Miscellanouser Spaziergang

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Nach vier 12-Stunden-Nachtschichten in meinem anstrengenden Dritt|zweit|erstWie-auch-immer-Job fühlte ich mich beim Frühstück ein wenig platt. Aber es ist gut, die Realität immer wieder kennenzulernen, das einfache und auch weniger einfache Volk, das sich für viele Themen, die die abgehobene “Netzgemeinde” permanent abhandelt, nicht wirklich interessiert, weil man andere und oft existenzielle Sorgen hat. Its the economy, stupid, as usual. Nothing else. Der Rest ist nur Feuilleton.

Freie Zeit ist ein Privileg, das man erst wirklich zu schätzen weiß, wenn man sie oft nicht hat.

Ich arbeite rund 180 Stunden monatlich als Security und mindestens noch mal genausoviel in meinem anderen Beruf, auch und vor allem an den Wochenenden. Ein Monat hat rund 720 Stunden, 240 Stunden Schlaf plus 360 Stunden Arbeit, da bleiben durchschnittlich vier Stunden am Tag für Einkaufen, Essen, Nichtstun, meine Hobbies pflegen wie Bloggen, Kampfsport, Joggen (zur Zeit leider sporadisch), Second Life, lesen (was andere schreiben), Kultur, Freunde, Online-Schach, Weiterbildung (das fucking manual von Calibre zum Beispiel). Zum Glück bin ich Single, ich wüßte gar nicht, wie ich das managen sollte (obwohl ich aus Prinzip ohnehin keine “Beziehungsgespräche” führe).

Auch ein Spaziergang bei denkbar bescheidenem (Regen, Wind, Kälte) Wetter über den Richardplatz kann angenehm sein. Man sieht hie und da Details, die zum Denken anregen.

Warum zum Teufel sollte ich übrigens in eine Buchhandlung gehen, die im Schaufenster “Gendermedizin” und “Vegan to go” anbietet? Da krieg ich ja spontan die Krätze. Dann doch lieber Amazon, obwohl ich natürlich weiß, dass dort ein heftiger Klassenkampf tobt, bei dem meine Sympathien eindeutig sind. (Sehr geehrte Gewerkschafts-FunktionärInn*%&§$en: Wer das Kapital auffordert, “fair” zu sein, kann auch gleich “faire” Löhne und Preise fordern oder “faire” Folter oder sonst irgendeinen hanebüchenen Quatsch. Marx hätte euch ordentlich und zu Recht durchgeprügelt.)

Jetzt muss ich noch eine Steuererklärung machen, Wäsche waschen, mehrere Rechnungen schreiben, eine komplizierte Oberfläche für ein Objekt in Second Life herstellen, das ich jemandem einem Avatar versprochen hatte, das Abendessen kochen (verflixt, ich bin gefühlt gerade erst aufgestanden und es ist schon wieder dunkel), nachschauen, warum auf einem meiner Rechner ein PGP-Key nicht gefunden wird, mich mit dem Android-Dateisystem so vertraut machen, dass ich EDS praktikabel benutzen und endlich ein Tutorial für E-Mail-Verschlüsselung auf Android-Smartphones und Tablets schreiben kann. Ich höre jetzt besser auf zu bloggen, sonst komme ich zu nichts mehr…

Vodafone zensiert burks.de

zensur durch Vodafone

(Danke,R@iner). Da fällt mir ein, dass ich meinen Handy-Vertag mit Vodafone schnellstmöglich auflösen muss.

Journalistische Recherche | Wirtschaft

Ich habe ein neues Portal freigeschaltet, an dem ich schon seit einger Zeit werkelte: Journalistische Recherche | Wirtschaft (rechts oben in der Blogroll unter “Werkzeuge”).

Die Website enthält Links zu internationalen Wirtschaftsblogs, zu Wirtschaftsdatenbanken und zu internationalen und deutschsprachigen Wirtschaftszeitungen sowie Fachzeitschriften zu Wirtschaftsthemen. Es gibt keine vergleichbare deutschsprachige Sammlung nützlicher Recherche-Tools zu ökonomischen Themen.

RAL 5010, repainted again, revisited

RAL 5010

Das hatten wir hier schon mal: 2012, 2011, 2009, 2008 (noch mit anderem Mobiliar).

