Möglichkeiten

Tragafuegos

Das Foto habe ich in Tepic gemacht, der Hauptstadt des Bundesstaates Nayarit in Mexiko (1982).

Tragafuegos

Tragafuegos

Feuerspucker in Mexiko-Stadt (1982)

Livingstone, I presume

gringo

Das Foto habe ich in dem kleinen Ort Livingstone an der Atlantikküste Guatemalas gemacht (1982). Ich habe die Dias aus der Zeit schon Jahrzehnte nicht mehr angesehen und miste gerade aus.

Wir waren in der Nacht von einem Schmuggler illegal über die Grenze zwischen Belize und Guatemala gebracht worden, Guatemala erlaubte hier keine Grenzübertritte. Wir wollten aber hinüber, weil die Option gewesen wäre, durch halb Belize wieder nach Norden reisen zu müssen, was eh schon mühselig gewesen war. Der Kerl hatte uns mit seinem Kanu bei Sonnenaufgang einfach am Strand abgesetzt – nach dem Motto: Jetzt seht mal zu, wie ihr weiterkommt. Sein Geld hatte er ja im voraus bekommen. Meine Begleiterin blieb am Strand und passte auf die Rucksäcke auf. Ich musste jemanden finden, der mir sagen konnte, wo wir einen legalen Einreisestempel für unsere Pässe bekommen würden. Die Leute auf dem Weg waren die ersten, die ich sah. (Es gab ein Happy End, aber es kostete mich noch mal 20 Dollar.)

Rice and Beans and Garifuna

punta Gorda

Punta Gorda in Belize (1982). Von dort aus sind wir damals illegal über die Grenze nach Guatemala. Der Ort wird vor allem von Garifuna bewohnt.

Zum Kleinen Schwarzen

negrito

„Negro“ heisst „schwarz“ oder „sehr dunkel“, -ito ist das Diminutiv, das in Lateinamerika oft an diverse Wörter gehängt wird, wie mamita (Mütterchen). „Negrito“ kann aber auch „Zum Negerlein“ bedeuten. Das Foto habe ich 1979 in Cuauhtémoc im Norden Mexikos im Bundesstaat Chihuahua gemacht. Das Café gibt es offenbar immer noch.

Typisch Mexiko

cholula

Eines meiner Lieblingsbilder aus Mexiko (1979). Ich weiß aber nicht mehr genau, wo das war – entweder auf der Pyramide von Cholula, in Guanajuato oder eventuell in Puebla.

UNAM

cuauthemoc

Nationale Autonome Universität von Mexiko, Zentralbibliothek (1979)

Vorschau Paddeln

rupununi

Da ich in Kürze mit meinem Kajak die Berliner Gewässer unsicher machen werde, möchte ich die verehrte Leserschaft der Sorge entheben, ich würde untergehen, ersaufen oder sonstwie verunglücken. Ich bin des Paddelns mächtig und habe 1982 in Guyana geübt, unweit der Manari-Ranch in der Rupununi-Savanne.

Essequibo River

Essequibo River

Flug über das Delta des Essequibo River in Guyana auf dem Weg von Georgetown nach Port of Spain/Trinidad (1982).

Versteckte Schonheit

orchidee

Eine versteckte Schönheit im Dschungel Kolumbiens – Serranía de la Macarena (1982). Keine Ahnung, welche Pflanze das ist – lesen hier Floristen mit?

Zusammenschnurrendes Narrativ

amazonas

Auf dem Amazonas (Brasilien 1983), durch das Fenster der „Toilette“ des Schiffes aufgenommen, Symbolbild für den Klassenstandpunkt deutscher Journalisten

Der Tagesspiegel referiert eine Polit-Show über die industrielle Resservearmee und wie Löhne zu drücken seien:
Klar ist: Heil wie die gesamte SPD will sich nicht drücken, nur in der Offensive kann die Partei dieses „Trauma“, wie es Robert Habeck, der Parteivorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, richtig charakterisierte, überwinden. Davon ist die Partei, davon ist die Gesellschaft sehr, sehr weit entfernt.

