Froh zu sein bedarf es wenig
Die menschliche Dummheit
“Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.” (Albert Einstein)
Dazu passt eine Heise-Meldung über den “Rewe-Hacker”: “Die Kunden hatten im Internet Tier- oder Fußball-Bildchen von Rewe getauscht und sich mit Namen, E-Mail-Adressen und Passwörtern angemeldet. Viele benutzten dasselbe Passwort auch für andere Online-Dienste. (…) Die Internet-Tauschbörse wurde nach Rewe-Angaben von einem externen Dienstleister betrieben.”
Vermutlich von einer Werbeagentur, die HTML-Newsletter verschickt.
Arschlochquote extrem hoch
“In Berlin selbst wollen die Menschen die Mauer aber an anderer Stelle haben. Um den Prenzlauer Berg herum, zum Beispiel, weil die Arschlochquote dort extrem hoch ist. Das wäre dann übrigens auch ein guter Ort für ein Atom-Endlager.” (Martin Sonneborn in der taz)
Wer kennt diese Frau?
Sie trägt Blauhemd und vermutlich den Orden ‘Kämpfer gegen den Faschismus’, “der vom “Komitee der Antifaschistischen Widerstandskämpfer der DDR” aus Anlass des Tages der “ehemaligen Spanienkämpfer” (sic!) verlost wurde.” (Via Hartmut Finkeldey und Feynsinn und DDR Museum Pirna)
Unkenntlich machende Kosmetika
“Der Gebrauch von Kosmetika, die mit dem Ziel eingesetzt werden, das Äußere der sie benutzenden Frau zu verändern oder unkenntlich zu machen, bedarf im Anwendungsfall einer Genehmigung des Ordnungsamts.” [Erlass der Stadt Morrisville, Pennsylvania, USA, aus dem Jahr 1950, leider 1967 schon wieder gestrichen. (Quelle)]
Meeting a Merc
Wie will man diese virtuelle Situation beschreiben? Nächtliche Geheimverhandlungen mit einem Söldner, um ein Kidnapping abzusprechen? Goreaner wissen vermutlich jetzt, was mein Avatar (der mit dem Helm) plant, aber wen interessiert das schon?
Lost all legitimacy
‘Moammar Gadhafi’s regime in Libya – perhaps only half-jokingly — called for British Prime Minister David Cameron to step down, asserting that he has “lost all legitimacy” — a charge often leveled at Gadhafi — because of the riots. “Cameron and his government must leave after the popular uprising against them and the violent repression of peaceful demonstrations by police,’ the state news agency Jana quoted Deputy Foreign Minister Khaled Kaaim as saying.” (International Business Time)
Facebook bekämpft die SMS
Ein Artikel von mir in der taz: “E-Mail, Chat, Instant Messaging, SMS: Der Messenger Mobile von Facebook ist der nächste Schritt, um alle Formen der Online-Kommunikation zu verschmelzen.” [mehr...]
Denk ich an Deutschland in der Nacht
Neues Deutschland: “Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft haben die Uniformierten am 17. Februar 2010 einen vietnamesischen Zigarettenhändler in der Fritz-Reuter-Allee in Britz festgenommen, ihn in ein Auto gepfercht, während der Fahrt verprügelt und dann auf einem Feldweg außerhalb Berlins in Schönefeld auf einem schneebedeckten illegalen Müllhaufen abgeworfen. Dort habe ein Beamter noch einmal auf den Wehrlosen eingeschlagen. Anschließend setzten sich die Männer in ihr Fahrzeug und ließen den Vietnamesen in der Kälte liegen. Die beiden Polizisten bestreiten die Schläge. Er sei, nachdem sie den Vietnamesen zum ‘Entlassungsort’ außerhalb Berlins auf einem einsamen Weg gebracht und die Fesseln gelöst hätten, von selbst in den Schnee gefallen. Dass sie, ohne sich um ihn zu kümmern, losgefahren sind, scheint für die beiden Hüter des Gesetzes die selbstverständlichste Sache der Welt zu sein. Das mutmaßliche Opfer der Polizeigewalt kann zu dem Geschehen nicht mehr aussagen. Er wurde aus Deutschland abgeschoben.”
