Ururgrossirgendwas

stroewers

Meine Ururgroßeltern Wilhelm und Berta Ströwer 1915 in Dortmund-Sölde.

Ich habe mich auf einschlägigen Websites sachkundig gemacht, was Wilhelm auf der Brust trägt. Rechts ist die Zentenarmedaille, gestiftet 1897. Sie wurde laut Wikipedia „den preußischen Staats- und Hochschulbediensteten sowie sämtlichen Offizieren, Militärbeamten, Unteroffizieren und Mannschaften verliehen, welche an diesem Tag dem aktiven Heer und der Marine sowie den Schutztruppen angehörten; ebenso den noch lebenden Veteranen aus den Kriegen 1848/1849, 1864, 1866 und 1870/71.“

Da Dortmund damals schon zu Preußen gehörte, vermute ich, dass mein Ururgroßvater, von dem ich sonst nichts weiß, im Staatsdienst war oder am deutsch-französischen Krieg 1870/71 teilgenommen hat. (Vgl. beide Orden bei Ebay)

Ich habe gerade die Nachfahren der Stöwers gefunden und den Kontakt aufgenommen. Leider sind wir keine Indianer, sonst hätten wir ein Wort für einen Verwandschaftsgrad, den ich nicht beschreiben kann: Gemeinsame Ur- und Ururgroßeltern bedeutet, dass wir Urgroßvettern sind? Oder ist „Vetter“ einfach nur ein Pars pro toto für alles, für das es keine Begriffe mehr gibt?

Über allen Gipfeln ist Ruh….

camino de los incasmisuahalli

Bestürzt und mit Trauer erfuhr ich gestern Nacht, das einer meiner ältesten Freunde, Hartmut Eggers, kürzlich verstorben ist. Wir kannten uns seit 1974, er war drei Jahre jünger als ich. Ein bösartiger Tumor hat ihn in kurzer Zeit dahingerafft.

Wir sind 1979 und 1980 zusammen durch die USA, durch Mexiko, Belize, Guatemala, Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien, Brasilien, Guyana und Barbados gereist.

Das Bild oben hat jemand von uns beiden auf dem Camino de los Incas hoch in den peruanischen Anden gemacht, im Januar 1980, südwestlich von Chilca und dem Berg Wayanay. Wir mussten am frühen Morgen den Pass nach Westen überqueren, der fast 5000 Meter hoch ist, östlich des Salcantay (6271 m), und hatten es dann gegen Mittag hinter uns, nach sechs oder sieben Stunden steilen Anstiegs (mit schweren Rucksäcken).

Das untere Bild von uns beiden wurde im Dezember 1979 in Puerto Misuahalli am Rio Napo in Ecuador aufgenommen.

Ich hatte in den letzten Jahren nicht mehr viel Kontakt zu ihm, weil die Welten, in denen wir jeweils leben, zu weit auseinander waren. Dennoch wird er mir fehlen.

Ein merkwürdiges Gefühl beschlich mich bei der Lektüre des Goetheschen Gedichts auf seiner Todesanzeige:
Über allen Gipfeln
Ist Ruh,
In allen Wipfeln
Spürest du
Kaum einen Hauch;
Die Vögelein schweigen im Walde.
Warte nur, balde
Ruhest du auch.

We are Burks oder: Kurze Werbeunterbrechung

burks

Das musste jetzt sein.

Urururgroßmutter

urururgroßmutter

Jetzt habe ich das Dokument gefunden, wegen dessen in der Zeit des Nationalsozialismus meinen Großeltern mütterlicherseits geraten wurde, Ahnenforschung nicht weiter zu betreiben. Die wohlwollenden Leserinnen und geneigten Leser werden es herausfinden.

Die wilden Sechziger

friedrich Schröder

06.10.1967 – 80-ster Geburtstag meines Großonkels Friedrich Schröder (1887-1972, der Bruder meines Großvaters Hugo), da bin ich 14 und sehe doof aus.