Kommt in mein geplantes Lehrbuch als Beispiel für schlechtes, falsches und schlampiges Deutsch. Wie viele Fehler finden die Leserinnen und Leser? Und was ist – aus journalistischer Sicht – zusätzlich noch falsch?

By the way, lieber Kollege Huber:
Die anderen bevorzugen Empörung, wie auch anders, wo im gesellschaftlichen Narrativ Hartz IV auf die Schlagwörter von Schikane und Sanktion zusammengeschnurrt ist.

Wer Narrativ sagt, meint sich damit für’s Feuilleton qualifiziert zu haben. Das Narrativ, was auch immer das für eine Substanz sei, schnurrt, womöglich wie eine Katze und auch noch zusammen? Wie darf ich mir das vorstellen?

… verurteilte die Linken-Politikerin und ehemalige Arbeitsvermittlerin Inge Hannemann das Fordern-und-Fördern-Konzept als Mittel zur Stigmatisierung, Angstmache und Ursache einer überkommen geglaubten Klasssengesellschaft.

Gut und richtig ist es, die Ungisierung der linken Sprache (Hau wech den Nominalstil!) zu karikieren. Ein linker Funktionär kann bekanntlich keinen einzigen Satz ohne ein Wort sagen, das mit -ung endet.

Mein Tipp, damit das Volk derartige Textbausteine versteht: Zuerst kommt der Name (Inge Hannemann), dann kommt, was die Person tut (am besten mit Tuwörtern beschreiben), dann erst und nur als Option Titel, Details aus der Biografie. Also nicht: begrüßte der Staatsratsvorsitzende und des Generalsekretärs der SED (usw.) Erich Honecker, der auch Vollmitglied des Politbüros und Sekretär des ZK für Sicherheitsfragen war, den Genossen Jedermann aufs Herzlichste, sondern: Erich Honecker begrüßte den Genossen Jedermann. Wie ihr alle wisst, ist Erich Honecker usw…

Jetzt aber: „einer überkommen geglaubten Klasssengesellschaft“? Wer sagt das? Heil? Huber? Hannemann? Oder wünscht sich der Autor, dass es keine Klassengesellschaft gebe? Oder wird das Hannemann unterschoben, also suggeriert, sie habe sich mit dem Kapitalismus weltanschaulich versöhnt? Das kommt davon, wenn man mit dem Fall, den die indirekte Rede verlangt, nicht klarkommt.

Fragen über Fragen…

Anflug auf den Amazonas

amazonas

Der Amazonas beim Anflug auf Leticia (Kolumbien 1982) im Dreiländereck Kolumbien, Peru und Brasilien.

Goma in Riberalta

roberalta

Riberalta, der Ausgangspunkt für den Pando-Dschungel Boliviens (1984). Es gibt auch heute noch keine Straße nach Riberalta, die durchgehend befahrbar ist, man bewegt sich auf Booten fort. Der Rio Madre de Dios ist der größte Fluss. Im Pando gibt es nur Paranüsse und Naturkautschuk, die sich ökonomisch verwerten lassen. Auf den Booten sieht man große Rollen Kautschuk, der im Dschungel gesammelt und vorgefertigt wurde.

Sabaya oder: Durch die Wüste

Sabaya

Hier ein bisher unveröffentliches Foto aus Bolivien (1984). Im Hintergrund liegt die Kleinstadt Sabaya (auf Google Maps ganz links), am Rand der großen Salzwüste, nicht weit von der chilenischen Grenze, damals ein gottverlassenes Nest, zu dem man zwei Tage mit dem LKW über eine halsbrecherische „Straße“ brauchte. Von dort aus machten wir uns mit den schweren Rucksäcken zu Fuß auf (auf dem Foto ist meine damalige Freundin zu sehen), um Chipaya weiter im Osten zu erreichen (auf Google Maps ganz rechts). Wir sind den ganzen Tag in glühender Sonne marschiert und mussten auch noch durch Flüsse waten. Damals habe ich die Grenzen meines Körpers kennengelernt…. Ich wüsste gern, ob ich das heute noch könnte.

