Ianda, wegen Zeitmangels oder: Unter Polygonen, revisited

iandaianda

Da ist heute keine Zeit zum Bloggen habe, hier nur zwei unterschiedliche Ansichten meiner virtuellen Heimat Ianda. Nur Eingeweihte werden das untere Bild zu deuten wissen,

Arriving at home 2.0

Ianda

Heute habe ich wenig Zeit, daher nur ein unpolitisches Bildchen über meine virtuelle Heimat.

Fight!

sword tournament

Schwertkampf-Turnier in der neuen Arena von Ianda, meiner virtuellen Heimatstadt. Der „Arena-Master“ (rechts) ruft gerade das Kommando „Fight“; die beiden Kontrahenten haben sich in Positur gestellt. Auf der Galerie zahlreiche Zuschauener, darunter auch mein Avatar (der in weißer Tunika). (Ja, die Arena habe ich auch gebaut.)

Wann ist Nacht im Internet?

e-books

Boersenblatt.net (via Heise): „Jugendgefährdende E-Books fallen unter die Telemedien und dürfen nur zwischen 22 und 6 Uhr angeboten werden.“

Ich dachte erst, das stammte aus der Titanic oder dem Postillion. Dazu Kommentare aus dem Heise-Forum: „Wann ist Nacht im Internet? Oder sind die Shops ausschließlich in Deutschland aufrufbar per Geo-Block?“ Oder: „Wenn ich mir so ein Buch auf Papier bestelle, kommt der Postbote dann auch nach 22:00?“

Die meinen das ernst. Der klostertaugliche deutsche „Jugendschutz“ ist ohnehin Comedy pur, vergleichbar mit einem Ausflug nach Absurdistan oder einer Visite in einem Heim für gefallene Töchter aka „Besserungsanstalt“.

Mein Rat: Auch burks.de sollten Sie nur nach 22.00 Uhr aurufen, wo auch immer Sie sich auf der Welt gerade aufhalten.

Rollenspielersprech oder: A great flood hits Tancred’s Landing

Tancred's LandingTancred's LandingIanda

Die Sprache von Rollenspielern ist ähnlich verschwurbelt. – das heißt: unverständlich für Nicht-Eingeweihte -, wie die von Juristen oder Werbefuzzys. Ich habe mich entschieden, meine Sim Tancred’s Landing im Gor-Segment von Secondlife aufzugeben und stattdessen nach Ianda überzusiedeln. Gebaut hatte ich Ianda ohnehin.

Alles klar? Nein? Auch nicht, wenn ich das folgende Zitat aus der Trash-Fantasy-Literatur anbringe? „I had gone from Lara to White Water, using the barge canal, to circumvent the rapids, and fron there to Tancred’s Landing. I had later voyaged down river to Iskander, Forestport, and Ar’s Station.“ (Rogue of Gor) Klingelt es noch nicht? Dann dieses? „I suspected, from the use of the hands and beads, had been trained in Ianda, a merchant island north of Anango.“ (Explorer of Gor) Fällt natürlich in die Rubrik „unnützes Wissen“, also dorthin, woe Quizfragen im deutschen Fernsehen eh schon vor sich hinmodern.

Ein Rollenspieler, zumal in einer 3D-Welt, kann daraus eine nette „Storyline“ machen – etwas diese:
The harbo(u)r of Tancred’s Landing, the famous library of the „Voice of Gor“ and the warehouse and headquarters of the House of Yuroki Company had been hit by a big flood. [Bilder oben] The Vosk river destroyed the lower walls and some trade goods. No citizens were harmed. The bookshelves and the printing press are safe. Rarius Yuroki decided to move to ianda on the Island of Landa. The HoY fleet of five ships left the Vosk area just in time and is heading for the southern Thassa. The company is expected to arrive at the docks of Ianda very soon.

