Hilfloser Antifaschismus

Ein Artikel von mir in der Jüdischen Allgemeinen: “Der hilflose Antifaschismus. Debatte: Initiativen gegen rechts sind ehrenwert – aber bewirken sie auch etwas?” (Ausgabe vom 26.11.2009, S. 17)

Weimer ist kein Ehrenmann und wird “Focus”-Chef

Weimer wird Nachfolger Markworts bei Focus. Was will Wolfram Weimer laut Wikipedia? (Ich poste das hier nur, weil ich als wütender Wertkonservativer (!) Stabreim witzig (!) finde.)

“Die Warnungen vor dem Klimawandel hat er unter anderem als ‘Öko-Horrorshow’ bezeichnet, die Ergebnisse des Weltklimarats zieht er in Zweifel. In der Integrationsdebatte kritisiert Weimer ‘naiven Multikulturalismus’ und spricht von einer ‘Multi-Kulti-Lüge’. [Ich auch, aber aus anderen Gründen.] Wenngleich er sich des Öfteren islamkritisch geäußert hat, bewertet er die sog. Rückkehr der Religion im Allgemeinen positiv und sieht darin die Chance für eine kulturelle Renaissance des Abendlands.”

Ein glühender Vereherer höherer Wesen als Chefredakteur eines Nachrichtenmagazins (gefühlt)? Dazu: “Ausgesprochen atheistische Positionen finden sich zwar bis heute, aber eher vereinzelt, wie ein Zitat von Burkhard Schröder, dem ehemaligen Chefredakteur des Magazins Berliner Journalisten belegt. Im Editorial zu dem Heft ‘Religion und Medien’ fragt und antwortet er: ‘Dürfen Journalisten höhere Wesen verehren oder gar Mitglied einer Religionsgemeinschaft sein? Nein, natürlich nicht. Respektlosigkeit und Mut zur Aufklärung gelten als journalistische Tugenden. In Deutschland herrscht jedoch finsteres Mittelalter, wenn Religion zum Thema wird’ (Schröder 2006).” Das Original “Ohne Gott – eine Frage der Berufsehre” ist natürlich online.

Ich bin selten! Ja! Und Weimer ist kein Ehrenmann.

Artikel jetzt frei zugänglich

Alle meine Artikel zwischen 1990 und 2007 sind jetzt ohne Username und Passwort zugänglich. (Einige Links funktionieren vermutlich nicht mehr, zum Beispiel zu den Artikeln im Medienmagazin Berliner Journalisten..)

Operation “Heisse Luft” reloaded

Tor_Server

Die Medien überschlagen sich im Gleichlaut: “Polizei zerschlägt Kinderporno-Ring” (Süddeutsche). “Polizei gelingt Schlag gegen Kinderporno-Ring” (RP ONLINE). “Internationaler Kinderporno-Ring zerschlagen” (AFP). “Schlag gegen internationalen Kinderpornografie-Ring” (Deutsche Welle). “Polizei zerschlägt Kinderporno-Ring” (Welt online). “Polizei zerschlägt Kinderporno-Ring”8 Bild). Nur die Tagesschau schert aus und und titelt einigermaßen korrekt, um was es geht: “Kinderporno-Razzia bei 121 Verdächtigen”.

Razzia. Zum Beispiel hat die Polizei den Torserver “nami” beschlagnahmt. “I just was informed by my Dad that the police is searching our Family House. They took the machine running Tor exit node called “nami”. Expect it to be down for quite some time”, schreibt der Betreiber in einer Mailingliste. Ich habe mit ihm telefoniert. Auch das Laptop seines Vaters haben sie mitgenommen, weil der Telefonanschluss auf ihn gemeldet war. Das zur “Qualität” der Ermittlungen.

Ich gehe davon aus, dass diese “groß angelegte” Razzia, von der die Medien so schwärmen wie BKA-Chef Ziercke, ein Schlag ins Wasser war.. Er “wertete die Festnahmen als ‘großen Erfolg im Kampf gegen die Kinderpornografie-Szene’. Bei den Durchsuchungen stellten die Ermittler außerdem etwa 220 Computer und rund 17.000 digitale Speichermedien sicher.”

Eben. Es geht Ziercke nicht darum, wieviele Verdächtige schließlich verurteilt werden (vermutlich nur sehr wenige wie bei der Operation Heiße Luft), sondern nur darum, möglichst viele Rechner zu beschlagnahmen und damit zu protzen, damit es gut in den Medien rüberkommt, die gewohnt kritik- und recherchefrei alles nachplappern.

Der lange Marsch in den Mainstream

Dieser Text erschien am 15.8.1997 (!) im Berliner Tagesspiegel. Er war bisher nicht öffentlich zugänglich, aber es wird darauf verwiesen. Jetzt also für alle lesbar…(ohne Links)

Der lange Marsch in den Mainstream
“Und der Schmul’ mit krummer Nase,
Krummer Vers’ und krummer Hos’,
Schlängelt sich zur hohen Börse,
Tief verderbt und seelenlos.”
Diese Zeilen stammen von einer CD der Neonazi-Rockband “Saccara” aus Meppen. Titel des Liedes: “Schmulchen Schievelbeiner”. Text: Wilhelm Busch. Jeder weiß gemeint ist: das antisemitische Klischee des Juden. Und trotzdem wird man Wilhelm Busch wohl kaum auf den Index setzen.

