Hausmitteilung

Drei Tage habe ich flach gelegen – wegen eines grippalen Infekts. Jetzt erhole ich mich so langsam, und Röcheln und Husten haben auch nachgelassen.

Ich meine das ernst!

pgp

Manche Leute kapieren es einfach nicht….

Maschinenraum

Maschinenraum

Hat sich nicht viel verändert im Vergleich zum vorigen Jahr. Ja, die zwei Laptops und das Smartphone habe ich auch noch, sind dann also fünf Rechner. Zwei Linux, zwei Windows, eins Android.

Vollpas-cha

Ich höre schon des Dorfs Getümmel,
hier ist des Volkes wahrer Himmel.

Eier, wir brauchen Eier! (Oliver Kahn, 2003)

Ich wünsche den wohlwollenden Leserinnen und geneigten Lesern frohe Feiertage.

Dunkle Materie entdeckt oder: Allah ist wie Jahwe

Wenn ich mich morgens durch die Nachrichten wühle, die zu lesen ich für wert erachte, finde ich meistens zahllose Gründe, mich zu ärgern: Ich werde nicht wirklich informiert, obwohl das Gegenteil behauptet wird, es handelt sich nicht um Journalismus, sondern um Propaganda, um Lautsprecher des Kapitals oder um getarnte Pressemeitteilungen, die darauf verzichten, auch unabhängige Quellen zu befragen, Deutsch des Grauens ist an der Tagesordnung.

Was mich interessiert, sind meistens Reportagen, mit denen ich mich ausführlich beschäftigen möchte, wozu mir aber die Zeit fehlt, oder verstörende Geschichten (Javascript erforderlich), die mich aber ratlos zurücklassen.

Fefe prägte heute den wunderbaren Begriff von der “Echokammer der Gleichgesinnten”, was auf große Teile der deutschen Medien ebenso zutrifft wie auf das Sekten-Milieu der Veganer, Esoteriker oder Binnen-I-Talibanesinnen.

Wenn ich mich wirklich erholen will, gehe ich zu den Wissenschaftlern. Die wissen wenigstens, wovon sie reden, und deren Aprilscherze (Javascript erforderlich) sind intellektuell anspruchsvoll und auch komisch.

Fazit: Ich brauche keine Zeitung mehr. Die konkret sollte ich endlich mal abonnieren, weil ich sie eh immer kaufe. Aber ohne Gremliza (geb. 1940) wäre die konkret vermutlich schnell tot und unlesbar. Ein ebenbürtiger Nachfolger ist nicht in Sicht. “Ich bestehe auf dem Recht, ja der Pflicht des Aufklärers, Allah so wenig zu achten und nach Kräften zu verspotten, wie irgendwelche anderen Götter, von Jesus C. bis L. Ron Hubbard. Die Religionsfreiheit, die ich meine, ist die Freiheit von Religion. Damit das klar ist.” Wer sagt so etwas sonst noch?

Die Jungle World könnte ich online lesen, vergesse es aber immer, und außerdem nervt mich bei derJungle World, dass sie sich dem E-Mai-Verschlüsseln konsequent verweigern und stattdessen auf Facebook herumtrollen. Was soll an dieser Attitude “links” sein? Nicht mit mir.

Ich weiß gar nicht, ob ich mein eigenes Blog lesen würde, wenn ich nicht ich wäre. Gute Frage, die nur die wohlwollenden Leserinnen und geneigten Leser beantworten können.

Neues Bild

Ich habe mich doch entschlossen, jetzt ein anderes Bild von mir zu präsentieren, das vorherige war schon mehr als zehn Jahre alt. Dieses stammt auf dem Jahr 2013.

Laufsaison eröffnet

Ohne Endomondo, vor einer 12-Stunden-Schicht, rund 35 Minuten, gemächliches Tempo, ohne mich groß anzustrengen, aber mit genug Schweiß, um es als ordentliches Laufen gelten zu lassen. Offenbar trainiert man beim Kampfsport ganz andere Muskeln. Ich werde mal in den nächsten vier Wochen lieber zwei oder drei Mal laufen, um die Kondition zu verbessern, anstatt ein Mal wöchentlich meine kostbare freie Zeit mit 90 Minuten Kampfsport zu verbringen, nach denen ich immer völlig fertig bin.

Klassenkampf, literarisch gesehen, oder: Der Feind im Inneren

klassenkampf

Neu in meiner Bibliothek: David Peace: “GB84″ bei Liebeskind.

