Neue E-Mail-Policy

Ich habe eine neue E-Mail-Policy formuliert. Auszug:

Ich beantworte keine unverschlüsselten journalistischen Recherche-Anfragen! Bitte benutzen Sie diesen öffentlichen Schlüssel:
I do not answer unencrypted investigation requests! Please use this public key:

burks@burks.de(0xC23A7B46)pub.asc – | Fingerprint: 1EE1 D41C 0AC8 FEF9 AE08 DA1C 01B6 6647 C23A 7B46

Unverschlüsselte E-Mails | Unencrypted E-Mail

Wenn Sie mir unverschlüsselte E-Mails (elektronische Postkarten) schicken, stimmen Sie automatisch zu, dass ich den Inhalt journalistisch verwende und eventuell publiziere. Regenzauber und magische Beschwörungen à la “diese E-Mail enthält vertrauliche oder rechtlich geschützte Informationen” sind juristisch unwirksam, sinnlos und werden von mir ignoriert.

Bitte senden Sie E-Mails im Textformat (HTML-E-Mails werden von meiner Software nicht als solche angezeigt). Schicken Sie keine Word-Attachments.
Do not send HTML e-mails, I prefer plain text. Do not send Word-Attachments.

(…) For anonymous e-mail use Tor Browser Bundle and the contact form above.

Anonyme E-Mails an Burks

anonyme e-mail

Die PrivacyBox wird in Kürze ganz abgeschaltet. Daher musste ich mir etwas ausdenken, den wohlwollenden Leserinnen und geneigten Lesern zu ermöglichen, anonym – und ohne geloggt zu werden – mit mir kommunizieren zu können.

Alle mir bekannten Lösungen sind entweder zu kompliziert zu installieren oder setzen voraus, dem Betreiber zu vertrauen. Beides hebelt die Idee aus, unerkannt bleiben zu können.

Daher schlage ich einen anderen Weg vor. Ich habe im Impressum das WordPress-Plugin Fast Secure Contact Form installiert, also ein Formular für Webmail. Wer das anonym nutzen will, installiert vorher den Tor Browser Bundle und surft es über Tor an. Der Header sieht dann wie oben aus.

Wer bessere Ideen hat: nur zu!

Dumb German laws concerning the Internet

Ein Leser (danke, Jens!) weist mich gerade darauf hin, dass Kristian Köhntopp leider sein Blog (war hier in der Blogroll) eingestellt hat. Schade – die “wunderbare Welt von Isotopp” habe ich oft gelesen.

Dort kommentierte Clemens Gleich: “The point for Kristian and many others is an emotional one: There are so many dumb German laws concerning the Internet and privacy that selfpublishers live in constant uncertainty. I can quite understand everyone who wants to quit that. I personally see it as a part of my duty doing the opposite, just to show people some normality. So far, I and everyone doing the same thing, we are really doing a kinda Don Quixote fight… Expect more small sites closing.”

Wer ist der Nächste?

kommentare

24.03.2013, 12.32 Uhr

Zehn Jahre Burks’ Blog, noch mal reloaded

burks.de

Am 1. März 2003 schrieb ich meinen ersten Beitrag auf meinem Forum spiggel.de, der als Blog-Posting gemeint war. Ich weiß nicht ob es stimmt, aber aus Berlin gibt es, außer dem Schockwellenreiter, kein anderes Blog, das so lange kontinuierlich existiert. (Ich lasse mich gern eines Besseren belehren.)

Die Blog-Software WordPress erschien erst am 3. Januar 2004. Wer also vor 2004 ein Weblog betreiben wollte, das dem Publikum Kommentare erlaubte, musste sich etwas Eigenes zurechtzimmern. Ich habe damals auf die Forum-Software phpBB zurückgegriffen.

Am 15.03.2003 schrieb ich über den Sinn und Zweck des Ganzen:
Ein Weblog ist das reine Ego – die Metatheorie des Weblogs an sich also eine Veranstaltung am besten parallel zum Wort zum Sonntag – und ähnlich sinnfrei. Ego insofern, als der Reiz darin besteht, einmal im Leben etwas schreiben zu können, was niemanden interessiert ausser einem selbst. Das ist Luxus pur. Eitelkeit. Exhibitionismus. Und die Tatsache, dass niemanden das Geschreibsel interessiert, macht man locker mit der Methode wett: Sex sells.

Oder, noch kürzer – frei nach Derek Powacek:
I still can’t tell you what a weblog is. But I know I love publishing my thoughts (*not* just links!) on evhead and seeing my visitors grow and getting feedback from all kinds of people.

