Trojaner im Auftrag der Computer BILD

Ein Teilnehmer meines Seminars zeigte mir einen aktuellen Artikel der “Computer BILD”: “Tronaer im Auftrag des FBI” – “Jetzt kommt raus: Nicht nur die CIA, sondern auch das FBI nutzt schon seit Langem zweifelhafte Schnüffelmethoden.”

Pädagogisch ist der Text ein hervorragendes Beispiel für die typisch deutsche Mischung aus unbewiesenen Gerüchten, mangelnder Recherche und Verschwörungstheorien, wie sie beim beliebten Hoax “Online-Durchsuchungen” die Regel sind.

“Ein vor kurzem im Internet aufgetauchtes Dokument” – wirklich wahr? Nein. Es handelt sich um eine Angelegenheit, die zuerst vor acht Jahren diskutiert wurde und die die Computer BILD als “brandaktuell” abheftet – die so genannte “magic lantern“. Ganz einfach: Das FBI jubelte einem Verdächtigen einen Computer unter, auf dem man vorher Schnüffelprogramme installiert hate, diesen also fernsteuern konnte. Bei Wikipedia kann man auch mehr nachlesen:

“CIPAV (Computer and Internet Protocol Address Verifier) ist eine Windows-basierte Spionagesoftware, welche vom FBI verwendet wird, um PCs von Verdächtigen zu durchsuchen. Im Gegensatz zum sog. Bundestrojaner wird es vom FBI nur mit einem richterlichen Durchsuchungsbefehl eingesetzt. Nach der Installation sendet die Software Daten über Festplatteninhalte, benutzte und installierte Programme, Informationen über den Browser und Betriebssystem, sowohl Seriennummer, als auch sämtlichen Benutzerinformationen aus der Windows-Registry. Die übermittelten Aktivitäten im Internet setzen sich aus den besuchten URL und sämtlichen angesteuerten IP-Adressen zusammen.”

Aber genau hingucken! Die Computer BILD orakelt: “Unklar bleibt, die es der FBI-Trojaner schafft, sich an Sicherheitsprogrammen vorbeizuschleusen.” Da bleibt noch viel mehr unklar, wenn man das “online” versuchte: Wie schafft es der “Trojaner”, den Verdächtigen zu finden – und seine IP-Adresse? Und was, wenn der einen Router hat? Und was, wenn wenn er in einem Cafe sitzt und per WLAN surft? Was, wenn er keine E-Mail-Attachments öffnet? Was, wenn er Linux benutzt und mit executable-Attachments nichts anfangen kann? Was, wenn der Verdächtige kein ahnungsloser Schuljunge der, der mit heruntergelassenen Hosen im Internet unterwegs ist und sich jeden Dreck ungeprüft unterjubeln lässt?

Was soll dieser Quatsch? Computer BILD antwortet: “Da stelle sich die Frage, ob die Ermittlungsbehörde den Bundestrojaner schon seit geraumer Zeit in verdächtigen PCs rumschnüffeln lässt.” Ja, aber nur bei den DAUs und Verschwörungstheoretikern bei Computer BILD. By the way: Welchen Bundestrojaner? Vielleicht sollte man als Journalist nicht nur dumme Fragen stellen und Gerüchte verbreiten (“Angeblich (!) soll sich das FBI-Spionage-Programm auch hinterrücks…”), sondern Antworten geben. Das wäre seriös.

Die Jugendschutzwarte mal wieder

Ohne Worte…

BKA: Bislang noch keinen PC online durchsucht

Online-DurchsuchungNatürlich musste ich beim Lesen der netten Heise-Meldung schmunzeln.”Das Bundeskriminalamt (BKA) hat seit der Erweiterung des BKA-Gesetzes zu Jahresbeginn noch keinen Computer online durchsucht. “Ich setze die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichtes, diese Durchsuchungen nur als ultima ratio, also als letztes Mittel einzusetzen, konsequent um”, sagte BKA-Präsident Jörg Ziercke laut dpa dem Westfalen-Blatt. ” (Das kann man besser verlinken, Heise!)