Die vier Zeilen und die Rechtsrock-Band aus dem Emsland widerlegen so gut wie alle Klischees, die in der Öffentlichkeit über die ultrarechte Musikszene herumspuken. Die Musiker sind keine Skinheads, sondern Langhaarige, die ihre Karriere in der Heavy-Metal-Szene begannen. Nur ein Teil der rechten Texte verherrlicht direkt Gewalt, primär geht es um den Transport rassistischer und antisemitischer Versatzstücke. Die Käufer der Platten und CDs gehören in der Regel nicht der Neonazi-Szene an, sondern sind ganz normale Jugendliche, die sich meist als unpolitisch verstehen. Trotzdem bommt der Rechts-Rock. Wer nicht bewußt darauf spekuliert, Texte durch Verbote erst recht interssant zu machen, kann juristische Hürden leicht umgehen. So wird die neueste Platte der Band “Arisches Blut” mit dem Hinweis angepriesen: “intelligente Umschiffung bundesdeutscher Gesetzesklippen.”

Im neonazistischen Mailboxen-Verbund “Thule-Netz” erschien vor wenigen Wochen der Hinweis, daß Bands aus dem ultrarechten Spektrum vor allem in den neuen Bundesländern fünfstellige Verkaufszahlen erreichen, ohne daß ihre Musik beworben, im Radio gespielt oder in normalen Läden angeboten wird. Das Angebot richtet sich nach der Nachfrage, wie in der Marktwirtschaft üblich, nicht umgekehrt. Mit Rechtsrock läßt sich viel Geld verdienen. Die, die das professionell tun wie der Düsseldorfer RockNord-Verlagschef Torsten Lemmer, stehen den Inhalten in der Regel gleichgültig gegenüber. Indizierungen gelten als kalkulierbares Geschäftsrisiko. Verluste werden durch Preisaufschläge wettgemacht. Das Geschäft mit ultrarechter Musik hat große Ähnlichkeit dem dem Drogenhandel und läßt sich mit nur polizeilichem Zugriff und juristischen Mitteln ebensowenig in den Griff bekommen.

Die Szene hat sich in den letzten Jahren diversifiziert. Skinhead-Bands wie “Landser” bestätigen ganz bewußt das Klischee “dumm, brutal, gemein”. Der bekannteste Rechts-Barde Frank Rennecke steht musikalisch in der Tradition des Liedermachers, politisch in der des Nationalsozialismus. “Rheinwacht” bietet auch melancholischen Gitarren-Rock oder musikalische Imitate der “Böhsen Onkelz”. Viele Bands, deren Outfit bei Techno-Parties nicht auffallen würde, sind nur einem lokal eng begrenztem Personenkreis bekannt. Einschlägige Konzerte, deren Termine nur per Mundpropaganda weitergegeben werden, ziehen bis zu 1000 Besucher an. Jedes Wochenende findet mindestens eines statt, häufig getarnt und angemeldet als private Feier. Hochglanz-Magazine wie “RockNord” aus dem rechtsextremistischen Spektrum werben mit eigenen Internet-Seiten, von denen Tonbeispiele der Bands abgerufen werden können. Lokale Skin-Fanzines wie “Foier Frei” aus Chemnitz erreichen nur geringe Auflagen, dafür gibt es aber Dutzende der primitiv zusammengestoppelten Blättchen.

Die GEMA hat sich Anfang August von Werken distanziert, “die sich gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung wenden”. Das immer wieder reflexartig abgespulte Ritual, “damit” nicht zu tun haben zu wollen, zeigt nur, wie hilflos die Öffentlichkeit auf eine Entwicklung reagiert, die bisher kaum wahrgenommen wird: Die rechte Szene hat sich aus dem Dunstkreis neonazistischer Politsekten gelöst und sich – vor allem im Osten – als soziale Bewegung in das Alltagsmilieu integriert.

Das zeigt sich vor allem in der Musik: Rechte Inhalte werden als solche nicht mehr politisch wahrgenommen, sondern als “normal” akzeptiert. Der Reiz der Texte besteht in der Opposition zum “System”. Die gewalttätige Attitude gehört zur Vermarktungsstrategie wie das martialische Band-Logo: “Brutal Attack”, “Kraftschlag”, “Oithanasie”. Rassisten und Antisemiten gelten aber in der Öffentlichkeit und bei Sozialarbeitern in den neuen Bundesländern nicht als Problem, solange sie nicht gewalttätig werden. Die beiden wichtigste Nazi-Bands aus Sachsen-Anhalt, “Elbsturm” und “Doitsche Patrioten”, durfen jahrelang in Magdeburger Jugendclubs proben, gefördert mit Mitteln des AGAG-Programms, obwohl ihre Konzerte regelmäßig von der Polizei verboten wurden. Der Antisemitismus als zentrale Klammer rechtsextremistischer Einstellungen gerät so aus dem Blickfeld. Das Ergebnis ist dementsprechend: Die rechte Szene ist im Aufwind, obwohl polizeilich registrierte Gewalttaten aus politischen Motiven zurückgehen. Kapitalismuskritik mittels Musik samt nationaler und sozialistischer Einsprengsel ist im Osten ein Renner.

“Sie ist sehr hart, die Zeit in der wir leben, so soll auch die Musik dazu sein,” textet Saccara. Rechtsrock ist zum einen ein Initationsritual für die aufbegehrenden Underdogs am Rande der Wohlstandsgesellschaft: Die nehmen die Rolle des unverstandenen Verlierers ein – eine beliebte Attitude bei Jugendlichen, vor allem in den neuen Bundesländern. Weder das Gemeinschaftsgefühl der Punks noch Party-Stimmung des Lehrer-und-Ärzte-Pop noch Kommerz des Techno-Mainstreams: Rechte Musik ist zum anderen eines der letzten Dissidenz-Reservate für Jugendliche und bezieht daher ihren Reiz.

