Verschwurbeltes Gutes

“…mir scheint, als habe die ökologische Linke (falls eine solche politische Sammelkategorie zulässig ist) auf eine vertrackte Weise nach- und mitvollzogen, was die neoliberale Weltvorstellung vorgegeben hat.”

Sehr guter, ja überraschend guter Artikel in der taz, allerdings in einer verschwurbelten Sprache, die das Volk weder liest noch versteht:
…wieso Aspekte der Individualisierung politisch immer bedeutsamer wurden und Aspekte des Gesellschaftlichen immer weiter in den Hintergrund traten: daher die Emphase auf die Anerkennung noch der nebensächlichsten Differenz, daher die Verlagerung der Skandalisierung sozialer Ungleichheit auf die individuelle Ungleichheit.

Blafasel… Das kommt man davon, wenn man die “ungs” häuft.

Alle 6 Sekunden…

Essen im Dunkeln

Der Kiezneurotiker macht sich Gedanken über Dunkelrestaurants und hat auch fotografiert.

Chili con Carne, reloaded

chili con carne

Café Mal so mal so (ohne Komma, weil Eigenname) in Rixdorf aka Neukölln. Geheimtipp, wie schon gesagt: Chili con carne.

Männerfantasien, Turkish-Stream und Mazedonien

Männerfantasien beim Sex und Mazedonien – bei diesen beiden Theman könnte ich heute nicht “nein” sagen und musste die jeweiligen Artikel lesen.

Unter Jedi-Rittern

“I (…) have accepted that I will probably remain single for the rest of my life, but I refuse to change who I am.” (The Guardian über einen Mann, der Jedi-Ritter sein will)

Roasted Cauliflower with Bacon and Garlic im Bräter überbacken

Blumenkohl

Rezept: Burks.

Pussy oder: Hübsch und lustig am Arsch

fahrräder

Die Anstalt ist wieder gnadenlos und viel zu gut für das durchschnittliche Publikum. Herausragend: Carolin Kebekus über Frauen und irgendwas mit Feminismus. Auch sie überfordert die Rezipientinnen intellektuell. “Hübsch und lustig am Arsch” sei ihre Marktlücke. Und feministischer als zehn “Emma”-Ausgaben ist sie auch. (Bilder: Markus Henkel)

Dazu las ich Wikipedia: “Zum Vorwurf der Zensur, den Kebekus in TV total erhoben hat, und dem Vorwurf der Selbstzensur, der laut Tagesspiegel von Mitarbeitern der Sendung erhoben wurde, erklärte der WDR, er könne dies “so nicht akzeptieren”. Der Sender stehe für Liberalität und Toleranz, was bedeute, dass religiöse Überzeugungen der Bevölkerung zu achten seien.” Das Ministerium für Wahrheit, auch bekannt als WDR, informiert: Zensur heisst jetzt “religiöse Überzeugungen der Bevölkerung achten”.

Max Uthoff sagt etwas zu Ronja von Rönne und dem von ihr niedergerotzten Schwachsinn. Eine Frau und Redakteurin der “Welt”, für die Emanzipation scheiße ist, findet natürlich auch bei Salonfaschisten Beifall.

Damit haben wir wieder irgendetwas mit Medien. Was war noch wichtig? Ich muss nur mich selbst beobachten. “Im Hühnerstall Motorrad gefahren: Oma wegen Tierquälerei festgenommen.” Relevant, also beliebt.

Wie bekloppt sind eigentlich christliche US-Politker? Ich bin froh, dass ich kein Linker in den USA bin.

China in bite-sized portions! Hat mir bisher gefehlt. Auch wegen Sexismus und was Frauen in China wollen. Ja, und ein Erdbeben-Video schau ich mir auch gern an, nur so zum leichten Gruseln und um mich zu unterhalten. Wozu sonst. Machen doch alle.

Der Guardian: “Seven Soviet sci-fi films everyone should see”. Tarkowski! Ich sage nur: Tarkowsky! Solaris, 1972! Mindestens so wichtig in der Schule wie Gotthold Ephraim Lessing, aber aus anderen Gründen. (Googelt doch selbst zur Strafe, wenn ihr Lessing nicht kennt!) Leider können die Russen heute keinen Weltraum mehr. Sowjets sind eben mehr als Russen.

Nochmal der Guardian über Rassismus-Vorwürfe als Waffe. “In London’s East End, where so many battles against real fascism were fought in the 20th century, “anti-racism” has become little more than a swindle.” So etwas werden wir in zehn Jahren auch in deutschen Großstädten erleben.

Schrecklich, schon zwei Minuten etwas Politisches gelesen? Hält man gar nicht aus. Schnell etwas Relevantes auf Fratzenbuch konsumieren. 23600 Personen gefällt das, 160700 mal geteilt. Ähnlich viel wie bei Werbung für Bier mit Tieren.