Gewalt macht Sinn
Pressetext.com interviewt den Bielefelder “Konfliktforscher” Wilhelm Heitmeyer:
Verschlimmert wird die Situation durch die Sicherheitspolitik Englands. In den vergangenen Jahren wurden massiv Überwachungskameras eingesetzt, die jedoch der Gewalt nichts entgegenstellen können, wie sich nun zeigt. Das harte Vorgehen der Polizei habe bloß klare und wutgetränkte Feindbilder geschaffen und der Vorwurf des institutionellen Rassismus werde laut, da Farbige häufiger kontrolliert werden. “Abbau sozialer Sicherung lässt sich nicht durch Aufbau von Sicherheit ausgleichen”, betont Heitmeyer.
So sinnlos die Gewalt in den Medien auch dargestellt wird, so macht sie für die beteiligten Jugendlichen durchaus Sinn. “Über Gewalt können sie sich erstmals sichtbar als Kollektiv darstellen. Sie gibt das Gefühl, die alltägliche Ohnmacht überwinden zu können und ist zudem attraktiv, da sie in bestimmten Situationen hohe Anerkennung bringt – nicht in der Gesellschaft, jedoch in der Binnengruppe der Subkultur. Dieses Element ist entscheidend – sucht doch jeder Mensch nach Anerkennung.”
Eine interessante These, obwohl ich Heitmeyers unpolitischen Ansatz, soziales Handeln primär aus psychologischen Motiven herzuleiten, nicht teile.
List of Urban Riots
Wikipedia: List of Urban Riots. Es wundert mich nicht, dass es so etwas nicht auf Deutsch gibt.
So isser halt, der Kapitalismus
“Zwar ist die Spaltung zwischen britischer Oberschicht und Arbeiterklasse seit jeher groß. Allein das wohlhabendste Zehntel der Briten verfügt laut der britischen Statistikbehörde über 44 Prozent des bekannten Vermögens, die untere Hälfte besitzt zusammen 13 Prozent.
Doch diese Verteilung ist in Deutschland noch viel extremer: Hier verfügt das oberste Zehntel laut Zahlen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung sogar über rund 61 Prozent, die untere Hälfte kommt auf gerade einmal 1,6 Prozent. Dennoch blieb Deutschland von ähnlich extremen Ausschreitungen wie Großbritannien bislang verschont.” (Quelle)
Noch. Die Deutschen halten das für normal. Deutsch bleibt eben Deutsch, da helfen keine Pillen.
Die Motive des Krieges
“Die Nato hat den Abschuss eines US-Helikopters in Afghanistan gerächt”. (Quelle).
Es geht also um Rache. Gut zu wissen. Jetzt müssen sich natürlich die Taliban rächen. Und dann wieder die alliierten postkolonialen “Schutztruppen”. Und so weiter.
Saudi-Arabien beruft Botschafter aus England ab
Gepanzerte Fahrzeuge gegen das eigene Volk: Saudi-Arabien beruft Botschafter aus England ab! (Quelle)
Aufwieglerischer Landfriedensbruch im Tal der Demokratielosen
Katharina König (MdL): “Hausdurchsuchung bei Lothar Koenig in Jena” (inkl. Presseberichte)
MDR: “Die sächsische Polizei hat am Mittwochmorgen die Wohnung und die Dienstzimmer des Jenaer Jugendpfarrers Lothar König durchsucht. Das bestätigte seine Tochter, die Linken-Landtagsabgeordnete Katharina König (…). 20 bis 30 Beamte der Dresdner Kriminalpolizei hätten dafür das Gebäude der “Jungen Gemeinde Stadtmitte” in der Jenaer Johannisstraße komplett abgeriegelt. (…) Wie Dresdner Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, wird dem evangelischen Pfarrer aufwieglerischer Landfriedensbruch vorgeworfen.”