Ähnlich verlief die Geschichte der Skinheads, der ältesten Jugendkultur Europas, die sich seit 30 Jahren beharrlich dem Zugriff wohlmeinender Sozialarbeiter und auch der Kommerzialisierung verweigert. Sie, die sogenannte “Oi-Musik”, ist heute nur ein Segment der rechten Musikszene. Ihre Ikonen wie Fred-Perry-Hemden und Doc-Martens-Schuhe gelten nicht als Zeichen für Marginalisierung, sondern als Mainstram. Die Glatze ist kein Vorbote der Gewalt, sondern gängige Mode auch unter Techno-Fans, wie früher der Façon-Schnitt.

Die Nachfrage läßt sich durch Mahnen, Warnen und durch eine permanent besorgte Attitude kaum verkleinern. Wer sich reflexartig distanziert, bestätigt für die Jugendlichen den Gebrauchswert rechter Musik – Identität durch Abgrenzung gegen den vermeintlichen Mainstream.

Die gängigen Vorschläge, was zu tun sei, richten sich jeweils nach dem politischen Verwertungsinteresse: Wer Rassismus als Phänomen gesellschaftlicher Randgruppen mißdeutet, wird nach Polizei und Justiz rufen, wer Antisemitismus als Resultat fehlender Lehrstellen interpretiert, eher nach dem Sozialarbeiter. Beides wird nichts nützen. Jede Gesellschaft hat die Musik, die sie verdient.

©Burkhard Schröder

Verfasse eine textbezogene Erörterung zum Text

Mein Telepolis-Artikel: “Die Medien und die grausamen Bilder – Sollen Journalisten entscheiden, welche Bilder die Öffentlichkeit sehen darf?” vom 13.05.2004 ist jetzt vom Klett-Verlag in einem Lehrerband nachgedruckt worden: deutsch.punkt 6 Gymnasium (Klett Nr. 313936).

“Klassenarbeitsvorschlag zum Lernvorhaben: Argumentieren und Erörtern: 1. Erläutere, was man mit Blick auf die Anordnung von Argumenten unter dem ‘Sanduhr-’ und dem ‘Reißverschlussprinzip’ versteht. 2. Lies den text und nenne die Gründe, die der Autor für seine Auffassung anführt, Bilder bzw. Videos der im Text genannten Art zu zeigen. 3.- Welchen Gegengrund, grausame Kriegbilder nicht zu zeigen, deutet der Autor an? 4. Hältst du die Aussage ‘Die Bilder Goyas unterscheiden sich in ihrer Wirkung nicht von den schrecklichsten Kriegsfilmen, die heute gezeigt werden.’ für richtig: Bewerte die Aussage. 4. Verfasse eine textbezogene Erörterung zum Text.”

Ein Gegengrund, etwas nicht zu zeigen…ähhh…muss ich jetzt dafür oder dagegen sein? Und habe ich wie eine Sanduhr oder wie ein Reissverschluss argumentiert?

Schäubles Abhörzentrale bei der taz [Update]

Leider kam ich für diesen hübschen Anlass zu spät, hatte das Thema schlicht überlesen, weil die taz bei allen Themen, das Internet betreffend, nicht mehr ernst nehme. Nicht nur ein Blogger hat das Thema dokumentiert: “Am 23.08.2009 veröffentlichte die taz den Artikel Schäubles Abhörzentrale von Meike Naber, mit pikanten Details über die neugeschaffene Bundesabhörzentrale in Köln. Bereits am Nachmittag ließ sich der Artikel nicht mehr abrufen, zunächst mit dem Hinweis auf rechtliche Gründe.” Der taz-Artikel enthielt totaken Blödsinn wie “Bei E-Mails und SMS werden die Inhalte erfasst, beim Mobilfunk kommt die Funkposition hinzu.” Typisch taz, die schreiben dort nur elektronscihe Postkartne, niemand, aber auch niemand verschlüsselt seine E-Mails und zum Thema Sicherheit im Internet hat die Redaktion ein Verhältnis wie Klaus Störtebeker zum Handelsrecht. (Auf Wikileaks ist eine Kopie des Original-Artikels und auch anderswo)

Der Blooger schreibt weiter: “Bereits am Abend des 23.08. verschwindet der Hinweis auf die “rechtlichen Gründe” von der taz-Webseite. Nunmehr ist davon die Rede, dass der Artikel von der “Redaktion aktualisiert” wird.”

Auch sonst glänzt der Artikel durch unjournalistische Propaganda: “Kriminelle und Terroristen tarnen sich, indem sie ausländische Telefon- und Internetanbieter benutzen, ihre IP-Adressen durch Anonymisierung unkenntlich machen und den Internetverkehr verschlüsseln. Das Bundesinnenministerium resümiert in dem Dokument, das der taz vorliegt: die Sicherheitsdienste verfügen über zu wenig neue Technik und Fachleute, um diesen Herausforderungen gerecht werden zu können.” Das ist erstens nicht richtig, weil Anonymisierungsdienste genau dsa tun, was ihr Namen sagt und das legal ist und Schäuble auch dann ncihts mitbekäme, wenn er eine Million Bemate einstellte. Und zweitens sind Formulierungen sie “um diesen neuen Gefahren zu begegnen” schlicht PR, weil sie suggestiv die Begriffe übernehmen, die die Schäuble-Lobby gern hätte. Die angeblichen Gefahren sind so “neu” wie das Internet selbst. Man merkt, dass sich kein Redakteursgehirn selbständig in Bewegung gesetzt hatte. Netzpolik.org dokumentiert weitere Fehler.