Hexen und Lama-Föten

lama-föten

Lama-Embryos auf dem so genannten „Hexenmarkt“ in La Paz (Bolivien 1984). Die Föten werden zum Beispiel als Glücksbringer in die Fundamente von Häusern eingebaut.

Walther, Vladimir, Amos, Margaret und Ragnar

copacabana

Ich saz ûf eime steine
und dahte bein mit beine:
dar ûf satzt ich den ellenbogen:
ich hete in mîne hant gesmogen
daz kinne und ein mîn wange.
dó dâhte ich mir vil ange,
wie man zer welte solte leben.

Ich sitze da sinnierend in Bolivien in der Nähe des Titicaca-Sees, südwestlich von Copacabana – die Routa Nacional 2 gab es damals noch nicht, es war ein beschwerlicher Fußweg hinunter ins Tal an die peruanisch-bolivianische Grenze (1984). Im Hintergrund sind die schneebedeckten Gipfel der Anden zu erkennen.

And now for something completely different. Ich nehme an, dass hier zahlreiche Astronomen und Astrophysiker mitlesen. IFLScience berichtet: „Putin says Russia is going to launch a mission to Mars next year. There’s just one tiny problem. “ Man ahnt schon, dass das Problem gar nicht so tiny ist, wie die Überschrift ironisch suggeriert.

Here we go: „Well, you can’t just launch a mission to Mars whenever you want. Owing to the orbits of our two planets around the Sun, there are only specific windows when you can actually get there, using what’s known as a Hohmann transfer orbit. (…) . Unless Russia has developed some sort of warp drive (they haven’t) or they’re planning some really weird route to Mars (they probably aren’t), then a launch in 2019 just isn’t possible.“

Ist das wahr? Ein User dort kommentiert: „Not quite accurate. The Hohmann transfer orbit is the most effiecient way to get to Mars and maximizes the payload that can be sent. However, if you are willing to trade payload mass for propellant mass, you can get to Mars at other times.“

And now for something completely different. Amos Oz schreibt in der Jüdischen Allgemeinen: „Es ist möglich und auch angemessen, dass Juden und Araber zusammenleben, aber ich kann nicht akzeptieren, als jüdische Minderheit unter arabischer Herrschaft zu leben, denn fast alle arabischen Regime im Nahen Osten unterdrücken und erniedrigen Minderheiten.“ Starkes Argument.

And now for something completely different. „The Computer History Museum honors Margaret Hamilton for her leadership and work on software for DOD and NASA’s Apollo space missions and for fundamental contributions to software engineering.“ Dazu gibt es ein großartiges Foto von ihr neben Ausdrucken der Apollo-Flugsoftware.

And now for something completely different. Der Berliner Senat verbietet Vögeln das Vögeln. Just saying.

Welche (französischen) Filme ich nicht sehen möchte? Keine „turbulenten“ Mann-Frau-Kind-Eltern-Schwiegereltern-Familien-Migranten-Behinderte-Liebes-, Verwechslungs-, Beziehungs-, Trennungs- und Versöhnungskomödien. Übrigens: Die zweite und dritte Staffeln von Vikings sind noch besser als die erste.

Boote aus Schilf

Amantani

Traditionelle Schilfboote auf dem Titicacasee, Peru (1984)

Vorsicht, Kamera!

Amantani

Das Foto habe ich 1984 auf Amantani gemacht, einer peruanischen Insel im Titcaca-See. Dort habe ich eine Woche bei Quechua-Bauern verbracht, die schlechter Spanisch sprachen als ich. Die Kinder hatten noch nie eine Kamera gesehen und reagierten dementsprechend. (Das Original-Foto ist zu dunkel, bei der Nachbearbeitung wurde das Bild sehr körnig.)

Alt Panama

panamapanamapanama

Die Ruinen von Alt-Panama, gegründet 1519 und 1671 zerstört vom englischen Piraten Henry Morgan. Die Fotos wurde im Januar 1982 aufgenommen (ja, ich sitze da vorn links auf dem oberen Bild).

Fort King George

Fort King George

Fort King George bzw. die Reste davon, Scarborough, Republic of Trinidad and Tobago (1982).

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