Schliesst Schröder endlich aus!
Nein, ich bin das nicht, worüber die Märkische Allgemeine schreibt: “Die Wustermarker Genossen haben den Parteiausschluss des SPD-Unterbezirksvorsitzenden Burkhard Schröder beantragt.” Ich fände es aber gut, wenn der ausgeschlossen würde, dann würde ich nicht immer Nachrichten per Google Alert über den bekommen.
JMStV – Hell freezes over!
Also nee. Immer wenn man glaubt es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her… Was lese ich auf netzpolik.org? “Die CDU-Fraktion will am Donnerstag gegen den Gesetzentwurf stimmen.” Gemeint ist der unsägliche JMStV. “Der unsägliche Staatsvertrag könnte am Donnerstag ausgerechnet durch eine Koalition aus CDU, FDP und Linken gestoppt werden. Hell freezes over!”
Und Berlins Wowereit hatte schon unterschrieben und die Linke in Berlin auch! Bruhahaha.
Avatar: It’s the one with the blue people
Ich habe mir das Spiel Avatar passend zum Film besorgt. “Avatar Points Way to Future of Movie Games”, sagt Wired ganz richtig. Ich finde die schnodderige Art, wie US-Amerikaner manchmal etwas beschreiben, ganz amüsant, wie etwa Wired schon im November 2009 unter der Überschrift “Taking Revenge on Dangerous Plants in Ubisoft’s Avatar” (“Rache an gefährlichen Pflynzen nehmen”, har har): “it’s the one with the blue people”. Genau, der Film mit den blauen Leuten. Weiß jeder gleich, was gemeint ist.
Wer den Film mag, wird begeistert sein. Ich bin aber an derartige Spiele, die hart an der Grenze zum Ego-Shooter sind, nicht gewöhnt; ich muss mich erst wieder einfinden. (Doom habe ich vor rund 15 Jahren gespielt – noch unter DOS.) In Second Life bzw. Gor herumzuballern ist anders, kommunikativer, individueller und man bestimmt die Story selbst. Aber das Ambiente von Avatar stimmt einfach. Bin gespannt auf das nächste Level…
Алексей Архиповский
Tut mir leid, dass ich euch schon wieder mit Musik behelligen muss. Übrigens: Eine Balalaika hat nur drei Saiten! Der Künster ist Aleksei Arkhipovsky – der ist für die Balalaika das, was Rory Gallagher für die Mandoline bzw. Gitarre war.
Die fünfte Gewalt
“Die fünfte Gewalt” ein lesenswerter Artikel auf Telepolis: “Wenn die “vierte Gewalt” von Macht-und Wirtschaftsinteressen korrumpiert ist und ihrem demokratischen Wächteramt nicht mehr nachkommt, ist eine fünfte Gewalt nötiger denn je: Wikileaks!” So ist es. Wikileaks gibt es nur, weil die klassischen Medien von den Zuträgern und Informanten nicht mehr ernst genommen wurden.
Are you talking to me?!
Deep Purple “Smoke on the Water”
De-Mail versus E-Post
“De-Mail verklagt E-Post”, berichtet Heise. Dazu der passende Leserkommentar: “Zwei blinde Dinosaurier streiten sich darüber, welche Farbe der Meteorit hat.”
Pharmakonzern Pfizer, die Moral und der Profit
Heise: “Frische Wikileaks-Enthüllungen werfen unterdessen unter anderem ein schlechtes Licht auf den Pharmariesen Pfizer. So wollte der US-Konzern laut einer Diplomaten-Depesche den nigerianischen Staatsanwalt unter Druck setzen, um hohen Strafzahlungen nach dem Tod von Kindern bei einem Medikamenten-Test zu entgehen.”
Dazu pass auch eine Melung des Ärzteblatts vom 30.12.2009: “Lungenkrebs: Pfizer bricht Studie nach Todesfällen ab.”
Seven Steps to Legal Revenge
Meet Anna Ardin: “7 Steps to Legal Revenge – Anna Ardin was the center of headlines once again since she alleged rape allegations of Wikileaks founder Assange. Anna Ardin is the political secretary and press officer of the Swedish “Brotherhood Movement,” a group of Christians from the Social Democratic Party controversial for inviting anti-Semitic speakers to the country.”