Ich kann mich der Meinung des Bloggers nur anschließen: “Es stellt sich nicht nur die Frage, warum gegen den Artikel rechtliche Schritte eingeleitet oder angedroht wurden, sondern auch, warum die taz sich derart verschlossen zeigt. Wäre der Text in einem Blog statt einer Tageszeitung erschienen, hätte die Autorin ihre Leser auf die Sperrung aus rechtlichen Gründen hinweisen können und damit zu seiner Verbreitung (Streisand-Effekt) beigetragen. Dies hätte sicherlich zu heftigen Gegenreaktionen geführt und das BMI (oder wer auch immer hinter dieser Aktion steckt) zum Umdenken gezwungen oder der Lächerlichkeit preisgegeben.”

Nachtrag 30.09.: Der Artikel erschien jetzt in der Print-Ausgabe, hat sich aber nicht verbessert: “Kriminelle und Terroristen tarnen sich, indem sie ausländische Telefon- und Internetanbieter benutzen, ihre IP-Adressen durch Anonymisierung unkenntlich machen und den Internetverkehr verschlüsseln.”

Ewige volkstümliche Wahrheiten

Ein Artikel von mir in Telepolis: “Ein Sittengemälde vom innen- und kommunalpolitischen Forum der CDU in Brandenburg”.

“Ein Parteifunktionär hat ungefähr die Rolle eines Indianerhäuptlings in Südamerika zu Zeiten des Kolumbus zu spielen: Er muss das verkünden, was seine Gesinnungsgenossen ohnehin schon denken. Und er darf das nicht sagen, was zwar alle wissen, aber das Publikum irritieren würde – zum Beispiel die Wahrheit über den abzusehenden Misserfolg im Kampf gegen den Nachbarstamm. Im Gegenzug verzeiht man ihm alle Verfehlungen, weil man insgeheim weiß, dass man genau so gehandelt hätte, hätte man an seiner Stelle gesessen.

So funktioniert das System Berlusconi, so funktioniert die CDU in der Provinz wie in der Brandenburger Kiefernwälder-Pampa. Ein Sozialanthropologe hätte die Gruppendynamik zwischen dem Publikum, vor allem CDU-Bürgermeister und andere Kommunalpolitiker, und den VIPs auf dem Podium interessiert beobachtet, aber die Angelegenheit unter der Überschrift “kollektive Amnesie im gegenseitigen Einverständnis” abgeheftet.” [mehr...]

Ein Link ist übrigens falsch gesetzt: Der im vorletzten Absatz auf “Einladung” gehört zum Wort “Heimat“.

Die Erlkönigin, revisited

He made my day: Mein Telepolis-Artikel vom 09.06.2002 – “Die Erlkönigin” – ist jetzt ins Englische übersetzt und kommentiert worden: “Der Erlkönig“. “In the German language essay “Die Erlkönigin” by Burkhard Schröder the case is made that this stories probably originated in ancient Greece and Mesopotamia and that through migrations of peoples those tales came with them and transformed. This is a very intriguing idea to me because I’m very interested in the migrations of peoples around the world and the traditions they spread. (…) I think the research Schröder did was very interesting. I was previously familiar with the story of Lilith, but that people have been able to trace her story all over the world is just fantastic and I would like to do further research into this.” Yeah. Good work.

Klausurvorschlag über grausame Bilder

Das erhiielt ich gerade: “(…) für die Verwendung im Deutschunterricht der Sekundarstufe I an allgemein bildenden Schulen bereiten wir in unserer Reihe deutsch.punkt eine Neuerscheinung vor mit dem Titel deutsch.punkt 6 Gymnasium, Lehrerband (Klett-Nr. 313936). Bei dem Werk handelt es sich um Zusatzmaterial für die Hand des Lehrers zur eigenen Unterrichtsvorbereitung im Fach Deutsch. Enthalten sind neben didaktisch-methodischen Hinweisen auch Vorlagen für Arbeitsblätter. In diesem Band möchten wir einen Klausurvorschlag mit nachfolgendem Auszug abdrucken (…) Als Copyright haben wir momentan notiert: Burkhard Schröder: Die Medien und die grausamen Bilder. Onlineartikel unter: www.heise.de/tp/r4/artikel/17/17419/1.html (Stand 05.03.2009) Wir bitten Sie hiermit um die Abdruck-/Nutzungsgenehmigung und die Prüfung der o.g. Quellenangabe. (…)”

Die armen Lehrer und Schüler! Jetzt müssen die schon über meine Traktate Klausuren schreiben! Mein Beileid.

Ein Quantum Plutonium (8 von 8)

Was bisher geschah: [Folge 1] [Folge 2] [Folge 3] [Folge 4] [Folge 5] [Folge 6] [Folge 7]

Quantum Plutonium

Mein Name ist Moore, Roger Moore! Also weg mit dem Koffer in ein Raumschiff-Wrack, das hier zufällig herrenlos herumschwebte. Und mit der nächsten Rakete auf eine einsame Insel….

Quantum Plutonium

Katharina, gib es zu: Du heißt in Wahrheit Camille und bist eine bolivianische Agentin? Oder bist du doch der Avatar von Olga Kurylenko?

Quantum Plutonium

“An deiner Stelle würde ich nicht allzu sehr den harten Burschen spielen, Yuroki. Bei mir nicht, jedenfalls.” – “Ich bin nicht hart”, sagte ich….

