Beschwerden gegen Qualitätsmedien

RT deutsch (Russland) berichtet über zwei Programmbeschwerden:

1) „Erneute Beschwerde über ARD-aktuell wg. Nachrichtenunterdrückung / Hier: US-Gesetz gegen die Unterstützung neonazistischer Kampfgruppen in der Ukraine v. 10.06. 2015″ und:

2):
Die ARD hat in mehreren Tagesschaubeiträgen zu den Demonstrationen gegen die Erhöhung der Strompreise in der armenischen Hauptstdat Jerewan behauptet, „die Stromversorgung kontrolliert ein russischer Stromkonzern.“ Diese Darstellung hat nun zu einer neuerlichen Programmbeschwerde geführt, in der ausgeführt wird, dass die Stromversorgung aus zwei Wasserkraftwerken und einem Kernkraftwerk generiert wird. Während sich das Atomkraftwerk im Besitz des armenischen Staates befindet, gehören die Wasserkraftwerke im Süden des Landes zu einem US-Unternehmen.

Tja.

Wie ticken Syriza? oder: Μῆνιν ἄειδε, θεά, Πηληιάδεω Ἀχιλῆος

wortsalat

Ein scheußlich und dilettantisch geschriebener, aber dennoch interessanter Artikel in der taz: „Wie tickt Syriza?“. Darin:
„Schwangere müssen in einer normalen Klinik für eine Geburt 900 Euro bezahlen. Es gab sogar Fälle, dass die Spitäler, wenn die Frauen nicht zahlen konnten, die Babys als Pfand zurückhielten“.

Warum aber scheußlich und dilettantisch? Der Autor meint es gut, macht aber alles falsch, was man falsch machen kann. (Dafür wird man in Österreich „Journalist des Jahres“.)

Katerina Notopoulous Handy klingelt im Minutentakt. Nein, schlechter Anfang. Nun gut: Wenn man nicht wüsste, dass es um Griechenland geht, erführe man es jetzt. Aber hat Homer die Ilias mit einem „szenischen Einstieg“ begonnen, also dem Unfug, der in „Schreib-Seminaren“ und Journalistenschulen empfohlen wird? „Agamemnon salzte nach?“ Oder: „Achilles nahm ein Stück Seife in die Hand“? Nein: „Singe den Zorn, o Göttin, des Peleiaden Achilleus“. Den Zorn singen! Ein starkes Verb, und ungewöhnlich mit einem Substantiv kombiniert (in der legendären Vossschen Übersetzung).

Dass aber ein klingelndes Handy zu Beginn einer Reportage das Publikum irgendwie interessieren könnte, halte ich für ein Gerücht. Literaturkitik.de: „Vom Journalisten Wolf Schneider ist der Satz überliefert, eine Reportage solle mit einem Erdbeben beginnen und sich dann steigern.“ Mitnichten. Ist nicht von ihm. Focus macht den obigen Satz gewohnt schlampig zu einem „Hollywood-Gesetz“. Ja, so ungefähr. Er stammt von Samuel Goldwyn. „Ein Film muss mit einem Erdbeben beginnen und sich dann langsam steigern.“ Ein Handy ist kein Erbeben. Es wackelt noch nicht einmal ein Mikado-Stäbchen.

– Zahlreiche überflüssige Füllwörter: Da hätte ein Lektor, wenn es so jemanden bei der taz gäbe, eingreifen müssen. „Eigentlich“, „förmlich“, „beinahe“ – es schwulstet vor sich hin. „Jedes Wort zu viel kostet den Leser Lesezeit. Das ist schlimm. Jedes Wort zu viel verlangsamt den Text. Das ist schlimmer.“ (Schriftzeit.de)

Athen, ein paar Tage zuvor. Ganz verkehrt. Noch schlimmer wäre nur noch das Wort „Rückblende“ (in einem geschriebenen Text!). Didaktische Kommentare in Reportagen (und in Reden) sind verboten: „Bevor ich zum Anfang komme, möchte ich noch einen Prolog einfügen.“ – „Ich werde ihnen gleich sagen, dass…“ – „Lieschen Müller weiß noch nicht, dass sie bald erwürgt werden wird.“ – „Wir begrüßen Sie zur Mitte des Films.“

Die junge Frau im Vorzimmer lacht fröhlich. Das Adverb „fröhlich“ ist überflüssig und außerdem langweilig wie ein weißer Schimmel. Mich deucht, der Autor wollte an seinem Text nicht arbeiten, er wollte alles nur so aus seinem Bauch herausflutschen lassen, ohne sich anstrengen zu müssen.