Da die wohlwollenden Leserinnen und geneigten Leser sich bei Lifestyle-Problemen immer bemüßigt fühlten, kluge Ratschläge zu geben, die – obzwar von großem Sachverstand – zu befolgen aus Gründen bestimmter charakterlicher Defizite, die ich mich nicht scheue zu benennen: Trotz, Widerwillen per default gegen alles, was andere meinen, anordnen oder raten zu müssen, im Englischen elegant, ja fast onomatopoetisch zusammengefasst im Adjektiv stubborn, mir schwer fällt, befleissigte ich mich dennoch in den letzten Tagen, dieselben teilweise zu befolgen, eingedenk dessen, dass die Schwarmintelligenz bei handwerklichen Topoi* – volkstümlich auch “Publikumsjoker” – dem eigenen, oft laienhaften Wissen, das man als solches oft überschätzt, überlegen sein könnte, kaufte also das wohlbekannte RAL 5010, besserte den alten Anstrich, der schon – weil er stark beansprucht wird – abgeblättert und löcherig war, obwohl ich nicht in Schlittschuhen meine Mahlzeiten zubereite, wie ein Leser dieses Blogs sachlich korrekt gemahnt hatte, eben dieses nicht zu tun, und strich mit Verve die neue Farbe darüber, ließ diese eine Woche trocknen, weil ich – wie hier bekannt – in meiner alten Heimat herumwanderte und dem Müßiggang frönte, und überstrich das Blau nicht mit Bootslack, wie empfohlen, aber mit Klarlack, der heute trocken ist, was auch bedeutet, dass der Tisch, der Stuhl und die Mülltonne wieder dahin gestellt werden können, wo sie ihrem Zwecke gemäß besser aufgehoben sind als in meinem Salon.

*Ja, das Publikum vermutet zu recht eine, wenn nicht gar mehrere Hypotaxen, eine der rhetorischen Figuren, die ich zu verinnerlichen ich allen empfehle, da ja die Nachgeborenen des Bildungsbürgertums ohnehin mit Latein als Stilmittel traktiert werden.

Roots oder: Arbeiter und Bauern [Update]

familie schröder

Das Foto zeigt meinen Urgroßvater Gustav Reinhold Schröder, Bauer in Westpreußen (1859-1943, 4. von rechts), meine Urgroßmutter Anna Emilie geb. Kukuk, Bäuerin, (1864-1943) und ihre Kinder.

Leider weiß ich nicht, welche Namen der anderen zu welchem Gesicht gehören – zwei Personen kann ich gar nicht identifizieren.

Die Namen, die mir bekannt sind: Alma Schröder (1883-1973), Selma Schröder (1945 auf der Flucht aus Westpreußen umgekommen), Friedrich Schröder (1887-1972), Willy Schröder (1889, Todesjahr unbekannt, Lokführer in Altenburg/Thüringen), Minna Schröder, Walter Schröder, Sattler (1893-1978), Kurt Schröder (1895-1918, gefallen als Soldat im 1. Weltkrieg), Hugo Schröder (1902-1992), Helmut Schröder (1897-1942: wurde als Kind von einem Blitzschlag so erschreckt, dass er einen schwere Behinderung, wahrscheinlich eine Art Epilepsie, zurückbehielt, wurde von den Nazis im Zuge des Euthanasie-Programms in einer Anstalt in Westpreußen ermordet).

Das Foto wurde vermutlich Anfang des 20. Jahrhunderts gemacht. Wenn die Frau mit dem Baby meine Urgroßmutter ist, dann ist das Baby mein Großvater Hugo, der ein “Nachkömmling” (geb. 1902) war. Und die alte Frau ist dann meine Ururgroßmutter Caroline Schmidt (die Mutter meiner Urgroßmutter), Leibgedingerin, die 1916 starb. Das Todesjahr meines meines Ururgroßvaters Gottlieb II Kukuk (gab. 1824), Bauer, ist unbekannt, es muss aber dann vor 1902 gewesen sein.

[Update] Mein Vater hat es bestätigt: Das Foto wurde 1902 gemacht, das Baby ist mein Großvater Hugo Schröder, und es ist das einzig noch existierende Bild, das meine Ururgroßmutter Caroline Schmidt zeigt. Ich muss zugeben, dass ich nicht richtig wusste, was eine Leibgedingerin ist. In der Mailingliste “Posen” steht: “Mostly it was a contract between farm-owner and somebody else (f.e. family). The owner delivers the property (here the farm) and is with this contract sure, he will not die from hunger…” Es meint also die Garantien (Unterhaltsverpflichtung) gegenüber den alten Bauern, die den Hof an die Nachommmen abgaben, noch mit Naturalien versorgt zu werden. Bekannter ist der Begriff Altenteil.