Nur ein Bauernhof

bauernhof

Der Hof meiner Urgroßeltern Emilie Kukuk und Gustav Schröder in Mittenwalde in Westpreußen (heute Dąbrowa Mała, Polen), im Dezember 1943. Der Hof wurde 1944 von Polen angesteckt und brannte vollständig ab, meine Urgroßmutter wurde dabei so schwer verletzt, dass sie wenig später starb.

Das Foto habe ich heute zum ersten Mal gesehen, ich bekam es von einer Urenkelin der beiden, die ich bisher gar nicht kannte. (Manchmal ist Facebook für etwas gut).

Krieg und Terror

Neulich habe ich mal in die Liste meiner Vorfahren geschaut. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Familienmitglied in einem Krieg getötet wurde, war damals erheblich höher als heute vom Terror getroffen zu werden.

Alma, die älteste Schwester meines Großvaters (väterlicherseits): Ihr Mann starb als Soldat im 1. Weltkrieg, ihr Schwiegersohn ist im 2. Weltkrieg verschollen. Eine ihrer Töchter beging mit ihren zwei Kinder 1945 Suizid während der Flucht aus Westpreußen.

Selma, die zweitälteste Schwester meines Großvaters, kam 1945 während der Flucht um, ihr Schwiegersohn starb ein Jahr vorher als Soldat.

Friedrich, der älteste Bruder meines Großvaters: Einer seiner Söhne starb als Soldat 1945. Kurt, ein weiterer Bruder meines Opas, starb als Soldat schon im 1. Weltkrieg.

Helmuth, der jüngste Bruder meines Großvaters, wurde von den Nazis im Euthanasie-Programm ermordet.

Hiermit oute ich mich als

outomg

Hiermit oute ich mich als Hetero, der Blumen mag, aber nicht Fußball. Ich mag emanzipierte Frauen, aber kein Gendersprech. Ich bin gegen körperliche Gewalt, übe sie aber oft beruflich aus. Da das eine total exotische Kombination ist, wollte ich es nur noch mal sagen.

Tag des Sieges

Da müsst ihr heute durch. Über meine persönlichen Gründe, den 8. bzw den 9. Mai zu feiern, habe ich vor elf Jahren hier schon geschrieben.

Ethereal screech of modems

modem

Lesenswert: Don Alphosos wortgewaltiger Kommentar zu 20 Jahren Heise online:“Das waren noch Zeiten! Das ist auch ein wenig gelogen, denn wir hatten damals zwar nichts, aber immerhin schon ein 54k-Modem!“

Ha! Ich hatte sogar ein 9600 Baud Modem! Schade, dass ich das Teil nie fotografiert habe.

Es gubt aber noch einen Ohrenzeugen. Die New York Times schrieb 1995: „In his converted loft, Burkhard Schroeder taps in the dial-up commands on his personal computer and awaits the ethereal screech of modems conversing.“

Inside my head

inside

Die geneigten Leserinnen und wohlwollenden Leser wollten bestimmt immer schon einmal wissen, wie es in meinem Kopf aussieht. Mal sehen, was die NSA daraus macht. (Hey, die Aufnahmen sind schon zwei Jahre alt!)

Back at home

Krankenhaus

To whom it may concern: Ich bin wieder zuhause, etwas wacklig auf den Beinen (oder sollte ich schreiben: „zwischen den Beinen?“), und mit einer Plastiktüte voller Medikamente, Kompressen, Salben. Ab Montag sollte ich wieder arbeiten können, wenn mein Hausarzt es so will. Bis dahin sollte ich Duschen meiden. Sex ist bis Ende März verboten.

Was kann man hier schon tun…

krankenhauskrankenhauskrankenhauskrankenhaus

Heute hab ich besser hingehört: Blutdruck 60:120. Vielleicht werde ich morgen wieder nach Hause geschickt, aber mit Verband und mit dem Befehl, mich zu schonen.

In den Tagesräumen liegt „Literatur“ herum, die aber nicht meinem Geschmack entspricht. Ich lese mit großem Vergnügen (zum zweiten Mal) Israel Finkelsteins Keine Posaunen vor Jericho: Die archäologische Wahrheit über die Bibel (demnächst noch einmal was dazu) und Maxime Robinsons Standardwerk Islam und Kapitalismus, das schon 1983 erschienen und immer noch aktuell ist). Beide sehr empfehlenswert.

