Das gute alte Stück
Morgen vor zwei Jahren wurde meine Wohnung durchsucht und mein Rechner beschlagnahmt. Heute endlich bekam ich die Auskunft, ich könne ihn wieder abholen.
Der Rechner war komplett mit alternate Desktop von Ubuntu verschlüsselt. Hat jemand eine Ahnung, ob man irgendwie feststellen kann, ob jemand versucht hat, an die Daten zu kommen?
Kommentare
16 Kommentare zu “Das gute alte Stück”
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Ich glaube kaum, dass die versuchen, schreibend auf deine Platte(n) zuzugreifen. Das würde ja letztlich dazu führen, dass eventuell gefundene Beweise vor Gericht nicht mehr verwendbar sind. Ich stelle mir das eher so vor, dass sie sich ein Image vom ganzen Datenträger ziehen und das dann genauer untersuchen. Genau wissen tu ichs aber nicht.
Wenn sich jemand zum Beispiel physischen Zugang zur Hardware verschafft hat und nicht die Absicht hatte die Teile auf dem Flohmarkt zu verkaufen könnte das ein Hinweis sein. scnr
Hallo Burks,
leider wirst Du es nicht feststellen können weil nicht mit der eingebauten Platte gearbeitet wird. Sie soll Gerichts-verwertbar bleiben und wird geklont. (weiß ich vom hören-sagen)
Eine Möglichkeit wäre beim Abholen die Leute dort genau anzusehen. Ist einer alt und grau und verhält sich sonst auch noch komisch hat es nicht geklappt an Deine Daten zu kommen.
Jürgen
Eine geklonte Platte ist immer noch verschlüsselt.
Ja, herrlich nicht? Wenn sie tatsächlich (wovon ich ausgehe) geklont und nur mit der Kopie gearbeitet wurde wirst du natürlich nichts feststellen können. Nichtsdestotrotz würde ich das Ding zum Flohmarkt schleppen. Auch wenn die Damen und Herren von der Exekutive fachpersonell und technisch minderbegünstigt sind, traue ich dem ganzen Apparat nur so weit wie ich ihn werfen kann.
Aber sonst gehts noch? Geholt haben die ihn doch auch, oder hast Du ihn hingebracht? Die sollen ihn mal schön herbringen oder stelle ihnen das in Rechnung. Wo kommen wir denn da hin?
Carsten
–
http://www.spiegel.de/images/image-146836-panoV9free-cwio.jpg
Stell ihn doch dem CCC zur Verfügung, vielleicht finden die irgendwas interessantes, modifizierte Hardware oder so.
http://www.burks.de/burksblog/2008/12/10/25c3-ccc-ladt-german-privacy-foundation-aus
“”Es gibt gegen euch bzw. gegen Leute von euch sehr grosse Vorbehalte. Tatsächlich ist Burks selbst bei uns bis auf weiteres Persona non grata.” So heißt es in einer Mail des CCC. “Wir haben das besprochen und möchten eigentlich nicht, dass ihr einen Stand auf dem 25C3 aufbaut.”
Das war 2008.
07.02.2007 | Andreas Bogk (CCC): Der Bundestrojaner und die Online-Durchsuchung. “Eher verwunderlich hingegen ist die bei Heise zur Schau gestellte Skepsis, was die technische Machbarkeit einer solchen Online-Durchsuchung angeht. Gut, von Burkhart [sic] Schröder sind wir ja Desinformation gewöhnt, aber daß auch Jürgen Kuri da die technische Phantasie fehlt, ist schon eher ungewöhnlich.”
Jetzt meine Verschwörungstheorie: Andreas Bogk ist derjenige, der Fefe immer verbietet, mich zu erwähnen oder Links auf burks.de zu setzen. :-) Die Berliner CCC-Mischpoke hat mich ja auch weder unterstützt noch erwähnt, als die Polizei meinen Rechner mitgenommen hat…. Vermutlich haben sie sich sogar gefreut.
Hallo Burks,
das ist richtig das eine geklonte Platte auch verschlüsselt ist aber auf Deiner Platte werden dann keine Log-Dateien geschrieben wenn gestartet wurde,
Nach meinem Wissen wird das Betriebssystem überhaupt nicht gestartet sondern nur analysiert ohne zu starten.
Vielleicht haben sie ja zwei Jahre belastendes Material gesucht.
Jürgen
Hi Burki,
irgendwer kämpft hier an der falschen Front. Du oder der CCC? …
Ich weiß gar nicht was die von mir wollen, und es fragt sie auch keiner.
Flohmarkt? Kwatsch! In die Elekrobucht: “Burks Bombenrechner mit frischen Fingerabdrücken des großen Bruders”
Hoffe geholfen zu haben
Carsten
–
http://www.youtube.com/watch?v=iocns5tfffk
Hi Burks,
“Ich weiß gar nicht was die von mir wollen, und es fragt sie auch keiner.”
Mich würde das durchaus interessieren. Außerdem haben GPF und der CCC haben gemeinsame Interessen.
Und der Fefe macht doch http://alternativlos.org,
das wäre IMHO eine gute Plattform für ein Streitgespräch über Onlinedurchsuchung und Bundestrojaner und Datenvorratsspeicherung, geführt von zweien mit nicht ganz übereinstimmenden Ansichten.
Vielleicht Fefe Hörerwünsche entgegen?
Es geht bei den “Vorbehalten” des CCC nicht um die Online-Durchsuchung, sondern um mein Buch über Tron. Sie werden mir nie verzeihen, dass Tron nicht ermordet wurde.
Markus Kuhns an die Los Angeles Times, Juli 2002
“Streitfeld, David” wrote on 2002-07-08 19:24 UTC:I am a reporter for the Los Angeles Times working on a story about smart card hacking. i wanted to ask you about Boris F[...].
The German journalist Burkhard Schröder wrote a book on the case. I think that both his presentation of the case and the conclusions he maked are the most sensible ones that I have seen so far, therefore I’d like to refer you to him as a more well-informed source.
Do you think his death was a suicide?
From all I know, this seems to be the most plausible hypothesis.
Why do so many people think he was killed, even if it’s unclear by who?
Lack of an obvious motive, plus he was affiliated with the Chaos Computer Club in Berlin, a highly media-active association that includes quite a number of conspiracy theory enthusiasts.”
Ich würde der Kiste die Netzwerkkarte wegnehmen und sie nur noch als “offliner” verwenden.
Oder sie mit edubuntu / lerntux / juxlala einem harz4-Kind aus der Nachbarschaft vermachen.
Apropro Tron:
> Markus Kuhns an die Los Angeles Times, Juli 2002
> Do you think his death was a suicide? …
Tja, Burkhard, alle Leut’s denken nur, keiner
hat richtig ermittelt.
Auch dein Buch bringt irgendwie nur die Hälfte
der Geschichte rüber, eigentlich schade.
Mehr als zehn Jahre sind inzwischen vergangen,
keinen interessiert’s mehr.
Schaffen der CCC und Du es wirklich nicht,
nach zehnjähriger Feindschaft das Kriegsbeil
nun endlich zu begraben?
Ach ja:
Wurde irgendwann geklärt, ob es über
die Familie F. eine Stasiakte gab?
hanna.