Neu im Bücherschrank:
Frisch aus den USA angeliefert, via Otherland. Mittlerweile kann ich bei Normans sprachlichem Niveau auf ein Wörterbuch beim Lesen verzichten. Das Bild unten ist natürlich nicht aus den Büchern, sondern stammt aus Gor in Second Life – nur damit burks.de wieder in die “Jugendschutz”-Filter deutscher Bibliotheken kommt.
“Jugendschutz”-Warte, aufgemerkt! Nackte virtuelle Brüste gefährden ihre geistige Gesundheit und das seelische Wohl ihrer Kinder und hemmen deren Entwicklung!

Weltmännertag
Heute ist Weltmännertag. “Dieser soll laut Aussage des Schirmherrn Michail Gorbatschow das Bewusstsein der Männer im gesundheitlichen Bereich erweitern.” WTF?
Altrömische Therme 2.0
Meine virtuelle Heimatstadt Landa im goreanischen Teil von Second Life hatte einen “Architekten”-Wettbewerb ausgeschrieben, um ein neues public bath im Stil des antiken Rom zu bekommen. Ich habe mit meinem Bad den ersten Preis bekommen – 5000 Lindendollar (250 Lindendollar sind rund 1 US$).
Das Gebäude besteht übrigens aus nur 68 Polygonen, Statuen nicht mitgerechnet. Die Deckengemälde der Kuppeln stammen natürlich von Michelangelo…
Zensurweltmeister Deutschland, revisited
Eine der lächerlichsten Institutionen, die die deutsche Leitkultur je hervorgebracht hat, ist zweifellos die so genannte “Bundesprüfstelle” für “jugendgefährdende” Medien, was auch immer “jugendgefährdend” sein mag.
Hinter diesem euphemistischen Titel verbirgt sich nichts anderes als die altbekannte Zensur, die sich aber kostümiert hat.
“Jugend” ist ohnehin ein kulturelles Konstrukt und keine anthropologische Konstante, was wir spätestens seit Philippe Ariès “Geschichte der Kindheit” wissen.
Die Jugend muss nicht vor Abbildungen oder Texten “geschützt” werden, und schon gar nicht vom Staat. “Jugendschutz” ist aber Moraltheologie – der öffentliche Diskurs darüber sperrt sich somit gegen jede rationale Argumentation.
Bei Pornoanwalt.de lesen wir über die aktuelle Situation: “Deutsche Suchmaschinen sperren mehr als 2.500 Websites, welche von der Bundesprüfstelle (BPjM) indiziert wurden.” Deswegen benutze ich auch nie deutsche Suchmaschinen, weil deren Betreiber ein gutes Beispiel für den vorauseilenden Gehorsam sind, der den Deutschen an sich auszeichnet und dem Heinrich Mann mit dem Roman “Der Untertan” ein literarisches Denkmal gesetzt hat.
Niemand weiß, nach welchen wissenschaftlichen (!) Kriterien die schmallippigen “Prüfer” entscheiden, was die “Entwicklung” von Jugendlichen “beeinträchtigt”. Ich ahne es: Es ist das so genannte “gesunde” Volksempfinden, das bei denen offenbar die 68-er Jahre verschlafen hat und noch in der Adenauer-Ära steckengeblieben ist.
Man muss sich diesen Quatsch nur einmal ansehen:
John Norman, Die Wilden von Gor, Taschenbuch Nr.4195, Reihe Fantasy Wilhelm Heyne Verlag, München, indiziert durch Entscheidung Nr. 2681 (V) vom 16. September 1986, bekannt gemacht im Bundesanzeiger Nr. 181 vom 30. September 1986.
Das Buch wird aus der Liste der jugendgefährdenden Medien gestrichen.
Entscheidung Nr. A 213/11 vom 22. August 2011 (Pr.603/11).
2011! Dieses Buch des US-amerikanischen Bestsellerautors (Trash, zugegeben!) steht in den USA in jeder Bibilothek. Und die so genannte “Bundesprüfstelle” entscheidet hierzulande in diesem Jahr, dass die (ohnehin zensierte und harmlose) deutsche Übersetzung der Jugend zugänglich gemacht werden darf. Ja, in welchem Jahrhundert leben wir denn?
