Real Life
RL (Real Life) – (n) (1) an imaginary, dream-like world frequently described by avatars shortly after waking up in-world. (2) the constant interruptions that interfere with your ability to stay in-world 24 hours a day.
Die hohe Kunst des virtuellen Bauens oder: Tancred’s Landing, revisited
Ich habe in den letzten Tagen eine Sim in Secondlife gebaut. Das gesamte Ambiente, das zu sehen ist, besteht aus nur 2800 Polygonen. Die hohe Kunst des virtuellen Bauens besteht darin, möglichst komplizierte Formen mit möglichst wenig Polygonen umzusetzen.
Die (Homesteaad) Sim (virtuelle Spielfläche = ein Server von Lindenlab in San Francisco, Kalifornien) kann nur 3700 Polygone darstellen, mehr schafft der Server nicht.
Mindestens 1000 Polygone sollten nicht verbraucht werden, weil die Hardware auch noch die Avatare rendern muss; sind weniger Prims (Polygone) übrig, fängt es an zu ruckeln und die Gefahr besteht, dass sich die Spieler nur noch in Zeitlupe bewegen können.
Jedes Polygon kann bis zur vier verschiedene Texuren (grafische Oberflächen) haben, die man alle gesondert hochladen und “einbauen” muss. Versucht mal, einen virtuellen Baum zu bauen! Hört sich nach einer schrecklichen Fummelei und Dröselei an? Ist es auch.
Tancred’s Landing
Mizar – Chronicles from the Kasbah
Mehr Bilder von dieser Wüsten-Gor-Sim in Second Life gab es schon hier.
Traumwelten
Empfehlung (obwohl ich ja eigentlich Flickr boykottiere): Juno Angerona’s photostream über Second Life und Gor.
Sexuell eindeutige Posen
Laut Heise fordert die niederländische Abgeordnete Kartika Liotard (Socialistische Partij), Pornografie im Internet zu verbieten:
Direkte Darstellungen der menschlichen Sexualität schlichen sich als “oft idealisiertes kulturelles Element in den Alltag”, was sich besonders ausgeprägt in Fernsehprogrammen und Lifestyle-Magazinen sowie in Musikvideos oder Werbung manifestiere. Auch in Computerspielen sei eine “immer auffälligere Tendenz festzustellen, provokativ gekleidete Frauen in sexuell eindeutigen Posen zu zeigen”..
Das schreit natürlich nach einer pädagogisch wertvollen Illustration, zumal das jeweilige Gehirn der Betrachterin immer entscheidet, was “sexuell eindeutig” ist.
By the way: Burks fordert, Dummheit in der Politik zu verbieten!
Screenshot: Selbstdarstellung der Gor-Sim “Sais” in der Second-Life-Suche.
Unter dem Banner von Tarnwald
Der Schnupfen geht so langsam weg, und ich bereite mich mental darauf vor, ab der nächsten Woche den Halb-Marathon anzugreifen. Was ist also gegeigneter als virtuell schon mal heftig herumzurennen? Mein Avatar hat wieder zeitweilig die rote Tunika des Kriegers angezogen und sich bis an die Zähne bewaffnet. Hier lausche ich einer kriegerischen Rede des Warlords von Tarnwald, rechts neben mir steht einer meiner Leibwächter.
Gorean Life: Tillys Story
Eines der wenigen Videos mit Kampfszenen in Gor (Second Life). Das Ambiente ist übrigens nicht “by the books” sondern “Gor evolved” (und sieht nicht besonders schön aus). Das muss aber niemand verstehen, der dort nicht spielt.
Forever Young
[Auszug aus einem Chat-Protokoll]
[11:36 PM] [Burks' Avatar]: what do you think how much the Lindenlabs earn with the online shop monthly?
