Sarrazin no tiene cojones
Es ist doch immer wieder amüsant zu sehen, dass die dunkel- und hellbraunen Kameraden und solche, die es noch werden wollen, rechte (!) Jammerlappen sind. Ich bin bekanntlich ein Erzlinker, aber wenn ich sehe, dass ein Kackbrauner schon vor einer Lichterkette Reißaus nimmt, wünscht man sich Gegner, die härtere Eier haben als etwas Sarrazin, um das kubanisch zu formulieren. Weicheier!
Was lesen wir das bei Spiegel offline? “Er habe in den vergangenen 14 Tagen “massiven Druck” gespürt, sagt er. “Das war für mich nicht einfach.” Er habe sich überlegt: “Kann ich es mir leisten, mich mit der gesamten politischen Klasse in Deutschland und 70 Prozent der öffentlichen Meinung anzulegen?” Die Antwort war nein. “Diese Situation hält auf Dauer keiner durch”, gesteht Sarrazin. “Schade”, ruft ein Mann im Publikum.”
Ich war nicht der Mann, der das gerufen hat und ich sympathisiere auch nicht mit Sarrazins abgegriffenen völkischen Sprechblasen. Er kann es sich nicht leisten, sich mit der öffentlichen Meinung anzulegen? Da kommen einem ja die Tränen! Das ist Feigheit vor dem Feind, Sarrazin! Außerdem hat er sein Schäflein doch ohnehin im Trockenen, und die verlogene mediale Hysterie wird ein Übriges tun, um genug Tantiemen in seine Tasche zu spülen, damit er den Rest seines Lebens auf der faulen Haut liegen und die “Junge” Freiheit lesen und mit denen Fan Schönbohm Kaffee trinken kann.
“Der erste Termin seiner Lesereise in Hildesheim war aus Sicherheitsgründen abgesagt worden, auch beim Berliner Literaturfestival wurde er ausgeladen. In Potsdam hätte die Lesung ursprünglich an einem anderen Ort stattfinden sollen, doch auch dort knickten die Veranstalter ein.”
Ist das nun Hysterie? Ja, sie drehen alle durch. Fehlt nur noch, dass jemand das beliebte Stichwort “Kinderpornografie” in den Saal ruft, um die Stimmung auf den Siedepunkt zu bringen. Passt nur irgendwie nicht zu Sarrazin.
Ich kann mich erinnern, dass ich irgendwann in den 90-er Jahren in Heidelberg aus “Im Griff der rechten Szene” lesen musste und irgendein bescheuerter Nazi meinte, er müsse irgendeinem aufgeregten Lokaljournalisten ankündigen, man werde etwas gegen den Linken Schröder machen. Ich hatte daher den Sall voll mit mehreren hundert Leuten und sogar Polizeischutz. Dabei hätte ich den kackbraunen Kameraden doch gern selbst ins Gesicht gesagt, was ich von ihnen halte.
Wer Sarrazin jetzt auslädt, beweist doch nur, dass gar niemand über Einwanderer und die Deutschen, die sich dazu verhalten, diskutieren will. Feige Bande. Aber es war ja klar: Wenn man in dieser Soße rührt, kommt noch mehr Kackbraunes zum Vorschein, in allen so genannten Volksparteien inklusive den kleineren konservativen Parteien wie den Grünen. Davor haben sie alle Angst.
Also, Sarrazin, Butter bei die Fische: Was ist deutsch und warum?
Kommentare
3 Kommentare zu “Sarrazin no tiene cojones”
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ich denke mal, auch du hast sarrazins “mein kampf” nicht gelesen.
“Wer Sarrazin jetzt auslädt, beweist doch nur, dass gar niemand über Einwanderer und die Deutschen, die sich dazu verhalten, diskutieren will. Feige Bande.”
Dem stimme ich zu. Ich habe übderdies den Eindruck, das niemand mit Nazis diskutieren will. Stattdessen gibt es Lichterketten oder wahlweise andere Darstellungen öffentlicher Empörung.
*schwurbel* ich meine, man wird die Nazis und die braunen Gedanken nur los, wenn man mit den braue-Gedanken-Trägern diskutiert. Lichterketten und demonstrierte Empörung helfen da gar nix.
Argumente helfen aber auch nicht. Die Lichterketten apellieren jedoch nur an den Opportunismus der Masse, dort mitzulaufen, wo die meisten Leute mitlaufen. Eine Million Lichterketten können nicht irren.