Ich habe mich entschlossen, nur noch Parteien zu wählen, denn ich zutraue zu fordern, dass diese unsägliche “Bundesprüfstelle” ersatzlos abgewickelt wird.
Lore 2.0
Gor
Lydius
Tunnel-Editor 2.0 (Update)
So sieht es aus, wenn man das Menu des Second-Live-Viewers Phoenix im Editor-Modus für Objekte vor sich hat: Die Polygone, die weiß markiert sind, habe ich selbst gebaut, hier u.a. ein unterirdisches Tunnel-System derjenigen Sim, auf der ich Administrator-Rechte habe.
Update: Ich hatte vergessen, dass ich auch einen Screenshot habe, wie das dann aussieht, wenn ein Avatar durch die Tunnel läuft:
Torvaldsland
Giani
Giani: tiny cat-sized panther of solitary habits which inhabits the low branches of ground level in rainforests inland of Schendi. (Explorer’s of Gor, page 312)
Lazy Days
Liebliches Tal 2.0
Meeting a Merc
Wie will man diese virtuelle Situation beschreiben? Nächtliche Geheimverhandlungen mit einem Söldner, um ein Kidnapping abzusprechen? Goreaner wissen vermutlich jetzt, was mein Avatar (der mit dem Helm) plant, aber wen interessiert das schon?
Pin-up 2.0
Avatare sehen dich an
Shipwreck 2.0
Battlefield
Gesehen auf der italienischen Sim Kassarya, “la citta’ di Pietra”.
Fachliteratur im Fachbuchhandel
Heute will ich eine Fachbuchhandlung empfehlen – Outerland Otherland in Berlin-Kreuzberg. Ich hatte ja von je her ein Faible für Bücher jenseits des Mainstreams. Bei Science Fiction bin ich sehr anspruchvoll, da sollte es schon mindestens das Niveau von Stanislaw Lem sein. Schwer, etwas Vernünftiges zu bekommen. Ich darf aber nicht jammern. Ich habe ja schon einige Sciene-Fiction-Stories veröffentlicht. Also könnte ich mir meine Bücher auch selbst schreiben.
Fantasy lese ich gar nicht, außer John Norman John Norman, obwohl das Trash ist.
Nachdem ich jetzt im Mainstream-Buchhandel mehrere Male vergeblich versucht hatte, eines seiner Bücher in englischer Sprache zu bekommen, war ich genervt. Es würde drei Wochen dauern und es gebe keine Garantie, dass es funktionieren würde, eines seiner Werke zu bestellen, sagte man mir achzelzuckend. Das darf doch nicht wahr sein? Der Kerl hat Millionen davon verkauft!
Auch online ist es schwierig mit Norman. Die 29 Fantasy-Romane des Gor-Zyklus sind bei Amazon kaum oder gar nicht erhältlich. Bei ebay erzielen die vergriffenen englischen Ausgaben Liebhaberpreise ab 50 Euro und mehr. Ich bin doch nicht blöd…
Immerhin hatten sie bei Otherland zwei Bücher Normans, aber leider in Deutsch. Mir wurde fachlich qualifiziert (ja, die beraten da ganz hervorragend!) versprochen, die neue Übersetzung sei besser als die der älteren Ausgaben – man hatte damals die Sex-Szenen fast alle gestrichen und sich auch sonst keine Mühe gegeben. Die meisten seiner Bücher standen eh auf dem Index. Auch wenn der Inhalt der Gor-Bücher hanebüchener Blödsinn sind: Einen Autor, der eine riesige Auflage hat, vierzig Jahre lang schreibt, dessen Bücher aber in Deutschland komplett totgeschwiegen werden – den muss man einfach mal in gebundener Papierform lesen.
Tajuk Oasis
Tajuk Oasis, Gor in Second Life
Three Moons of Gor
Credits: Duska Resident













