Das ist mittlerweile geschehen. (Gar nicht so einfach, ein Hochwaser in Secondlife zu simulieren.) Mein Avatar hat das Hauptquartier der HoY Bank schon eingerichtet – direkt in der Shopping Mall von Ianda, wie das „Foto“ unten unzweideutig beweist.

Exegi monumentum aere perennius

IandaiandaIandaIandaIanda

Sorry, auch im virtuellen Leben hat man Termine einzuhalten, vor allem dann, wenn man Geld dafür bekommt, etwas zu bauen, sei es auch nur eine symbolische Summe, die, was die Arbeitszeit betrifft, den Mindestlohn weit unterschreitet, aber dennoch die Mühe wert ist, da der Spaßfaktor und die Tatsache, Gott spielen zu können, der Welten erschuf, die dem entsprachen, das vorher in seinem Geist Formen angenommen hatte, dem Homo sapiens immer schon erfreut hat und er sich der Illusion hingab: Exegi monumentum aere perennius!

Miscellaneous distracting

Tancred's Landing
Meine Gor-Sim Tancred’s Landing in Second Life bei virtuellem Regenwetter

Neu in der Blogroll: Jacobin (USA). Jacobin is a leading voice of the American left, offering socialist perspectives on politics, economics, and culture. The print magazine is released quarterly and reaches over 10,000 subscribers, in addition to a web audience of 600,000 a month.

Neu auch: Roar, das in englischer Sprache in den Niederlanden erscheint. ROAR Magazine, or Reflections on a Revolution, is an online journal of the radical imagination providing grassroots perspectives from the front-lines of the global struggle for real democracy.

Wieso haben die alle so ein schickes Layout? Ich habe keine Zeit, mir selbst Typo3 beizubringen, aber ich hätte auch gern so etwas.

Was habe ich in den letzten Stunden gelesen? Zum Beispiel wieder den Guardian: „May Day: workers of the world unite and take over – their factories. (…) A 19th-century slogan is getting a 21st-century makeover. The workers of the world really are uniting. At least, some of them are.“

Sag ich doch. Geht doch. Das Himmelreich Der Kommunismus ist nahe herbeigekommen. Ich ahne so etwas wie die Ciompi, nur eine Epoche weiter. (O je, ich habe den Geburtstag Karl Marxens vergessen!) Dazu passt makroskop Streik.

Natürlich die aktuelle Kolumne Harald Martensteins: Über Ernährungsweisen und Paarungsverhalten (und Grünkernbratlinge und was die mit dem Koitus zu tun haben).

Dann noch etwas über eine Katze. Katzen und Hunde gehen immer. Auch chinesische Hover-Cars.

Die chinesische Regierung geht jetzt vorbildich gegen den Islam vor, berichtet die Washington Post.

Wie die Erde resettet, kann man in einem hübschen Video sehen. (Vorsicht, Facebook!)

Jetzt muss ich leider arbeiten…

Unter Polygonen

Landa

Passiert irgendwo etwas? Ist irgendwo etwas relevant für mein Leben? Man kann sich stundenlang durch die Medien und die sogenannten sozialen Netzwerke wühlen, oder es auch lassen – es macht keinen Unterschied. Dann treibe ich mich doch gleich in noch sinnloseren Welten herum.

In meiner wenigen Freizeit baue ich gerade wieder einmal eine Gor-Sim in Secondlife. Die Besitzerin – eine US-Amerikanerin – zahlt natürlich dafür. Das „Honorar“ ist aber eher symbolisch gemeint, wurde frei ausgehandelt, und bewegt sich auf Mindestlohn-Niveau.