Wikipedia: “This is a fictional portrayal of the year of the UK miners’ strike (1984–1985). It describes the insidious workings of the British government and MI5, the coalfield battles, the struggle for influence in government and the dwindling powers of the National Union of Mineworkers. The book was awarded the James Tait Black Memorial Prize for literature in 2005.”

(Tut mir leid, die deutschen Wikipedia-Artikel zum Thema “Klassenkampf” sind meistens unpolitisch und treffen auch nicht den Kern der Sache. Allein die Tatsache, dass der Begriff “Klassenkampf” offenbar nicht vorkommen darf, sagt schon genug aus. Der Deutsche wird eben mit der antikommunistischen Schere im Kopf schon geboren – die muss später erst duch das Lesen von Burks’ Blog operativ entfernt werden.)

Euan Ferguson hat das Buch im Observer rezensiert:
His research has been scrupulous, comprehensive, awesome. Working from cuttings libraries in Japan, where he now lives, he has painstakingly reconstructed the ways in which the strike was provoked and fought and broken. (…) We learn, or we remember, how the strike was provoked: how the 1983 election majority gave the Tory government carte blanche to change the country in any way it decided

Sukhdev Sandhu schreibt im Telegraph:
GB84 is a horrible novel. Dark to the point of being dystopic. Joyless and unremittingly nasty. A bloated profanosaurus that seems even longer than its 460 pages, it is obscene, almost entirely lacking in humour, and repetitive to the point that most readers’ eyes will glaze over. (…) He wants us to feel the era viscerally as much as to understand it intellectually. Reportage soon gives way to jeremiads. There’s barely a comma in the whole book. Each sentence is like a jab between the eyes. We search in vain for someone with whom we can identify, but it’s almost impossible.

Ich glaube, das Buch wird mir gefallen. “Jeder Satz ein Stoß in die Augen.” Har har. Dass es überhaupt solche Bücher gibt und dass es sie nicht in Deutschland gibt, beweist wieder einmal den jämmerlichen Zustand der deutschen Literatur, die die Arbeiterklasse und den Klassenkampf total ignoriert und sich stattdessen mit den Befindlichkeiten der Mittelklasse beschäftigt.

Das Buch sollte eigentlich auch Pflichtlektüre eines jeden deutschen Gewerkschaftlers sein; die sind aber vermutlich zu sehr mit ihren “Tarifpartnern” beschäftigt. “Wilde Streiks” und Klassenkampf sind bei deutsche Gewerkschaftsfunktionären so populär wie Kinderpornografie.

Auf meiner Einkaufsliste für den nächsten Monat steht Rafael Chirbes: “Am Ufer“. Chirbes hatte ich hier schon zitiert: “Die Lektüre von Marx hat mir geholfen zu begreifen, was jede Gesellschaft am meisten bewegt. Um ein guter Schriftsteller zu sein, sollte man sich einen Standpunkt erarbeitet haben. Ich bin, trotz aller Verbrechen, die in Marx’ Namen verübt wurden, Marxist und Materialist. In einer Zeit, in der die Religion den meisten Leuten egal ist, in der es keine Ideale mehr gibt, bleibt einem keine andere Wahl.”

Ein deutscher Schriftsteller, der so etwas öffentlich zu sagen wagte, würde hierzulande sofort geächtet und vom Feuilleton ignoriert. Genau so funktioniert die Schere im Kopf. Ich nenne das freiwillige Selbstkontrolle Zensur. Die funktioniert viel effektiver als Zensur seitens der Obrigkeit.

Contradictio in adjecto

pause

Heute habe ich keine Zeit zum Bloggen.

Smalltalk 2.0 oder: Geschäftlich im hohen Norden unterwegs

gor

Eigentlich wollte ich einen schon begonnenen Artikel fertigschreiben, aber ich habe nun doch beschlossen, heute zu relaxen, was nach drei Tagen und jeweils 12 Nachtschicht hintereinander auch erlaubt sein sollte. Auch ein Tagesseminar Krav Maga “Abwehr von Messerangriffen” werde ich ausfallen lassen. Stattdessen werde ich am Abend in Secondlife unterwegs sein, dort habe ich auch genug zu tun. Außerdem erscheint am Montag wieder die englischsprachige Wochenzeitung “New Voice of Gor”, die ich herausgebe und produziere und schreibe – mittlerweile die 144ste Ausgabe im dritten Jahr.