Alt und deftig

GeburtstagGeburtstag

Mein Vater wurde heute 87 Jahre alt. Zur Familienfeier gab es als Hauptgericht etwas zu essen, das am besten schmeckt, wenn man es wieder aufwärmt, und das gleich mehrfach. Die kulinarisch gebildeten Leserinnen und des Kochens kundigen Leser werden gleich wissen, um was was sich handelt. (Es ist nicht Veganismus-Asketismus-kompatibel.) Die Torte unten haben ich vorher gegessen bzw. Teile davon.

Tag und Nacht

“Ich bin gezwungen den [xx] Tag zu tödten mit Erwerbsarbeiten. Es bleibt mir al[so] nur die Nacht für wirkliche Arbeiten […].” (Karl Marx an Ferdinand Lassalle, 21. Dezember 1857)

Du wirst uns fehlen, Babs!

Barbara Petersen ist tot.

Wir waren zeitweilig mehr als befreundet, wovon aber niemand wusste. Sie hat mich vor einigen Menschen gewarnt, mit denen ich beruflich zu tun hatte, und sie hatte recht damit.

Ich bin geschockt. Ich habe es gerade von ihrem Sohn erfahren. Sie war eine der beeindruckensten und inspirierensten Frauen, die ich gekannt habe.

Operative Nutzbarkeit Schrodt

stasi-akten

Ich habe mir heute zum zweiten Mal meine Stasi-Akten beim BStU angesehen. Seit den frühen 90-er Jahren sind noch einige Unterlagen hinzugekommen. Jetzt weiß ich, dass das Ministerium für Staatssicherheit der DDR mich anwerben wollte (“Schrodt” hätte mein Deckname sein sollen), dabei aber gescheitert ist.

stasi-akten

Am 28.07.1983 heißt es über den “Sachstand HP ‘Schrodt’ Burkhard Schröder:

… Student an der FU, Fachrichtung Geschichte, wurde im Zusammenhang mit Aktivitäten maoistischer Gruppierungen der BRD und WB [Westberlin] bekannt. Entsprechend Ministerbefehl 22/74 wurde er erfaßt und bei der HA VI in Sonderfahndung gestellt. [Es folgt eine Liste, wann ich die DDR im Transit durchquert hatte und wann ich bis dahin Tagesbesuche in Ost-Berlin gemacht hatte.] Laut Inf. der HA VI äußerte sich Sch. 1981 bei der Abfertigung an der Güst [Grenzübergangsstelle] Invalidenstraße abfällig über das Fach Geschichte an der FU, insbesondere über die Lehrtätigkeit eines russischen Emigranten. In diesem Zusammenhang bekundete Sch. die Absicht, das Museum für deutsche Geschichte aufsuchen zu wollen.

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Danach – das geht aus den Akten hervor – hat die Stasi versucht, mehr über mich zu erfahren. Ein IM berichtet zum Beispiel über meinen Besuch einer Veranstaltung Thomas Gandows in West-Berlin und legt eine Kopie meiner Visitenkarte bei (die muss ich dem wohl gegeben haben, ich kann mich aber nicht mehr erinnern, wer das war). Dazu auch noch Kopien von Adressbüchern (!), in denen Firmen und Vereine angekreuzt sind, die ebenfalls in dem Haus in Kreuzberg residieren, in dem ich damals wohnte.

Den Informanten (es taucht meistens der “IM Holger” auf) fiel auch auf, dass ich mich an der FU kritisch gegenüber der “bürgerlichen Geschichtswissenschaft” ausgesprochen hatte. Es gefiel der Stasi aber offenbar gar nicht, dass ich mit Oppositionellen der damaligen ČSSR verkehrte, die “Hetzschriften” versuchten “in die sozialistischen Staaten” zu schmuggeln, und dass ich mit einem Mitglied der Charta 77 sogar nach Prag gefahren war, um mich unter konspirativen Umstäden mit Petr Uhl zu treffen. (Wikipedia: “Petr Uhl war in den 1970er Jahren eine der Identifikationsfiguren des marxistisch orientierten Widerstandes gegen die sowjetische Hegemonie in der Tschechoslowakei.”) Immerhin kenne ich jetzt wieder meine Autokennzeichen von damals.