Quantum Plutonium

…nur männlich.” – “Vielleicht mag ich männliche Männer nicht”, sagte sie.” – “Du bist ein Suppenhuhn”, sagte ich.

Quantum Plutonium

Aber das war schon wieder ein Dialog aus einem Chandler-Krimi – viel zu hartgesotten für eine 3D-Welt. Und eine Frage wurde gar nicht beantwortet:

Quantum Plutonium

Was ist das für ein Koffer neben meinem Laptop? Ich wollte den doch niemals wiedersehen!? Sag niemals nie…
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Thanks to the “models”, who joined the story and spent a lot of time just fur fun to make the photos: Dania Darian, Heavenly Mc Cullough, Hinnerk Allen, Kueperpunk Korhonen, Shadowriser Bamaisin, Tabatha Congrejo, Elena Razor, Ciquita Capalini, Moonlight Sorbet, Soleluna Despres, Siana Ansar, Clarabella Kuhn, Fabiana Ewing, Desire Savira (and some others). And special thanks to Katharina Ruttenberg, still my best friend in SL (und ein bisschen mehr.)

Das K-Wort und der Kapitalismus von seiner schlimmsten Seite

Sehr geehrte Damen und Herrn, bitte nehmen Sie zunächst ihre Köpfe ab zum Gebet. Wir widmen uns dem Thema Zensur, die in Deutschland bekanntlich – dem jeweiligen Zeitgeit entsprechend – nicht mehr im Gegen-Rechtsextremismus-im-Internet-Köstüm eingeht, sondern mittlweweile im kinderpornografischen. Spricht jemand de K-Wort aus, ist jeder Anwesende verpflchtet, seinen kritischen Verstand unverzüglich bei der Garderobenfrau abzugeben.

Mühsam muss man aus dem Schwall moraltheologischer Medienberichte herausfiltern, wenn den nun gemeint ist. “Von der Leyen lässt Kinderpornografie aus dem Netz filtern”, schreibt Spiegel online, dass in einem früheren Artikel kurz gemeldet hatte: “Das BKA wird die täglich aktualisierten Block-Listen führen”. Welt online hingegen ist schon suggestiv und spricht von einem “Schutzprogramm” statt von Zensurfiltern. Ja, konsequent: Es heißt “Schutztruppe” statt “Besatzungmacht” und “Friedenserzwingung” statt “Krieg”.

Bei Heise ist der Tenor etwas anders: Von einer “mehr oder weniger freiwilligen Vereinbarung” ist die Rede, auch ein sattsam bekannter Textbaustein taucht auf: “Es gehe um ein gemeinsames Zeichen von Politik und Internetwirtschaft, dass “wir Kinderpornographie ächten”. (..) Alle wollen mitmachen.” Gesicht und Flagge zeigen und hoch die Lichterkette und nun alle gemeinam. Natürlich wollen alle mitmachen, weil”die sieben größten Provider und ihre Dachverbände” natürlich weder Eier haben, wie der Spanier das zu sagen pflegt noch einen Arsch in der Hose, wie der laut Wilhelm Reich mehr zwangsanalfixierte Deutsche das ausdrückt. Oder hat jemand die Zivilcourage und steht in einem vollen Saal auf, wenn alle betroffen und moraltheologisch korrekt gucken, und sagt: Ich mache diesen lächerlichen Scheiß nicht mit? Nein, soviel Mut haben die nicht, obwohl alle wissen müssten, dass die geforderten Zensur- und Blockademaßnahmen aus technischer Sicht schlicht Blödsinn sind. Das europäische System heißt übrigens CIRCAMP.

Wie soll das gehen? “Die Provider prüften bei jeder aufgerufenen Webadresse dann automatisch, ob diese in dem Sperrverzeichnis aufgeführt ist.” Also funktioniert es nicht. Ganz einfach. Wer alles sehen will, netzt eben Tor oder andere Anonymisierungmaßnahmen..

Man kann imer nur den Kopf schütteln, welch hanebüchener Unsin einfach so abgedruckt wird. “Man habe es hier mit “Kapitalismus von seiner schlimmsten Seite” zu tun, sagt Ludvigsen: ‘Wenn Sie den Markt entfernen, wird sich die Produktion verringern.’ In Norwegen würden pro Tag etwa 18.000 Zugriffe blockiert, sagt der Polizist – von der Leyen rechnet das auf die deutsche Bevölkerungszahl hoch und kommt auf über 300.000 Kinderporno-Abrufe, die pro Tag verhindert werden könnten.” Ach ja? Das ist wie bei den pöhsen Drogen. Wenn man alle Junkies einsperrte und die Prohibition wieder einführte, dann verringerte sich der Drogenkonsum? Wie dämlich muss man sein, um so etwa zu behaupten?

Ein Quantum Plutonium (7 von 8)

Was bisher geschah: [Folge 1] [Folge 2] [Folge 3] [Folge 4] [Folge 5] [Folge 6]

Quantum Plutonium

Wohin mit dem Plutonium-verseuchten Zündmechanismus? Ins Weltall damit! riet mir ein Wissenschaftler eines befreundeten Geheimdienstes. Also auf zum Saturn!

Quantum PlutoniumAuf dem Mond hatte man gerade eine Entdeckung gemacht, die vor allem die Theologie komplett umkrempeln würde. Der Papst war schon informiert worden und…

Quantum Plutonium

hatte sich zum Gebet zurückgezogen. Die Astronauten baten uns, ihnen nach unten zu folgen…

Quantum Plutonium

Irgendwo hatte ich diese Szene schon mal gesehen…ein Monolith. Kam das Alien nicht vom Jupiter – schon vor Adam und Eva? Wieso war es nach Second Life umgezogen?