Übrigens sucht das ZDF SachbearbeiterInnen aka ” Corporate Social Media Manager”, die “Social Media”-Kanäle bespielen. “Bewerbungen per E-Mail können leider nicht berücksichtigt werden.” Richtig so: Man sollte Gehaltswünsche eben nicht per Postkarte schicken.

Schon komisch. Heute hat mich keine Nachricht in deutschen Medien wirklich interessiert, wohl aber in US-amerikanischen Zeitungen und in israelischen Magazinen. Oder die “Demokratie” in Stabilitätsankern“. Ich bin Kosmopolit, falls das jemand noch nicht wusste, also offenbar irgendwie undeutsch und imemr weniger geeignet als Rezipient einheimischer Medien.

Stell dir vor, es ist Krieg und 100000 Personen spielen das

kriegsspiel

Unter Polygonen

Landa

Passiert irgendwo etwas? Ist irgendwo etwas relevant für mein Leben? Man kann sich stundenlang durch die Medien und die sogenannten sozialen Netzwerke wühlen, oder es auch lassen – es macht keinen Unterschied. Dann treibe ich mich doch gleich in noch sinnloseren Welten herum.

In meiner wenigen Freizeit baue ich gerade wieder einmal eine Gor-Sim in Secondlife. Die Besitzerin – eine US-Amerikanerin – zahlt natürlich dafür. Das “Honorar” ist aber eher symbolisch gemeint, wurde frei ausgehandelt, und bewegt sich auf Mindestlohn-Niveau.

Virtuelles Bauen – das meint: Ich habe zunächst eine riesige leere, von “Wasser” umgebene platte Platte vor mir. Und die virtuelle Erde war wüst und leer und mein Geist schwebte noch über den Wassern. Auf diese Erde passen 16000 Polygone in beliebiger Form. Jede Seite eines Polygons kann mit einer unterschiedlichen Textur ausgestattet werden – etwas wie ein Würfel, der sechs verschiedene Seiten hat. Man kann also jede denkbare Grafik hochladen und ein virtuelles Objekt damit realistisch aussehen lassen. Auf den Screenshot sieht man noch viele gelbe Flächen, die eine Art Maserung haben – bei diesen Prims fehlt noch eine Textur. Die Brücke auf dem unteren Bild habe ich natürlich auch gebaut, sie hat rund 50 Prims. Der gebildete Italien-Reisende wird auch gleich erkennen, welches Bauwerk mich inspiriert hat. (Um ein solches Objekt zu bauen, braucht man mehrere Stunden. Da es in Secondlife keine “Gravitation” für Prims gibt, schweben unfertige Gebäude noch in der Luft.)

Das alles ist eine (sinnfreie) Wissenschaft für sich, wenn man Mesh und “Sculpted prims” dazunimmt. Man darf auch nur rund 10000 “Prims” (Polygone) verbauen, weil sich sonst die Avatare, die dort herumlaufen sollen, nicht mehr bewegen können – der Rechner, der eine Sim “handeln” muss, kann das dann nicht mehr rendern, was zur Folge hat, dass alles nur noch ruckelig oder in Zeitlupe abläuft.

Die Stadt, die ich baue, muss auch für Herumballern und virtuelle Hauereien geeignet sein, da Raids, also Angriffe bewaffneter Avataren auf andere, ein wesentliches Element des Rollenspiels sind. Das bedeutet: Die Verteidigungsanlagen müssen so gut sein, dass Angreifer es nicht allzu leicht haben (man beachte die “Wehrgänge” der Stadtmauer), andererseits dürfen sie auch nicht chancenlos sein – dann käme niemand mehr und es wäre langweilig. Das “Bauen” kann man nicht lernen – man muss eine große Erfahrung haben, um gut zu sein.

Für eine ganze Stadt – wie die obige – brauche ich, da ich nur wenig Zeit habe, ungefähr vier Wochen. Es gibt – finde ich – schlechtere Hobbys…

Du warst immer für mich da

Fahrrad

Ich weiß nicht, welches der Winora-Fahrräder ich besitze, da die Website des Unternehmens mich zwingen will, weniger auf die Sicherheit meines Browsers zu achten, wenn ich navigieren möchte – was ich verweigere (“Webdesigner”-Pappnasen am Werk!). Ich muss es aber loben: Ich sitze schon fast zehn Jahre darauf und fahre zur Zeit fast immer rund eine Stunde täglich zur Arbeit und zurück oder sonstwohin (Leibesübungen!).