Wir Linken sind ja eigentlich immer in Opposition, kommt mir da in den Sinn. Was dem Autor in den Sinn kommt, interessiert niemanden und ist also verboten.

Ich könnte den gesamten Text zerfleddern, die Fetzen auf den Boden werfen und darauf herumtrampeln. Ich muss aber noch mein Geschirr abwaschen. (Burks geht in die Küche. Publikum bleibt allein zurück.)

Engineering of Consent oder: Primär wird der Kapitalismus gerettet

frauen

Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Spiegel online lässt den Kommentator Georg Diez sagen: „Primär wird der Kapitalismus gerettet“ und „Merkel rettet die Banken“. Wer etwas anders behaupte, betreibe Propaganda.

Sehr hübsch. Full ack. Diez sagt auch, dass man Hintergrundberichte über das, was wirklich geschieht in Griechenland und auch anderswo, nur in amerikanischen und englischen Medien finde – aber nicht in deutschen. Auch ganz und gar wahr. Deswegen lese ich auch jene und nicht diese, wenn es um Ausländisches geht. Der Klassenstandpunkt deutscher Journalisten ist mir ein Gräuel. Diez nennt das: „Komplizenschaft zwischen Politik und Medien“.

Jetzt könnte man auf ganz schräge Ideen kommen, etwas die, etwas ändern zu wollen. Aber wie?

„Die bewusste und intelligente Manipulation des kollektiven Verhaltens und der Meinungen der Massen ist ein wichtiges Element in der demokratischen Gesellschaft“, schreibt Edward Bernays. „Es ist eine unsichtbare Regierung, die diesen verborgenen gesellschaftlichen Mechanismus manipuliert, sie ist die eigentliche Herrschaftsmacht in unserem Land.“

Boshaft und fundamentalistisch

boshaft

Wer journalistische Standards auch für Blogger einfordert, gilt als boshaft und fundamentalistisch.

Was machen eigentlich die Mainstream-Medien?

Eine Antwort hat das Bildblog.

Betreutes Denken

betreutes denken

Hübscher Beitrag auf RT Deutsch: „Betreutes Denken statt Meinungsfreiheit? – RT Deutsch kooperiert seit Ende April mit dem Thüringer Lokalsender Salve.TV.“ Zeit online hatte sich schon echauffiert: „Der staatliche russische Propaganda-Kanal RT ist seit Kurzem mit einem deutschen Angebot auf dem Markt. Es ist erschreckend, wie dort gelogen und verbogen wird.“

Ach?! Nun kann man zu Propaganda, von wem auch immer, stehen wie man will. Ich bin medienkompetent und kann selbst denken. Vielleicht können das andere Menschen auch. Noch mal, liebe Kolleginnen und Kollegen, zum Mitschreiben das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 05.08.1966 über die Aufgaben der Presse:
Eine freie, nicht von der öffentlichen Gewalt gelenkte, keiner Zensur unterworfene Presse ist ein Wesenselement des freiheitlichen Staates; insbesondere ist eine freie, regelmäßig erscheinende politische Presse für die moderne Demokratie unentbehrlich. Soll der Bürger politische Entscheidungen treffen, muß er umfassend informiert sein, aber auch die Meinungen kennen und gegeneinander abwägen können, die andere sich gebildet haben.

Ich kann nur Meinungen abwägen, wenn es mehrere gibt, die sich vielleicht – o Graus! – widersprechen.

Wem gehören die Medien?

Auch empfehlenswert: Was ist Kapitalismus?