Aus dieser Zeit stammt auch der Satz in den Akten: “Das Objekt [B.S.] ist Bartträger, sauber, aber nicht modern gekleidet und macht den Eindruck, nicht besonders gesprächig zu sein.”

stasi-akten

Als die Stasi aber merkte, dass ich der DDR gegenüber kritisch eingestellt war – und zwar von einer linken Position aus -, und da es auch keine Kontaktpersonen in der DDR gab, entschloss man sich, einen eventuellen Anwerbungsversuch nicht mehr zu unternehmen. Ab Ende 1981 hatte ich dann Einreiseverbot. Darüber habe ich aber noch immer keine Details gefunden. Ich wüsste auch gern mehr über den ominösen “Ministerbefehl 22/74″ (mit Minister dürfte Erich Mielke gemeint sein). Dazu konnte man mir nichts sagen.

Nachdem mein westdeutscher Reisepass voller Stempel vieler Länder Lateinamerikas war, kam noch der bloße Vermerk “internationaler Terrorismus” hinzu, ohne weiteren Kommentar. Eine Sachbearbeitern erklärte mir, das habe die Stasi “vorsorglich” gemacht.

Noch mehr Nacktfotos

nacktfotos

Heute habe ich keine Zeit zum Bloggen. Eigentlich wollte ich wieder etwas über die Nacktfotos so genannter “Prominenter” schreiben, die “im Netz” aufgetaucht sind, weil man das so schön nutzerfreundlich illustrieren kann, aber dpo hat dazu das Nötige gesagt: “Derzeit ist der Student nach eigenen Angaben dabei, die Fotos auf seinem Rechner zu speichern, um sich später noch ein weiteres Mal darüber zu empören.”

Aktenlage der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik

Der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik

Verwendung personenbezogener Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik – Ihr Wiederholungsantrag vom 04.08.2011

Sehr geehrter Herrn Burkhard Schröder,
Die im Ergebnis der Karteirecherchen aufgefundenen Unterlagen sind für die Einsichtnahme vorbereitet worden. Es handelts sich um 4 Akten geringeren Umfanges. (…)

Ich hatte einen “Wiederholungsantrag” gestellt, weil aus den bisher von mir eingesehenen Akten des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR über mich nicht hervorging, warum ich nicht in die DDR einreisen durfte. (Ich weiß das natürlich, aber ich würde es gern von denen bestätigt bekommen – und eventuell erfahren, wer mich angeschwärzt hat.)

Außerdem hätte ich gern mehr gewusst über den Stasi-Vermerk “internationaler Terrorismus” neben meinem Namen. Ich bin gespannt.

Shit happens

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Zuerst ist die Grafikkarte abgeraucht. Die interne funktionierte noch, ist aber natürlich weder spiele- noch Secondlife-tauglich. Dann blieb die Kiste ganz aus, was mir Rätsel aufgab.

Es stellte sich heraus, dass sich auch das Netzteil verabschiedet hatte und der Lüfter. Man kann nur vermuten, was zuerst kaputt war.

Ein Freund, der schon ein neues Netzteil eingebaut hat, meinte, dass ich alles so ausreize, dass ein größeres Kaliber der Hardware eh angebracht sei. Eine neue Grafikkarte kommt am Freitag. Wieder rund 150 Euronen weg…

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Nur ganz kurz zwischendurch ein Ratschlag, den die wohlwollenden Leserinnen und geneigten Leser gar nicht brauchen, weil sie vermutlich eh computer-, internet- und kryptografieaffin sind: Ich habe neulich mein Admin-Passwort für meinen Hauptrechner (Windows 7) geändert, war aber so müde, dass ich mich nicht genug konzentriert hatte. Deshalb fiel es mir am nächten Morgen auch nicht wieder ein. Zu raten ist auch schwierig, trotz exzessiven Kaffee-Konsums (ja, auf diesem Blog schreiben wir gutes Deutsch: “trotz” verlangt den Genitiv). Meine Passwörter sind sehr lang und kompliziert und eine Mischung aus Buchstaben und Zahlen.