Dazu schreibt die FAZ: “Schwedische Zeitungen haben über die Vorgeschichte der Vorwürfe gegen den umstrittenen Wikileaks-Gründer Julian Assange berichtet. Demnach wirkten eine Feministin, eine Staatsanwältin und ein weiblicher Fan zusammen, um Assange zu belasten, obwohl nichts gegen ihn vorliegt. (…) Es ging dann nur noch um den Verdacht der Belästigung. Obwohl Assange sich danach über mehrere Wochen in Schweden aufhielt, wurde er nicht vernommen. Einen neuen Haftbefehl, wieder einschließlich Vergewaltigungsverdachts, erwirkte eine neue Staatsanwältin: Marianne Ny aus Göteborg. (…) Von der Sozialdemokratin ist bekannt, dass sie am 12. Januar 2010 eine Übersetzung von ’7 Steps to Legal Revenge’ – einem Ratgeber, wie man es schafft, dass gegen einen Mann Anklage erhoben wird – in ihren Blog einstellte. Dieser Text wurde aber, wie der ganze Blog, am 21. August gelöscht.”
Wikileaks Mirrors
Limited access to the internet
Der britische Guardian berichtet, dass Assange in Einzelhaft verlegt worden ist und dass er “begrenzten Zugang” zum Internet (“Limited access to the internet”) bekommt.
Das ist ja wieder zum Totlachen. Zuerst werden sie natürlich Keylogger installieren, damit sie notfalls alle Passworte abgreifen, die er eingibt. Sie werden ihm verbieten, die Browser-Einstellungen zu verändern, dass er die History (auf welche Website er wann war) speichern muss. Sie werden ihm E-Mail verbieten (er wäre ja schön blöd, wenn er vertrauliche Postkarten aus dem Knast schreiben würde).
Einen “begrenzten” Zugang zum Internet gibt es nicht. Man kann alle Filter mit wenigen Mausklicks umgehen; das wissen DAUs eben nicht. (Deswegen wird das bei Spiegel Offline wie gewohnt unkritisch einfach wiederholt, ohne – was eine journalistische Pflicht wäre – das angemsssen zu kommentieren. Und natürlich erwähnen sie ihre Quelle, den Guardian, aber verlinken sie nicht – die Leser könnten ja auf die Idee kommen, dass das Original besser ist als das Abgeschriebene bei Spiegel Offline – und abwandern- wie ich.)
Ceterum censeo: Free Assange!
Kriegsgerät Serverplatz und Wikileaks
Kriegsgerät Serverplatz – lesenswertes Posting von Udo Vetter (lawblog) über Wikileaks und die Pressefreiheit.
Wikileaks erschiessen, erhängen, vergasen
“Mike Huckabee, ehemaliger US-Präsidentschaftskandidat, hat bereits die Todesstrafe gegen Wikileaks-Gründer Assange gefordert.” (Quelle: Heise) By the way: Was fordert eigentlich der Bund Deutscher Kriminalbeamter?
Wer hat uns verraten: Linke und Sozialdemokraten
Berliner Zeitung: “Rot-Rot stimmt für Altersgrenzen im Internet (…) Kritiker in der Koalition halten die Novelle für sinnlos bis abstrus, aber dennoch wird die rot-rote Mehrheit am Donnerstag im Abgeordnetenhaus wohl geschlossen für den neuen Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) stimmen. Mit dem Vertrag werden Alterskennzeichnungen für Internetseiten auf deutschen Servern faktisch verpflichtend.”
Die Wahrheit wird euch frei machen
Der Vizepräsident von Bolivien spiegelt Wikileaks:
“La Vicepresidencia del Estado Plurinacional de Bolivia, Presidencia de la Asamblea Legislativa Plurinacional, en busca de democratizar el acceso a la información, pone a disposición del público los documentos del Departamento de Estado de los Estados Unidos, publicados por Wikileaks, que hacen referencia a Bolivia. Todos ellos se encuentra disponibles en su idioma original (inglés) y aquellos que contengan información relevante respecto al país, más allá de simples referencias, están traducidos al castellano o en su defecto en proceso, situación frente a la cual les pedimos paciencia.” (via Fefe)
Sehr hübsch ist, dass die Wikileaks-Dokumente mit einem Satz aus der Bibel unterlegt sind, aus dem Johannes-Evangelium, Kapitel 8, Vers 32: “…und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.”