Mein Avatar ist der mit dem weßpen Pelzmantel. Wir sitzen an einem virtuellen Feuer in Mjolnir (SLURL). Kurz darauf wurde das Dorf von einem Dutzend Krieger überfallen, und ich musste in die Tunnel flüchten, weil es dummerweise und überraschend meine ärgsten Feinde waren, die aber gar nicht wussten, dass ich im hohen Norden Gors unterwegs war. Das hätte dumm ausgehen können. (99 Prozent der geneigten Leserinnen und wohlwollenden Leser verstehen nur Bahnhof schütteln jetzt missbilligend die Köpfe und wenden sich anderen Blogs und Websites zu, die sich ernst und schmallippig politischen Themen widmen.)

Torvaldsland (noun): cruel, harsh, rocky land located northwest of the Hrimgar Mountains, above the Northern Forests and below the Polar Plain with which it shares the shores of the Artic Sea. Area commonly taken to start with the thinning of the great forest trees northward; it is northwest up the coast from the Vosk delta. The Skerry of Einar, by the Rune-Stone of the Torvaldsmark, marks the boundary of the Torvaldsland and the south. The Stream of Torvald, a current, moves eastward to the coast and then north; like a broad river in the sea, pasangs wide. The temperature is warmer than the surrounding water and helps warm Torvaldsland, without this current the people couldn’t live. Torvaldsland is a cruel, harsh, and rocky land with little arable soil. Though not treeless, it is a bleak land. Ka-la-na and temwood cannot grow there and are highly prized. The men are used to the cold and accustomed to war and the labor of the oar and are seasmen, traveling in their oared Serpent ships in search of parsit fish. The Torvaldslanders are fierce and aggressive warriors, preferring the great axe as their weapon. They hold to old gods, like Odin and Thor, and are much like the Vikings of Earth.
(Book 9: Marauders of Gor, pages 55-56)

Triage oder: Burasi bekleme yeri değildir

Triage

Ich hätte nicht gedacht, dass ich meinen Wortschatz noch würde erweitern können, zumal ich annahm, ich kennte mindestens so viele Wörter wie Jacob und Wilhelm Grimm, Johann Wolfgang von Goethe oder Thomas Mann oder sogar noch mehr (zum Beispiel “Internet”).

Da ich während des Studiums Althochdeutsch und Mittelhochdeutsch gelernt habe, sind mir auch Wörter und Formen nicht fremd, die niemand mehr gebraucht, die aber noch korrekt wären. Mein Opa, Bauernsohn und Bergmann, benutzte noch den starken Imperativ das starke Imperfekt von “fragen” – “frug” -, und nannte eine Jacke für Männer “Wams”. Dafür hätte er mit “Sneakers” nichts anfangen können.

Gestern begegnete mir “Triage“: “Die Triage (frz. trier ‚sortieren‘), deutsch auch Sichtung oder Einteilung, ist ein aus der Militärmedizin herrührender Begriff für die – ethisch schwierige – Aufgabe, etwa bei einem Massenanfall von Verletzten oder anderweitig Kranken darüber zu entscheiden, wie die knappen Mittel (personelle und materielle Ressourcen) auf sie aufzuteilen seien. Es handelt sich dabei um ein Stratifikationsverfahren vor erster Diagnose.”

Jetzt muss ich etwas einschieben. Wie meine Freunde schon wissen, arbeite ich drei Mal in der Woche als Sicherheits-Verantwortlicher in der – oft turbulenten – Rettungsstelle eines großen Berliner Krankenhauses, das im Einzugsbereich von gleich zwei so genannten “Problembezirken” liegt – nur Nachtschichten und die zwölf Stunden. Das bessert meine Finanzen auf, gibt mir Zeit, um meine zwei (oder waren es drei?) Bücher in der freien Zeit zu schreiben und löst auch die von den wohlwollenden Leserinnen und geneigten Lesern schon oft heimlich erörterte Frage, warum der Betreiber dieses gesellschaftlich irrelevanten Blogs, das vom deutschen Blogger-Mainstream komplett und zum Glück ignoriert wird, vor einiger Zeit die Sachkundeprüfung nach § 34 a Gewerbeordnung abgelegt habe und auch noch Kampfsport betreibe. Nein, ich bekomme mehr als den Mindestlohn.