Virtuelles Bauen – das meint: Ich habe zunächst eine riesige leere, von „Wasser“ umgebene platte Platte vor mir. Und die virtuelle Erde war wüst und leer und mein Geist schwebte noch über den Wassern. Auf diese Erde passen 16000 Polygone in beliebiger Form. Jede Seite eines Polygons kann mit einer unterschiedlichen Textur ausgestattet werden – etwas wie ein Würfel, der sechs verschiedene Seiten hat. Man kann also jede denkbare Grafik hochladen und ein virtuelles Objekt damit realistisch aussehen lassen. Auf den Screenshot sieht man noch viele gelbe Flächen, die eine Art Maserung haben – bei diesen Prims fehlt noch eine Textur. Die Brücke auf dem unteren Bild habe ich natürlich auch gebaut, sie hat rund 50 Prims. Der gebildete Italien-Reisende wird auch gleich erkennen, welches Bauwerk mich inspiriert hat. (Um ein solches Objekt zu bauen, braucht man mehrere Stunden. Da es in Secondlife keine „Gravitation“ für Prims gibt, schweben unfertige Gebäude noch in der Luft.)

Das alles ist eine (sinnfreie) Wissenschaft für sich, wenn man Mesh und „Sculpted prims“ dazunimmt. Man darf auch nur rund 10000 „Prims“ (Polygone) verbauen, weil sich sonst die Avatare, die dort herumlaufen sollen, nicht mehr bewegen können – der Rechner, der eine Sim „handeln“ muss, kann das dann nicht mehr rendern, was zur Folge hat, dass alles nur noch ruckelig oder in Zeitlupe abläuft.

Die Stadt, die ich baue, muss auch für Herumballern und virtuelle Hauereien geeignet sein, da Raids, also Angriffe bewaffneter Avataren auf andere, ein wesentliches Element des Rollenspiels sind. Das bedeutet: Die Verteidigungsanlagen müssen so gut sein, dass Angreifer es nicht allzu leicht haben (man beachte die „Wehrgänge“ der Stadtmauer), andererseits dürfen sie auch nicht chancenlos sein – dann käme niemand mehr und es wäre langweilig. Das „Bauen“ kann man nicht lernen – man muss eine große Erfahrung haben, um gut zu sein.

Für eine ganze Stadt – wie die obige – brauche ich, da ich nur wenig Zeit habe, ungefähr vier Wochen. Es gibt – finde ich – schlechtere Hobbys…

Panthergirl

panther

Das Profilbild eines Avatars in Gor in Secondlife – ein „Panther„-Charakter.

New Weapons

weapons

Ich habe mir meinem Avatar neue Waffen gekauft. Die braucht man heutzutage so dringend wie ein neues Smartphone.

Für den Melee-Kampf habe ich jetzt ein Primus Aelius Gladius (Version 3.55, kostet ca. zwei Euro, nur für verifizierte Erwachsene auf Secondlife Marketplace zugänglich, weil ein virtuelles Schwert natürlich für Jugendliche extrem gefährlich ist und sie in ihrer seelischen und körperlichen Entwicklung behindert).

Als Langwaffe trage ich trägt mein Avatar eine Nitrium-Armbrust (auch von Primus, ein bisschen teurer). Beide sind auf meinem dem Rücken meines Avatars zu sehen.

Will mich jemand herausfordern? Keine Scheu, ich bin nur ein einfältiger Kaufmann auf Gor mit etwas … äh… kriegerischer Vergangenheit.

Unter Avataren

ich

Hier ein völlig unpolitisches Posting aus der beliebten Rubrik „Lange-kein-Avatar-Screenshot-mehr-veröffentlicht“. Ich bin der bewaffnete Herr links. Das Environment habe ich selbst gebaut (außer der Dame natürlich).

Hurra, ich bin eine Sekte!

javascript

Ich frage mich, ob die Statistik, was Javascript angeht, bei deutschen Websites ähnlich aussieht? Natürlich ist diese nicht repräsentativ, aber „What die Gor“ ist eine Satire-Website, die sich über das Rollenspiel in Gor-Secondlife lustig macht – und von genau diesen Rollenspielern gemacht wird, also von Leuten, die ohnehin Internet-„affiner“ sind als der Rest. („What die Gor“ ist natürlich Insider-Humor, den niemand versteht, der nicht selbst dort aktiv ist, aber ich kann mich immer kringeln vor Lachen.)