Quantum Plutonium

Und wo war Hal? Ich sagte Katharina, sie solle sich nicht so lasziv an die glatten Flächen schmiegen – das führte zu Hämorrhoiden.

Quantum Plutonium

Außerdem wartete schon das nächste Shuttle. Wir mussten weiter. Ein Abschiedsgruß an Mutter Erde 2.0!

Quantum Plutonium

Schon in der Marsumlaufbahn wurde die Stimmung in der Crew zunehmend aggressiver gegen uns.

Quantum Plutonium

Als Saturn auftauchte, richtet der Erste Offizier eine Pistole auf mich: Ich solle endlich den verdammten Strahlenkoffer rauswerfen! Der könne uns alle umbringen.

Fortsetzung folgt.

Ein Quantum Plutonium (6 von 8)

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Quantum Plutonium

Die Frauenleiche sah aus wie meine Prarktikantin Elena. Hatte hier jemand Janwillem van de Weterings Ticket nach Tokio” gelesen und wollte mir Angst einjagen? Nur weg hier…

Quantum Plutonium

Am Morgen kam ich mit meiner Geheimwaffe im Koffer erschöpft an der Küste an, charterte eine Chessna und…

Quantum Plutonium

…flüchtete mich in die Arme von Katharina, die das tat, was man vom einem Uriza-Girl erwarteten kann.

Quantum Plutonium

Katharina hatte recherchiert, dass unsere Geheimwaffe nur der Zündmechanismus für einen Bombe war und wo die Bösen die Bombe in ein U-Boot verfrachten wollten! Wir legten uns auf die Lauer….

Quantum Plutonium

Überraschung! Auf frischer Tat ertappt! Zwei gegen drei – aber wer ist schneller?

Quantum Plutonium

Mein Uriza-Girl schlug sich beim Frauenboxen hervorragend – vermutlich hieß ihre Gegnerin Grace Jones.

Quantum Plutonium

Mit einem Molotov-Cocktail demolierte ich die Geheimwaffe der Gangster. Die virtuelle Welt war wieder einmal gerettet.

Quantum Plutonium

Wütend ballerten sie hinter uns her, trafen aber nicht – ganz wie in einem James-Bond-Film

Fortsetzung folgt…

Ein Quantum Plutonium (5 von 8n

Was bisher geschah: [Folge 1] [Folge 2] [Folge 3] [Folge 4]

Quantum Plutonium

Eine handliche Boden-Luft-Rakete löste das Problem nach einigen Schüssen, obwohl der unsichtbare Gegner…

Quantum Plutonium

…noch versucht hatte, eine Atombombe auf mich zu werfen. Ich überlebte. Hinter einer Baracke fand ich…

Quantum Plutonium

… ein klobiges Gerät, das für Arbeiten in verstrahlten Gebieten vorgesehen ist. Ein Geheimagent hat für jedes Fahrzeug einen Führerschein. Endlich sah ich…

Quantum Plutonium

…die Geheimwaffe.Seit wann leuchtet Plutonium grün? Ist das nicht eher silbern? Die Geigerzähler schlugen nicht an. Ich griff mir den Koffer…

Quantum Plutonium

…und schloss im nahegelegene Hangar einen Jeep kurz. Es handele sich um einen Notfall – ich sei vom klingonischen Geheimdienst, erklärte ich den verdutzten Fliegern, als…..

Quantum Plutonium

…ich mit Jeep und Koffer über Stock und Stein davonbrauste. Der virtuelle Dschungel verschluckte mich. Amazonien war gar nichts dagegen.

Quantum Plutonium

Nach zwei Stunden hatte ich mich verfahren. Die gute Nachricht: In Second Life fliegen auch in feuchtschwüler Witterung keine Moskitos herum und stechen Avatare.

Quantum Plutonium

Geheimagent und Privatdetektiv von virtuellem Leopard gefressen? Das glaubt mir sowieso niemand. Und waren das dort Maya-Ruinen hinter den Urwaldriesen?

Quantum Plutonium

Nein, das ist keine Eingeborene! Vermutlich nur ein Hologramm, um arme Avatare zu verwirren und ihnen einen Drogenrausch vorzugaukeln.

Quantum Plutonium

Mir schwante Böses. Die Stille war unheimlich. Keine Avatarseele zu sehen. Ich parkte den Jeep und schlich die Stufen zum Tempel hinauf.
[Folge 6].

Grafikkartenkühlung

Grafikkartenkühlung

Man muss sich nur zu helfen wissen. Ich habe hier einen älteren Windows-Rechner stehen, mit dem ich nur Second Life spiele und sonst nichts. Auf meinem Linux-Rechner geht das nicht, weil meine gute Grafikkarte samt Rechner bekanntlich beim LKA steht. (Meine Anwältin hat übrigens die Einstellung des Verfahrens gefordert.)