Übrigens: Den Besucherrekord halten nicht die Pin-ups, die ich – als Satire und Verballhornung der “Modestrecken” von Spiegel online – damals manchmal postete, sondern eine Artikelserie über das so genannte “Enthauptungsvideo” aus dem Krieg im Irak, das ich damals als einziger deutscher Blogger publizierte und analysierte.

Ende 2003 habe ich dann einige Templates in einfachem HTML gebastet, damit das Layout etwas besser aussah. Es war eine erbärmliche Fummelei, in die Vorlagen den jeweils aktuellen Text hineinzudröseln und die Links zu aktualisieren. (vgl. Screenshot unten). Ab 01.01.2008 bin ich dann auch auf WordPress umgestiegen.

burks.de

Ich könnte heute gut zahlreiche Ratschläge erteilen, wie man sich in der deutschen Blogger-”Szene”, die eher einem Kleingarten-Verein ähnelt – auch, was die Mentalität angeht, unbeliebt macht. Die Attitude der beleidigten Leberwurst ist bei vielen gesetzt, wenn man es wagt zu kritisieren oder nicht im Mainstream mitschwimmt. Aber das ist uninteressant. Man muss sich einfach nur mit allen anlegen, nicht nur mit Verschwörungstheoretikern, Verleumdern und anderen Stinkstiefeln oder mit den total Bekloppten. Viel Feind, viel Ehr.

Ich bin gespannt, ob ich in zehn Jahren auch noch blogge. Aber ich wüsste nicht, was mich davon abhalten sollte.

Zehn Jahre Burks’ Blog, reloaded

“Man hatte plötzlich die Möglichkeit, allen alles zu sagen, aber man hatte, wenn man es sich genau überlegte, nichts zu sagen. Und wer waren alle?” (Bertolt Brecht)

Zehn Jahre Burks’ Blog

burks.de

Zehn Jahre Burks’ Blog: in Kürze mehr in diesem Theater. Aber meine Website ist noch älter als zehn Jahre (siehe Screenshot aus dem Jahr 1998)…

Die Regeln dazu bestimme ich

Marcus Pössel auf scilogs:
Was geht im Kopf von jemandem vor, der “Zensur, Zensur!” ruft, weil sein bzw. ihr Kommentar nicht freigeschaltet wurde? Wenn wir mal den Fall außen vorlassen, dass der- oder diejenige die Gelegenheit schlicht zu einem persönlichen Anwurf nutzt (da bin ich mittlerweile leider inzwischen einiges gewohnt): Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass da im Hintergrund nicht selten eine Verwechslung des Rechts auf freie Meinungsäußerung mit einer Art “universellem Verbreitungsrecht” der eigenen Meinung vorliegt.

Indem ich die Kommentarfunktion freischalte, biete ich Lesern dieses Blogs ein ganz bestimmtes Forum an. Die Regeln dazu bestimme ich…

Don’t believe the Hype

Es ist immer wieder interessant nachzuprüfen, wer hinter wem oder was warum steckt. Beim Herumsurfen nach während des Frühstücks las ich diesen Artikel auf “Humanist News” über einen UP-Politiker, der die Todesstrafe für ungehorsame Kinder fordert. Oder auch hier: “Mutter erschlägt Kind mit dem Koran”.

Stirnrunzeln. Ich trau’ dem Braten nie. Die Quellen scheinen seriös zu sein, und der Tenor gefällt mir auch. Wer aber ist “Humanist News”?

Cahit Kaya [Wien] steht im Impressum. Die Suche führte mich zum Blog Dont you believe the Hype: “Peinlicher Auftritt von Cahit Kaya, Vorsitzender der Ex-Muslime”.

Der Betreiber mit dem einschlägigen Pseudonym “Dybth” hat hier ein Interview gegeben.

Fazit: “Humanist News kommt nicht in die Blogroll, “Dont you believe the Hype” aber schon.

Strahlendes Einheitsgrau

“Käme ein Marsmensch nach Deutschland, um sich über die Presse zu informieren, er sähe: Eine große Anzahl von Nachrichtenvermittlern berichtet über dieselben Ereignisse und Entwicklungen – als gäbe es nicht genug Informationen, um unterschiedlichste Interessen zu bedienen und auf einem Gebiet einzigartig zu sein. Die verschiedenen Anbieter unterscheiden sich nur in der politischen Färbung und im Layout, die öde Nachrichtenschreibe ist überall die Gleiche. Einen eigenen Stil pflegen nur noch Spartenprodukte, die anderen übernehmen immer mehr, oft wortgleich, von Agenturen.”

Lesenswerter Artikel von Opalkatze (neu in der Blogroll. Danke für den Hinweis!)