Btw: Funktioniert das hier eigentlich noch beim Internet-Explorer?

Spectacular View 2.0

kasra fayeen

Die deutschen GorSims Talunaland und Kasra/Fayeen (die Stadt im Hintergrund) in Secondlife.

Meine Bank, mein Warenhaus, mein Schiff

Tancred's landingTancred's landingTancred's landingTancred's landingTancred's landingTancred's landingTancred's landingTancred's landingTancred's landingTancred's landing

jaja, es fehlte noch: meine Sklavinnen, aber wie waren gerade nicht online. Ich habe ein wenig an meiner Sim in Secondlife herumgebastet. Alles selbst gestaltet und gemacht. (Nun, den Seehund habe ich gekauft für weniger als einen Cent, und das Schiff auch, aber das habe ich komplett umgebaut.)

Burks sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut. Es wurde Abend und es wurde Morgen. Burks schuf also den Avatar als sein wunschgemäßes Abbild (das die weißgoldene Tunika der Kaste der Kaufleute von Gor trägt) und stattete sein Abbild mit einer Armbrust, einem Dolch, einem Schwert und einem Schild aus, auf dass es anderen schlecht gelaunten Avataren, die ihm an das virtuelle Leder wollen, übel ergehe, was oft genug geschehen ist.

Also kommt mal in Tancred’s Landing vorbei! (Auf meiner Sim wird Englisch gesprochen. Ausnahmen bestätigen die Regel.)

The men of [bitte selbst ausfüllen] are upon you!

the men of torvaldsland ar upon you

Ich wollte etwas Politisches schreiben, zum Beispiel, dass mich der absehbare Fall von Kobane und der ebenfalls absehbare Massenmord an Kurden an den Warschauer Aufstand 1945 gegen die deutschen Besatzungstruppen erinnern – und das Verhalten Stalins, der die Polen verrecken ließ, obwohl die sowjetische Armee das vermutlich hätte verhindern können.

Die Fälle ähneln sich auch deswegen, weil die Kurden im Irak, insbesondere die Peschmerga, den „westlichen“ Mächten gegenüber nie sehr freundlich gesonnen waren. Man muss wissen, dass die Demokratische Partei Kurdistans mit allen anderen Fraktionen zerstritten ist, dass die Kurden und ihre Warlords sich gegenseitig bekämpften und dass die jeweiigen Machthaber im Irak und auch „der Westen“ mit der Maxime „divide et impera“ gut leben konnten und auch jetzt können.

Die Türkei wird ohnehin den Teufel tun und irgendetwas unterstützen, was den Schwefelgeruch der Arbeiterpartei Kurdistans hat. Die PKK versteht sich als „marxistisch“ – das kann man aber nicht ernst nehmen, sondern ist nur ein Kostüm, um die jeweils größten anzunehmenden „Führer“ zu legitimieren, vergleichbar mit dem „Marxismus“ Pol Pots in Kambodscha. Die Türkei Erdogans toleriert die terroristische IS – das ist kein Geheimnis.

Das Resultat der „Politik“ der imperialistischen Mächte im Nahen Osten ist verheerend. Quod erat demonstrandum. Der Irak ist wegen des Einmarsches nach dem Einmarsch der Koalition der Willigen als Staat zerfallen. An seine Stelle treten – wie schon in Afghanistan – regionale und völlig korrupte Warlords und Terrorgruppen. Das gleiche geschieht in Syrien, das als Staat so nicht mehr existiert und dessen „Regierung“ nur noch dank der Hilfe Russlands in Damaskus herrscht. Im Gegensatz zu den Mainstream-Medien vermute ich, dass dahinter zwar kein Masterplan stand, dass aber das westliche Kapital damit gut leben kann, solange man Zugriff auf das Öl hat. Vergleiche die Situation in Libyen: Bürgerkrieg ist ganz egal, solange alle Parteien das Öl an die richtigen Konzerne verkaufen.

