Intrepid Ibex und Unterstützung aus der Nachbarschaft

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„Unterstützung aus der Nachbarschaft“ hieß die E-Mail, die ich vor ein paar Tagen zum Thema „Hausdurchsuchung“ bekam. Tobias Hensel vom Technische Kundendienst der SRZ Berlin | Firmengruppe besscom hat mir einen Rechner geschenkt, der – abgesehen von der Grafikkarte und der Lautstärke (Rasenmäher) – genau so gut ist wie der, der jetzt beim Landeskriminalamt steht. Noch einmal Dank an K., der mir schon einen Tag nach der Beschlagnahme ein älteres Modell vorbeibrachte und an die Kleinspender, an die ich mich noch einmal persönlich wenden werden, sobald ich alle Zugangsdaten und Accounts geändert habe.

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Hal Faber ist auch noch einmal auf die Ereignisse der letzten Tage eingegangen. Ich habe meine Lehren gezogen – ab sofort werde ich nie wieder ein regelmäßiges Backup vergessen, mein Rechner (jetzt mit Ubuntu 8.04 Intrepid Ibex) ist komplett verschlüsselt, dazu benutze ich wie bisher noch zusätzliche Container mit Truecrypt. Es geht alles wieder, auch andere Programme wie Revelation und den Jondos-Client (vgl. Screenshot) habe ich sofort zum Laufen bekommen. Alle neueren Screenshots aus Second Life sind leider weg. Auch muss ich Danger from the Deep neu installieren. Das alles hat mich zwei Tage Arbeit gekostet, und das war das Ärgerliche. Die Solidarität vieler Net-Citizens, Bürgerrechtler und Zensurfeinde hat das aber aufgewogen.

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Kommentare

5 Kommentare zu “Intrepid Ibex und Unterstützung aus der Nachbarschaft”

  1. Fluxkompensator am November 16th, 2008 4:46 pm

    Ja Burks, dass mit dem fehlenden Backup kennen auch richtige Experten.

    Wie wäre es denn mit einem Rechner der keine interne Festplatte besitzt sondern nur externe Festplatten per USB kennt? Da gibt es ganz clevere Lösungen auch für den kleinen Geldbeutel siehe
    http://krook.net/archives/217.

    Und kennst Du Google Doc http://tinyurl.com/5onz28 zum Texte tippen? Damit geht nix verloren.

  2. admin am November 16th, 2008 4:50 pm

    Ich habe keinen Account bei Google und auch nicht die Absicht, mir einen anzuschaffen. Aber die Festplatten-Frage ist ncoh da – ich habe mittlerweile schon 2 externe. Muss nur noch das manual für truecrypt richtig verstehen.

  3. verflixt am November 16th, 2008 5:08 pm

    Alternativ könntest Du auch bei der Verschlüsselung bleiben die Du jetzt eh schon mit dem verschlüsseltem LVM unter Ubuntu nutzt. Das geht auch wunderbar für externe USB-Festplatten. Wenn die Festplatte nach der Anleitung [1] erstellt wurde, wird sie beim Anstecken an das System erkannt und es öffnet sich ein Fenster zur Eingabe der Passphrase. Danach ist die Platte sauber im System eingehängt bis sie abgezogen oder der Rechner runtergefahren wird.

    Vorteil gegenüber Truecrypt: kein stundenlanges Formatieren und der Truecrypt-Client ist nicht erforderlich.
    Eventueller Nachteil (je nach Rechnerpark): kein Öffnen mehr unter Windows und Mac wie es Truecrypt bietet.

    Ansonsten eine sehr komfortabele Lösung!

    ———-
    [1] http://verschluesselung.info/linux/usb/

  4. ausfriestria am November 19th, 2008 11:51 am

    … nur um mal kleine Korinthen zu ka—- … Intrepid Ibex ist 8.10 … 8.4 ist Hardy Heron ;-) … nicht daß es wirklich eine Rolle spielt.

    Ich verfolge Ihre Geschichte übrigens sehr interessiert in diversen Medien. Ich hoffe, es kommt unter dem Strich etwas Positives noch für Sie heraus.

  5. Wohnungsdurchsuchung, revisited: Ich will es jetzt wissen : Burks’ Blog am November 25th, 2008 8:58 pm

    […] auf anderes Konto von mir gespendet haben – von den letzteren habe ich leider keine E-Mail-Adresse. Tobias Hensel hatte ich schon gedankt – das mache ich gern noch […]

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