Der Mauerbau von Düsseldorf
Einen sehr interessanten Erfahrungsbericht über die Gespräche zwischen SPDGRÜNEN und der Linken in NRW hat Rüdiger Sagel (Mitglied der “Sondierungskommission”) veröffentlicht: “Vorausschicken möchte ich, dass es sich um eines der skurrilsten politischen Erlebnisse, während meiner mehr als 30-jährigen politischen Tätigkeit handelt. Allein, dass man hier im Westen der Republik mehr als 20 Jahre nach dem Mauerfall, das ‘Verhältnis zur ehemaligen DDR’ zum zentralen Thema einer möglichen Koalition in NRW macht, ist schon mehr als beachtlich.” (Kommasetzung im Original) Wirklich lesenswert, wenn man von der Rechtschreibung absieht. Mehr braucht man von der gegenwärtigen politischen Situation in NRW nicht zu wissen.
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Aber das ist doch nicht neu. Nur 20 Jahre ist das her? Mensch, das war gestern. Als bekennender Nationaler werde ich in nun wirklich jeder Diskussion, ob virtuell oder leibhaftig geführt, zunächst und zu allererst einmal nach meinem Verhältnis zu Adolf Hitler und dem Nationalsozialismus gefragt und habe mich zu rechtfertigen.
Früge man (richtiger Konjunktiv?) Frau Kraft nach ihrem Verhältnis zu Kurt Schumacher, dann käme sie wohl reichlich ins Schwimmen. War der doch noch ein ehrenwerter Soze mit dem nationalen Herz am rechten Fleck (schönes Wortspiel?).
Machen wir uns doch bitte nichts vor: Nach der Siegerpose des Wahlverlieres SDP durch Frau Kraft streiten sich nun zwei Wahlverlierer um die Machtposition des Ministerpräsidenten. Parlamentarisches Absurdistan.