Gegen die Homo-Ehe und alles Mögliche

symbolfoto

Haha! Reingefallen! Hatte ich etwa behauptet, ich sei gegen die so genannte „Homo-Ehe“? Nein, ich halte die Ehe für eine ökonomische Zweckgemeinschaft und sonst nichts. Warum sollte man eben diese mit einer speziellen sexuellen Praxis zwangsweise liieren? Man könnte das auch argumentativ untermauern: „Die Ehe ist in allen [..] bekannten Kulturen und Religionen der Versuch, die Sexualität der Frauen zu legitimieren und in geordnete, vor allem monogame Bahnen zu lenken. Die Ehe ist ein Kontrollinstrument über die Ausübung des Liebeslebens der Frauen. Andernfalls könnte man die Kinder keinem Mann zuordnen.“

Nur, falls die wohlwollenden Leserinnen und geneigten Lesern schon jetzt tl;dr murmeln, weil alle Texte, die länger sind als 120 Zeichen, ihnen Mühe und Arbeit bescheren, was ihnen – zu Recht – missfällt (nur das Letzere natürlich!): Unser Thema heute ist alles Mögliche, was heißt: Wie wir alle Medien konsumieren, samt pädagogisch wertvoller Beispiele und Symbolfotos, auch für alles Mögliche (da die Rezipienten ohnehin – leider! – denken, was sie wollen, auch bei Fotos).

Die Washington Post schreibt dazu das Nötige: „If you use Facebook to get your news, please — for the love of democracy — read this first“. Lesen! Jedes Wort wahr. So verhaltet ihr euch an auf burks.de, wetten? Positiv formuliert: Menschen glauben den Medien dann, wenn jemand aus ihrer peer group ihnen das empfiehlt. Dummerweise ignorieren sie Argumente und Fakten, die ihre schon existierende Meinung erschütten könnten. Das sagt bekanntlich auch die Wahrnehmungspsychologie. Vielleicht ist das im Sinne der Evolution sinnvoll, um die Art zu erhalten. Vielleicht hat man keine Lust mehr auf Sex, wenn man ständig etwas erfährt, das die eigene Weltsicht erschüttert. Deshalb ist Facebook so erfolgreich: „Freunde“ empfehlen „Freunden“ per Mausklick etwas. Wer nur Katzenfotos will oder dämliche Sprüche, braucht sich nicht zu ärgern, dass das Gesuchte in der Tageszeitung mal nicht vorkommt.

And now for something completely different. Der Guardian liefert Fakten zu der These, dass die neo-imperialistische Politk des „Westens“ den so genannen „Islamischen Staat“ überhaupt erst möglich gemacht hat. Wird das irgendetwas ändern? Nein, diese Botschaft wird beim Volk gar nicht erst ankommen. Und auch nicht bei den meisten Journalisten. Es kann nicht wahr sein, was nicht sein darf. Ceterum censeo: Journalisten vertreten einen Klassenstandpunkt, ob sie wollen oder nicht, oder, um es mit Ernest Hemingway zu sagen: „Lassen Sie sich nicht bereden, über das Proletariat zu schreiben, wenn Sie nicht selber aus dem Proletariat herkommen.“ (Ein Brief aus Kuba, 1934)

symbolfoto

And now for something completely different. Haben die Russen nun Satellitenfotos gefälscht oder nicht? (O je, Neues Deutschland: „Fälschungsanschuldigung“ – geht’s nicht noch holperiger?) Stefan Niggemeier: „Man hätte nicht einmal in die Metadaten der Fotos schauen müssen, um zu wissen, dass sie mit einem Programm wie Photoshop manipuliert wurden. Es wurden nämlich, wie man sieht, nachträglich Beschriftungen hinzugefügt.“ Hihi. Macht aber nichts. Spiegel online bekennt, beim Verbreiten falscher Fakten aka Lügen vorsichtig zu sein: „Schätzen wir eine Nachricht als so brisant ein, dass wir sie Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, nicht vorenthalten wollen, obwohl wir sie noch nicht eindeutig verifizieren konnten, dann wählen wir eine vorsichtige Formulierung.“ Es könnte sein – vorsichtig formuliert -, dass Spiegel online und andere Medien gar nicht richtig wissen, was Journalismus ist und zu welchem Ende wir ihn betreiben sollten.

Eingedenkt der Tatsache, dass das Publikum nach soviel Kritik sich jetzt nach Katzenfotos Belanglosem sehnt: And now for something completely different. BBC berichtet, dass die Damen und Herren an japanischen Hotelrezeptionen vermutlich bald Roboter sein werden. Ich weiß gar nicht, ob ich das gut oder schlecht finden soll. Im Journalismus gibt es das ja schon. Die gute Nachricht: Roboter können auch stundenlang sitzen, ohne dass ihnen das schadet.