Ich kenne Lother König schon fast zwanzig Jahre und war oft in Jena. Ich nenne die Aktion schlicht Polizeiterror. Lother kennt das aber schon aus Zeiten der DDR. Den kriegen sie nicht klein.
Wider die räuberischen Rotten der Plünderer in England
Dreierlei greuliche Sunden wider Gott und Menschen laden diese Randalierer in England auf sich, daran sie den Tod verdienet haben an Leibe und Seele mannigfältiglich: Zum ersten, daß sie ihrer Oberkeit treu und hulde geschworen haben, untertänig und gehorsam zu sein, wie solchs Gott gebeut, da er spricht: Gebt dem Regierung, was der Regierung ist. Und Röm. 13: Idermann sei der Oberkeit untertan etc..
Weil sie aber diesen Gehorsam brechen mutwilliglich und mit Frevel und dazu sich wider ihre Herren setzen, haben sie damit verwirkt Leib und Seel, als die treulose, meineidige, lugenhaftigen, ungehorsamen Buben und Bosewicht pflegen zu tun, darum auch St. Paulus Röm. 13 ein solch Urteil uber sie fället: Wilche der Gewalt widerstreben, die werden ein Gericht uber sich uberkommen. Wilcher Spruch auch die Plünderer endlich treffen wird, es geschehe kurz oder lange, denn Gott will Treu und Pflicht gehalten haben.
Zum andern, daß sie Aufruhr anrichten, rauben und plundern mit Frevel Kloster und Schlosser und Läden, die nicht ihr sind, damit sie als die offentlichen Straßenräuber und Morder alleine wohl zwiefältig den Tod an Leib und Seele verschulden. Auch ein aufruhrischer Mensch, den man des bezeugen kann, schon in Gotts und medialer Acht ist, daß, wer am ersten kann und mag, denselben erwurgen recht und wohl tut. Denn uber einen offentlichen Aufruhrigen ist ein iglicher Mensch beide, Oberrichter und Scharfrichter, gleich, als wenn ein Feur angehet: Wer am ersten kann leschen, der ist der Best. Denn Aufruhr ist nicht ein schlechter Mord, sondern wie ein groß Feur, das ein Land anzundet und verwustet. Also bringt Aufruhr mit sich ein Land voll Mords, Blutvergießen und macht Witwen und Waisen und verstoret alles wie das allergroßest Ungluck.
Drum soll hier zuschmeißen, wurgen und stechen, heimlich oder offentlich, wer da kann, und gedenken, daß nichts Giftigers, Schädlichers, Teuflischers sein kann denn ein aufruhrischer Mensch, gleich als wenn man einen tollen Hund totschlahen muß: Schlägst du nicht, so schlägt er dich und ein ganz Land mit dir. (Martin Luther über die Plünderer in England)
Treffen der Piratenpartei in Second Life
Hihi, zwei Goreaner waren auch dabei…
Rebellischer Überschwang gegen das Heiligtum des sittlichen Staats
“Die sogenannte Berliner ‘Kartoffelrevolution’, die in Wirklichkeit eher eine ‘Brotrevolution’ war, begann am Morgen des 21. April 1847 mit gewöhnlichen Marktunruhen. Um die Mittagszeit griffen die Aktionen auf einzelne Straßen über. Zahlreiche Geschäfte, insbesondere Bäcker- und Schlachterläden, wurden von umherziehenden Volkshaufen angegriffen. Schlüsselszene war die Belagerung und Demolierung eines Bäckerladens in der Charlottenstraße, nachdem der dort ansässige Bäckermeister Blumberg einer Marktfrau, die wegen überhöhter Kartoffelpreise von einer empörten Volksmenge verfolgt worden war, Zuflucht gewährt hatte. Gegen Abend konzentrierten sich die Unruhen, inzwischen von einer nach Tausenden zählenden Menschenmenge