Spurlos, nicht spurenarm
Ich musste mich wieder über einen Artikel in der taz ärgern. Ich habe es aber aufgegeben, etwas zum Besseren ändern zu wollen. Journalisten sind belehrungsresistent, und einmal antrainiertes dämliches Verhalten geht nie mehr weg. “Among browsers that support Flash or Java, the situation is worse, with the average browser carrying at least 18.8 bits of identifying information. 94.2% of browsers with Flash or Java were unique in our sample.”
Der Screenshot zeigt, welche Spuren mein Browser bei Panopticlick hinterlässt.
SOKO Vorabendserie: Auf dem Computer des Verdächtigen haben wir gefunden
Leider kenne ich keinen Professor, der an irgendeiner Film- oder Fernsehakademie sonstigen HochSchule lehrt, wie man Drehbücher schreibt. Dem oder der würde ich gern einmal ein Forschungsprojekt vorschlagen, das auch gern in einem Buch enden könnte, mit dem Arbeitstitel: “Computer-Voodoo in deutschen Kriminalfilmen”. Es ist oft zum Haareraufen, was dort gezeigt und behauptet wird, wenn es um Internet und Rechner geht. Ein Regen- oder Schamanen-Tanz auf Samoa ist gar nichts dagegen.
Sogar das Raten des Passworts kommt immer wieder vor. Fällt denen eigentlich nichts Realistisches ein? Liebe Drehbuch-VerfasserInnen: Man kann Computer und Daten so absichern, dass niemand (in Worten: überhaupt keiner) mehr etwas finden kann, auch nicht die KTU “EDV-Abteilung” im Keller einer Fernseh-SOKO.
Sätze wie “Auf dem Computer des Verdächtigen haben wir dieses oder jenes gefunden” (gestern wieder: SOKO Wien) sind einfach totaler Quatsch und primitive Magie.
Einschränkend muss man natürlich zugeben, dass die breite Ich glotz TV gehirnweiche Masse sich genau so bescheuert verhält, was Internet, Computer und Sicherheit angeht, wie diejenigen, die dazu passende Drehbücher schreiben.
Es ist ein geschlossenes System, wie auch schon beim Medien-Hype um die so genannte “Online-Durchsuchung”: Die Mainstream-Medien oder irgendjemand, dem die Medien aus unbekannten Gründen zuhören (jemand, der im Notizbuch eines Journalisten steht, weil er bei einem bestimmten Thema immer vor jedes Mikrofon springt) behaupten etwas, was dann in der Populärkultur und in der daily soap solange ins Bewusstsein eingehämmert wird, bis es jeder glaubt (wie schon beim Diskurs über “Rauschgift”) – und das dann wiederum von den Medien als “Wahrheit” zitiert wird.
Wer sich dagegen stemmt, gerät schnell in die Rolle des Kindes, das ruft: “Aber der Kaiser ist doch nackt”. Dieses Märchen sagt mehr über die Mechanismen unserer Gesellschaft aus – Opportunismus, Feigheit, Dummheit, Trägheit der Masse – als 100 Philosophie- und Soziologie-Bücher zusammen.
Wir schweifen ab. Ich wollte sagen: Auch externe und Backup-Medien sollten komplett mit Truecrypt verschlüsselt werden. (“Encrypts an entire partition or storage device such as USB flash drive or hard drive.”)
Skype: You are not the customer – you are the product being sold!
Skype war schon immer eine Malware und en Einfallstor für andere Spionage-Programme, die im DAU-Volksmund als “(Bundes-)Trojaner bezeichnet werden.
Ich hatte 2008 in der Netzeitung Alternativen vorgestellt und hier (09.10.2012) über die Programme gebloggt, die die gern zitierten “Sicherheitskreise” nutzen, um mitzuhören. (Vgl. Mega – panzer.com, 25.08.2009: “Skype trojan sourcecode available for download”).
Heise hat jetzt bestätigt, dass auch Microsoft – der neue Eigentümer – Gespräche mitliest. Zitat zum Mitschreiben: “wer Skype benutzt hat echt keine Ahnung von IT”.