Leider stürzte Second Life in den letzten Wochen ständig ab; es war grauenhaft. Gestern hat ein guter Freund, dessen Computerkenntnisse sich zu den meinen verhalten wie meine zu denen Wolfgang Schäubles, zwei Stunden an der Hardware gefummelnt, um mögliche Fehlerquellen auszuschalten. Wir dachten schon, das Problem sei gelöst, aber es war leider nicht so – als er gegangen war, fror wieder der Bidlschirm ein. Da kam mir die rettende Idee, die wir ohnehin schon theoretisch diskutiert hatten: Die Soundkarte, die er neulich eingebaut hatte (weil der Rechner ein ehemaliger Server ist und keine besaß), steckt jetzt genau unter der Grafikkarte. Letztere wird von Second Life völlig ausgereizt und über 80 Grad heiß. Wir hatten festgestellt, dass sie um so heißer wurde, je detailreicher wir die Grafik der 3D-Welt einstellten. Die Soundkarte verändert den Luftstrom, so dass die Grafikkarte weniger gut gekühlt wurde. Und das brachte Second Life zum Absturz.

Ich habe jetzt das Gehäuse abgeschraubt und einen kleinen Standlüfter direkt neben die Grafikkarte gestellt. Und siehe da – ich konnte mich als Avatar drei Stunden frei bewegen – mit guter Grafikauflösung -, ohne dass der Client auch nur einmal abrauchte. Natürlich ist der Lüfter laut. Aber man kann ja Kopfhörer aufsetzen.

Ich bitte die wohlwollenden Leserinnen und geneigten Leser auch nachzuschauen, ob sie im Inneren meines Zweitrechners den Bundestrojaner entdecken – ich habe ihn noch nicht gesehen.

Ein Quantum Plutonium (4 von 8)

Was bisher geschah: [Folge 1] [Folge 2] [Folge 3]

Quantum Plutonium

“Wir sollten nicht zusammen gesehen werden”, sagte die Schönheit. Ich hatte plötzlich das Gefühl, beobachtet zu werden.

Quantum Plutonium

Wieder eine Falle? Das ganze Gebäude begann plötzlich zu knirschen und in seinen Grundfesten zu erbeben…

Quantum Plutonium

und verschwand in einem Feuerball. Ein Hauch des Todes streifte mich…

Quantum Plutonium

Wo der Turm eben noch stand, gähnte ein riesiges Loch. Der Morgen stirbt nie, war ich mir gewiss, und ebensowenig der Avatar eines Geheimagenten….

Quantum Plutonium

Wer hinter mir her war, hatte nicht eingeplant, dass mein Fallschirm mich sicher auf die Erde zurückbringen würde.

Quantum Plutonium

Diese hübsche Mädchen überbrachte meine Botschaft an Heavenly McCullough. “Tausche Koffer mit Pistole gegen Informationen über Geheimwaffe mit Plutonium.”

Quantum Plutonium

Die schöne Heavenly McCullough war eine russische Agentin. Das sah man sofort an ihrer Kleidung. Zum Flirten war es jedoch zu kalt…

Quantum Plutonium

Ich gab ihr den Koffer mit der Pistole und sie mir die Koordinaten der Millitärbasis. “Seien sie vorsichtig”, riet sie mir, “auch wenn ihr Feind nicht Blofield heißt.”

Quantum Plutonium

Die Basis schien verlassen. Übte hier die Special Executive for Counterintelligence, Terrorism, Revenge and Extortion? Ich suchte mir Deckung….

Quantum Plutonium

Ein Kampfflugzeug tauchte urplötzlich am Himmel auf, und ein Maschinengewehr ratterte. Ich sprang….

Quantum Plutonium

… in das nächste Erdloch, gerade noch rechtzeitig, als eine Granate direkt neben mir explodierte.

Quantum Plutonium

Bevor der Kampfjet mich mit einem Bombenhagel belegen konnte, lief ich los. Nur gut, dass ich die richtigen Waffen gekauft hatte…

[Folge 5].

Ein Quantum Plutonium (3 von 8)

Was bisher geschah: [Folge 1] [Folge 2]

Quantum Plutonium

…mit Katharina zum Einkaufsbummel. Da Second Life in Kalifornien beheimatet ist, gilt das Waffenrecht der USA. Bazookas und Raketenwerfer für das heimische Wohnzimmer – alles kein Problem.

Quantum Plutonium

Der Mann mit dem goldenen Colt übertreibt. Für einen Geheimagenten wie mich schien mir die Waffe zu auffällig.

Quantum Plutonium

Haben die Russen eine Raumstation in Second Life? Dieser Astronaut trug eine Uniform der NASA. Und irgendwie sieht die Erde komisch aus.

Quantum Plutonium

Moonraker 2.0 heute ganz anders als 1979 – und das Shuttle fliegt ohne eine Boeing 747 um die Erde.

Quantum Plutonium

Keine Kosmonauten weit und breit. Houston, wir haben ein Problem! Schwebt hier eine Geheimwaffe herum?

Quantum Plutonium

Katharina ist ein echtes Uriza-Girl: Immer sexy, auch in Uniform, und nie um einen Spruch verlegen….

Quantum Plutonium

“Ist die Beule an deinem Bauch ein Suspensorium” fragte sie mich, “oder bist du nur ein bisschen schwanger?” Wir fanden übrigens nichts….

Quantum Plutonium

“Liebesgrüße aus Gigapolis” überbrachte mir diese Dame im Chat. Da träfen sich russische Kosmonauten. Wo zum Teufel ist Gigapolis?

Quantum Plutonium

Seit wann tragen Astronauten Kimonos und Miniröcke und seit wann haben Frauen Schwänze? Der Ort mit der atemberaubenden Aussicht heißt aber Gigapolis…

Quantum Plutonium

…und wird offenbar durch eine geheimnisvolle Energiequelle gespeist. Eine rauchige Frauenstimme hinter mir flüsterte:

Quantum Plutonium

“Man lebt nur zwei Mal, Yuroki, real und digital. Hier werden Frauen- und Männerträume Wirklichkeit.”

