Was ist Kultur?

haug

Nur wenige Professoren haben mich während meines Studiums wirklich beeinflusst. Einer davon war Wolfgang Fritz Haug; ich war auch Tutor in seinen berühmten “Kapital”-Kursen. Haug prüft mich in einem “Philosophikum” über das Thema “Walter von der Vogelweise und der Warenfetischismus bei Karl Marx”, die ich mit Auszeichnung bestand, weil die Herren vom Landesprüfungsamt aus dem Staunen nicht mehr herauskamen, was man mit dem Minnesänger alles anfangen kann.

Entgegen den allgemein gegenwärtigen und praktizierten Vorstellungen ist Kultur keine Wohlfühl-Insel für sie seelische Wellness, sondern ein von mehreren Parteien hart umkämpftes Feld, deren Deutungsebenen zunehmend ideologisch überlagert werden, deren künstlerische Tiefenschichten gleichwohl als Teil des Projekts der Humanisierung des Menschen rekonstruierbar sind. Mit Hilfe von Brecht und Gramsci und unter Bezugnahme auf Bourdieu und die Cultural-Studies unternimmt der emeritierte Philosophieprofessor Wolfgang Fritz Haug mit seinem Buch “Die kulturelle Unterscheidung” den Versuch, das Terrain semantisch zu sondern, mit den Widersprüchen die progressiven Seiten der Kunst freizulegen und auch Produkte der Jugend- und Pop-Kultur als gesellschaftliche Hieroglyphen zu lesen.

Telepolis hat Haug neulich zu seinem neuen Buch “Die kulturelle Unterscheidung” interviewt, und ich habe es mir gekauft. Schon die ersten Seiten versprechen eine anspruchsvolle und spannende Lektüre. Wer Stuart Hall kennt und mit dem Begriff “Cultural Studies” etwas anzufangen weiß und wem auch noch die Marxsche Philosophie geläufig ist, der muss auch Haug lesen.

Piraten in Meck-Vopo bei fast zwei Prozent

Piratenpartei Mecklenburg-Vorpommern -erste Hochrechnungen:

Rostock 1 (Piraten): 2,6 %
Rostock 2 (Piraten): 2,9 %
Rostock 3 (Piraten): 4,6 % (Erststimme Michael Rudolph: 3,1 %)
Rostock 4 (Piraten): 4,3 %
Greifswald: 2,5 %
Erststimme Robert Schult (Neubrandenburg): 2,5%

Soziale Einheitspartei Mecklenburg-Vorpommern

SED

Laut Tagesschau wünscht sich die Mehrheit der Wähler (auch die Frauen) in Mecklenburg-Vorpommern eine große Koalition zwischen SPD und CDU. Da sich aber die Programme der beiden Parteien nicht signifikant unterscheiden, haben der Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) und sein Partner Lorenz Caffier (CDU) beschlossen, die Parteien zur Sozialen Einheitspartei Deutschlands zusammenschzuschliessen. Die Menschen seien es ohnehin so gewohnt, so Sellering. Der Vereinigungsparteitag habe kurz nach der ersten Hochrechnung in aller Stille stattgefunden, auch sei bei der Gestaltung des neuen Logos auf Altbewährtes zurückgegriffen worden. (Burks.de veröffentlicht exlusiv ein – leider etwas verwackeltes – Foto der Veranstaltung.)

SED

The basics about sculpted prims

Eine interessante und künstlerisch anspruchsvolle Art und Weise, seine virtuelle Zeit in Second Life sinnlos zu verplempern….. Daran versuch ich mich gerade. Mal sehen, ob ich das f..manual von Blender verstehe.

Inhalte überwinden!

Heuchlerische Bande

Spiegel Online: “Westliche Geheimdienste haben demnach bis vor kurzem eng mit Diktator Gaddafi zusammengearbeitet. Die USA sollen Gefangene in libysche Foltergefängnisse gebracht und die Briten Regimegegner verraten haben.”

Wer wissen will, wo deutsche Medien diese Nachricht her haben – vom Wall Street Journal und von The Independent.

Die Deutschen waren ja auch dabei und haben Gaddhafi Zensursoftware für’s Internet verkauft.

Das Volk ist aber mittlerweile so verblödet, dass die erbärmliche Heuchelei, den Krieg gegen Lybien, betreffend, niemanden groß interessiert. Man muss es aussprechen: Die Franzosen sind bei diesem Thema noch blöder als die Deutschen. Vielleicht sollten die Medien hüben und drüben ihren Auftrag ernst nehmen und endlich dieses verlogenen Politikerpack, inklusive den Öberlügner Sarkozy, als das benennen, was es ist – eine heuchlerische imperialistische Bande.

(Und wer denkt, dass ich Sympathien für Gaddafi hätte, der ist ein Trottel. So, und jetzt kann ich in Ruhe und erleichtert weiter frühstücken.)

Gagaismus

Lesenswert ist ein Posting von Feynsinn über ökonomische Kindergartenweisheiten (besser: Klippschulenweisheiten) unserer gefühlten journalistischen Edelfedern, denen man die drei Bände des “Kapital” von Marx nicht in den Mund stopfen, sondern um die Ohren schlagen sollen. Lesen hilf manchmal weiter.

So funktioniert auch die neoliberale Herrschaftskunst, nennen wir sie “Gagaismus”. Sie ist vor allem in der journalistischen und politischen Literatur und Aktionskunst zuhause und schließt unbewusst an den Dada an. Der war ganz absichtsvoll ein Babygebrabbel, die Entkleidung der Kunst von Sinn und Zweck. Der Gagaismus ist versehentlich ein Rückfall ins Vorschulalter, naives Blabla in der Absicht, ein Weltbild von Deppen für Narren zu kreieren.

Wohl wahr. Lesebefehl!

Der Kapitalismus nahm anonymere Formen an

Morgenpost

Deutsche Kulturbilder der Berliner Morgenpost Oktober 1929 – diese “Postkarte” ist eine Quittung der Berliner Morgenpost “über 60 Pfennig für die 43. Woche vom 20.10. bis 26.10.1929″.

“Die Rothschilds blühten in dem halben Jahrhundert von etwa 1815 bis etwa 1865. Sie waren die Schöpfer der letzten großen Privatbank. Der Kapitalismus nahm dann anonymere Formen an. Die großen Aktienbanken entstanden.”

1929 war man schon weiter als heute. Man durfte die freiheitlich-demokratische Grundordnung, die wir alle lieben und verehren, Kapitalismus nennen und tat es auch.

Giani

giani

Giani: tiny cat-sized panther of solitary habits which inhabits the low branches of ground level in rainforests inland of Schendi. (Explorer’s of Gor, page 312)

Sacsayhuamán

SacsayhuamanSacsayhuamanSacsayhuaman

Sacsayhuamán in den Anden Perus in der Nähe der alten Inkastadt Cuzco.

“Der größte Stein ist 9 m hoch, 5 m breit, 4 m dick und wiegt über 200 Tonnen. Ungeklärt ist, wie die Inka die Steine transportiert haben, da sie weder Rad noch Rolle kannten.”

Ich frage mich übrigens, warum man bei Wikipedia nichts über die erbitterten Kämpfe liest, die in der Festung zwischen den Spaniern und den Inka tobten.

Die Fotos habe ich im Februar 1980 gemacht.

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