Die zahllosen Anleitungen im Netz, das eigene Admin-Passwort zu knacken, sind zwar gut gemeint, aber meistens viel zu aufwändig und funktionieren auch nicht wirklich, vor allem dann, wenn man es nicht mit einem normalen BIOS, sondern mit UEFI (Unified Extensible Firmware Interface) zu tun hat. Man kann nicht so einfach von einem externen Medium booten, was die übergroße Mehrzahl der Anleitungen schlicht voraussetzt. Ich bekam beim Kauf des Rechners auch keine Windows-CD. An dem blöden UEFI scheiteren übrigens auch alle Vesuche, auch auf dem Windows-7-Rechner parallel ein Linux-System zu installieren. (Linux habe ich jetzt nur auf meinem Dritt- und Viert-Rechner. Jaja, der fünfte Computer ist mein Smartphone.)

Zum Glück hatte ich ein zeitnahes Backup auf einer externen Festplatte. (Das ist der Ratschlag.) Nach dem dritten Tag des Herumfummelns habe ich dann das aufgespielt und mich beim Einrichten eines neuen 27-stelligen Admin-Passwortes konzentriert.

Komisch, dass Truecrypt (die Dateien stammen von Heise) nach dem Backup nicht mehr richtig funktionierte (nur das Öffnen der vorhandenen Container, aber nicht, einen neuen zu produzieren). Das Problem löste sich erst nach einer Neuinstallation von Truecrypt. Vielleicht hat aber auch das eine mit dem anderen nichts zu tun – zu viele Variablen im Spiel.

Jedenfalls ist jetzt alles wieder in Butter bin ich jetzt erleichtert, dass alles wieder funktioniert.

Inspirierende Personen

Sparbüchse

Ich habe mal hier zusammengestellt, welche Personen ich bei Fratzenbuch mit “gefällt mir” markiert habe. Die Namen habe ich entfernt, damit die geneigten Leserinnen und wohlwollenden Leser etwas zu raten haben (was bei den meisten der Abgebildeten ja nicht wirklich schwierig ist).

Sorry, could not resist. Ich würde zu gern wissen, in welche Kategorie die NSA-Abteilung bei Facebook mich jetzt einordnet.

Oppa erzählt wieder aus dem Internet

pgp key

Der Heise-Newsticker weckt heute nostalgische Gefühle in mir. “22 Prozent der Deutschen nutzen kein E-Mail”. Ich würde zu gern wissen, ob unter “E-Mail-Nutzen” auch “Facebook-Vollschreiben” gemeint war. Für mich gehörte das eben nicht zum “Nutzen von E-Mail”. Viele, zu viele Leute kennen heute den Unterschied zwischen Webmail und einem E-Mai-Programm gar nicht (mehr). Heise schreibt:

Ein Blick auf den ersten E-Mail-Account und das Alter zeigt ebenfalls, dass die heute 30- bis 49-Jährigen im Durchschnitt am längsten ein Konto besitzen: Vor 11 Jahren haben sie es bereits angelegt. Die gerade 50- bis 64-Jährigen folgen mit 10 Jahren und die Senioren mit 9 Jahren. Am kürzesten verfügen die heute 14- bis 29-Jährigen mit 6 Jahren im Mittel über einen E-Mail-Zugang.

Die wohlwollenden Stammleserinnen und geneigten Stammleser werden schon ahnen, was jetzt kommt. Erst elf Jahre ein E-Mail-Konto besitzen? Das hieße ja, der Durchschnitt ist erst seit Mitte des letzten Jahrzehnts online? Ich habe seit mehr als zwanzig Jahren ein E-Mail-Konto. Und was sage ich der nachgeborenen Generation, die erst sechs Jahre ein E-Mail-Konto ihr eigen nennt? “Ich verschlüssele meine E-Mails seit 1995!” (Vgl. Screenshot oben). Die werden natürlich nur antworten: “Oppa erzählt wieder aus dem Krieg Internet”.

Ich habe ein wenig mit groups.google.com (das mittlerweile als Recherche-Instrument weitgehend untauglich ist – dank Google, u.a. weil Javascript erzwungen wird) im Usenet herumrecherchiert. 1994 habe ich das E-Mail-Programm Crosspoint benutzt, sowohl für Mail als auch als Newsreader, später in Kombination mit Hamster, einem lokaler News- und E-Mail-Server für Windowssysteme mit dem Feature, News und Mails von mehreren Servern einzusammeln und sie gegebenenfalls zu filtern und nachzubearbeiten. Jaja, man konnte mit Hamster E-Mail-Header bearbeiten und fälschen! Damals waren die Nutzerzahlen für bestimmte Programme in Deutschland noch vier- oder gar dreistellig.

