Das Ministerium für Wahrheit informiert

Das Ministerium für Wahrheit, auch bekannt als Thomas de Maizière, informiert über die Vorratsdatenspeicherung: „Schon der Begriff selbst ist problematisch. Denn er erweckt den Eindruck, dass der Staat selbst auf Vorrat sogenannte Verbindungsdaten speichert.“

Das kann man noch toppen. Joseph Goebbels über den deutschen Überfall auf Polen: „Schon der Begriff Krieg selbst ist problematisch. Denn er erweckt den Eindruck, dass Deutschland andere Länder überfallen will. In Wahrheit ist unser Tun eine friedenserzwingende Maßnahme.“

Kommentare

8 Kommentare zu “Das Ministerium für Wahrheit informiert”

  1. Kurz verlinkt | Schwerdtfegr (beta) am Januar 18th, 2014 5:07 pm

    […] Thomas de Maizière und Joseph Goebbels… […]

  2. nh am Januar 18th, 2014 6:31 pm

    Wer hat da wen studiert und sich dessen Argumentation zu Eigen gemacht.
    Auch zu beobachten seit Erscheinen beim schwarz-weiss-roten Volks!!Blatt.
    -man muss Lügen nur solange wiederholen, bis einem das Volk dies für bare Münze abnimmt-
    Von Goebbels lernen heisst siegen lernen.
    Werde mein Supergrundrecht einklagen.

  3. sammler am Januar 18th, 2014 9:23 pm

    Nun Goebbels habe ich nicht gelesen aber was Herr Innenmister raucht möchte ich auch haben.
    Viele ISP oder Telefonanbieter speichern schon heute bis zu 180 Tage. Mir stellt sich die Frage was sie mir der VDS wollen den alle Terroristen und Gewaltverbrecher wissen sie zu umgehen.

  4. rick am Januar 19th, 2014 1:48 pm

    Schade, dass die Nazi-Vergleiche heutzutage so gut passen, aber immer zum sofortigen Ende einer sachlichen Debatte führen.

  5. Maxim am Januar 19th, 2014 3:42 pm

    Aber das Erstaunliche an dem plötzlichen Ende der Sachlickeit, ist die Partei welche sie beendet. Sie wird nicht etwa vom Nazivergleich-Zieher beendet, sondern von dessen Gegner, weil diese sich ertappt fühlen. Aber Selbstreflexion gibt es schon lang nicht mehr…