Im Heise-Form las ich übrigens auch den interessanten Hinweis auf ejabberd.
Ich frage mich aber, ob das Abhören die originäre Skype-Software benötigt oder ob nur der Datenstrom gesnifft wird. Ich habe auch einen Skype-Account, nutze den aber, wenn ich in die USA telefoniere, nur mit Trillian. Da ich auf dem Balkon sitze und den lauen Abend genieße, bin ich zu faul, das zu recherchieren. Wozu gibt es die wohlwollenden Leserinnen und geneigten Leser…
Sieben starke Argumente gegen Antivirenprogramme
Gestern diskutierte ich mit einem Freund, der über Computer et al mehr weiß als ich, kontrovers über den Einsatz von Antivirenprogrammen und ob man Windows-Nutzern (Linux-Nutzer brauchen das eh nicht) empfehlen sollte, so etwas anzuschaffen oder nicht. Ich sagte nein, er sagte, ich sei so arrogant wie Fefe und man müsse gewöhnlichen DAUs doch raten, Kasperskymcaffeeoderwiesielleheissen zu installieren.
Da ich während des Gesprächs nicht mehr ganz nüchtern war und auch die gegenwärtige Dame meines Herzens neben mir saß und mich temporär ablenkte, musste ich das Für und Wider heute noch einmal erwägen und in meinem steinern-sturen Herzen hin- und herwenden. Nein, ich bleibe bei meiner Meinung. Weg mit dem Schlangenöl Zeug!
Erstes Argument: Ein Windows-Nutzer (Version Vista ff) wird penetrant dazu aufgefordert, den so genannten “Defender” zu aktivieren – “eine Sicherheitssoftware der Firma Microsoft zur Erkennung von potenziell unerwünschter Software (vorwiegend Spyware)”.
Ach?! Wenn diese “Sicherheitssoftware” etwas nützte, warum sollte man denn noch zusätzliche “Antivirenprogramme” installieren? Was ist denn eigentlich das Geschäftsmodell der Hersteller wie Kaspersky oder McAfee, da Windows Defender doch behauptet, es schütze die Rechner gegen schädliche Software? Und was ist das Motiv der Leute, die deren “Sicherheitssoftware” benutzen? “Doppelt hält besser”, “einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul” oder “man kann nie wissen”?
Zweites Argument: Antivirenprogramme tun nicht das, was sie behaupten, und sie wirken nicht hinreichend. Um das zu belegen, muss man nur den einschlägigen Wikipedia-Eintrag lesen:
Virenscanner können prinzipiell nur bekannte Schadprogramme (Viren, Würmer, Trojaner etc.) bzw. Schadlogiken (engl. Evil Intelligence) erkennen und somit nicht vor allen Viren und Würmern schützen. Daher können Virenscanner generell nur als Ergänzung zu allgemeinen Vorsichtsmaßnahmen betrachtet werden, die Vorsicht und aufmerksames Handeln bei der Internetnutzung nicht entbehrlich macht. So fand die Stiftung Warentest bei einem “internationalen Gemeinschaftstest” von 18 Antivirusprogrammen Anfang 2012 mit 1.800 eingesetzten “aktuellen” Schädlingen Werte von 36 bis 96 % aufgespürten Signaturen.
Das Ergebnis der Stiftung Warentest ist übrigens transparent und für die Lobby der Schlangenöl-Hersteller Antivirensoftware-Hersteller vernichtend. Kein Wunder, dass denen das nicht gefällt.
Drittes Argument: Die Hersteller der Antivirenprogramme spähen selbst die Rechner der Nutzer aus und erhalten sensible Informationen nicht nur über alle installieren Programme. Man sollte zum Beispiel die “Lizenzbedingungen” Kasperkys studieren (ich lese immer das Kleingedruckte). Da weiß man, was man bekommen hat. Zum Gruseln.