Burks.de: Hate, Discrimination

burks.de

Screenshot aus dem Ullsteinhaus, Berlin, bei einer Weiterbildungsveranstaltung für Journalisten. (!) (Danke, R.!)

Die Angst der Lichterkettenträger vor dem Nazi-Link

Die Nazi-Website Altermedia Deutschland ist wieder online. Die Lichterkettenfraktion und Internet-Ausdrucker à la Endstation Rechts trauen sich wie gewohnt nicht, einen Link zu setzen. Ich erwäge ernsthaft, meine Website über Rassismus und Antisemitismus zu reaktivieren. Dann gäbe es wieder ein Heulen und Zähneklappern.

Online-Journalismus zu konservativ

Stefan Plöchinger von sueddeutsche.de: “‘Peinlich’: Mit diesem Wort habe ich im Vortrag beschrieben, dass wir deutsche Journalisten in Summe noch viel zu wenig aus dem Medium namens Online machen. (…) Wo steht Online/Journalismus 2012? Zu zahlenhörig, zu platte Debatten, zu konservativ.”

Zum Glück ist burks.de zu elitär, als dass es bei Plöchinger vorkäme. Sonst hätte ich ihm seine empirische (?) Beobachtung “zu konservativ” kräftig verhagelt. Har har.

Lawaragblog

Ich habe das law blog Udo Vetters aus meiner Blogroll genommen. Vetter “kooperiert” ab sofort mit der ARAG. Deren product placements muss ich nicht lesen.

Burks.de ist im übrigen nicht käuflich | bestechlich | beeinflussbar | opportunistisch und wird das auch nie sein.

Burks’ Show

Gibt es eigentlich einen Teleprompter für Webcams?

Das Wort zum Mittwoch

Morons

Internetsucht, revisited

Stefan Schleim (Assistant Professor für Theorie und Geschichte der Psychologie, Universität von Groningen) in SciLogs (ab sofort in der Blogroll):

“Zugegeben, es wird jeden Tag so viel Falsches im Internet publiziert, dass es eine Sisyphosarbeit wäre, dies auch nur ansatzweise richtigzustellen. Leider gilt dies auch für die Wissenschaftskommunikation. (…) Manche Beispiele treiben mir aber einfach die Tränen in die Augen – oder lösen wahlweise ein erheiterndes Lachen aus, wenn ich sie mir als Beiträge in der Satirezeitschrift Titanic vorstelle. So auch die Pressemitteilung, die sich unter anderem in Meldungen in der Welt (Eine Mutation macht anfälliger für Internetsucht) sowie der Morgenpost (Internetsucht hat genetische Ursachen) niedergeschlagen hat. Im Sommerloch wissen die Journalisten wohl nicht, worüber sie sonst schreiben sollen.”

Man sollte eben nicht vergessen, dass ein großer Teil dessen, was in den Medien wiedergekäut wird, nichts anderes ist als das “gesunde” Volksempfinden der Journaille – also einfach Quatsch. Beim Thema “Drogen” gilt das für 99 Prozent – schon immer.

Spiel nicht mit den Schmuddelkindern

Post von einem Leser:
“… oder so ähnlich. Heute (natürlich in der Mittagspause, wo ‘die Internetnutzung in geringem Umfang toleriert wird’) festgestellt, dass Dein Blog geblockt wird. [Großer Konzern] mit Sitz in Ludwigshafen.”

Meine Frage: “Pornografie oder Extremismus oder Gewalt oder mal was Neues? :) Gruss Burks”

Die Antwort: “‘risk for the security of your PC’ scheint mir neu :) Wir werden alle störben.”

Chemical Bomb

chemical bomb

So ein schöner Titel für die Jugendschutzwarte allüberall, die Pappnasen bei den Filterhersteller und den Lauschern und Abhörern weltweit! Ich hoffe nur, dass nicht gleich ein Sondereinsatzkommando meine Wohnungstür eintritt, weil ein Richter mutmaßt, es handele sich bei burks.de nicht nur um Beleidigung, Pornografie, Kinderpornografie, Verstoss gegen das Waffengesetz, Computerbetrug, sondern auch um Sprengchemie aka den Bau chemischer Bomben (obwohl wir Bombenbauanleitungen auf burks.de hier schon mehrfach durchgenommen hatten).

Trojanisches Pferd blockiert

javascript

Diesen Screenshot bekam ich gestern von einer Kollegin zugeschickt. Schlimm, schlimm, dieser Burks – der versteckt sogar Trojaner auf seiner Website, wenn man der Regenzauber-Software dem Anti-Viren-Placebo diesem “Virenscanner” glauben will.

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