[11:37 PM] [a virtual friend]: its depend what you set for advertising
[11:37 PM] [a virtual friend]: the advertising is fucking expensive
[11:37 PM] [a virtual friend]: but you no need to do this if you decide its no necessity
[11:37 PM] [Burks' Avatar]: the tier of gor sims as about 80.000 US dollar montly or more
[11:38 PM] [a virtual friend]: one full sim is 400 RL $
[11:38 PM] [Burks' Avatar]: so the monthly income from gor for lindenlab would be something between 150.000 – 200.00 US dollar monthly including everyting
[11:38 PM] [a virtual friend]: homestead is 100
[11:38 PM] [Burks' Avatar]: 300 gor sims at the moment
[11:38 PM] [Burks' Avatar]: 200 full and 100 homestead
[11:38 PM] [a virtual friend]: 300×400 :)
[11:38 PM] [a virtual friend]: just from gor
[11:39 PM] [Burks' Avatar]: yes, but imagine uploading textures and buying things
[11:39 PM] [a virtual friend]: yes
[11:39 PM] [a virtual friend]: the tier is just little part of what they earn
[11:39 PM] [a virtual friend]: its much more
[11:39 PM] [Burks' Avatar]: but i am talking only about Gor
[11:39 PM] [Burks' Avatar]: so i think gor is the financial kernel of sl
[11:39 PM] [a virtual friend]: exactly
[11:40 PM] [Burks' Avatar]: because there is no other subculture with so many sims
[11:40 PM] [a virtual friend]: the SL owner is fucking millionaire lol
[11:40 PM] [Burks' Avatar]: but it is not sure if sl has a future
[11:40 PM] [Burks' Avatar]: because of the client
[11:40 PM] [a virtual friend]: its is the future dear
[11:40 PM] [a virtual friend]: will be changed
[11:41 PM] [a virtual friend]: there are coming new virtual tecnologies
[11:41 PM] [a virtual friend]: soon .. may be after 30-40 years the world will be virtual
[11:41 PM] [Burks' Avatar]: i agree
[11:42 PM] [Burks' Avatar]: but only a few people will agree
[11:42 PM] [a virtual friend]: may be it would be not SL. SA lot other c virtual world are in the net
[11:42 PM] [a virtual friend]: but this is the future
[11:43 PM] [a virtual friend]: its more and more people live virtual life. The young people stay infront the computers now .. they dont play outside on the street as we did when we were kids
[11:43 PM] [a virtual friend]: this is the future
[11:43 PM] [a virtual friend]: and honestly i like it :)
[11:43 PM] [Burks' Avatar]: lol
[11:44 PM] [Burks' Avatar]: i hope i will be able to use a computer and to recognize the monitor when i will be 80 or 90 and need to stay at home
[11:44 PM] [a virtual friend]: the virtual world is giving also to the old ppl this wonderful posibility to feel themself young again :P
Unter uns Steckenpferdreitern
Ein Hobby oder Steckenpferd ist laut Wikipedia eine “Tätigkeit, die man freiwillig und regelmäßig betreibt und die dem eigenen Lustgewinn oder der Entspannung dient. Ein Hobby ist kein Beruf und repräsentiert für den Ausübenden einen Teil seiner Identität. Der Begriff Hobby hat eine leichte Nähe zum Begriff Spiel. Als Hobby wird eine Tätigkeit indes nur bezeichnet, wenn man für diese Tätigkeit eine im Vergleich zu anderen Freizeitgestaltungen besondere Vorliebe hat und sie regelmäßig ausübt.”
Andere Leute bauen Modelleisenbahnen, sammeln Bierdeckel oder teure Gemälde oder geben ein Schweinegeld für Segeljachten oder Anglerausrüstung aus. Mein Hobby ist so gut wie kostenlos, und ich lerne sogar noch etwas dabei – fließendes Englisch und wie man anspruchsvolle Software bedient. Der Zeitaufwand ist aber vergleichbar.
Nun zur Medientheorie. Mein Avatar in Second Life, der fast ausschließlich im dortigen Gor spielt, ist also ein “Teil meiner Identität”? Interessante Frage – richtig ist, dass ich nicht mit einem Avatar herumlaufen wrüde, der hässlich ist. Meiner gleicht Bob Marley, weil das auch zu meinen virtuellen Dreadlocks passt und weil ich es lustig fand, als jemand mit dunkler virtueller Hautfarbe währends des Hypes um Second Life 2007 von deutschen Avatar-Nazis angepöbelt zu werden. Ich kann mich noch daran erinnern, wie ich damals zusammen mit einem Freund, der real Arzt ist und wie ich politisch in der Autonomen-Szene der 80-er Jahre aktiv war, mit virtuellen Motorrädern Avatare überfahren habe, die mich dämlich und rassistisch angequatscht hatten. Leider sind die per default unverwundbar in Second Life.
Gor ist das politisch unkorrekteste Ambiente für ein Rollenspiel, was sich ein deutscher Jugendschutzwart in seiner dreckigen und bigotten Fantasie vorstellen kann. Es geht um Gewalt und Sex, Macht und männliche Dominanz und selbst geschaffene “storylines”, die andere zum Mitmachen und Spielen animieren. Pixelsex finde ich virtuell eher langweilig – und mit BDSM (offenbar ein zentrales Thema im Gor-Tyklus John Normans) habe ich auch nichts am Hut.
Ich bin 2008 auch eher zufällig in die Gor-Abteilung von Second Life geraten. Die wenigen Gor-Avatare, die ich gesehen hatte, sahen – besonders die weiblichen – unglaublich gut aus, die virtuellen Klamotten waren um Lichtjahre besser als die der normalen “Bewohner” in Second Life, und die Männer waren alle bis an die Zähne bewaffnet, aber auf dem technischen Niveau des Mittelalters. Ich muss zugeben, dass ich vor Neugier beinahe platzte, zumal man die Gor-Sims (vituelle Gegenden) nicht einfach so betreten kann, wie es sonst in Second Life üblich ist. Ausserdem war fast alles in Englisch, was mein eingerostetes Schulenglisch herausforderte.