Viertes Argument: Die so genannte “Sicherheitssoftware” oder die Antivirenprogramme sind oft selbst schädlich oder versagen kläglich, wenn es darauf ankommt. Beispiele: “Windows Defender ermöglicht Einbruch in Windows-Systeme” (Heise, 05.04.2013). “Antiviren-Software AVG hielt Systemdatei für Trojaner” (Heise, 14.03.2013). “Why Antivirus Companies Like Mine Failed to Catch Flame and Stuxnet” (Wired, 06.01.2012). “Apple lehnt Antivirensoftware von Kaspersky für iOS ab” (TNW, 05.02.2013). Experten am Werk!
Fünftes Argument: Die Lobby der Antivirenprogramm-Hersteller versucht, ihre Produkte heimlich und auf Umwegen auf den Rechnern unerfahrener Nutzer zu installieren, zum Beispiel über Updates anderer Programme. IT-Portale warnen ausdrücklich davor. (Heise, 27.02.2013) Das ist definitiv kein seriöses Geschäftsgebaren.
Sechstes Argument: Unerfahrene Nutzer, die sich durch die Propaganda der Lobby für Schlangenöl Antivirenprogramme einschüchtern lassen oder auf die dämliche und unkritische Berichterstattung der Mainstream-Medien hereinfallen, werden mit den Ergebnissen der “Prüfung” ohnehin wenig anfangen können.
Ich habe mir heute als Feldversuch einen “Virenscanner” von Kasperky installiert (vgl. Sceenshot oben).
“Schwachstellen”:
C:\Program Files (x86)\Java\jre6\bin\java.exe
C:\Program Files (x86)\VideoLAN\VLC\vlc-cache-gen.exe
C:\Program Files (x86)\VideoLAN\VLC\vlc.exe
C:\windows\SysWOW64\msxml4.dll
So allgemein vor Java zu warnen, ist schlicht Unfug. Ich brauche Java zum Beispiel für JonDonym, um mit einer Tarnkappe zu surfen. Mein Standard-Browser zeigt Java aber nicht an.
Der VLC-Player ist ein Sicherheitsrisiko, aber nur dann, wenn man ihn als Administrator des Systems benutzt und sich auch sonst total dämlich verhält, etwa aktive Inhalte beim Surfen erlaubt: “Die Entwickler vom VLC Media Player haben eine Schwachstelle behoben, welche es einem entfernten anonymen Angreifer ermöglicht, beliebigen Schadcode mit den Rechten des angemeldeten Benutzers auszuführen. Zur erfolgreichen Ausnutzung dieser Schwachstelle muss der Angreifer den Anwender dazu bringen, eine manipulierte E-Mail, Webseite oder Mediendatei zu öffnen.”
“Sonstige Probleme”:
“Autostart von Festplatten ist aktiviert”
“Autostart von Netzlaufwerken ist aktiviert”
“Autostart von CD/DVD ist aktiviert”
“Autostart von Wechseldatenträgern ist aktiviert”
“Microsoft Internet Explorer: Verlauf der besuchten URL-Adressen löschen”
“Microsoft Internet Explorer: Zwischenspeicherung von über geschützten Kanal empfangenen Daten ist aktiviert”
“Microsoft Internet Explorer: Senden von Fehlerberichten deaktivieren”
“Microsoft Internet Explorer: Cookies löschen”
“Microsoft Internet Explorer: Automatisches Leeren des Zwischenspeichers beim Beenden des Browsers aktivieren”
“Microsoft Internet Explorer: Startseite leeren”
Ob mein Rechner automatisch auch von externen Festplatten oder USB-Sticks startet, ist unerheblich, solange ich selbst bestimme, wer an meine Kisten darf. Außerdem sind auf meinen Rechnern eh nur das Betriebssystem und irrelevante Dateien, alles was wichtig ist, schlummert in Truecrypt-Containern. So what? Den Internet-Explorer habe ich noch nie benutzt, deshalb muss ich dessen “Verlauf” auch nicht löschen oder sonstwie daran herumfummeln.
Ich brauche also kein Antivirenprogramm für meine Windows-Rechner.
