You wouldn’t understand

selfie

Die matriarchale Linie

stroewer

Altenbögge-Bönen, im Jahr 1930, Bahnhofstrasse 72. 2. von rechts: Mein Urgroßvater Julius Weiß, 2. v. rechts: mein Großvater Peter Baumgart (1897-1979), vor ihm meine Urgroßmutter Emma Weiß geb. Ströwer – die hat meine Mutter an der Hand und deren Bruder (also meinen Onkel).

Ossikel oder : Heute Auf Arbeit

ossikel

Das Internet sagt über Ossikel (was nichts mit dem Beitrittsgebiet zu tun hat): „Das menschliche Skelett besteht bei einem Erwachsenen aus 206 bis 214 einzelnen Knochen. Bei einem kleinen Teil der Bevölkerung gibt es eine Reihe von zusätzlichen Knochen, sogenannte Akzessorische Knochen. In vielen Fällen handelt es sich dabei um Atavismen, das heißt das Auftreten von evolutionär überholten anatomischen Merkmalen.“

Öhm? Ich habe zuviel Knochen? Ich bin ein Atavismus? Das erklärt natürlich einiges. „Überholt“ möchte ich aber weit von mir weisen!

Selfie an einem unbekannten Ort in einem unbekannten Verkehrsmittel

selfie

Rechte Pappkameraden

Urlaub vorbei. Muss gleich arbeiten. In der nächsten Woche sogar sieben Tage am Stück. Nur kurz zwischendurch an die, die Zeit haben, mittlerweile das Internet vollzuschreiben. Ich finde es zum Kotzen (straight talk), wie unsere hiesigen rechten Pappkameraden jetzt glauben, mit dem Sieg Trumps Oberwasser zu bekommen. Wie man „rechts“ erkennt, zeigt sich insbesondere im Kleingedruckten.

Tichys Einblick (der Mann nennt sich gern „Wirtschaftsjournalist“) macht sich angeblich die Sicht des „normalen Wählers“ zu eigen. Der Artikel enthält auch Richtiges, nur sagt es der Falsche.

Am 11. November lässt dort ein Autor die Katze aus dem Sack.
… den historisch und global einzigartigen Wohlstand, der von sozialer Marktwirtschaft und Unternehmertum in Deutschland geschaffen wurde.

AfD und Volkswirtschafts-Esoteriker, ick hör euch trapsen. Ich habe übrigens kommentiert: „Und wer baute das siebentorige Theben?“

Stell Dir vor, es ist Krieg

Kurt Schröder

Mein Großonkel Kurt Schröder, geb. 05.07.1895 Mittenwalde Krs. Bromberg, im Krieg umgekommen am 15. Mai 1918.

Burks‘ Patchday oder: Immer ist irgendetwas (update: mit Ventrilo) [Update]

Sessel

An meinem letzten freien Wochenende habe ich mich entschieden, nur notwenige, aber eigentlich überflüssige Dinge zu tun – anstatt etwas etwas Sinnvolles zu schreiben zum Beispiel. Vier Rechner, das heisst jeweils zwei Linux- und zwei Windows-7-Partitionen updaten und synchronisieren (inklusive der Truecrpyt-Container), dazu das Laptop (Windows 10 mit unüberwindbarem UEFI) und das Netbook mit Ubuntu. (Vom Tablet und dessen Android rede ich jetzt nicht.)

Mit Linux gibt es selten Probleme, aber Windows bringt mich jedesmal zum Wahnsinn. Immer ist irgendetwas. Dass ich fast bei jedem Hochfahren unzählige Programme per Hand updaten soll, ist nicht neu: Openoffice, Libreoffice, Filezilla, Thunderbird (in einem Truecrpyt-Container, deswegen auch per Hand) usw.. Heute kam bei einem Rechner dazu: Das Aufgabenabbild ist beschädigt oder wurde verfälscht.

Nicht genug, dass man sich durch fünf Jahre alte Forumsbeiträge wühlen muss, um das Problem zu lösen – es funktioniert auch nichts wirklich. Immerhin hatte ich nach einer halben Stunde verschwendeter Lebenzeit kapiert, woran es ungefähr lag. Guckst du C:\Windows\System32\Tasks\Microsoft\Windows\WindowsBackup, löschst du den Ordner und erstellst einen neuen, der leer ist. Voila.

By the way: Die Leuchte über dem Klavier habe ich umfunktioniert, falls das jemanden interessiert, weil ich mehr lese als Klavier spiele. Man muss seine Ressourcen im Alter gut einteilen.

Ach ja. Kennt sich jemand mit der Konfiguration eines Ventrilo-Servers aus? Bringt mich auch zum Verzweifeln (für Secondlife natürlich, zum gemeinsam rumballern). Ich habe für sehr wenig Geld einen Voiceserver (10 Slots) bei einem einschlägigen Anbieter gemietet.