“Hat das BKA inzwischen die Software, um das zu tun?
Jörg Ziercke: Ja. Wir waren zum 1. Januar, als das geänderte BKA-Gesetz in Kraft trat, startklar.
Hat Ihre Behörde seitdem Computer online durchsucht?
Jörg Ziercke: Nein.”

Natürlich lügt Ziercke. Aber das fällt niemandem auf, weil dem Westfalenkäseblatt niemand nachfragt, wie man etwa meinen Linux-Rechner hinter meinem Router mal so eben online durchsuchen könnte. Das BKA hat diese Software nicht, weil es sie nicht gibt (vorausgesetzt, sie brechen nicht unbemerkt in meine Wohnung ein, und das gleich mehrfach.) Der Verschwörungsthereoretiker, die sich bei diesem Thema durch einen starken Mitteilungsdrang auszeichnen, glauben das nicht. SIE können gar nicht so dämlich sein. SIE sind natürlich schon drin. Nein, SIE sind nicht drin, SIE sind einfach nur dämlich.

Anleitungen zum “Bombenbau”

Der aktuelle Stand zum Thema Hausdurchsuchung aka Verstoß gegen das Waffengesetz. Die erste Verhandlung vor dem Amtsgericht Tiergarten verlief insofern ergebnislos, als meine Anwältin erfolgreich den Antrag stellte, einen Gutachter zu hören, ob denn das, was auf meiner Webiste zu lesen ist, überhaupt funktionsfähig und gefährlich sei. Das Gutachten liegt jetzt vor. Es stammt vom Landeskriminalamt Berlin, Kompetenzzentrum Kriminaltechnik, und ist meines Erachtens sehr erfreulich für mich. Wenn ich den Inhalt sinngemäß wiedergeben darf – zum Beispiel zum Thema Pikrinsäure: Alles sei sachlich korrekt, es werde allerdings nur eine Herstellungsvariante beschrieben. “Zur Umsetzung einer Sprengvorrichtung” bedürfe es aber weitaus mehr. Sieht doch gut aus. Aber wer weiß, ob das Gericht das auch so sieht. Ein neuer Termin ist noch nicht anberaumt.

Gor: Drei Drei-D-Welten

Gor

Die Second-Life-Ausgabe des 3D-Rollenspieles Gor nach den Büchern des US-amerikanischen Trivial-Schriftstellers John Norman.sind für mich insofern abgehakt, als ich nach drei Monaten intensiver Beschäftigung damit so ungefähr begriffen habe, worum es geht (Sex, Gewalt und Kommunikation) und welche Leute man dort antrifft. Ich bin aber deswegen nicht gelangweilt, sondern um so mehr angefixt, weil ich meinen Entschluss, sozusagen nur die “Ferrari-Version” von Second Life zu spielen und die gewöhnlichen Avatare weit hinter mir zu lassen, nicht bereut habe. Allmählich habe ich auch eine fest umrissenen Vorstellung davon, wie ich das Thema journalistisch umsetzen könnte. Die verbrachte Zeit muss sich irgendwie rechnen. Fun allein kann es nicht sein, obwohl der (un)freiwillige Englisch-Unterricht (ich bin nur im englischsprachigen Gor), den ich dort erhalte, es schon wert wäre. Wer drei Monate lang jeden Tag drei oder vier Stunden oder sogar mehr intensiv in englischer Sprache chattet, macht garantiert sprachliche Fortschritte.

GorGorGorGor

Ich saß neulich mit Kollegen zusammen und, wie es nicht anders zu erwarten war, wenn ich dabei bin, kam man irgendwann auf das Thema Second Life (Gor kennt in Deutschland so gut wie niemand, obwohl die weltweite Online-Community vermutlich fast sechsstellig ist.) Es gibt offenbar nur drei Sorten vom Menschen: Solche, die überhaupt nicht wissen, um was es bei 3D-Welten geht und welche Zukunft die haben können, solche, die meinen, darüber etwas zu wissen, aber nicht neugierig genug sind, um sich wirklich zu informieren, und einige wenige, die davon begeistert sind. Dazu gehöre ich, wie die wenigen verbliebenen wohlwollenden Stammlerleserinnen und geneigten Stammleser schon ahnten.

