 1981 auf dem Markt von Pátzcuaro im mexikanischen Bundesstaat Michoacán aufgenommen.

Ciudad de México oder wie?

mexiko stadt

Mexiko Stadt, 1979

Liebe Kollegen von Spiegel online: Die Hauptstadt von Mexiko heisst entweder Mexiko-Stadt (deutsch) oder Ciudad de México (spanisch, auch México Ciudad), sie heißt aber in einem deutschen Artikel keinesfalls „Mexiko-City“. Das ist Denglisch und gleich doppelt falsch. Wenn schon anglifiziert, dann auch „Mexico-City“. Aber warum sollte man hierzulande die Hauptstadt eines vorwiegend Spanisch sprechenden Landes auf Englisch schreiben?

Schlangenöl, revisited

Antivirenprogramm

Foto: Mexikanischer Verkäufer von Antivirenprogrammen, Foto: Burks (1982)

Fefe über Schlangenöl:
Aber es stellt sich raus, und das muss ich völlig emotionslos hinnehmen, dass die Leute da draußen wissen, dass Antiviren nichts bringen, potentiell die Dinge schlimmer machen, Geld kosten, und die Werbeversprechen der Hersteller zum Gutteil falsch sind — und das trotzdem für einen nicht nur akzeptablen sondern notwendigen Deal hält.

Ich vermute, dass es da einen bisher unerkannten psychologischen Hintergrund gibt. Meine Vermutung ist, dass das unser Ablassschein dafür ist, dass wir lauter Software einsetzen, der wir nicht vertrauen, und von der wir aus Erfahrung wissen, dass sie unsicher ist. Wir setzen die trotzdem ein, uns müssen diesen offensichtlichen Fehler irgendwie wegrationalisieren. Dafür kaufen wir uns beim Schlangenöllieferanten einen Ablassschein.

Ja, ich denke auch, man kann die Zwangshandlung, ein „Anti-Virus-Programm“ installieren zu wollen, nur ethnologisch oder psychologisch erklären. Mit inhaltlichen Argumenten kommt man so weit wie beim Veganer oder beim Globuli-fressenden Esoteriker.

Ich bin aber im Gegensatz zu Fefe nicht emotionslos, sondern rege mich über Dummheit und Ignoranz auf.

Im Land der Raramuri

Cuauhtémoc

Das bin ich im Jahr 1981 in Mexiko, nördlich von Cuauhtémoc, im Gebiet der Tarahumara (vgl. Die Raramuri (Tarahumara), Mennoniten und der Chepe). In den Bergen findet man zahlreiche Höhlen, die vermutlich schon seit Jahrtausenden von Menschen benutzt wurden.

Have Fun With Nothing!

Cuauhtémoc

Irgendwo an der Bahnstrecke von Chihuahua nach Los Mochis im Norden Mexikos (1982).

Unseren täglichen Medienkonsum gib uns heute

Guanajuato

Guanajuato, Mexiko (1979) – und gar kein Zusammenhang mit dem unten Geschriebenen

Uruguay gewinnt gegen Philipp Morris. Ich habe mir, wenn es so bleibt, vorgenommen, bei meiner nächsten Riese nach Südamerika auch am Rio de la Plata vorbeizuschauen – und im Gran Chaco. Vielleicht von da aus nach Bolivien? Umgekehrt ging es – in Tarabuco standen morgens LKWs, die Mitfahrer nach Paraguay suchten.

Harald Martenstein schreibt über „rhetorische Ausweichmanöver“.

In der Taz schreiben „kritische Muslime“. Das ist für mich Bullshit. Wer höhere Wesen verehrt, ist nicht „kritisch“, sondern nicht satifaktionsfähig. Man kann mit Relgiösen nicht rational diskutieren – wie sollte das funktionieren?

Das neue Sexualstrafrecht sei Unsinn und verfassungswidrig, sagt eine Strafrechtlerin. Sehe ich auch so. Fehlende Normenklarheit. Sollte man wegklagen.