getragen, auf Angriffe unterschiedlichster Orte des Reichtums, des Luxus und der Macht im Stadtzentrum: berühmte Konditoreien wie Kranzler und Spargnapani, mehrere Hotels, Oper und Schauspielhaus sowie das Palais des Kronprinzen. In einigen Straßen, besonders in der Friedrich- und Wilhelmstraße, wurden die Gaslaternen zertrümmert. Polizeikräfte und Militär hatten sich als unfähig erwiesen, dieser Eskalation Einhalt zu gebieten. Am darauffolgenden Tag wurden die Ladenerstürmungen in mehreren Stadtteilen fortgesetzt. Erst gegen Ende des zweiten Tages gelang es einem unter Leitung des Kronprinzen stehenden militärischen Sonderkommando, das die gesamte Stadt generalstabsmäßig besetzen ließ, die öffentliche Ordnung wiederherzustellen.” (Quelle)
“Ein Augenzeuge schreibt uns: An der Ecke der Schilling-und Großen Frankfurter Straße begegnete mir, von der Landsbergerstraße kommend, ein Zug von arbeitslosen Bauarbeitern. Dieselben holten sich von den dortigen Bauten Steine und warfen, immer im Marsche bleibend, fast sämtliche große Fensterscheiben ein. Der Zug bewegte sich die Blumenstraße und den Grünen Weg entlang. Hier wurden die Schaufenster verschiedener Bäcker- und Zigarrenläden, auch vereinzelter Hut-und Schirmgeschäfte zertrümmert. Die ausliegenden Sachen nahmen die Leute mit sich…Von einigen Ausnahmen abgesehen, machte die Masse durchaus nicht den Eindruck von Menschen, die nur aus Freude am Zerstören handeln. Man sah, es war der Ausdruck der Verzweiflung. Bei der Plünderung hörte man verschiedentlich die Rufe: ‘Gebt uns Arbeit!’” (Quelle)
“Sie zünden Autos und Häuser an, plündern Geschäfte, attackieren Polizisten: Die dritte Nacht in Folge gab es in London heftige Krawalle, Fußballspiele in der britischen Hauptstadt wurden abgesagt. Mittlerweile erfasst die Gewaltwelle auch andere Großstädte in England, Hunderte Menschen randalierten.” (Quelle)
“Im Norden Londons wurden drei Randalierer wegen versuchten Polizistenmordes festgenommen. Sie seien im Norden der Stadt geschnappt worden, nachdem ein Beamter von einem Auto angefahren und schwer verletzt worden sei. Der Beamte und ein Kollege, der bei dem Vorfall leicht verletzt wurde, hatten einige Fahrzeuge angehalten, weil sie glaubten, dass die Insassen bei der Plünderung eines nahe gelegenen Elektronikgeschäfts beteiligt gewesen waren. Insgesamt wurden in London und Birmingham bis zum Morgen fast 350 Verdächtige festgenommen. ‘Das ist der Aufstand der Arbeiterklasse. Wir verteilen den Wohlstand um’, sagte der 28-jährige Bryan Phillips, der sich selbst als Anarchist bezeichnet.” (Quelle)
“Eine schlotternde Angst ergriff ob dieser Plünderungen und Verheerungen die gesamte bürgerliche Welt. Und mit Recht, hatten doch die Massen ‘das Paladium des sittlichen Staats, das Eigentum angegriffen. Ja, das war ein nicht wieder gut zu machender Frevel! (‘Der Sozialist‘, 8. März 1892)
Klare Gedanken
“Klarheit der Sprache ist die Frucht klaren Denkens; ein klarer Gedanke bedingt mit Notwendigkeit eine klare Form.” (Wilhelm Liebknecht)
Verwertungskette der Content-Mafia
Heise: “TorrentFreak weist darauf hin, dass Massenabmahnungen in den USA bisweilen einen wesentlichen Teil der Verwertungskette einer Filmproduktion ausmachen.



