And now for something completely different, aka Klassenkampf. Wie der konkret und im Weltmaßstab aussieht, sieht man Ecuador: Die Anführer aufrührerischer Bauern werden umgebracht. Man darf nicht vergessen, dass das hierzulande früher auch so war, und dass es auch für Kommunisten galt. Kommt bestimmt wieder, aber vermutlich nicht so direkt.

Mehr brauche ich heute nicht zu wissen, auch wenn jemand etwas anderes behauptet (dieser jemand würde mich nicht erreichen – haha!). Morgen früh schau ich mich wieder um.

Ihre Wahrheit siegte auch. Aber bloß vor Gericht.

Zeit online: „Was geschah auf der Matratze? – Wenn US-Unis gegen sexuelle Gewalt vorgehen, haben Angeklagte weder einen Verteidiger, noch gilt für sie die Unschuldsvermutung. Zu Besuch bei Paul Nungeßer in New York, der trotz eines Freispruchs verurteilt wurde.“

Guter Journalismus von Rudi Novotny. „Es geht nicht mehr um die Wahrheit, sondern um die bessere Geschichte“.

Unter kriecherischen Charakteren

Süddeutsche: „Jetzt beginnt die Autorisierung, ein Verfahren, das es fast nur in Deutschland gibt“.

Ach?

The Guardian: „In Germany, approval for access is commonplace – but it means journalists play by politicians’ rules.“

Peter Littger/Meedia.de: „Immer wieder gelingen der Financial Times und anderen ausländischen Redaktionen Scoops aus Deutschland, die für ihre deutschen Kollegen schon im Ansatz unmöglich sind. Warum? Weil sie weiterhin an der unsäglichen Autorisierung von Interviews festhalten. Damit nehmen sie sich selbst die Chancen für einen fairen Wettbewerb und schieben herausragenden journalistischen Bezahlinhalten von vorneherein einen Riegel vor.“

Bascha Mika (ehemalige Chefredakteurin der taz): „Dabei haben Journalisten mitnichten die Pflicht, Interviews autorisieren zu lassen, weder rechtlich noch standesrechtlich.“

Wer Interviews autorisieren lässt, ist feige, opportunistisch, faul, unglaubwürdig, hat einen kriecherischen Charakter und handelt unprofessionell.

Das Rauschen des Netzpöbels

Don Alphonso: „Ein Tag: Von der Empörung der ARD-Redakteurin zur Morddrohung der Antifa“.
Um in den Kontext des Rechtsradikalismus gestellt und im Internet öffentlich vorgeführt zu werden, reicht es also, etwas zu veröffentlichen, was ein einziges Mal einer rechtsradikalen Person gefallen hat.

Ich nehme übrigens Morddrohungen „aus dem Netz“ grundsätzlich nie ernst, genausowenig wie andere. Das sind doch nur Irre und Aufmerksamkeitshuren.

Unter Flaschensammlern

Don Alphonso in der FAZ: „Es gibt keinen Kausalzusammenhang von Elite und Beratern, den Flaschensammlern der Globalisierung.“

Wenn ich auf einer Journalisten-Website das Wort „Berater“ oder gar „Medienberater“ lese (aka PR & Beratung), wird mir immer ganz schlecht. Das kann man nur noch toppen mit „Kommunikationsberatung“ oder „Strategische Kommunikationsberatung“ (ganz im Gegensatz zur „unstrategischen Kommunikationsberatung“).

Gleichgeschaltete Agitprop aka Mainstream-„Journalismus“

>b’s weblog über gleichgeschaltete Medien – dazu passt heute ebd.: „Wer unsere Berichterstattung in Zweifel zieht, steht auf der Seite des Gegners“.

Mit dem Rückgrat einer Qualle

rückgrat

Don Alphonso: „Mit dem Rückgrat einer Qualle: Wie das Westfalen-Blatt eine Autorin dem Mob opfert“.