Telepolis über „Staatsverbrecher“. Auch lesenswert.

Sport (Vorsicht, Faceboook) ist immer gut. Leider bin ich nicht so gut wie die Dame.

Grosses Blech

blech

Irgendwo in Mexiko (1981). Ich weiß leider nicht mehr genau, wo…

Die Raramuri (Tarahumara), Mennoniten und der Chepe

CuauhtémocCuauhtémocCuauhtémocCuauhtémoctarahumaratarahumarachepechepechepebarranca del Cobrebarranca del Cobre

Manchmal ärgere ich mich darüber, dass ich meine Reisen in den siebziger und achtziger Jahren nicht als Buch oder journalistisch ausgeschlachtet habe. Vor kurzem las ich bei Spiegel online eine Reportage über eine Zugreise durch den wilden Norden Mexikos. Alles kommt dort vor, worüber ich auch hätte berichten können: Die deutschsprachigen Mennoniten, die karg-wilde Berglandschaft, eine der größten Schluchten der Welt, die aber kaum jemand kennt, und die aztekischen Tarahumara.

Mit dem Zug „Chepe“ von Chihuahua nach Los Mochis bin ich 1979 und 1982 gefahren, vorbei an der „Kupferschlucht“ (Barranca del Cobre), die vier Mal so groß ist wie der wesentlich berühmtere Gran Canyon in den USA. Damals gab es noch keine komfortablen Waggons, der Chepe war mehr ein Güterzug mit einigen einfachen Waggons für Reisende.

Ich war einige Zeit in dem Ort Cuauhtémoc, der nach dem letzten Herrscher der Azteken benannt ist, und wohnte bei den dortigen strenggläubigen Mennoniten, die mich als angeblichen „Lutheraner“ als Gast akzeptieren. Die Bauern liehen mir einen Pickup, mit dem ich die Gegend erkundete (Foto oben); mit Pferd und Wagen, wie die meisten der Mennoniten sich fortbewegen, hätte ich nicht wirklich umgehen können. Rund um den Ort in den Bergen findet man zahlreiche Höhlen, die vermutlich schon seit Jahrtausenden von Menschen benutzt wurden.

In Cuauhtémoc sah ich auch die ersten Tarahumara, eines der geheimnisvollsten indianischen Völker Amerikas, nicht nur wegen ihrer Fähigkeit, unglaublich lange Strecken laufen zu können, Männer wie Frauen gleichermaßen.

Ich hatte extra vor der Reise einige Worte ihrer Sprache gelernt, aber es ist sehr kompliziert, mit ihnen in Kontakt zu kommen. Ein Tarahumara sagt oft zu einem anderen nicht einfach „Hallo“ oder „guten Tag“, sondern stellt sich seitlich hin, dass die Schulter zum anderen zeigt – der andere macht es auch so. Dann tauscht man die sinngemäßge Grußformel aus „Ich geh grad so zufällig hier vorbei und führe nichts Böses im Schilde“. Die Tarahumara oder Raramuri („die Menschen“), wie sie sich selbst nennen, sind unglaublich stolz und selbstbewusst und können sehr aggressiv sein, auch untereinander, und der Gruß soll wohl dokumentieren, dass man friedlich gestimmt ist. Über mich haben sie nur gegrinst, obwohl sie mich wohl verstanden, weil sie den Gruß erwiderten – aber mehr nicht.

Die Tarahumara laufen übrigens in den Bergen immer hintereinander im Gänsemarsch, auch wenn Platz genug ist (vgl. das 5. Foto von oben). Manchmal verdingen sie sich als Tagelöhner, aber nur solange, wie sie wollen. An Verträge halten sie sich nicht. Leider scheint die Drogenmanfia einige von ihnen heute als Kuriere zu missbrauchen. Ihre Heimat ist auch durch Abrodung durch holzverarbeitende Konzerne (Kapitalismus, Profit usw, wie bekannt) bedroht und auch durch die von der Regierung Mexikos erzwungene Hispanisierung von Verwaltung und Sprache.

tarahumara

Text aus: Claus Deimel : „Tarahumara: Indianer im Norden Mexikos“ (1980) – das beste und leider fast das einzige ernst zu nehmende wissenschaftliche Buch über die Tarahumara.