Meine erste E-Mail-Adresse war b.schroeder@IPN-B.comlink.apc.org. APC ist/war die “Association for Progressive Communications” in Südafrika, der sich Mitte der 90-er Jahre wiederum viele deutschen Mailboxen des CL-Netzes angeschlossen hatten, um ihre Nachrichten verbreiten zu können. Ich hatte meinen Account bei der Mailbox Info Pool Network (IPN) – das erklärt, warum die E-mail-Adresse genau so aufgebaut war.

usenet-posting

Wenn man nach sich selbst sucht, findet man lustige Dinge, zum Beispiel die denkwürdigen Auftritte von Kim Schmitz (heute Kim Dotcom, früher auch bekannt als King Kimble the First, Ruler of the Kimpire) im Usenet, die Usenet-Threads zu “Tron” (damals hatte ich schon meine heutige E-Mail-Adresse) sowie diverse andere Flame-Wars. Ich möchte das alles damals nicht missen, es hatte einen hohen Unterhaltungswert. Aber die Leute, mit denen man darüber reden könnte, lassen sich an zwei Händen abzählen.

Hausmitteilung

Drei Tage habe ich flach gelegen – wegen eines grippalen Infekts. Jetzt erhole ich mich so langsam, und Röcheln und Husten haben auch nachgelassen.

Ich meine das ernst!

pgp

Manche Leute kapieren es einfach nicht….

Maschinenraum

Maschinenraum

Hat sich nicht viel verändert im Vergleich zum vorigen Jahr. Ja, die zwei Laptops und das Smartphone habe ich auch noch, sind dann also fünf Rechner. Zwei Linux, zwei Windows, eins Android.

Vollpas-cha

Ich höre schon des Dorfs Getümmel,
hier ist des Volkes wahrer Himmel.

Eier, wir brauchen Eier! (Oliver Kahn, 2003)

Ich wünsche den wohlwollenden Leserinnen und geneigten Lesern frohe Feiertage.

Dunkle Materie entdeckt oder: Allah ist wie Jahwe

Wenn ich mich morgens durch die Nachrichten wühle, die zu lesen ich für wert erachte, finde ich meistens zahllose Gründe, mich zu ärgern: Ich werde nicht wirklich informiert, obwohl das Gegenteil behauptet wird, es handelt sich nicht um Journalismus, sondern um Propaganda, um Lautsprecher des Kapitals oder um getarnte Pressemeitteilungen, die darauf verzichten, auch unabhängige Quellen zu befragen, Deutsch des Grauens ist an der Tagesordnung.

Was mich interessiert, sind meistens Reportagen, mit denen ich mich ausführlich beschäftigen möchte, wozu mir aber die Zeit fehlt, oder verstörende Geschichten (Javascript erforderlich), die mich aber ratlos zurücklassen.

Fefe prägte heute den wunderbaren Begriff von der “Echokammer der Gleichgesinnten”, was auf große Teile der deutschen Medien ebenso zutrifft wie auf das Sekten-Milieu der Veganer, Esoteriker oder Binnen-I-Talibanesinnen.

Wenn ich mich wirklich erholen will, gehe ich zu den Wissenschaftlern. Die wissen wenigstens, wovon sie reden, und deren Aprilscherze (Javascript erforderlich) sind intellektuell anspruchsvoll und auch komisch.

Fazit: Ich brauche keine Zeitung mehr. Die konkret sollte ich endlich mal abonnieren, weil ich sie eh immer kaufe. Aber ohne Gremliza (geb. 1940) wäre die konkret vermutlich schnell tot und unlesbar. Ein ebenbürtiger Nachfolger ist nicht in Sicht. “Ich bestehe auf dem Recht, ja der Pflicht des Aufklärers, Allah so wenig zu achten und nach Kräften zu verspotten, wie irgendwelche anderen Götter, von Jesus C. bis L. Ron Hubbard. Die Religionsfreiheit, die ich meine, ist die Freiheit von Religion. Damit das klar ist.” Wer sagt so etwas sonst noch?

Die Jungle World könnte ich online lesen, vergesse es aber immer, und außerdem nervt mich bei derJungle World, dass sie sich dem E-Mai-Verschlüsseln konsequent verweigern und stattdessen auf Facebook herumtrollen. Was soll an dieser Attitude “links” sein? Nicht mit mir.

Ich weiß gar nicht, ob ich mein eigenes Blog lesen würde, wenn ich nicht ich wäre. Gute Frage, die nur die wohlwollenden Leserinnen und geneigten Leser beantworten können.

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