  6. ...der Trittbrettschreiber am Januar 19th, 2014 7:24 pm

    Nazivergleiche sind immer praktisch, wenn Argumente zu anstrengend werden. Und es macht ja auch Spaß und liefert einen gewissen, wenn auch labbrigen Kick, wenn man diesen Schmuddel-Joker ziehen kann. Diese vier Buchstaben sind inzwischen genauso nutzbar, wie der Begriff ’schwull‘ und ‚Asi‘. Also für alles, was irgendwie in Richtung ‚Scheiße‘ konnotiert. Der ‚Nazi‘-Stempel swingt allerdings intellektueller; man zeigt damit seine Bildung und seinen geschichtsbewusst angepassten Fokus des mainstream-orientiert erwünschten eigenen Standpunkts. Es ist einfach schön, überall seinen Sabber abzuseihen – beim Bäcker(das war die Lieblings-Semmel von XX-Offizier Hordendönk), im Einwohnermeldeamt(solche Formulare hatten die Nazis auch schon), in der Typographie(Courier New, das ist die Schrift der Gestapo-Berichte) und beim Juwelier, der versilberte Totenkopf-Anhänger verkauft, passend zu den New Yorker T-Shirts und Hennes & Mauritz Taschen. Rollt jemand verdächtig das R, plustert sich errektiv und lungenfiepend nachkotzgebahrend in der Diskussion auf und deutet dabei auch noch rechtsfaustige Trommelgesten auf geschwellter Brust an, so ist er gleich ein Nazi. Selbst wenn sich nach der Einnahme Ritalin oder Baldrian Besserung einstellt und das Gespräch in nun entspannterem Setting weitergführt werden könnte. Sicher, es wirkt und erheischt vorübergehende Gemeinsamkeit in der Ablehnung des vom Politiker, Journalisten oder Zeitkritikers Gesagten aber es bremst auch den Mut, kontrovers hinterfragen zu dürfen, ohne die Konsequenz, z.B. Sympathieverlust, Gruppenverbannung bis hin zum existenzbedrohenden Stigma fürchten zu müssen. Wann hört diese Form der Huldigung endlich auf, die diesen 12 Jahre lang die Hirne der deutschen und anderen Staatsangehörigen Manipulierenden täglich zuteil wird? Sind sie das Maß der Dinge? Vielleicht sollte jedes Bier, jeder Kuchen und jeder Argumentations-Strang tabuisiert und befehdet werden, der im Verdacht steht, bereits einmal von Nazis benutzt, verwendet oder einverleibt worden zu sein. Scheißt sie doch endlich zu, die Nazi-Bauwerke(Tempelhof?), allen voran diese leider von den Nazis gebauten Autobahnen, sie sind ja eh nur verstopft, voll von KdF-Nachfolgemodellen der Emdener Nazi-Autoindustrie. Bestellt doch endlich den großen Arsch online bei Amazon, der im Standardversand nach ein oder zwei Tagen langsam am Horizont erscheint und sich dann präzise über dem Zielobjekt positioniert, um (…sprrotzzz….blaatsch…) den farbig unpopulären nach Heuchelei und Scheinheiligkeit stinkenden Haufen abzusetzen, der das Problem dann ein für allemal lösen oder zumindest verdecken soll, einschließlich des maroden kruppstählernen Schienenkörpers, auf denen heute mehr oder weniger verspätete ICE-Züge auch dort fahren, auf denen damals die Güterwagons Richtung Niedersachsen, Polen und Bayern fuhren. Also, auf geht’s : Links, links, links zwo drei vier. Herr Ober, einen Guglhupf bitte. Und einen Kakau, aber schön braun bitte. Oder ist diese Bestellung irgendwie diskriminierend? Dann doch lieber einen Kaffee – schwarz bitte aber in der roten Tasse dort. Ja, janz jenau die da.

  7. Crazy Eddie am Januar 20th, 2014 5:51 am

    Würde man ein weltweites Trivial Pursuit zum Thema Drittes Reich und Nationalsozialismus veranstalten, nähmen die Deutschen sicherlich die ersten 80 Millionen Plätze. Seit Jahren können wir den Fernseher nicht einschalten, ohne auf mindestens einem Kanal mit Vergangenheitsbewältigung bestrahlt zu werden. Von Hitlers Leibwächter bis Eva Brauns Freundin ihr Gatte, wir kennen jedes Detail.

    Bald mag es so weit sein, daß wir keine Belehrungen aus dem Ausland über unsere Vergangenheit mehr nötig haben, im Gegenteil: Wir können die Welt belehren! Und wenn wir demnächst, auf Grund unserer umfassenden Kenntnisse, feststellen, es gäbe da einiges zu relativieren, wer wäre denn so qualifiziert wie wir, dem zu widersprechen? Man konnte schon vor 20 Jahren Gorbachev mit Goebbels vergleichen – nix utmokt! Jetzt mit Thomas de Maizière – alles ist relativ. Morgen: Sind wir nicht alle ein bisschen Goebbels?

    Man wird doch wohl noch mal…. :))

  8. Crazy Eddie am Januar 24th, 2014 11:18 am

    Btw…
    Möglwö interessant für Dich:

    Artikel aus Harper’s Magazine, 1941

    Who goes Nazi?
    It is an interesting and somewhat macabre parlor game to play at a large gathering of one’s acquaintances: to speculate who in a showdown would go Nazi. By now, I think I know.

    http://harpers.org/archive/1941/08/who-goes-nazi/

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