Ein US-Amerikaner schickte mir einen Link zu einer angeblich idiotensicheren Anleitung. Aber mein Ventrilo will einfach nicht mit dem Server connecten, obwohl das Setup korrekt eingestellt ist. Kann es sein, dass mein Router nicht mitspielt und ich bei dem noch ein Türchen öffnen muss?

[Update] Offenbar muss man das, es funzt aber trotzdem nicht. Ich habe nach dieser Anleitung die richtigen Ports auf meinem Router freigegeben, Ventrilo verbinde sich immer noch nicht mit dem Server.

Es war mal eine Dusche, revisited: vorher, nachher

duschedusche

[x] Kaputte Dusche im Bad reparieren, Flex leihen, alte Duschwanne rausreißen, neue Duschwanne besorgen, neues Rohr und neuen Abfluss kaufen, mauern und erden, Silikon kaufen, alles abdichten: an polnischen Nachbarn/Handwerker outgesourced
[x] einkaufen
[ ] Eribon „Rückkehr nach Reims [x] lesen und [ ] besprechen
[x] englische Wochenzeitung „The Voice of Gor“ in Secondlife schreiben
[ ] alle sechs Bücher über Spartacus [x] lesen und [ ] besprechen HEUTE MORGEN
[ ] Buch über Caesars Bellum Gallicum [x] lesen und [ ] besprechen: Markus Schauer: Der Gallische Krieg: Geschichte und Täuschung in Caesars Meisterwerk HEUTE MORGEN
[ ] Harald Haarmann Auf den Spuren der Indoeuropäer: Von den neolithischen Steppennomaden bis zu den frühen Hochkulturen weiterlesen
[x] neuen Pömpel kaufen
[ ] Küchenfußboden streichen
[ ] Christian Baron : Proleten, Pöbel, Parasiten: Warum die Linken die Arbeiter verachten [ ] lesen und [ ] besprechen

Selfie vor Spielwaren mit Schmuddelwetter

selfie

Es gibt bekanntlich kein schlechtes Wetter, und meine Kleidung ist angemessen. Holzwickede, Hauptstrasse Ecke Vinckestrasse: In meiner Kindheit gab es dort auch einen Spielwarenladen, und meine Mutter musste mich immer dort wegzerren.

Funny Museum Employees

museum

Hatte ich schon erwähnt, dass heute mein erster Urlaubstag ist? Da schaut man sich natürlich Museen an.

Ururgrossirgendwas

stroewers

Meine Ururgroßeltern Wilhelm und Berta Ströwer 1915 in Dortmund-Sölde.

Ich habe mich auf einschlägigen Websites sachkundig gemacht, was Wilhelm auf der Brust trägt. Rechts ist die Zentenarmedaille, gestiftet 1897. Sie wurde laut Wikipedia „den preußischen Staats- und Hochschulbediensteten sowie sämtlichen Offizieren, Militärbeamten, Unteroffizieren und Mannschaften verliehen, welche an diesem Tag dem aktiven Heer und der Marine sowie den Schutztruppen angehörten; ebenso den noch lebenden Veteranen aus den Kriegen 1848/1849, 1864, 1866 und 1870/71.“

Da Dortmund damals schon zu Preußen gehörte, vermute ich, dass mein Ururgroßvater, von dem ich sonst nichts weiß, im Staatsdienst war oder am deutsch-französischen Krieg 1870/71 teilgenommen hat. (Vgl. beide Orden bei Ebay)

Ich habe gerade die Nachfahren der Stöwers gefunden und den Kontakt aufgenommen. Leider sind wir keine Indianer, sonst hätten wir ein Wort für einen Verwandschaftsgrad, den ich nicht beschreiben kann: Gemeinsame Ur- und Ururgroßeltern bedeutet, dass wir Urgroßvettern sind? Oder ist „Vetter“ einfach nur ein Pars pro toto für alles, für das es keine Begriffe mehr gibt?

Über allen Gipfeln ist Ruh….

camino de los incasmisuahalli

Bestürzt und mit Trauer erfuhr ich gestern Nacht, das einer meiner ältesten Freunde, Hartmut Eggers, kürzlich verstorben ist. Wir kannten uns seit 1974, er war drei Jahre jünger als ich. Ein bösartiger Tumor hat ihn in kurzer Zeit dahingerafft.

Wir sind 1979 und 1980 zusammen durch die USA, durch Mexiko, Belize, Guatemala, Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien, Brasilien, Guyana und Barbados gereist.