Zwei Hähne, die um die gleiche Henne kämpfen
Von den Interviews im Print-Spiegel halte ich für gewöhnlich nicht sehr viel, zumal die alle “autorisiert” sind, also nichts enthalten, was dem Gesprächsteilnehmer missfallen könnte. Das sind also keine journalistischen Interviews, sondern Pressemitteilungen, die sich als Interview kostümieren.
Heute habe ich das Interview mit dem ehemaligen Geheimdienstchef von Saudi-Arabien gelesen. Dieser Turki Bin Faisal ist offenbar cool und clever und natürlich viel weltläufiger als unsere einheimische Schlapphut-Mischpoke. “Heute finde ich im Internet Dinge, für die ich früher hundert Agenten hätte aussenden müssen.” Wie wahr.
Wahr ist auch sein Statement: “Premier Netanjahu zieht Gewinn aus dem Iran-Konflikt. Unter dem Banner der Bedrohung durch Teheran steuert er nicht nur in Israel die öffentliche Meinung, sondern auch weit über Israel hinaus. Irans Präsident Mahmud Ahmadineschad macht es übrigens genauso. Der erzielt in seinem Land mit keinem Thema so hohe Zustimmungsraten wie mit dem Nuklearprogramm. Das sind zwei Hähne, die um die gleiche Henne kämpfen.”
Vergewaltigung in Schweden [Update]
Alles Schall und Rauch: “Auch in Schweden ist der Gesetzesparagraf der Vergewaltigung weltfremd und widerspricht jedem normalen Verständnis. Dort ist einvernehmlicher Sex auch dann eine Vergewaltigung scheinbar, wenn ein Kondom wärend des Akts verrutscht, eine strafbare Handlung des Mannes, die mit einem Minimum von zwei Jahren bestraft wird. Klingt völlig lächerlich, aber diesem Vorwurf ist Julian Assange ausgesetzt(…). In Schweden ist die Rechtslage so absurd, eine Frau kann nicht wirklich sagen ob sie vergewaltigt wurde, sondern das bestimmt der Staatsanwalt.”
Die Welt schreibt in einem etwas wirren Artikel: “Schweden liegt bei der Zahl der angezeigten Vergewaltigungen in Europa an der Spitze. (…) Die größere Bereitschaft schwedischer Frauen, eine Vergewaltigung zur Anzeige zu bringen, heißt aber nicht, dass es auch mehr Verurteilungen gibt. In nur 13 Prozent der Fälle kommt es überhaupt zu einer Anklage.”
Focus: “Die britische Polizei hatte zudem bereits Ende November einen Haftbefehl für Assange aus Schweden erhalten. Damals hatte sie ihn aber nicht festgenommen, weil das Dokument ebenfalls formale Fehler enthielt. Nach Angaben von Anwalt Stephens war den Behörden stets die aktuelle Adresse von Assange bekannt.”
Zeit Online: “Keine internationale Verschwörung, sondern eine übereifrige schwedische Staatsanwältin hat zur Verhaftung von Wikileaks-Chef Assange geführt.”
Telepolis: “Assange, die angebliche Vergewaltigung und der Europäische Haftbefehl”
Browser-”Lücken” – Experte ist nicht alarmiert
Ich musste bei der Lektüre des Spiegel “Online”-Artikels heftig schmunzeln (Immerhin ein externer Link, o Wunder – aber es ist auch bald Weihnachten). Ich bin ja “Experte”, bin aber im Gegensatz zur These des Spiegel-Autors nicht “alarmiert” über die pöhsen Kriminellen, die uns ausspionieren.
Es gibt nur ein Computerproblem – das hat zwei Ohren und sitzt vor dem Monitor. Des Extremistenforum burks.de rät: Installieren Sie diese Add-ons! Machen Sie nicht? Quod erat demonstrandum.
Weihnachtsmarkt in Rixdorf
Zum Weihnachtsmarkt auf dem Richardplatz im Böhmischen Dorf in Rixdorf (aka Kern von Berlin-Neukölln) gehören Erbsensuppe mit Bockwurst, gefühlte zehntausend Stände mit Glühwein, Kartoffelpuffer, Grünkohl mit Pinkel und der Rixdorfer Galgen, ein Kräuterlikör mit 35 Prozent Alkohol, der einem fast die Schuhe unter den Socken weghaut, wenn man ihn nicht vorsichtig zu sich nimmt. Das alles habe ich in den letzten zwei Stunden erkundet, gegessen und getrunken.





