And now for something completely different. Virtuelle Kriege sind schmerzfrei. Ego-Shooter finde ich oft langweilig, weil mir das Ambiente vorgegeben wird. (Hey, ich habe schon Doom unter DOS gespielt, als die hier mitlesende nachwachsende Generation noch im Sandkasten spielte!)

In Secondlife baue ich mir das selbst. Es ist aber extrem schwierig, die dementsprechende kriegerische Action, vor allem in der Gor-Community, per Screenshot zu „fotografieren“. Ich war lange genug selbst Warlord („Ubar“) dort (der rechts mit der roten Tunika und dem Helm). Jetzt ist mir endlich mal ein „Foto“ gelungen (als unbeteiligter Zuschauer), das einen annähernd realistischen Eindruck eines Angriffs (von Avataren) auf eine virtuelle Stadt zeigt.

Die Torvaldslander, die hier attackieren, sind in den Büchern John Norman die „Wikinger“ auf der „Gegenerde“ Gor. Ein halbes Dutzend von denen sind gerade in die Stadt Olni eingedrungen und metzeln alles nieder. Wer sich in diesem virtuellen Envireonment aufhält, macht den eigenen Avatar per „Attachment“ verwundbar; wird dieser niedergeschlagen, kann er sich erst nach drei Minuten wieder bewegen.

Die „Torvaldslander“ sind sehr beliebt als Spiel-Charaktere, vermutlich, weil männliche Spieler gerne virtuell groß und stark und gefährlich aussehen wollen. Außerdem können sie tragen, was sie wollen, während Krieger auf Gor normalerweise mit einer roten Tunika herumlaufen sollten. Der Schlachtruf der virtuellen Nordmänner ist: „The men of Torvaldsland are upon you!“

„Praise be to Odin!“ he cried.
Then he with his ax, with a single swing, splattering blood on the sheets of gold, cut the head from the body of the High Initiate of Kassau, and leaped, booted, to the height of the very altar of the temple itself.
He threw back his head laugh, with a wild roaring the bloody ax in his hand.
I heard the beams of the two doors of the temples being thrown in place, locking the people within. I saw ther cloaks of the men of Torvaldsland hurled from them and saw, gripped in their two hands, great axes. I suddenly saw the large man of Torvaldsland, he of incredible stature, seem to come alive, veins prominent on his forehead, mouth slobbering, strikingabout himself almost blindly with a great ax.
Ivar Forksbeard stood on the high altar. „The men of Torvaldsland“, he cried, „are upon you!“

Marauders of GorMarauders of Gpr“ page 245/8

Gleitflug

gleitflug

Ab und zu gönnt sich mein Avatar in Secondlife einen Gleitflug auf einem Tarn. Allerdings fliegen Banshees besseer.

Text chat only

profile

Das Profil einer Rollenspielerin in Gor / Secondlife. Das Profil erstellt man selbst; der obere Teil zeigt die „Inworld“-Gruppen, denen man angehört.

Kasra – Fayeen [Update]

kasra

Die deutschsprachige GorSim Kasra – Fayheen in Suedland.

Der Fluss wird „Fayeen“ geschrieben in der englischen Ausgabe von John NormansTribesmen of Gor„.

Most salt at Klima is white, but certain of the mines deliver red salt, red from ferrous oxide in its composition, which is called the Red Salt of Kasra, after its port of embarkation, at the juncture of the Upper and Lower Fayeen. (…)

At its northwestern corner lay Tor, West of Tor, on the Lower Fayeen, a sluggish, meandering tributary, like the Upper Fayeen, to the Cartius, lay the river Port of Kasra, known for its export of salt.

Da viele deutsche Gor-Spieler die mittlerweile 33 Bücher Normans über „Gor“ im Original nie gelesen haben, sondern nur die um zwei Drittel (!) gekürzten zensierten älteren deutschen Ausgaben (von sieben gibt es überhaupt keine deutsche Übersetzung), darf man von wenigen Spielern, die nur Deutsch sprechen und nicht auf den englischsprachigen Sims spielen, nicht allzu viel Kenntnisse erwarten (Ausnahmen bestätigen die Regel).