Siebtes Argument: Wer sich vernünftig verhält, braucht keine Placebos zusätzliche Software, um irgendetwas abzusichern. Wer sich aber nicht für Sicherheit interessiert, wer eine Webcam im Schlafzimmer installiert, weil man ja nichts zu verbergen habe, wer seine relevanten E-Mails aus Faulheit oder Ignoranz nicht verschlüsselt, wer der Obrigkeit vertraut, weil die uns doch alle liebt, der sollte sich den Rechner täglich komplett verwanzen und verwurmen und vertrojanern lassen, damit nichts mehr geht. Eine andere Methode scheint ohnehin nicht zu funktionieren.

Nachwuchssäue und ihre Zählpixelwarte
Don Alphonso findet recht deutliche Worte über die Mainstream-Medien, denen ich nur zustimmen kann: “Unabhängig davon bin ich der Meinung, dass es zu viele schlechte Medien und Journalisten gibt. (…) Also möchte ich schon beim ersten Schritt, der da lautet: Mehr Geld! – fragen: Wozu? Für so einen dahergelaufenen Schmierfinken wie Dich, der dann eher als Betriebsfilz im BR enden wird? (…) Gesinnungsgeschmier, Parteienpropaganda, gekaufte Autotests und Reiseberichte ohne Ehre…”
Der Don fühlt sich mit 40 schon zu alt für “online”. Da muss ich aber herzlich lachen. Die Nachgeborenen haben oft nur ein ungepflegtes Viertelwissen und von den wichtigen Dingen “online” null (in Worten: nicht die geringste) Ahnung. Oder hat schon jemand von jemandem unter 30 – und gefühlt der Generation Facebookxingstudivzscheiss zugehörig – eine verschlüsselte E-Mail bekommen? Aber den ganzen Tag auf dem Smartphone herumtippen….
Ich habe heute wieder ein Seminar über Sicherheit beim Surfen für Journalisten (genderneutraler Begriff) gegeben. Und siehe, ich konnte eine Frage nicht wirklich beanworten: Werden die Zählpixel der VG Wort auf Websites eigentlich auch geblockt, wenn man mit einem paranoid abgedichteten Browser surft – wie ich es empfehle?
Wenn ich “Meldeverfahren” bei der VG Wort lese, krieg ich schon gleich einen Hals. Jawoll, Herr Pixelwart, Pixel einbauen durchgeführt! Telepolis hat schon vor zwei Jahren kritisch berichtet: Es handelt sich um “transparente Mini-Grafik-Dateien, die in HTML-Seiten eingebettet werden können.” Die Prozedur ist fragwürdig, aber die VG Wort sperrt sich jeglicher Diskussion über Alternativen – Behörden und verwandte Instutionen sind eben ignorante Betonköpfe.
Wikipedia schreibt über Zählpixel: “Speziell zum Blockieren von Zählpixeln dient beispielsweise die Browser-Erweiterung Ghostery, die für alle gängigen Browser verfügbar ist. Ghostery zeigt dem Nutzer im Browser sämtliche Zählpixel an und ermöglicht es ihm, diese automatisch selektiv oder komplett zu blockieren.”
Ghostery habe ich und empfehle ich als Firefox-Add-on. Bei netzpolitik.org zeigt mir Ghostery gleich vier Tracker an, die geblockt wurden (soweit zu: “investiere in digitale Bürgerrechte”), darunter auch der Zählpixel der VG Wort.

Die Antwort ist also: JA! Quod erat demonstrandum. Die VG Wort setzt voraus, dass man in unsicherem Modus surft. Bravo, ihr Pappnasen!
Ghostery erlaubt aber, das individuell zu regeln, ich könnte die Mini-Grafiken also erlauben. Ich denke aber nicht dran, obwohl ich selbst Geld von der VG Wort bekomme.
Leistung spielt keine Rolle
Golem: “Erst als Microsoft die zahlreichen Sicherheitslücken in Windows XP als Bedrohung für sein Geschäft mit Windows erkannte, reagierte der Konzern. Leistungsoptimierungen spielen aber weiterhin keine große Rolle bei der Entwicklung des NT-Kernels, schreibt der Microsoft-Mitarbeiter. Das liege auch an den internen Strukturen beim Windows-Hersteller.”