Die Raramuri sind neben den Seminolen Floridas das einzige Volk Nordamerikas, das nie bezwungen wurde, die Tarahumara haben es sogar geschafft, die Missionierungsversuche sowohl der Jesuiten als auch aktuell der Mennoniten weitgehend abzuwehren. Das ist eine Leistung, die man nur bewundern kann. Die Jesuiten wurden im 17. Jahrhundert erst ignoriert und dann verhauen und fortgejagt oder gar getötet. Wenn ihnen etwas befohlen werde, klagte der Jesuitenpater Neumann 1686, würde die Indianer es extra nicht tun oder genau das Gegenteil. Sympathische Leute also und genau das Gegenteil vom deutschen Nationalcharakter. Rauschdrogen nehmen sie auch sehr gern, eine Peyote-Art, die sie hicoli nennen. Deimel schreibt:
Mit der Gutmütigkeit der Gemeinchaft kann der einzelne nicht lange rechnen. Man erwartet, dass jeder seine Arbeit allein ausführt. Spontane oder unbezahlte Hilfeleistungen sind nicht üblich und gelten gegebenenfalls als unhöflich, weil sie zu ungewollten Gegenleistungen zwingen. Auch Alte tragen schwerste Lasten, ohne daß dabeistehende Jugendliche ihnen zu Hilfe kommen. (…) Mann und Frau behalten jeder das Verfügungsrecht über ihr mitgebrachtes Erbe. Handel unter den Tarahumaras dauert deshalb so lange, weil beispielsweise ein Mann in der Regel nichts aus dem gemeinsamen Besitz verkauft, ohne seine Frau vorher zu fragen.

Man sieht, welche Vorteile es hat, wenn das Christentum niemals viel zu melden hatte. Die Tarahumaras sind dafür bekannt, dass sie ihre Kinder nie schlagen. Häuptlinge gibt es auch nicht, sie kennen noch nicht einmal ein Wort dafür: „Von einem gebietenden Herrn haben die Tarahumaras keinen Begriff“, schreibt ein katholischer Pfaffe 1791 missmutig. Das einzige „Amt“, das die Tarahumara zu vergeben haben, ist eine Art Redner – der „Stabträger“ – bei jährlichen rituellen Trinkgemeinschaften („tesgüinada“ – ein Maisbier) – und das will niemand gern haben, weil es dazu verpflichtet, die gleichen Geschichten im Wortlaut zu erzählen, die allen schon immer erzählt wurden. Die Missionare waren über die Sitten und Gebräuche entsetzt: „Mehr oder weniger alle Teilnehmer einer tesgüinada nehmen an diesen schauspielerischen Formen des Geschlechtsverkehrs teil.“

Die Tarahumara haben mit Fremden, die sie chavochi nennen, fast nur schlechte Erfahrungen gemacht. Touristen interessieren sie nicht.

Der Zug hatte 1982 an mehreren Bahnhöfen lange Aufenthalte, einmal sogar einen ganzen Tag, daher könnte ich mich ausgiebig in den kleinen Siedlungen an der Bahnstrecke umsehen. Das Foto mit den drei Tarahumara habe ich in Creel gemacht, das damals noch ein winziges Nest war.

Und nun zu etwas ganz anderem, der Barranca (spanisch für Schlucht oder Canyon) del Cobre. Hm, nun ja, die ist sehr schön, wie die Fotos zeigen. El condor no pasa, weil er fast ausgestorben ist. Mehr weiß ich dazu nicht zu sagen.

Pátzcuaro

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Die Fotos habe ich 1981 auf dem Markt von Pátzcuaro im mexikanischen Bundesstaat Michoacán aufgenommen.

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