Der Job ist spannend, aber manchmal auch sehr anstrengend, zumal ich der einzige Security-Mann dort bin. Es gibt keine festen Regeln und keine “Dienstanweisung”, und ich muss alles selbst herausfinden. Ich muss nur das medizinische Personal beschützen entlasten und für Ordnung sorgen. Eigentlich müsste man Psychologie und Völkerkunde studiert haben, Türkisch und Arabisch können, Sozialarbeiter sein, Nerven wie Drahtseile haben, sich mit den Risiken und Nebenwirkungen aller bekannten psychotrophen Substanzen für den Publikumsverkehr auskennen, und natürlich auf gestresste und bis zum Hals mit Adrenalin vollgepumpte junge Männer einschüchternd beruhigend wirken oder auf Jugendliche, die nicht wissen, dass man sich mit Alkohol auch umbringen kann.

Daher begegnete mir “Triage” – das steht dort auf einer Tür, und das ist dort auch das Thema.

Jetzt muss ich etwas einschieben in den Einschub: Wie mir neulich berichtet wurde – sogar Namen wirden genannt -, gibt es in den Berliner Journalistenvereinen immer noch Charaktere, die mich bis aufs Blut hassen und die jede Gelegenheit ausnutzen, gegen mich zu intrigieren oder die versuchen, mir eins auszuwischen, aus Rache dafür, dass sie mich während der turbulenten Zeit im DJV Berlin nicht kleingekriegt haben und weil ich danach Recht behalten habe mit dem Zitat meines Hausphilosophen Georg Christoph Lichtenberg: “Es gibt manche Leute, die nicht eher hören können, bis man ihnen die Ohren abschneidet.” Denen, die mich hassen, aber sage sich: Wieviel ist sieben Tage geteilt durch zwei? Genau. Burks arbeitet immer noch als Journalist und Schriftsteller, es gibt keinen Grund zu versuchen, mich wieder ausschließen zu wollen, weil man theoretisch nur Mitglied des DJV sein kann, wenn man “hauptberuflich” als Journalist werkelt.

Jetzt habe ich ganz vergessen, worüber ich eigentlich bloggen wollte. Hatte ich die zahlreichen hübschen Ärztinnen und Krankenschwestern schon erwähnt? Ich trinke jetzt erst einmal Kaffee, den ich bitter nötig habe.

Es geht um eine Systemfrage

xmas

Heute nur Positives – eine weitgehend unbeachtete Meldung: Die Rhein-Neckar-Zeitung (u.a.) berichten über eine Entscheidung des Landgerichts Tübingen, die es den Kommunen weiterhin erlaubt, Krankenhäuser zu subventionieren. Bravo! (Hallo, Dr. Harald B.!)

Die Lokalzeitung sieht das ganz richtig: “Es geht um eine Systemfrage: Bleiben die Kliniken mehrheitlich in der Hand des Staats oder übernehmen profitorientierte Konzerne das Zepter? Seit Jahren schon steigt die Zahl der von privaten Unternehmen betriebenen Kliniken. Doch die Privaten fühlen sich benachteiligt: Denn während jede zweite bis dritte öffentliche Klinik regelmäßig Zuschüsse aus Steuermitteln bekommt, müssen private Betreiber ohne solche Finanzspritzen auskommen. (…) Die Klage sei ein Versuch, das Gesundheitswesen immer stärker zu kommerzialisieren,…”

Ein schwerer Schlag für die Anhänger der Glaubensgemeinschaft Freier Markt(TM). “Für die Richter ging es allein um die juristische Frage, ob Krankenhäuser ganz normale Wirtschaftsbetriebe sind oder nicht. Nach Überzeugung der Richter sind sie das nicht. Kliniken seien vielmehr ein Teil der staatlichen Daseinsvorsorge – deshalb müsse der Staat sie auch nicht den Kräften des freien Marktes überlassen.”

Nochmal bravo, bravo, bravo. (Übrigens ein Thema, das die “Netzgemeinde” nicht interessiert. Aber: It’s the economy, stupid!)

Ich wünsche allen wohlwollenden Leserinnen und geneigten Lesern schöne Festtage!

Der Arnika-Tester

Eintritt Burks, Apotheke 1, Karl-Marx-Strasse, Rixdorf. Höfliches Lächeln. Guten Tag, bitte sehr?
Ich hätte gern Arnika-Tinktur.
Oh, da muss ich nachsehen, ob wir das haben…Kopfschütteln. Ähm. Meinen Sie Globuli?
Ich meinte (Stimme leicht erhoben) A r n i k a – T i n k t u r.
Das müssten wir bestellen. Oder wollen Sie ein Ol?
Ich hätte gern Arnika-Tinktur. Und jetzt. Bis morgen ist der Schmerz eh weg.
Das tut mir leid.
Mir auch. Auf Wiedersehen.