Real Life
RL (Real Life) – (n) (1) an imaginary, dream-like world frequently described by avatars shortly after waking up in-world. (2) the constant interruptions that interfere with your ability to stay in-world 24 hours a day.
Computerfachmann hilft
(Danke, lieber wohlwollender Leser M.!)
Online-Redakteur muss in Beugehaft
Heise: “Ein 33 Jahre alter Online-Redakteur aus Duisburg muss für fünf Tage in Beugehaft, weil er die Identität eines Foren-Nutzers nicht offenbaren will. Das entschied das Landgericht Duisburg laut einem Bericht des Portals Der Westen“.
Frage: Woher soll er denn wissen, wer hinter einem Posting seines Forums steckt?
Gut Klostermühle zensiert das Internet
Bin grad auf einer Journalisten-Klausur im Gut Klostermühle. Brandenburger Landschafts-Idylle. Kaiserwetter. Freundliche Leute.
Aber: Wie zu erwarten war, filtern die das Internet und keiner weiß wirklich, warum und wie. Ich musste mit Jondonym surfen, um die Zensur zu umgehen.
Die Oberkeit, so christlich ist
Heise: “Provider dürfen demnach die Netzkennungen den Inhabern von Internetzugängen automatisiert zuordnen, was einen Eingriff ins Fernmeldegeheimnis darstellt. (…) Mit richterlicher Genehmigung wird mit dem Gesetz der Zugriff auf PINs, PUKs oder Passwörter von Telekommunikationsdiensten erlaubt.”
Und was sehe ich in den Nachrichten im Fernsehen? Obwohl vom obigen Eingriff in die elementaren Grundrechte alle Deutschen betroffen sind, kommt es nur im Kleingedruckten vor.
Die Medien beschäftigen sich lieber mit dem Evangelischen Kirchentag einer Versammlung der Verehrer höherer Wesen, hier: der Jünger Martin Luthers. Das war der, der die herrschende Klasse aufforderte, die Bauern abzuschlachten und dessen Anhänger es durchgesetzt haben, dass Kirchen nach weltlichen Herrschern benannt wurden.
Wie Luther schon schrieb: “Aber die Oberkeit, so christlich ist und das Evangelion leidet, derhalben auch die Bauren keinen Schein wider sie haben, soll hie mit Furchten handeln.” Wenn die CDUCSUSPDFDPRGÜNE Obrigkeit sich ein christliches Mäntelchen umhängt, muss man sie fürchten.
Ignorantes Pack, allesamt.
Anonym Mails empfangen?
Da die Privacybox der GPF demnächst abgeschaltet wird, suche ich nach einer Alternative.
Anonbox.net vom CCC verstehe ich nicht: Wenn ich mir an meinen temporär erzeugten Account eine Mail schreibe, sehe ich, woher sie kommt – das ist doch das Gegenteil von dem, was ich erreichen will? Oder denke ich irgendwie um die Ecke?
Erstens will ich mich auch nicht immer mit dem Zertifikat herumärgern, zweitens schalte ich Javascript natürlich nicht ein (was man aber nicht unbedingt tun muss, vgl. Sceenshot), drittens würde ich gern die Mails auch noch automatisch verschlüsselt empfangen.
Bei awxcnx.de kann man sich auch keinen eigenen Account einrichten.
Kennt jemand eine Lösung, ein Interface in eine Website einzubauen?
Kein IT-Sicherheitskonzept
Heise berichtet über das Schweriner Bildungsministerium: die werfen virenverseuchte Rechner auf den Müll und kaufen neue. “Wie der Rechnungshof in seinem Bericht für 2012 bemängelt, habe das Bildungsministerium ‘kein IT-Sicherheitskonzept’ gehabt und begründete den Neukauf mit ‘mangelhafter IT-Ausstattung’.”
