Plutoniumkontamination beim japanischen Kernkraftwerk Fukushima I

Karlsruher Institut für Technologie: “Die beim Kernkraftwerk Fukushima I im Boden gefundene Konzentration von Pu239/240 (Pressemitteilung TEPCO vom 28.3.2011) liegt in der Größenordnung der Mengen, die über Fall-out aus den Kernwaffenversu-chen in den 1950er und 1960er Jahren weltweit beobachtet wurden. Aus dem Isotopenverhältnis Pu-238 zu Pu-239/240 kann aber klar gesehen werden, dass es sich nicht um Plutonium aus dem Fall-out handelt (hier müsste anteilig deutlich mehr Pu-239 gefunden werden), sondern dass es aus bestrahlten Kernbrennstäben stammt. Ein Austrag aus dem Reaktor könnte bei einer Druckentlastung des Reaktorkerns, die teilweise von Wasserstoffexplosionen begleitet waren, erfolgt sein. Wahrscheinlicher ist aber, dass es aus den zeitweise brennenden Brennstäben in den Abklingbecken stammt. Voraussetzung ist in beiden Fällen, dass die Hülle der Brennelemente beschädigt ist. Unwahrscheinlich ist, dass ein Austrag über den Wasserpfad erfolgte. In diesem Fall müssten hier neben Plutonium deutlich größere Konzentrationen von Jod und Cäsium in den untersuchten Proben gefunden werden. Über den Luftpfad werden zwar auch Jod und Cäsium ausgetragen, sie werden jedoch deutlich weiter transportiert und werden nicht so schnell niedergeschlagen wie Plutonium.” (mehr…]

Kommentare

One Kommentar zu “Plutoniumkontamination beim japanischen Kernkraftwerk Fukushima I”

  1. kingo Japan am August 27th, 2011 4:18 am

    Yamashitas Äußerungen zu Fukushima und Strahlung
    http://www.youtube.com/watch?v=pPrHbZ6SHOY

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