Eintritt Burks, Apotheke 2, Karl-Marx-Strasse 50. Rixdorf. Höfliches Lächeln. Guten Tag, bitte sehr?
Ich hätte gern Arnika-Tinktur.
Oh, da muss ich nachsehen, ob wir das haben…
Stirnrunzeln.
Meinen Sie Globuli?
Ich meinte (Stimme leicht erhoben) A r n i k a – T i n k t u r.
(Holt eine Flasche mit Arnika-Tinktur aus einer Schublade.) Haben wir doch.
(Erfreutes Lächeln). Sehr schön, das gute Hausmittel hilft doch immer, im Gegensatz zu Globuli oder Esoterik.
Sie meinen Homöopathie? Das ist aber keine Esoterik. (Stirnrunzeln, Lächeln verschwindet.)
Für mich schon. Ich habe mir beim Kampfsport einen Zeh ein bisschen lädiert. Ich glaube nicht dran, also helfen bei mir keine Globuli.
(Finsterer Blick) Macht zwei Euro neunzig.

Frage: Wieso kriege ich eigentlich immer mit allen Leuten Streit oder so etwas Ähnliches, auch bei den geringfügigsten Anlässen? Mach ich etwas falsch?

Fiat Lux, revisited

schlafzimmer

Wände und Beleuchtung meines Schlafzimmers sind neu (gestrichen oder angebracht worden). Jetzt kommt der Fußboden dran. In zwei Wochen oder dreien werde ich berichten (für die Familienangehörigen oder potenziellen SexpartnerinnenLebensabschnittsgefährtinnen, die hier heimlich mitlesen).

Fiat Lux

lampe

Ich hatte schon erwähnt, dass ich meine dämliche Schlafzimmerlampe entsorgte und mir für fünf Euro beim Trödel meines Vertrauens eine kleine kitschige Wandleuchte besorgt habe – mit dem Vorteil, dass sie zwar auch hässlich, dafür aber kleiner ist. Fiat lux! Und jetzt muss ich noch die Wand verputzen und streichen, bevor der Fußboden an der Reihe ist.

Stemme, stemme und so weiter

renovieren

Also wenn man erst einmal anfängt, dann findet man immer mehr Dinge, die renoviert werden müssen. Ich wollte ja nur die Decke meines Schlafzimmers streichen, um die Wasserschäden zu beseitigen, die das Kind des Nachbarn über mir vor einem Jahr verursacht hat.

Das ist geschehen, und siehe, der Fußboden ist auch scheisse, wie ich hier schon anmerkte. Neue Fußbodenfarbe wurde also gekauft und steht schon da. Dazu noch andere Farbe, um eine Wand farblich etwas anders als weiß zu gestalten, wie es jetzt bei den neuen Mittelschichten üblich zu sein scheint (Rauhfaser ist sowieso out, ockerfarbene Wände ohne Tapeten sind offenbar in.)

Jetzt fiel mir auf, dass mir die dämliche Schlafzimmerlampe auch nicht mehr gefiel. Also kaufte ich für fünf Euro beim Trödel meines Vertrauens eine Art kleine Wandleuchte, goldig und schön geschwungen kitschig, in die man auch rote Glühbirnen drehen könnte, wenn einem danach wäre, bei Damenbesuch etwa. Um die anzubringen, muss ich aber eine Leitung legen. Und dazu muss ich leider die Wand aufstemmen – wenn schon, denn schon Unterputz.

So um Weihnachten herum sollte ich vielleicht fertig werden, inklusive des Fußbodens, falls mir in der Zwischenzeit nicht noch etwas unangenehm dazwischenkommt, dass erneuert bzw. verschönert werden müsste.

Lustkäufe von Männern

examen34aMaus

Wer sagt’s denn. Ich habe heute die Sachkundeprüfung nach § 34 a Gewerbeordnung bestanden, könnte also jetzt auch Doorman einer Diskothek werden oder eine eigene Security-Firma gründen. (Gegen Altersarmut ist also auch vorgebeugt, wenn ich keinen Bestseller mehr schriebe.)

Bei solchen Anlässen neigen auch Männer zu Lustkäufen, als da in meinem Fall wären: Glengrant Single Malt (hier gekauft, der Laden ist ein Muss für Rixdorf-Touristen).