Quantum Plutonium

Mein Name ist Soleluna Despres. “Bring den Koffer mit der Waffe zu Heavenly McCullough. Sie arbeitet für eine virtuelle Waffenschieberbande. Wo sie ist, das das Plutonium nicht weit.”

[Folge 4]

Ein Quantum Plutonium (2 von 8)

Was bisher geschah: [Folge 1]

Quantum Plutonium

“Farewell, my lovely”, sagte Katharina schnippisch, als ich auch sie losschickte, um zu recherchieren, wer in Second Life eine Plutionum-Waffe besäße.

Quantum Plutonium

So gut wie Gemma Arterton sei sie schon lange. “Streng geheim und in tödlicher Mission” lautete die Parole – und dazu ein Quantum Plutonium.

Quantum Plutonium

Der erste Hinweis auf die Geheimwaffe kam von dieser Informantin: Treffpunkt in zwei Stunden an einem der gefährlichsten Orte in Second Life.

Quantum Plutonium

Natürlich war das eine Falle. Mich erwartete ein bis an die Zähne bewaffneter Elitesoldat, der mich sofort attackierte…..

Quantum Plutonium

….und mindestens den Schwarzen Gürtel besaß. Harte Schläge und Tritte brachten mich fast aus dem Gleichgewicht…

Quantum Plutonium

…und um ein Haar wäre ich in den Abgrund gestürzt. “Stirb an einem anderen Tag”, fuhr es mir durch den Kopf.

Quantum Plutonium

Wer den Avatar eines Privatdetektivs umbringen will, muss früher aufstehen – leben und sterben lassen!

Quantum Plutonium

Elena hatte sich mit einer Spionin getroffen, die aus der Kälte kam. Die Waffe mit dem Plutonium sei…

Quantum Plutonium

…auf einer Militärbasis im Osten versteckt. Eine russische Kosmonautin könnte mehr wissen. Ihr Name sei Soleluna Despres. Elena schickte mir…

Quantum Plutonium

Liebesgrüße aus Second Life, weil sie meinen Wagen zu Schrott gefahren hatte. Dumm gelaufen….

Quantum Plutonium

…aber ein virtueller Privatdetektiv hat immer ein Ersatzfahrzeug dabei, obwohl dieses für Geheimagenten unüblich ist.

Quantum Plutonium

Ich war im Plutoniumfieber. Vor der gefährlichen Mission musste ich jedoch meinen virtuellen Körper ertüchtigen und….

Folge 3

Ein Quantum Plutonium (1 von 8)

Quantum Plutonium

Wie schon jüngst angekündigt, hier ein Agenten- und Detektivroman aus Second Life, den ich ursprünglich zu kommerziellen Zwecken produziert hatte, aber leider nicht habe verkaufen können. Den wohlwollenden Leserinnen und geneigten Lesern mit feuilletonistischer Bildung sei es anheimgestellt, die Zitate und Anspielungen zu bemerken und einzuordnen. Viel Vergnügen beim Leser und Betrachten der noch nie gesehenen Fotos aus Second Life!

Quantum Plutonium

Mein Name ist Uriza, Yuroki Uriza. Ich arbeite als Geheimagent und Privatdetektiv in Second Life. Das Girl mit den Stöckelschuhen….

Quantum Plutonium

….ist nicht Olga Kurylenko, sondern Katharina Ruttenberg, meine rechte Hand. Katharina ist so hübsch wie Olga und ebenso treffsicher.

Quantum Plutonium

Meine Sekretärin heißt auch nicht Jane Moneypenny. Sie provoziert meine Kunden mit freizügigen Textilien und spielt auf meinem virtuellen Laptop Second Life.

Quantum Plutonium

Ein Geheimagent und Privatdetektiv muss auch als Avatar immer blendend aussehen und in verfänglichen Situationen eiskalt sein. Die Dame hier…

Quantum Plutonium

… möchte wissen, ob ihre Freundin mit Männern fremd geht. Philip Marlowe hätte trotz der gebotenen 800 Lindendollar abgelehnt – zu schlüpfrig.

Quantum Plutonium

Ich nehme solche Jobs gern an. Als Avatar-Lockspitzel kann man beim Cybersex Kaffee trinken oder telefonieren. Dieses “Beweisphoto” führte zu einer ernsten Beziehungskrise unter Frauen.

Quantum Plutonium

“Sind Sie aber groß”, sagt die nackte Dame. Sie heißt aber nicht Miss Carmen Sternwood und ist auch nicht Raymond Chandlers “Der große Schlaf” entsprungen.

Quantum Plutonium

Wenn ich gewusst hätte, welcher Scherereien mich erwarteten, hätte ich diese Kundin aus meinem Büro geworfen. Die großkalibrige Pistole…

Quantum Plutonium

… sollte ich als Honorar bekommen, zudem einen ganzen Koffer voller Dollar. Ich müsste dafür nicht viel tun….

Quantum Plutonium

…nur eine verschwundene Geheimwaffe wiederfinden. Vorsicht! Diese funktioniere mit hochgiftigem und radioaktivem Plutonium. Können Avatare überhaupt verseucht werden?

Quantum Plutonium

Meine Praktikantin Elena Razor kennt sich im kriminellen Milieu aus – Waffenschieber, Hehler, Zuhälter in Second Life.

Quantum Plutonium

Elena scheut vor keinem Mittel zurück, um an Informationen zu gelangen – und setzt die Waffen einer Frau effektiv ein.

[Folge 2]

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