Mein heutiger Charakter, den man sich im Rollenspiel ja – im Rahmen der jeweiligen Spielwelt – aussuchen kann, ist ein steinreicher arroganter Kaufmann und Besitzer mehrerer Banken, der mit Münzen und Edelsteinen handelt und dessen lange Vergangenheit als Warlord ihn verfolgt, weil seine zahlreichen Gegner ihn hetzen und ihn umbringen wollen. (1000 “Gold Tarn” sind auf meinen virtuellen Kopf ausgesetzt, tot oder lebendig, das wären so viel wie 100 000 Dollar.) Deswegen bewege ich mich nur maskiert oder umgeben von schwer bewaffneten Elite-Kämpfern, Söldnern und Bodyguards. Das kann virtuell auch ganz schön stressig sein. Es geht schon mehr als zwei Jahre so, seitdem ich als Kriegsherr einer kleinen Stadt die vereinigen Armeen von sechs anderen Städten plattgemacht habe. Das werden die mir nie verzeihen. (Manche Spieler nehmen so etwas richtig ernst, was bei meinen “Feinden” offenbar der Fall ist. Einige sind so nachtragend wie der Chaos Computer Club.)
Avatare in Gor kann man abschießen (ein Attachment macht sie verwundbar), und den Triumph gönne ich meinen Feinden nicht. “Storylines”, also Geschichten, an denen sich mehrere oder gar viele Spieler beteiligen, können durchaus mehrere Jahre dauern, meistens jedoch nur Tage oder Wochen. Das macht Gor in Second Life intellektuell wesentlich anspruchsvoller als etwas Computerspiele – der Altersdurchschnitt und der Frauenanteil sind in Gor auch wesentlich höher.
Oben (die Screenshots) handele ich (der mit der weißen Tunika und der braunen Kapuze) auf der Wüsten-Sim “Mizar – Chronicles from the Kasbah” in Gor mit Edelsteinen. Meine Bodygards (die in den roten Tuniken) sind immer in meiner Nähe. Das fette Tier, dem meine Waren auf den Rücken geladen wurden, ist eine Riesenechse, die in Normans Trash-Romanen Tharlarion genannt wird. Ja, die Sklavinnen gehören auch mir. “Mizar” ist eine der wenigen italienischen Sims, und wie wir alle wissen, haben Italiener einen guten Geschmack – im Gegensatz etwa zu US-Amerikanern. Und so sieht die virtuelle Architektur dann auch jeweils aus. Ausnahmen bestätigen die Regel. Italiener hingegen sind sehr nicht so gut in der Kriegsführung, da sind eher die Deutschen gefragt. Har har. (Die wenigen deutschen Sims im goreanischen Second Life sind eher eine Art “Kinder-Gor” – denen sitzt offenbar allen die Angst vor dem Jugendschutzblockwart im Nacken).
Mein Avatar ist also genau das Gegenteil meiner realen Person, wenn man von der Arroganz und der Sturheit mal absieht. Die wohlwollenden Leserinnen und geneigten Leser mögen daraus schließen, was sie wollen.
By the way: Ich brauche noch ein paar loyale Krieger. Kampferfahrung (insbesondere bei Ballerspielen) kein Hindernis, fließendes Englisch auch nicht.
Der Kälte trotzend 2.0
Sauwetter 2.0
Der Regen hält nicht nur mich vom Joggen ab. Auch mein Avatar musste vor dem Sauwetter 2.0 Schutz suchen….
Hier gibt es nichts zu sehen!
Wirklich nicht!
Guten Rutsch
Ich wünsche allen wohlwollenenden Leserinnen und geneigten Lesern einen guten Flug Rutsch und ein erfolgreiches und gesundes neues Jahr 2013! Möge die Macht mit Euch Eure Freiheit grenzenlos sein (wie die meines Avatars, der auf dem Vogel sitzt).
In drei Monaten hat dieses Blog zehnjähriges Jubiläum!
Avatare sehen dich an, reloaded
Feuchtgebiete 2.0
Gut, dass Avatare nicht wirklich nass werden, sonst hätte ich jetzt vermutlich eine Lungenentzündung 2.0..
City of Tarnwald
Port Kalana
Olni Shores
In dem Haus links wohne ich jetzt in Second Life, und selbst gebaut habe ich es auch. Ein Zweithaus habe ich auch noch.













































