Deutsche Justiz: Sein Wille geschehe

Das Magazin der Süddeutschen schildert einen geradezu haarsträubenden Justizskandel, der einem den letzten Glauben an die “Recht”sprechung hierzulande rauben kann. “Am Anfang war es ein Streit, wie er in vielen Familien vorkommen kann. Doch dann begann ein Kampf, in dessen Verlauf eine Familie zerstört, das Leben der Mutter zum Albtraum und das Wohl des Kindes geopfert wurde. Deutsche Justiz- und Sozialbehörden hätten das verhindern können.”

Kommentare

4 Kommentare zu “Deutsche Justiz: Sein Wille geschehe”

  1. froke am November 11th, 2012 3:31 pm

    Wieso stand nicht zu Anfang das es in Bayern stattgefunden hat. Ich hätte es nie gelesen. Muss ich betonen wie wir hier in Norddeutschland Katholiken beurteilen?
    Das Männer ihre Töchter missbrauchen können leuchtet ja noch ein aber Mütter ihre Söhne?

    Wenn Mütter ihre Kinder stillen kann es nur in Bayern ein sexueller Missbrauch sein. Und wenn der Junge seiner Mutter an die Brust fast muss er doch angeklagt werden?

    Ich glaube die Mutter hat ein schweres Vergehen begangen vielleicht weil sie aus der katholischen Kirche ausgetreten ist oder nicht gespendet hat.

  2. Juza46 am November 11th, 2012 6:11 pm

    Ich habe es gelesen und bin erschüttert. Ist so was möglich?

  3. Entitaet am November 12th, 2012 12:01 am

    So what?

    Was erwartest du in einem Land, in dem der Einfluss staatlicher Institutionen im Verhältnis zu den Individuen die letzten Jahrzehnte stetig zugenommen hat? Wahrscheinlich hat im gleichen Zeitraum die Ohnmacht der Individuen gegenüber den staatlichen Institutionen im Zweifelsfall ebenso zugenommen.

    Der geschildert Fall ist absolut nicht verwunderlich. Allerdings weist er viele, unterschiedliche Aspekte der realen Gesellschaft in “diesem unserem Lande” auf. So viele, dass die alleinige Zuschreibung “haarsträubender Justizskandal” ein wenig am Thema vorbei geht oder besser gesagt einseitig ist.

    Was ist mit der realen Macht

    – von gerichtlich beauftragten Gutachtern,
    – von Umgangsbegleitern (was für ein bescheuertes Wort!),
    – staatlich beauftragter Sozialarbeiter,
    – von Jugend- und sonstigen sozialen Ämtern sowie
    – der Justiz?

    Soziale Systeme reproduzieren sich zu einem Teil selbst, das man wieder einmal sehr schön an diesem Fall erkennen kann.

    Außerdem gilt immer noch der Satz von Dieter Hildebrandt:

    “Es hilft nichts, das Recht auf seiner Seite zu haben. Man muss auch mit der Justiz rechnen.”

  4. Tom am November 12th, 2012 2:25 pm

    @Enitaet: Sehr schön Hildebrandt zitiert!
    Ja, man muss auch mit der Justiz rechnen, die auf eine Art einen Deal erreichte, die für den normalen Menschen als Nötigung erscheint, und zwar nur unter Schutz für die eigenen Truppen, was an diesem Deal das Wichtigste war. Sechs Wochen Einbuchtung wg. einer dann offiziell so geringfügigen “Verfehlung”, dass das Verfahren eingestellt wurde.- Das müsste ja IMMER zu Haftentschädigung führen.

Schreibe einen Kommentar