Fefe: „Soweit sind wir in diesem Lande. Einzelne Personen können heutzutage missliebige Andersdenkende in Zeitungen einfach wegshitstormen.“ Harald Schumann sagte ganz richtig dazu: „Journalisten sind genauso wie alle anderen Menschen. Es handelt sich um den ganz gewöhnlichen Alltagsopportunismus, den es überall gibt. Gegen den Strom schwimmen, kostet nun mal viel mehr Kraft.“

Man muss nur lesen, was das Westfalenblatt dazu sagt: „Sehr selbstkritisch müssen wir einräumen, dass in der Kolumne so formuliert wird, dass der Text Kritik geradezu herausfordert. Das ist unzweifelhaft eine gravierende journalistische Fehlleistung,“

Das geht ja nun gar nicht, dass ein Text Kritik herausfordert. Wo kämen wir denn da hin!

Was ihr wollt oder: Was wollt ihr?

halensee

Was wollt ihr? Löwen, die zum ersten Mal Gras fühlen? Elefanten, die sich nach 20 Jahren wiedersehen? Eine 102-Jährige, die sich zum ersten Mal tanzen sieht? Panem et circenses? Schon klar.

Oder doch lieber den Verfassungsschutz, der dem Rechtsextremisten und V-Mann Thomas Richter fast 300 000 Euro für seine Spitzeldienste zahlte?

Oder etwas, das zu erwarten war: „Deutschland ist bei der Ungleichheit fast Spitze – OECD warnt vor wirtschaftlichen Folgen der Einkommens- und Vermögenskonzentrationen“?

Allen, die noch denken können und nicht nur fühlen wollen und die auch willens sind, längere Texte zu lesen, weil sie noch nicht verblödet sind, empfehle ich Roar Magazine: „Why does Greece not simply get it over with and default?“ Sehr klug, interessant und lesenswert.

Nicht vergessen: Medien ändern keine Meinungen, sondern verstärken die, die schon vorhanden sind.

Das Regime der Ukraine rehabilitiert Judenmörder

Haaretz (Israel): “ Ukraine to honor groups that killed Jews in World War II – New law outlaws the display of Nazi and Communist symbols but another law requires that nationalist groups involved in the killings of Jews and Poles be honored.“

Das wird natürlich in unseren Medien nicht auftauchen. In isrealischen Zeitungen wird man über die Ukraine besser informiert.

Die Mächtigen, die Medien und die Regime Change Scenarios

sterbfritz

Harald Schumann in Telepolis: „Wenn man den Mächtigen nach dem Maul schreibt, bekommt man die besseren Honorare“.

Dazu passt von Carta.info: „Die EU-Kommission gefährdet Journalistenrechte mit einer neuen Richtlinie zu Geschäftsgeheimnissen. Der Entwurf der Richtlinie kommt von einer internationalen Anwaltskanzlei.“

Aktuelles Beispiel ist Mazedonien. Man braucht sich nur ansehen, was die deutschen Mainstream-Medien daraus machen.

Ukraine being overrun by fascists

Jerusalem Post: „Putin says Ukraine being overrun by fascists – and he may be right“.
The draft law – which is now on President Petro Poroshenko’s desk awaiting his signature – recognizes a series of Ukrainian political and military organizations as “fighters for Ukrainian independence in the 20th century” and bans the criticism of these groups and their members. (The bill doesn’t state the penalty for doing so.) Two of the groups honored – the Organization of Ukrainian Nationalists (OUN) and the Ukrainian Insurgent Army (UPA) – helped the Nazis carry out the Holocaust while also killing close to 100,000 Polish civilians during World War Two.

Jetzt ist auch die Jerusalem Post unter die „Putin-Versteher“ gegangen, wird also in Zukunft von deutschen Medien nicht mehr zustimmend zitiert werden?

Die Zukunft der Zeitungen

zeitungen

Fotografiert vor ca. zehn Jahren.

Das Ende des investigativen Journalismus

„Wer Daten, die nicht allgemein zugänglich sind und die ein anderer durch eine rechtswidrige Tat erlangt hat, sich oder einem anderen verschafft, einem anderen überlässt, verbreitet oder sonst zugänglich macht, um sich oder einen Dritten zu bereichern oder einen anderen zu schädigen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“ (Neues Gesetz gegen „Datenhehlerei“, via Hal Faber)

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