Das war noch nicht alles: Zudem noch eine programmierbare Gamer-Maus (Roccat Kone(+)). Letztere brauche ich, weil ich beim virtuellen Schwertkampf verschiedene Hotkeys (“defensive”, “offensive stance” usw.) per Maus bedienen muss, anstatt mit der linken Hand zahllose Tasten zu drücken, die ich dann doch nicht treffe, wenn ich gleichzeitig auf den Monitor starre, um Schwerthiebe 2.0. abzuwehren.

Kontakanzeige

yuroki

Ja, ich bin zur Zeit unbeweibt und wäre aufgeschlossen für etwas Neues. Aber ich suche nicht und finde Kontaktanzeigen zum Heulen.

Um mich zu beschreiben brauchte man vermutlich einen Roman oder nur einen Satz. Den sagte gerade ein anderer (Spieler hinter einem) Avatar, der bei mir als virtueller Bodyguard und Elitekämpfer anheuern wollte, zu meinem Avatar (vgl. Screenshot): “I know you are a stubbornmule with a dominant attitude, no matter what you do. But I also know you know your stuff.”

Abschied von einem nützlichen Gegenstand

BrilleBrille

Die reizende Dame beim Optiker meines Vertrauens meinte, dass sowieso niemand bemerken würde, dass ich eine neue Brille trage, da ich meinen Stil nicht verändert habe. Stimmt wohl. Die 200 Euronen taten mir zwar weh, aber das alte Gestell löste sich schon in seine Einzelteile auf und saß auch schief, weil ich dummerweise in einer Nacht darauf geschlafen hatte.

Ein anderer Optiker (billig, billig) in Rixdorf hatte mir vorher auf Nachfrage verkündet, Brillen wie meine trüge man nicht mehr, und die würden auch gar nicht mehr hergestellt. Bestellen könne er eine solche auch nicht. Har Har. Brillenkauf ist eben Vertrauenssache.

Waschbrettbauch vor Sandburg

Sandburg

Auch wenn die wohlwollenden Leserinnen und geneigten Leser das nicht glauben werden: Der junge Mann mit dem Waschbrettbauch bin ich im Jahr 1972. Im Hintergrund werkelt meine damalige Freundin an der gemeinsam erstellten Strandburg. Ich weiß gar nicht mehr, wo das war, jedenfalls irgendwo an der Nordsee.

Natürlich habe ich mit diesem Posting die Zugriffszahlen diesen kleinen irrelevanten Blogs wieder in den Keller geschossen. Leser erwarten immer das Gleiche, thematisch gesehen. So ein Gemischtwarenladen wie Burks.de ist auch Gift für die Werbeindustrie, die wir alle so lieben und verehren wie die so genannte freiheitlich-demokratische soziale Marktwirtschaft.

Hier geht es hingegen um das Programmieren virtueller Polygone (Second Life), Sex Jugendschutz, Südamerika, Rixdorf, gewaltverherrlichende Fantasien, Rechtsextremismus kackbraune Randgruppen, gutes Deutsch, Karl Marx und die politische Ökonomie, Computersicherheit, Kryptografie und Kryptologie, Vereinsmeierei (DJV, GPF u.a.), Ego-Shooter und andere Warlords 2.0, piratische Themen, Joggen, Polen, Sprengchemie, Heimat, Filme, meine gesammelten Bücher und Artikel. Es gibt keine Zielgruppe, die man dafür definieren könnte. Burks.de ist also völlig irrelevant.

Außerdem sage ich gern, was ich meine, und haue netzpolitische und andere Lichterkettenträger in die Pfanne. Das kann nicht gut gehen, weil man dann von der Netzgemeinde mit Missachtung gestraft wird. Blogs, die im Gegensatz zu meinem seriös sind, wie netzpolitik.org, bleiben immer ernst und sachlich, wie es sich für eine Gemeinde gehört, und man weiß immer, woran man ist und wird nicht überrascht. Das mögen die Medien Kunden: Der Deutsche an sich denkt und handelt kommunitär (nicht zu verwechseln mit Vade retro, Satanas! kommunistisch) und möchte es harmonisch.

Ich mag es nicht harmonisch. Ich streite mich gern herum, dass Leben in die Bude kommt und die Sachen auf den Punkt gebracht werden. Das musste mal gesagt werden. Und jetzt werde ich nicht die Länge, sondern Geschwindigkeit trainieren.

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