By the way: Ich vermisse mein tägliches Secondlife, was mit einem Linux-Netbook nicht geht und auch das Huawei-Modem überfordern würde.

Nahtlos und allet schick!

krankenhauskrankenhauskrankenhaus

Blutdruck 120:160 70 das ist doch nicht schlecht. Wie die wohlwollenden Leserinnen und geneigten Leser unschwer erkennen, liege ich in einem Krankenhausbett und habe mein eigenes Internet dabei, weil s so etwas in deutschen Krankenhäusern nicht per default gibt. Wo kämen wir denn da hin! (Natürlich habe ich auch Verlängerungsschnur, Mehrfachsteckdose und Ladekabel dabei, und alles brauche ich.)

Eine Stunde Operation heute früh, und keine Vollnarkose. Ich habe während des Events angeregt mit dem Arzt plaudern können. Keine Schmerzen, gar nicht. Er, die Schwestern und meine untere Körperhälfte waren aber durch einen Vorhang abgedeckt. Nach getaner Tat sagte der Arzt:“Allet jut. Allet schick.“

Was ich eigentlich habe? Verklausuliert gesprochen: Ich könnte jetzt im wörtlichen Sinn nahtlos zum Judentum übertreten, ich bin aber ausschließlich aus medizinischen Gründen hier.

Drei oder vier Wochen keinen Sex, und jetzt muss ich Diazepam schlucken (weil auch die so genannte „Morgenlatte“ verhindert werden muss).

Lost in Elektrik oder: Ihr wisst, was ich heute getan habe, reloaded

Steckdose

Endlich weiß ich, wo her verdammte Kurzschluss herkam, der meine halbe Küche seit zwei Tagen lahmgelegt hat. Die Steckdose bedarf offenbar einer Generalüberholung. Gut, dass es Sicherungen gibt, die herausspringen könne, sonst wäre vermutlich alles abgebrannt.

Sorry für das unpolitische Posting. Hab gerade keine Zeit für mehr.

Selfie mit Bademantel oder: Die unerotischste Herrenunterwäsche

selfie

Vier Uhr zehn (morgens). Alles tief verschneit, Urbanstraße und Sonnenallee noch nicht geräumt, Schneetreiben, acht Grad Minus. Burks mit dem Fahrrad. Alles easy, denn ich trage in weiser Voraussicht Thermo-Herrenunterwäsche. Ha! Es gibt kein schlechtes Wetter, nur die falsche Bekleidung! Ohne Sturz angekommen. Whisky, Bier, Schokolade und der passende Kuschel-Bademantel, da eine Frau gerade nicht zur Hand.

Alle Atheisten sind Terroristen

Der Independent zitiert eine kurze Durchsage Saudi-Arabiens: „Saudi Arabia declares all atheists are terrorists in new law to crack down on political dissidents“.

Ich bin Atheist, und werde also nie dorthin fliegen. Ich werde auch nicht in die Türkei reisen, solange dort ein Gollum wie Erdogan regiert. Ich werde auch – aus den hier schon erwähnten Gründen – den Iran meiden. Besser: Ich werde überhaupt nie in ein Land reisen, in dem der Islam die vorherrschende Religion ist. Außerdem finde ich Kopftücher bei Frauen abscheulich.

Vermutlich muss ich irgendwann nach Südamerika oder Israel emigrieren.

Happy new Year 2016!

happy new year

Ich wünsche allen, die mich mögen, ein frohes neues Jahr 2015 mit Wein, Weib und Gesang (ich mir auch). Den anderen wünsche ich die Pest an den Hals oder etwas in der Art….

Merry Solstice!

Solstice

Zwei, vier, sechs

weihnachten

Das große ‚Weihnachtsrätsel auf burks.de: Auf was beziehen sich die Zahlen zwei, vier, und sechs?

Ich wünsche allen wohlwollenden Leserinnen und geneigten Lesern frohe Festtage!

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