Was ich an Frauen Menschen schätze – aber selten bekommen -, gilt auch für Fahrräder: Loyalität, Zuverlässigkeit, nur wenig Beziehungsgespräche, sportlich und tough sollten sie sein, aber dennoch geschmeidig.

Ich lebe polygam: Wenn es sich ergibt, werde ich auch meine beiden anderen Fahrräder wieder mal erwähnen.

Krieg im Bett und keinen Sex mit Anwältinnen

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Fefe über den Plan, das Sexualstrafrecht zu verschärfen: “Ich befürchte, dass man in Zukunft auch keinen entspannten Sex mehr haben können wird. Denn wie sehr sich rückblickend die Einstellung zu einer anderen Person ändern kann, dass kann sich jeder tagtäglich beim Scheidungsrichter live anschauen. Die durchschnittliche Ehedauer beträgt 14 Jahre. Vergewaltigung verjährt nach 20 Jahren.”

Ich kann angesichts dieses Gesetzes nur raten, bei jedem Anzeichen von Streit auf Sex ganz zu verzichten – und auf keinen Fall Sex mit Anwältinnen zu haben.

Genießbar

Kuchen

Kein Genuß ist vorübergehend, denn der Eindruck, den er zurückläßt, ist bleibend. (Johann Wolfgang von Goethe)

Ab in die blaue Zone!

essen

Lesenwertes Interview mit dem Ernährungswissenschaftler David Katz im Zeit-Magazin:
Katz: Auf der japanischen Insel Okinawa isst man Reis. Die Griechen essen Weizen. Im Nahen Osten gibt es Gerste und Weizen. Südamerikaner essen Hirse, Amaranth und Quinoa. Das sind übrigens einige der sogenannten “blauen Zonen”. (…) “Blue Zones” ist eigentlich ein anthropologisches Projekt, das aber der Ernährungswissenschaft wichtige Erkenntnisse bringt: Man untersucht die Regionen der Welt, in denen die Menschen am längsten leben, also viele über 100 werden. Die Menschen dort bekommen seltener Herzinfarkte, leiden weniger häufig an Demenz und sind bis ins hohe Alter fit. Dazu gehören Ikaria in Griechenland, Sardinien in Italien, wie gesagt Okinawa in Japan, Costa Rica und die kleine Gemeinde der Adventisten in Kalifornien.

Was ich mir für das Jahr 2045 vorgenommen habe

Hill Climb Racing, revisited

hill climb racinghill climb racing

Hill Climb Racing” für Android hatte ich hier schon lobend erwähnt.

Ich wollte schon immer mal mit einem dröhnenden LKW durch ein Atomkraftwerk brettern und strahlende Fässer durcheinanderkegeln… Das Spiel hat einen hohen Langzeit-Spaßfaktor.

10 Easy Steps To Become A German!

Germanize yourself! 10 Easy Steps To Become A German…

Blumenkohl mit Pampe und genderpolizeilich inkorrekter Fleischbeilage

BlumenkohlBlumenkohl

Blumenkohl-Auflauf mit Kartoffeln, Speck, mit Käse überbacken, zudem Sauce hollandaise und Bratwurst. Ich wette, dass es so ein normales Gericht in keinem Szene-Restaurant in Kreuzberg oder Prenzlauer Berg gibt. Wahrscheinlich ist schon allein die Bratwurst genderpolizeilich verboten (obwohl sie ja weiblich ist).

Wo bleibt der Sex?

Wer den Satz mag: “Menschen, die nicht an Gott glauben, sind durchschnittlich intelligenter als religiöse Menschen”, mag auch: “Intelligente Menschen haben mehr Sex, nehmen häufiger Drogen und bleiben länger wach”.

Die Menschen orientierten sich am Sonnenstand, standen mit Sonnenaufgang auf und legten sich schlafen, sobald es wieder dunkel wurde. Heute leben wir mit elektrischem Licht, was Menschen mit höherer Gehirnleistung dazu anrege, sich auch nach Sonnenuntergang mit Dingen auseinanderzusetzen, während Menschen mit geringerer Gehirnleistung an gewohntem festhalten, glaubt der Psychologe.

Bruahahahaha. Jetzt weiß ich, warum ich noch wach bin, obwohl es dunkel ist. Aber wo bleibt der Sex?

Inspiriert durch Ihren Browserverlauf

browserverlauf

Hahaha. Falsch geraten. Ich nutze einen Browser zum Surfen (Firefox mit paranoiden, das heißt vernünftigen Sicherheitseinstellungen), und einen anderen (SRWare Iron oder Chromium) zum Einkaufen oder dort, wo ich gezwungen bin, einige Dinge zuzulassen (Cookies, Javascript).

Außerdem habe ich die gesammelten blauen Bände hier. Warum sollte ich die noch einmal kaufen?

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