Ich finde es irgendwie witzig, dass ein Autor, der in den USA ein Millionenpublikum erreicht und seit vierzig Jahren an seinem „Gor“-Zyklus schreibt, in Deutschland genauso lange vom Feuilleton konsequent ignoriert wird. Auch im Mainstream-Buchhandel findet man ihn hierzulande nicht; aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man sich sogar weigert (z.B. in Dussmanns „English Bookshop“), Bücher Normans zu bestellen. (Ich habe es versucht; Zeugin war eine Frau aus Neuseeland, die in Irland lebt und auch Gor spielt – die hat nur mit dem Kopf geschüttelt.)

Der Grund ist natürlich, dass Norman der Großmeister der genderpolitischen Unkorrektheit ist. Man könnte an seinem Beispiel auf’s pädagogisch Wertvollste demonstrieren, wie freiwillige Selbstkontrolle Zensur hierzulande wirkt. Normans Bücher sind auch nicht pornografisch, dennoch wurde einige erst in den letzten Jahren in Deutschland von der Zensur freigegeben. Du darfst keine Fantasy(!)-Bücher schreiben, in denen Frauen manchmal gern Sklavinnen sind und in denen es meistens um Sex und Gewalt geht. Oder so ähnlich.

Eigentlich kann man bei dem Thema aus jedem Wort einen Link machen. Wer weder Secondlife noch Gor kennt, versteht eh nur Bahnhof.

[Update] Dazu passt dieses animierte GIF: „Whenever I meet someone who is new to Gor …“

Office

office

Manchmal säße ich lieber in meinem virtuellen Büro, mit Blick auf einen Hafen mit Segelschiffen, natürlich alles selbst gebaut. Vermutlich wäre es zu zugig, so am Wasser, onwohl ein Avatar nicht friert. Aber das Licht ist besser als in meinem realen Arbeitsraum. Wer mich in Pixelform besuchen will, muss in Tancred’s Landing vorbeikommen.

Panthergirls

panther

Mein Avatar steht im Hintergrund und verhandelt mit den „Amazonen“ von Gor, genannt „Panther“, über den Tausch einiger Waren. Dazu gibt es ein Zitat:

Panthergirls are the fabled panther girls of many of the Gorean forests, such bands being comprised of wildwomen of the forest, former Gor FreeWomen, and runaway female slaves, who have fled from male Gorean society and taken up residence amidst the primitive camps of the dark forbidding hidden unexplored woodlands. Many sightings have occurred; however; some still consider it a myth. These panther girls are strong, physically and mentally, and fierce fighters when encountered.

Their weapons of choice are slim spears, short bows, and hunting knives, along with poisoned darts and needles. They survive by trading with the inhabitants of certain secret settlements for difficult to obtain supplies. The Panthergirls also survive by hunting and trapping game in the wild. They may also use natural forest pheromones to lure specialized prey, a pleasant perfume that sedates as well as attracts.

Some of their traps are designed for netting small as well as larger game, including males who wander into their territories, who they enslave and barter for goods. They are free-women. Rumor consistently surface that many Gor Masters and Gorean FreeWomen in Gorean Settlements have secret dealings with these panthergirl camps, procuring their slaves, by trading goods for them.

These panthergirls are an independent breed and are cautious about accepting newcomers to their ranks. All males who seek them out and are found in their territory are either killed, captured by them, or sold as slaves, in trade for civilized foodstuffs and items of equipment they need..

Mein Avatar wurde übrigens weder gekillt noch versklavt, aber er ist ja auch bis an die virtuellen Zähne bewaffnet und hat auch einen gewissen Ruf, der ihm vorauseilt. (Das Treffen hat hier stattgefunden.)

Dazu lesen wir gemeinsam den „Alphaville Herald„: A Gorean Feminist’s Guide to Second Life Gor.

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