Bruhahaha. Daber damit sind die Pappnasen aus Mecklenburg nicht allein. Ich will gar nicht erst anfangen aufzuzählen, wer von den Einrichtungen, bei denen ich arbeite, “kein IT-Sicherheitskonzept” hat – und nicht nur das, sondern sich auch weigert – trotz meiner Hinweise, dass man das brauche – damit zu beschäftigen.
Retro-Surfen für alle!
“Internet für alle – Btx startet durch!” (Deutsche Telekom, 1995)
Screenshot: Surfen mit dem Browser Lynx.
Telekom-Drosselung, Remixed
(Via Metronaut)
Deutscher Reklamedreck
Aribert Deckers in der Journalisten-Mailingliste Jonet: “NIEMAND will diese verfluchte Werbung. Da lese ich in aller Ruhe in einer US-amerikanischen Website… das heißt: ich WILL lesen, doch DEUTSCHE Reklame verpestet die Sicht. Ich kann NICHT sehen, was die Menschen in den USA sehen, sondern bekomme, per IP zwangsweise Deutschland als Zielgruppenlokation zugeordnet, DEUTSCHEN Reklamedreck auf den Bildschirm, als Text, als bewegte Grafik, als lärmende Videos. Wenn Flüche töten könnten, hätten Sargmacher Hochkonjunktur.
Der Dreck hat vor Jahren angefangen: als DVDs geographische Zuordnungen bekamen. Man stelle sich vor, die Hitler-Nazis hätten das damals schon gekonnt – deutsche Plattenspieler hätten keine Negermusik mehr abspielen können. Die heutigen Nazis stehen den alten in nichts nach.”
Seien sie sich bewusst von diesem Zeug!

Überprüfung des Tsarnaev-Verkehrs
Computer-Voodoo at its best: “Laut FBI ergaben die (…) Überprüfung von Reisedokumenten, Internetverkehr… (…) Die Mutter Subeidat Zarnajewa sagte ‘Russia Today’ laut CNN, das FBI habe Tamerlan bereits seit drei bis fünf Jahren überwacht. “Sie wussten, was er tat, welche Internetseiten er besuchte…”
Da würde ich dich zugern wissen, wie man den “Internetverkehr” einer verdächtigen Person überwacht oder gar herausfindet, welche “Internetseiten” man besucht hat. Würde Spiegel online ernsthaft recherchieren, würden sie nachfragen, anstatt den Quatsch einfach wiederzugeben.
Dass sie die Quelle Russia Today nicht verlinken, regt mich schon gar nicht mehr auf. Im Original (andere Version) hat die Mutter des Terroristen das auch gar nicht gesagt; entweder hat Spiegel online das einfach woanders abgeschrieben oder sie haben das dazufantasiert:
Zubeidat Tsarnaeva, the suspects’ mother also told RT that her son was being manipulated by the FBI. “How could this happen?… They were controlling every step of him, and they are telling today that this is a terrorist attack,” she told RT.
Piatto und der Nationalsozialistische Verfassungsschutz-Untergrund
Spiegel online (u.a.) “Der Mann war 1995 wegen versuchten Mordes an einem Nigerianer zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Er wurde damals im Gefängnis zu einem Informanten der Behörde und lieferte auch Hinweise auf die Mitglieder der Zwickauer Terrorzelle. Meyer-Plath hatte lange in der Verfassungsschutzabteilung des Brandenburger Innenministeriums gearbeitet und gehörte in den 90er Jahren zu den Führern des V-Mannes.”
Ceterum censeo: Verfassungsschutz esse delendam.
Ceterum censeo: Das wird aber nie geschehen.
Das ist nicht koscher
Frage: Was macht Markus Beckedahl eigentlich beruflich? Bevor jemand an den Verein cnetz – Verein für Netzpolitik e.V. spendet (der Verein wird gerade erst gegründet, und gemeinnützig kann er auch noch nicht sein), sollte man ja noch fragen dürfen. Es ist unseriös zu verschweigen, dass es um einen Verein geht, von dem man noch nicht einmal die Mitglieder des Vorstands kennt.