Das Bild oben hat jemand von uns beiden auf dem Camino de los Incas hoch in den peruanischen Anden gemacht, im Januar 1980, südwestlich von Chilca und dem Berg Wayanay. Wir mussten am frühen Morgen den Pass nach Westen überqueren, der fast 5000 Meter hoch ist, östlich des Salcantay (6271 m), und hatten es dann gegen Mittag hinter uns, nach sechs oder sieben Stunden steilen Anstiegs (mit schweren Rucksäcken).

Das untere Bild von uns beiden wurde im Dezember 1979 in Puerto Misuahalli am Rio Napo in Ecuador aufgenommen.

Ich hatte in den letzten Jahren nicht mehr viel Kontakt zu ihm, weil die Welten, in denen wir jeweils leben, zu weit auseinander waren. Dennoch wird er mir fehlen.

Ein merkwürdiges Gefühl beschlich mich bei der Lektüre des Goetheschen Gedichts auf seiner Todesanzeige:
Über allen Gipfeln
Ist Ruh,
In allen Wipfeln
Spürest du
Kaum einen Hauch;
Die Vögelein schweigen im Walde.
Warte nur, balde
Ruhest du auch.

We are Burks oder: Kurze Werbeunterbrechung

burks

Das musste jetzt sein.

Urururgroßmutter

urururgroßmutter

Jetzt habe ich das Dokument gefunden, wegen dessen in der Zeit des Nationalsozialismus meinen Großeltern mütterlicherseits geraten wurde, Ahnenforschung nicht weiter zu betreiben. Die wohlwollenden Leserinnen und geneigten Leser werden es herausfinden.

Die wilden Sechziger

friedrich Schröder

06.10.1967 – 80-ster Geburtstag meines Großonkels Friedrich Schröder (1887-1972, der Bruder meines Großvaters Hugo), da bin ich 14 und sehe doof aus.

Nur ein Bauernhof

bauernhof

Der Hof meiner Urgroßeltern Emilie Kukuk und Gustav Schröder in Mittenwalde in Westpreußen (heute Dąbrowa Mała, Polen), im Dezember 1943. Der Hof wurde 1944 von Polen angesteckt und brannte vollständig ab, meine Urgroßmutter wurde dabei so schwer verletzt, dass sie wenig später starb.

Das Foto habe ich heute zum ersten Mal gesehen, ich bekam es von einer Urenkelin der beiden, die ich bisher gar nicht kannte. (Manchmal ist Facebook für etwas gut).

Krieg und Terror

Neulich habe ich mal in die Liste meiner Vorfahren geschaut. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Familienmitglied in einem Krieg getötet wurde, war damals erheblich höher als heute vom Terror getroffen zu werden.

Alma, die älteste Schwester meines Großvaters (väterlicherseits): Ihr Mann starb als Soldat im 1. Weltkrieg, ihr Schwiegersohn ist im 2. Weltkrieg verschollen. Eine ihrer Töchter beging mit ihren zwei Kinder 1945 Suizid während der Flucht aus Westpreußen.

Selma, die zweitälteste Schwester meines Großvaters, kam 1945 während der Flucht um, ihr Schwiegersohn starb ein Jahr vorher als Soldat.

Friedrich, der älteste Bruder meines Großvaters: Einer seiner Söhne starb als Soldat 1945. Kurt, ein weiterer Bruder meines Opas, starb als Soldat schon im 1. Weltkrieg.

Helmuth, der jüngste Bruder meines Großvaters, wurde von den Nazis im Euthanasie-Programm ermordet.

Hiermit oute ich mich als

outomg

Hiermit oute ich mich als Hetero, der Blumen mag, aber nicht Fußball. Ich mag emanzipierte Frauen, aber kein Gendersprech. Ich bin gegen körperliche Gewalt, übe sie aber oft beruflich aus. Da das eine total exotische Kombination ist, wollte ich es nur noch mal sagen.

Tag des Sieges

Da müsst ihr heute durch. Über meine persönlichen Gründe, den 8. bzw den 9. Mai zu feiern, habe ich vor elf Jahren hier schon geschrieben.

Ethereal screech of modems

modem

Lesenswert: Don Alphosos wortgewaltiger Kommentar zu 20 Jahren Heise online:“Das waren noch Zeiten! Das ist auch ein wenig gelogen, denn wir hatten damals zwar nichts, aber immerhin schon ein 54k-Modem!“

Ha! Ich hatte sogar ein 9600 Baud Modem! Schade, dass ich das Teil nie fotografiert habe.

Es gubt aber noch einen Ohrenzeugen. Die New York Times schrieb 1995: „In his converted loft, Burkhard Schroeder taps in the dial-up commands on his personal computer and awaits the ethereal screech of modems conversing.“

Older entries