GorGorGorGor

I prefer to explain it in English: Here are screenshots from places in Gor where I use to be, mostly in Kassau in the cold and rough north of Gor near Torvaldsland. I am the Head Slaver of Kassau Town. My kajira Dana (big photo). Next lines from left to right: the huge map of Gor in the Gor Hub, teleporting to about 300 gorean Sims. City slave os Esalinus. Caves of Esalinus. Me and my slave Tirza. Me and my former girl Lina (she has been killed). Two views of Glens of Kassau and Kassau Town. Lina bathing.

Gor

My private girl Eden (big photo, she is french). Below: A prisoner in the kennel of Kassau. The northern coast of the german town of Kargash. Lina and me in the forests of Kassau. Riding a tarn in Glens of Kassau: “The tarn, the great, fierce saddlebird of Gor, is a savage beast, a monster predator of the high, blue skies of this harsh world; at best it is scarce half domesticated; even tarnsmen seldom approach them without weapons and tarn goad; it is regarded madness to approach one that is feeding; the instincts of the tarn, like those of many predators, are to protect and defend a kill, to the death”.

GorGorGorGor

Below: My En’Fora Akasha aka “Lil brat”. A female slave in Esalinus. View of the temple ruins of Kassau Woods, some days before the big earthquake. A prisoner in the kennel of Kassau..

GorGorGorGor

Below: Me (my avatar) in the public bath of Kassau Town.My former girl LIna in my private house. Oasis of Turmas in the Tahari desert. Me talking to a panther girl (yes, she did not shoot me down!) in the near of Black Canyon – a dangerous place! Do not walk there alone!

GorGorGorGor

Below: Me, riding a tarn in Kassau. One of my former girls swimming near the docks of Kassau. Tarn riding near the volcano of Verr Flord. Tarn with basket for transport.

GorGorGorGor

below: View of the fortress and the temple ruins is kassau Woods before the earthquake. Me and my former En’fora Farida in the furs. Panther girl at the docks of the Black Canyon area. Me, selling a slave to Free Woman in Kassau (Jetzt müssen die deutschen Jugendschutzwarte aber spätestens eingreifen! Da verkauft jemand einen weiblcihen Avatar an einen anderen weiblichen Avatar!.Und dann auch noch preiswert!)

GorGorGorGor

Below: Inner harbo(u)r of Kassau Town. My slave Dana as a Free woman (yes, I force collared her!) Me (my avatar) at the docks of Kassau Wood, home of the Ushindi Mercenaries of Gor.

GorGorGorGor

Alles klar soweit? Puls und Atmung noch normal? Ich habe bei Gesprächen immer den Eindruck, dass diejenigen, die sich aufregen (ja, einige Bücher Normans sind in Deutschland verboten!), diejenigen sind, deren die fantasie am meisten durchgeht, also diejenigen, die noch nicht einmal wissen, wie man das Wort Medienkompetenz buchstabiert. Lest die Bibel: “Alles ist eitel” heißt es da, also: Alles nur Einbildung. Aber was wären wir ohne unser Kopfkino? Meines funktioniert sehr gut. Und die Glotze habe ich seit Januar nicht mehr angestellt. Ich mag es mehr interaktiv. Am liebsten würde ich im Tatort selbst mitballern. Aber dafür habe ich jetzt eine High-Tech-Armbrust, ein Schwert, zwei Dolche und zwei kleine Messer immer am Mann. Ach ja, und eine virtuelle Peitsche. Ich bin virtueller Sklavenhändler. Einige Frauen mögen das – es macht offenbar irgendwie Eindruck, wenn man zu den Bösen gehört, auch wenn es nur 3 D ist.

Ja! Ich sollte…

Ja, ich sollte mal wieder bloggen und eine neue Leserschaft suchen, da die alte vermutlich abgewandert ist…Ich versprech’s. Diese Woche habe ich aber noch jeden Tag Stress….